ZitatIch glaube nicht an Männer, die in so grundlegenden Fragen urplötzlich ihre Meinung ändern.
Bis 2016 habe ich auch nicht geglaubt, dass ein Mann wie Trump zum US-Präsidenten gewählt werden könnte...
Das besagt doch aber nichts darüber, wie "plötzlich" sich die Wähler*innen zu dieser Wahl durchgerungen haben. (Ich hielt das nebenbei von vorneherein für möglich, war aber verblüfft, wieviele Frauen Trump gewählt haben.)
Zitat
ZitatUnd die Tatsache allein, dass es Frauen gibt, die schlechtere Chancen haben, dass zu tun, as ich erwägen würde, schmälert den Sinn der Erwägungen m.E. nicht.
Die Frauen mit den besseren Chancen werden selten Opfer von Abtreibungsverboten sein, wenn sie es sich leisten können, dahin zu reisen, wo der Abbruch fachgerecht vorgenommen wird, statt zur Engelmacherin in der Nachhbarschaft zu gehen. Je schlechter ihre Lebenssituation, desto besser könnnen Frauen unterdrückt und damit ihre besser situierten Geschlechtsgenossinnen in Angst um ihre Rechte versetzt werden.
Ich sehe in den jeweiligen Anti-Abtreibungsgesetzen einen Ausdruck gesellschaftlicher Stimmung gegen Frauenrechte generell. Dass gebildetere, unabhängigere, wohlhabende bis reiche Frauen diese Gesetze leichter und mit geringerem Risiko umgehen können, scheint mir fast banal: Ärmere Menschen, Menschen mit schlechteren Chancen haben eben immer und überall die schlechteren Chancen.
Zitat von Nicolo im Beitrag #1151Ich sehe in den jeweiligen Anti-Abtreibungsgesetzen einen Ausdruck gesellschaftlicher Stimmung gegen Frauenrechte generell. Dass gebildetere, unabhängigere, wohlhabende bis reiche Frauen diese Gesetze leichter und mit geringerem Risiko umgehen können, scheint mir fast banal: Ärmere Menschen, Menschen mit schlechteren Chancen haben eben immer und überall die schlechteren Chancen.
So leicht wird's auch für die gebildeten und finanziell weniger prekär aufgestellten nicht werden - wobei, je reicher, desto bessere Chancen, das ist klar. Und sei's nur, sich im nachfolgenden Gerichtsverfahren bessere Anwälte leisten zu können.
A propos Gerichtsverfahren:
Rechtliche Schritte erwägen (vermutlich neben Bürgerrechtsorganisationen) auch religiöse Vereine The Satanic Temple argumentieren, dass sie Abtreibung als rituellen Vorgang im Rahmen der freien Religionsausübung für sich legalisiert haben wollen.
Es gibt einen ganz interessanten aspect, der sich evtl in einer grauzone befindet. In 2019 wurden etwa 629.000 ssa vollzogen, davon 54% mit einer pille. Seit der pandemie wurde diese pille auch ueber telehealth verschickt. Telehealth ist und wird auch in zukunft weiter praktiziert. Jetzt ist die frage, in wie weit eine legale option besteht, sich diese pille schicken zu lassen von einem arzt aus einem anderen bundesland. Man kann also (bis jetzt) wenn man in Ohio lebt, einen arzt in New York ueber telehealth aufsuchen.
Zitat von Nor1811 im Beitrag #1153... Jetzt ist die frage, in wie weit eine legale option besteht, sich diese pille schicken zu lassen von einem arzt aus einem anderen bundesland. ...
Ziemlich akademisch, oder? Selbst wenn es legal wäre und bliebe, sich die Pille schicken zu lassen, bliebe es garantiert illegal, diese Pille dann zu nehmen (= die Abtreibung vorzunehmen).
Zudem, wie bereits angemerkt, könnten Paket- oder Postbot*innen werden wegen Beihilfe zum illegalen Schwangerschaftsabbruch angeklagt werden. Und/oder in den Postverteil- und Paketzentren beginnt das große Schnüffeln und die Beschlagnahme illegaler Pharmazeutika.
Dieser Zustand wird nur einige Jahre dauern. Ich schätze max. 10 Jahre. Ist natürlich viel zu lange, keine Frage. Dann wird das vom Supreme Court wieder geändert.
Ein interessanter Beitrag zur Entwicklung der Evangelikalen von Befürwortern des Rechts auf Schwangerschaftsabbrüche hin zu Abtreibungsgegnern.
Schade, dass die Einsicht von Schaeffer spät kam: «Die Religion lehrte mich als Mann, dass ich Frauen nicht vertrauen kann.» Aber kein Richter, kein Politiker und kein Priester könne die Abtreibungsfrage so gut entscheiden wie die betroffene Frau. «Es muss jene Person diese Wahl treffen, welche die schwersten Konsequenzen daraus zu tragen hat. Deshalb müssen wir den Frauen vertrauen.»
Eine Auswirkung des Urteils zeigt sich schon jetzt: Junge Frauen beziehen bei den Überlegungen zur Wahl ihres Colleges ein, wie die Abtreibungsgesetzgebung im Staat der Uni ist! Für die Freshwomen 2022 kommt das zu spät, aber für die Bewerbungsrunde für 2023 wird es definitiv ein Thema.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Zitat von Kastanie im Beitrag #1156Dieser Zustand wird nur einige Jahre dauern. Ich schätze max. 10 Jahre. Ist natürlich viel zu lange, keine Frage. Dann wird das vom Supreme Court wieder geändert.
Diese entscheidung war allerdings nur die erste. Die naechste wird die trennung von kirche und staat sein, was ebenfalls schlimme folgen habe wird. Der SC ist besetzt mit konservativen rechten, bald stehen zwischenwahlen an, mit Thema abtreibung konnten konservative parteien bisher immer gut punkten. Alles was jetzt passiert, ist rein politisch kalkuliert.
Zitat von Sariana im Beitrag #1158https://twitter.com/BetteMidler/status/…
URL im Zitat gekürzt, sie „sprengt“ die Seitenbreitr. Haze
Da hinkt aber ein Vergleich...
Und das Video in #1161 macht sich lustig über die Mitverantwortung von Männern. So wird das nie was.
Solche Dinge bringen doch nicht weiter, sondern nur noch mehr Stress und Feindseligkeit. Davon gibt es doch schon zuviel. Es ist doch besser, da ruhig und ernsthaft heranzugehen.
Ich habe nicht gelesen, warum er denkt, dass das Urteil Roe falsch war.
Er sagt, dass jede Abtreibung aufgrund eines fehlerhaften Verhaltens stattfindet.
Das mag stimmen, aber dieses Verhalten ist nun mal eingetreten. Soll dann, weil das Kondom platzte, das Kind ausgetragen werden müssen?
Er unterstützt weiterhin das Waffentragen, weil er selber gerne jagt....
******************************** Sagt es allen weiter - besonders den jungen Menschen: Werdet StammzellenspenderIn - rettet Leben! Spende geht oft über das Blut. * DKMS
Das Urteil Roe vs Wade ist juristisch wohl schon länger umstritten, da aber bitte Juristen fragen.
Das Wort " failure" würde ich eher mit "Versagen" übersetzen. Was ich gut fand,ist der Hinweis darauf, dass jemand nicht aufgrund seiner Meinung als "böse" gebrandmarkt werden sollte. Und es ist länger und differenzierter als twitterbeiträge und Videos. Differenzierung ist wichtig.
In den USA gibt es wohl wirklich hauptsächlich zwei jeweils sehr radikale "Seiten'. Das ist natürlich nicht hilfreich. Wir sollten mMn aufpassen nicht in dieses Lagerdenken zu verfallen. In D gibt es ja eine Regelung,die ganz anders aussieht.
Signatur:
Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.
"Kein Ziel und keine Ehre, keine Pflicht, sind's wert, dafür zu töten und zu sterben" (R. Mey)
Ich kann ihm in vielem was er anmerkt tatsächlich folgen, aber solange solche Dinge wie
ZitatCox spoke about the gender wage gap for female state employees and what has been done to fix that and improve the lives of women in our state, "especially mothers and especially single mothers."
"If you are pro-life, then that means you should be pro-all life not just pro-life until birth," he said. "We should be working to prevent unwanted pregnancies. We should be doing more to make birth control more accessible in our state."
The governor added, "Anytime there's an abortion, that means there's been a failure. It may be a failure in birth control, it may be a failure in the relationship, it may be a failure of holding men accountable — which is something else we need to do a better job of."
eben nur Worte sind, denen keine ausreichenden Taten folgen, sind es immer noch die Frauen im gebärfähigen Alter, die da im wahrsten Sinne des Wortes die Gef*ckten sind (pardon my french).
Warum nicht zuallererst diese Missständen beheben? Das würde nämliche die Zahl an Abtreibungen dann schon erheblich reduzieren.
I imagine one of the reasons people cling to their hates so stubbornly is because they sense, once hate is gone, they will be forced to deal with pain.
Ich habe mir einige seiner Twitter-Postings angesehen. Es ist ziemlich gleich, um, was es geht. Er schreibt immer davon, dass man keinen Graben errichten soll.
Das finde ich auch richtig.
Dennoch hat er eben eine andere Meinung als ich. Er möchte nicht, dass eine Frau sich gegen ein Kind entscheiden darf.
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Zitat von djinnchiller im Beitrag #1171Warum nicht zuallererst diese Missständen beheben? Das würde nämliche die Zahl an Abtreibungen dann schon erheblich reduzieren.
Ach, du stellst dir das alles so einfach vor. Als ob es irgendwie Aufgabe der Politik wäre, für menschenwürdige Zustände zu sorgen, was Arbeitnehmer- bzw. Elternrechte, medizinische Versorgung und Kinderbetreuung anbelangt
(Achtung, Sarkasmus)
Ich hab das auch schon bisweilen angesprochen (nicht nur hier) und das Ergebnis ist halt immer wieder tumbleweeds.
Zitat von Charlie03 im Beitrag #1172Ich habe mir einige seiner Twitter-Postings angesehen. Es ist ziemlich gleich, um, was es geht. Er schreibt immer davon, dass man keinen Graben errichten soll.
Das finde ich auch richtig.
Dennoch hat er eben eine andere Meinung als ich. Er möchte nicht, dass eine Frau sich gegen ein Kind entscheiden darf.
Paradoxerweise zeigt er dabei (und bei anderen Themen) mehr Respekt und Empathie, als ich es von vielen Diskussionsteilnehmern _beider_ Seiten wahrnehme. Und gerade in der GOP sticht er damit ziemlich heraus. Ich bin wahrlich keine Freundin der Republikaner und gehe (vermutlich nicht nur) bei diesem Thema mit ihm nicht komplett d'accord, aber so Leut wie ihn könnt's öfter geben.
Edit - sorry, der Satz wurde zu verschwurbelt und besagte letztendlich das Gegenteil
Wenn jemand in einem Punkt eine andere Meinung hat als ich, kann es ja ( trotzdem) sein,dass ich in einem anderen Punkt seine Meinung teile. Und was Kitty schreibt, nämlich Respekt und Empathie zu zeigen,ist noch wichtiger,als immer der gleichen Meinung zu sein.
Was die sozialen Entwicklungen anbetrifft, gebe ich ihm Recht und ich denke,das muss auch hier in D, (noch) besser werden. Ich habe das im Artikel auch durchaus als Kritik gelesen.
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