Zugrunde liegt dieser Denkweise ein Mangel an Empathie, den man/frau sich schwer vorstellen kann, den es aber gibt. Bei diesem Thema vermutlich vor allem bei Männern. Weil die Situation "ungewollt schwanger" mit ihnen selbst persönlich nichts zu tun hat. Männer werden nicht schwanger und müssen auch nie Angst haben, ungewollt schwanger zu werden. Wenn man da nicht sowieso ein empathischer Typ ist und/oder die entsprechenden Nöte noch nie hautnah bei einer nahestehenden weiblichen Person (Partnerin, Tochter, ...) miterlebt hat, kann es schon passieren, dass man sich im Dienst der reinen Lehre argumentativ verrennt und auf der dunklen Seite wiederfindet.
Neben dem Mangel an rein menschlicher Empathie ist es vor allem ein unverblümter patriarchaler Machtanspruch. "Keep them barefoot and pregnant." Ein uraltes Mittel Frauen unter dem Daumen zu halten. Die zitierte Ansage in Richtung des 10jährigen Kindes klingt schon so: Ein Mädchen kann gar nicht früh genug lernen wo als Frau später mal ihr Platz zu sein hat. 🤮
Besonders schlimm finde ich es, wenn sich auch noch Frauen in den Dienst solcher Ideologien (und solcher Männer) stellen und eine spezielle Art von weiblicher Misogynie an den Tag legen.
@MightyQuince: Zum Thema Empathie stimme ich zu, aber ich sehe in dieser Haltung keine Konsequenz. Wäre es absolut, dass menschliches Leben zu schützen ist, würde das nicht nur bis zur Geburt gelten. Beispiele hatten wir ja im Thread immer wieder: Ob es nun eine lockere Haltung zum Thema Waffen ist, Todesstrafe, eingeschränkte medizinische Versorgung, schwarze Frauen und ihre Kinder sterben im Vergleich zu weißen mit einer doppelten Häufigkeit bei der Geburt oder danach - da spielt das Thema absoluter Lebensschutz eine untergeordnete Rolle. Eine Absolutheit, die sich ausschließlich auf das Thema Schwangerschaftsabbruch bezieht, ist reine Heuchelei.
Das gilt umso mehr, als damit gar nichts erreicht wird. Verbote führen nicht zu weniger Schwangerschaftsabbrüchen, sondern zu gefährlichen Eingriffen. Guter Zugang zu Verhütungsmitteln, Aufklärung und letztlich auch die Entscheidung bei der Frau zu belassen, führt zu sinkenden Zahlen, nicht Verboten. Wer also möglichst wenige Schwangerschaftsabbrüche möchte, wird einen Weg suchen, der funktionieren kann und nicht einen, von dem bekannt ist, dass er nicht funktioniert.
Zitat von Kambara im Beitrag #1198Das ist einfach widerwärtig und bar jeglichen Mitgefühls. Das geht ja noch über die in diesen Kreisen übliche Frauenverachtung hinaus.
Vor dem Hintergrund, dass von rechten Medien und u. a. vom Gouverneur und Justizminister von Ohio öffentlich angezweifelt wurde, dass die Vergewaltigung des 10jährigen Mädchens und die Abtreibung überhaupt stattgefunden haben, und sich nach einem Geständnis des Täters - wenig überraschend - niemand bei dem Opfer entschuldigt hat, wird die Aussage des selbsternannten "Lebensschützers" noch widerwärtiger.
Wird AfD eigentlich mit einem oder zwei Mittelfingern geschrieben? 🖕🏻🖕🏻
Zitat von Kambara im Beitrag #1201... Besonders schlimm finde ich es, wenn sich auch noch Frauen in den Dienst solcher Ideologien (und solcher Männer) stellen und eine spezielle Art von weiblicher Misogynie an den Tag legen.
Mir stellt sich die Frage, wie es möglich ist, dass Gehirnwäsche so erfolgreich sein kann. Nicht nur bei den radikalen/klerikalen "Lebensschützern", sondern auch angesichts der zunehmenden, weltweiten Verbreitung des Antifeminismus.
Wird AfD eigentlich mit einem oder zwei Mittelfingern geschrieben? 🖕🏻🖕🏻
Zitat von MightyQuince im Beitrag #1199Es ist einfach nur a) komplett empathiefrei und b) sehr konsequent am Buchstaben des eigenen Prinzips, des eigenen "Gesetzes" entlanggedacht: Vom Moment der Verschmelzung Eizelle-Samenzelle an ist es menschliches Leben. Menschliches Leben muss geschützt und erhalten werden, das ist absolut. Das hat Vorrang vor allem, allem anderen. Alles, wirklich alles, wird diesem Prinzip untergeordnet.
Ich habe mal die entscheidenden Sätze gefettet: Wenn es denn wenigstens so wäre, würde ich ja nichts sagen, aber genau so ist es ja eben NICHT. Guck dir doch an, wie mit Menschen umgegangen wird, die arm, krank, arbeitslos sind ... mit Kriegsveteranen ... mit den vielen Obdachlosen ... da wird nix geschützt und erhalten, ganz im Gegenteil!
Es interessiert sich aber auch von genau diesen Lebensverfechtern niemand mehr dafür, was aus den ungewollt geborenen Kindern passiert. Die Bedingungen für "Foster Care" sind oft grauenhaft und die Hilfen für alleinerziehende Frauen minimal. Da stehen die Lebensschützer komischerweise nicht mit Plakaten auf der Straße.
Es gibt noch einiges, was man anprangern kann. Es gibt zb diverse Bundesstaaten in den USA, in denen diese 10 jährige mit Zustimmung ihrer Eltern jetzt verheiratet werden könnte. Zb mit einem deutlich älteren Mann.
Dann aber, wenn sie aus dieser Ehe flüchten wollte in entsprechenden Aufnahmehäusern nicht Zuflucht finden darf, weil sie noch minderjährig ist.
Zb North Carolina: "Kein Mindestalter bei dem Einverständnis der Eltern, wenn Schwangerschaft oder Geburt eines Kindes gegeben sind"
Oder Colorado: "Kein Mindestalter bei dem Einverständnis eines Richters und dem der Eltern". Meist reicht der county clerk.
Solche Richter sind oft gewählt und repräsentieren die Haltung der Gemeinde, und die Bundesgesetze sehen eine Ausnahmeregelung für Vergewaltigung in der Kinderehe vor.
In einigen Fällen können Richter, die einer Heirat von Minderjährigen zustimmen, z. B. weil die Minderjährige schwanger ist, eine Ehe zwischen einem Vergewaltiger und seinem gesetzlichen Opfer genehmigen.
In einigen Staaten können sich Minderjährige nicht rechtmäßig scheiden lassen oder ihren Ehepartner verlassen, und Schutzeinrichtungen für häusliche Gewalt nehmen in der Regel keine Minderjährigen auf.
Laut den zusammengestellten Datene einer Studie, die fast 200 000 Fälle von Kinderheirat im Zeitraum 2000-2015 untersuchten:
67 % der Kinder waren 17 Jahre alt. 29 % der Kinder waren 16 Jahre alt. 4 % der Kinder waren 15 Jahre alt. <1 % der Kinder waren 14 Jahre alt oder jünger.
Es gab 51 Fälle, in denen 13-Jährige geheiratet haben, und 6 Fälle, in denen 12-Jährige geheiratet haben.
Zu den extremen Beispielen gehört ein Fall aus dem Jahr 2010 in Idaho, wo ein 65-jähriger Mann ein 17-jähriges Mädchen heiratete. In Alabama heiratete ein 74-jähriger Mann ein 14-jähriges Mädchen, obwohl der Staat das Mindestalter inzwischen auf 16 Jahre angehoben hat. Laut Unchained At Last waren die jüngsten Mädchen, die zwischen 2000 und 2010 geheiratet haben, drei 10-jährige Mädchen aus Tennessee, die 2001 Männer im Alter von 24, 25 bzw. 31 Jahren geheiratet haben. Der jüngste Junge, der heiratete, war ein 11-Jähriger, der 2006 in Tennessee eine 27-jährige Frau heiratete.
Nach Staaten verteilt sind es "zufällig" die bible belt Staaten, in denen eine Häufung zu sehen ist.
County Clerk wird meist mit "Richter " übersetzt, in der Realität ist das etwas anderes :
Qualifikationen des County Clerks
Der County Clerk muss zum Zeitpunkt seiner Ernennung oder Wahl die folgenden Qualifikationen erfüllen:
U.S. Staatsbürger Wohnsitz in xyz seit mindestens 12 aufeinanderfolgenden Monaten Wohnsitz im County seit mindestens sechs aufeinanderfolgenden Monaten Eingetragen im Wahlregister des Bezirks Mindestens 18 Jahre alt sein Nicht rechtskräftig wegen eines Verbrechens verurteilt worden sein, von dem sie nicht begnadigt oder anderweitig von den daraus resultierenden Behinderungen befreit worden sind Nicht von einem Gericht mit Nachlassgerichtsbarkeit als vollständig geistig behindert oder teilweise geistig behindert ohne Wahlrecht eingestuft worden sein
Anforderungen des County Clerks: High-School-Diplom oder GED. 1 Jahr Berufserfahrung als Stadt- oder Kreisschreiber oder 1 Jahr allgemeine Büroerfahrung. Gute Computer- und Schreibmaschinenkenntnisse. Grundkenntnisse in Buchhaltung. Sicherer Umgang mit MS Office Word, Outlook und Excel und Vertrautheit mit der Dateneingabe. Ausgezeichnete mündliche und schriftliche Kommunikationsfähigkeiten. Ausgeprägte soziale Kompetenz. Gültiger Führerschein. Ausfüllen der Online-Bewerbung. Fähigkeit zur Wahrung der Vertraulichkeit und Sicherheit von Informationen. Bürgschaft für den Umgang mit Geld.
Nur um darzulegen, wer da entscheiden kann. Unter Umständen ein Verwaltungsangestellter mit 1 Jahr Berufserfahrung. Kein Jurist.
Ist es denn ein Argument für Abtreibung, dass diese Dinge schlecht laufen? Ich finde ja eher, dass sie verbessert werden sollten und es dann evtl. auch weniger Abtreibungen gäbe. Die Lösung ist doch nicht, dass mehr abgetrieben wird.
Signatur:
Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.
"Kein Ziel und keine Ehre, keine Pflicht, sind's wert, dafür zu töten und zu sterben" (R. Mey)
Zitat von mono im Beitrag #1210Ist es denn ein Argument für Abtreibung, dass diese Dinge schlecht laufen? Ich finde ja eher, dass sie verbessert werden sollten und es dann evtl. auch weniger Abtreibungen gäbe. Die Lösung ist doch nicht, dass mehr abgetrieben wird.
mono, zum dreimillionesnsten Mal: Niemand ist für Abtreibungen, geschweige denn dafür, dass mehr abgetrieben wird. Sondern für das Recht jeder Frau selbst darüber zu entscheiden, was mit ihrem Körper und ihrem Leben geschieht. Was die letzten Beiträge zur Vergewaltigung und dem Zwang zu Kinderehen in den USA (und natürlich auch anderswo) angeht: Kinder müssen vor derartigen ideologischen Auswüchsen geschützt werden. Ohne wenn und aber.
Liest du eigentlich auch den Strang samt der verlinkten Artikel im Zusammenhang?
Ich glaube: Ja, das ist ein Argument dafür. Das sind perverse Systeme, die darauf fußen und deshalb darauf abzielen, das Frauen rechtlos sind, sobald sie schwanger sind.
Und wenn ein Mädchen oder eine Frau in diese Situation kommt, ist sie ausgeliefert.
Ich bin dedhalb strikt für das Recht auf Abtreibung.
KEINE ANGST, KEINE ANGST, KEINE ANGST, KEINE ANGST!
Da sie aber JETZT schlecht laufen, braucht es eine Möglichkeit für JETZT. Wobei auch bei besserer Situation bestimmte Themen nicht verschwinden werden - Schwanger in einer Lebenssituation zu werden, die nicht Kinderkompatibel ist. Miese Beziehung.Mitten im anspruchsvollen Studium (Medizin vs Kunstgeschichte vs Archäologie…) Schon mit vorhandenen Kindern überfordert. Mit der Lebenssituation als solches überfordert. Fiese medizinische Probleme beim Kind.
Und jetzt komm nicht mit „der Vater“. Wir wissen alle, wie die Realität ist. Eine Schwangerschaft ist das Probkem der Frau - denn der Mann kann sich problemlos verzupfen.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Zitat von Kaffeesahne im Beitrag #1214"Schwängern" als Waffe kommt leider oft vor auf der Welt. Vergewaltigungen passieren täglich, bisher wurde es nicht abgestellt.
Verbot von Abtreibung bedeutet, Zementierung der Zustände.
KEINE ANGST, KEINE ANGST, KEINE ANGST, KEINE ANGST!
Zitat von Nora im Beitrag #1213Da sie aber JETZT schlecht laufen, braucht es eine Möglichkeit für JETZT. Wobei auch bei besserer Situation bestimmte Themen nicht verschwinden werden - Schwanger in einer Lebenssituation zu werden, die nicht Kinderkompatibel ist. Miese Beziehung.Mitten im anspruchsvollen Studium (Medizin vs Kunstgeschichte vs Archäologie…) Schon mit vorhandenen Kindern überfordert. Mit der Lebenssituation als solches überfordert. Fiese medizinische Probleme beim Kind.
Und jetzt komm nicht mit „der Vater“. Wir wissen alle, wie die Realität ist. Eine Schwangerschaft ist das Probkem der Frau - denn der Mann kann sich problemlos verzupfen.
Und was ich gerne mit jedem machen würde, der einer 10jährigen das Austragen einer Schwangerschaft anträgt, ist schlicht und ergreifend illegal. Gedanken sind aber zoll- und straffrei.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Zitat von Kaffeesahne im Beitrag #1214"Schwängern" als Waffe kommt leider oft vor auf der Welt. Vergewaltigungen passieren täglich, bisher wurde es nicht abgestellt.
Verbot von Abtreibung bedeutet, zementierung der Zustände.
Ja, auf den Punkt gebracht. Und das ist von den Tätern so gewollt.
Zitat von mono im Beitrag #1210Ist es denn ein Argument für Abtreibung, dass diese Dinge schlecht laufen? Ich finde ja eher, dass sie verbessert werden sollten und es dann evtl. auch weniger Abtreibungen gäbe.
Wenn eine Zehnjährige gezwungen werden soll nach einer Vergewaltigung eine Schwangerschaft und Geburt ertragen zu müssen, siehst du darin keine menschliche Katastrophe für dieses kleine Mädchen, sondern lediglich schlecht laufende Dinge?
ZitatDie Lösung ist doch nicht, dass mehr abgetrieben wird.
Außer dir sieht hier niemand eine derart paradoxe Möglichkeit.
Wird AfD eigentlich mit einem oder zwei Mittelfingern geschrieben? 🖕🏻🖕🏻
Zitat von Kambara im Beitrag #1217 Ja, auf den Punkt gebracht. Und das ist von den Tätern so gewollt.
Das habe ich schon einmal irgendwo gelesen. Ich kann mir das so gar nicht vorstellen. In dem Moment, wo die vergewaltigte Frau schwanger wird, kann er als Täter doch leichter identifiziert werden. Kannst Du das nachvollziehen?
Zitat von mono im Beitrag #1210Ist es denn ein Argument für Abtreibung, dass diese Dinge schlecht laufen?
Mono, ich steh auf dem Schlauch: Was meinst du denn mit "dass diese Dinge schlecht laufen"? Magst du das erklären?
Virginia, Gisèle, Collien, danke für euren Mut! 🌹
************************************ Moderatorin in der Pandemie und Politik, bei der Nachhaltigkeit, beim Sozialen Engagement und den Festen, bei Klatsch & Tratsch, im Persönlichkeits-, Erziehungs-, Baby-, Familien- und Trauerforum, im Glücklicher leben, bei den Angehörigen, in der allg. Gesundheit, der Kindergesundheit und bei den Krebserkrankungen, in den Krisenbeziehungen, bei den Hobbies, der Photographie und bei den besonderen Ernährungsformen.
In den USA findet gerade eine Täter Opfer Umkehr statt und der Fall des 10jährigen Kindes zeigt das erschreckend.
Die Strafe für die Abtreibung ist unter Umständen höher als die des Vergewaltigers
Und in Fällen wo überreligiöse Eltern auch noch dafür sorgen, dass ein Vergewaltigungsopfer vom Täter zur "ehrbaren Frau " gemacht wird (der Konsens des Kindes zur Ehe ist nicht zwingend notwendig!) wird das Kind in einer Kinderehe gefangen ohne Aussicht auf Hilfe. Eine Einladung für pädophile Vergewaltiger.
Und auch wenn die von mir oben genannten Zahlen einen langen Zeitraum umfassen, so ist es doch selbst bei den jüngsten Opfern eine stellige Anzahl. Ca. 2000 Kinder unter 14, die völlig legal verheiratet wurden.
In meinen Augen unterstützt der Staat da Verbrechen.
Ungewollte Schwangerschaften werden nie völlig vermeidbar sein. Aber die Zahlen sinken, je besser die Aufklärung und der Zugang zu Verhütung ist.
Nicht ohne Grund sind auch Teenagerschwangerschaften in den USA um ein vielfaches höher als in Deutschland, Schweden etc. Und am höchsten in den bible belt Staaten. Wo die "just say no " Bewegung Hochkonjunktur hat.
Als ob man hormongesteuerten Teenagern unter sozialem Druck mit "kein Sex vor der Ehe" dauerhaft kommen kann. Und dann darf es an den Schulen weder Sexualkunde noch Aufklärung geben und auch keine Kondome etc.
Und wer ist am meisten betroffen? Die, die zu arm sind in den nächsten Staat zu reisen, in dem noch Abtreibungen vorgenommen werden.
Ich bin sicher nicht begeistert über Abtreibungen. Aber ich glaube, dass es Lebenssituationen gibt, in denen es der richtige Weg für die Frau ist.
Und statt Abtreibungen zu verbieten, sollte man lieber alle Möglichkeiten nutzen, ungewollte Schwangerschaften gar nicht erst entstehen zu lassen.
Und wenn jetzt Gesetze in Kraft treten, bei denen weder Vergewaltigungen noch Inzest (meist ja auch einhergehend mit familiären Missbrauch) das Opfer zur Abtreibung berechtigt, dann sind die USA wieder im Zeitalter der Hexenverbrennung angekommen.
Zitat von Kambara im Beitrag #1217 Ja, auf den Punkt gebracht. Und das ist von den Tätern so gewollt.
Das habe ich schon einmal irgendwo gelesen. Ich kann mir das so gar nicht vorstellen. In dem Moment, wo die vergewaltigte Frau schwanger wird, kann er als Täter doch leichter identifiziert werden. Kannst Du das nachvollziehen?
So gesehen habe ich mit der Formulierung "Täter" in Bezug auf Vergewaltigung unsauber oder zu eingrenzend formuliert. Besser wäre gewesen "Männer, die Macht über Frauen haben und demonstrieren wollen". Also all die Ideologen, Richter - selbst ernannte und gewählte - und rein privaten Ankläger, die eine vergewaltigte Frau im Prinzip doppelt bestrafen wollen, wenn sie sie per Gesetz zur Austragung eines Kindes zwingen. Im zitierten Fall des 10jährigen Mädchens noch mal besonders perfide und menschenverachtend.
Wobei eine Vergewaltigung als solche selbst bereits eine Machtdemonstration ist. Die (möglichen) juristischen Konsequenzen jetzt mal außer Acht gelassen. Die bitteren Erfahrungen vieler Vergewaltigungsopfer zeigen, dass das gar nicht so einfach ist und oftmals noch mal auf Kosten des Opfers geht. Aber das ist ein Thema für sich.
Ja, ich lese hier auch nur noch sporadisch und halb aus Pflichtbewusstsein mit, es macht einfach keinen Spaß. Was nicht an den User:innen hier im Strang liegt! Ich motze ja immer, dass zuviel kommentiert und zu wenig diskutiert wird (-auch das in der Welt generell, nicht hier im Strang). Aber bei dem, was gerade in dem USA abgeht, will ich nur noch den hier posten:
"It has to be possible to feel the pain in one community without denying it to the other. It has to be!" John Oliver
Moderatorin in den Foren zu Beziehung und Sex, zu Kunst, Musik und Literatur, zu Politik und Tagesgeschen und zum Handwerken (warum auch immer). Ueberall sonst gilt: Nicht mein Zirkus, nicht meine Affen.