Zitat von Tigerente im Beitrag #336 (...) aber die Begründung dafür hat er sehr schön formuliert. Hier ein Zitat aus einem Brief, der gestern an alle Eltern ging: "Mir ist aber auch sehr bewusst, dass der Umgang mit dieser Pandemie insbesondere bei Eltern von ungeimpften Kindern Ängste und Sorgen hervorruft, denen mit rationalen Argumenten nur begrenzt begegnet werden kann."
So lange die Langzeitfolgen einer Erkrankung ungeimpfter Kinder nicht bekannt sind, finde ich diesen Satz eine so große Unverschämtheit, dass mir die Worte fehlen.
Wobei die 3 Tage natürlich Nonsens sind, darauf kommt es nicht an und das bringt nix.
Das basiert eben auf den Zahlen, die wir hier in Niedersachsen in den Schulen haben und hatten und auf den Schutzmaßnahmen: 3-mal pro Woche testen, Masken durchgängig, auch im Unterricht, einzige Ausnahme: Draußenpausen. Es geht darum, dass objektiv sehr viel Schutz herrscht und man in den Schulen kein großartiges Weiterverbreitungsgeschehen gesehen hat dank dieser Maßnahmen - es waren meist nur Einzelfälle in den Klassen, die tatsächlich von außen hereingetragen wurde.
Das heißt, die Schüler stecken sich nicht in der Schule an, sondern im privaten Bereich, was man nicht dadurch eindämmt, dass man frühere Ferien einführt, im Gegenteil, daraum ging es nämlich. Und sie tragen es in der Schule dank der Schutzmaßnahmen nicht nenneswert weiter.
@Tigerente, ja, ich kann schon verstehen, wo das herkommt, es ist ja auch aus der Perspektive des Einzelnen nach wie vor nicht sonderlich wahrscheinlich, sich anzustecken.
Trotzdem, ich empfinde es aus 2 Gründen (mindestens) als unverschämt: - wir befinden uns in einer Pandemie, im vergangenen Jahr gab es massive, echte Lockdowns, als es generell noch keine Impfung gab. Nun gibt es für kleine Kinder noch immer keine, die Inzidenzen sind so hoch wie nie (speziell auch bei Kindern, jedenfalls hier), es wird immer wieder die Aussage gestresst, dass diesen Winter jeder Ungeimpfte mit einer Infektion rechnen muss, und dann werden Leute öffentlich von einem Minister als irrational bezeichnet, die ihre Kinder davor schützen möchten? - Dann werden die Leute noch für dumm verkauft, denn 3 Tage machen wenig Sinn für den Fall, dass man zum Beispiel Weihnachten nicht krank oder in Quarantäne sein möchte und/oder gerne seine Hochrisiko-Verwandten treffen möchte, die auch trotz Impfung gefährdet sein könnten.
Zitat von Convallaria im Beitrag #352@Tigerente, ja, ich kann schon verstehen, wo das herkommt, es ist ja auch aus der Perspektive des Einzelnen nach wie vor nicht sonderlich wahrscheinlich, sich anzustecken.
Trotzdem, ich empfinde es aus 2 Gründen (mindestens) als unverschämt: - wir befinden uns in einer Pandemie, im vergangenen Jahr gab es massive, echte Lockdowns, als es generell noch keine Impfung gab. Nun gibt es für kleine Kinder noch immer keine, die Inzidenzen sind so hoch wie nie (speziell auch bei Kindern, jedenfalls hier), es wird immer wieder die Aussage gestresst, dass diesen Winter jeder Ungeimpfte mit einer Infektion rechnen muss, und dann werden Leute öffentlich von einem Minister als irrational bezeichnet, die ihre Kinder davor schützen möchten? - Dann werden die Leute noch für dumm verkauft, denn 3 Tage machen wenig Sinn für den Fall, dass man zum Beispiel Weihnachten nicht krank oder in Quarantäne sein möchte und/oder gerne seine Hochrisiko-Verwandten treffen möchte, die auch trotz Impfung gefährdet sein könnten.
Ich empfinde es überhaupt nicht als unverschämt. Der hätte am liebsten gar nichts gemacht, weil in Niedersachsen die Lage relativ entspannt ist. Ich weiß die Zahlen nicht mehr, er nannte in der Pressekonferenz letzte Woche auch Zahlen, ich glaube, im ganzen Land sind 7 Schulen wegen hoher Zahlen im Distanzlernen (oder waren es 7 Jahrgänge an einzelnen Schulen - weiß nicht mehr genau), ansonsten gibt es immer so 1-2 Fälle pro Jahrgangsstufe, die sich in der Klasse dann nicht groß weiterverbreiten. Es gibt hier ja keine Quarantäne in so einem Fall, sondern 5 Tage täglich testen für alle, auch die geimpften Schüler.
Wir haben jetzt übrigens den ersten Corona-Fall in der Klasse bzw. in einem Kurs meines 10.-Klässlers (in dessen Klasse auch mindestens 50% eh schon geimpft sind), da wurden sogar heute bei Bekanntwerden schon Tests ausgegeben und noch in der Schule getestet, obwohl das normalerweise morgens zu Hause erfolgen soll. Ich gestehe, ich bin da ganz ruhig und entspannt, er ist geimpft und trägt (weil er sie lieber mag als Op-Maske, weiß der Geier wieso) im Unterricht immer FFP2.
Dass diese 3 Tage so eine Art "Bauernopfer" sind, wegen des Beschusses, dem das KM seit Wochen ausgesetzt ist, ist klar, gerne hat er das nicht gemacht, das hat man gemerkt.
Hier wird immer wieder betont, wie sicher die Impfung ist, wie gering die Impfnebenwirkungen. Für mich bedeutet die Tatsache, dass die STIKO die Impfung generell noch nicht empfiehlt, dass zum jetzigen Zeitpunkt die Krankheit selbst für Kinder (ohne Vorerkrankungen etc.) nicht besonders gefährlich ist, sonst würde die Impfung uneingeschränkt empfohlen. Ich halte den Schulweg mit dem Fahrrad jetzt in der dunklen Jahreszeit tatsächlich immer noch für gefährlicher als eine Covid-Erkrankung.
Dass es im vergangenen Jahr massive Lockdowns gab, ist übrigens jetzt genau die Begründung für die offenen Schulen: dass das Verfassungsgericht klar gesagt hat, dass ein besonders strenger Maßstab anzulegen ist, wenn man Schulen dichtmachen will. So lange noch Clubs und Diskotheken offen haben, die Kinder nachmittags zum Sport gehen dürfen in der Halle, zur Musikschule etc., so lange Erwachsene im Job unter 3G-Bedingungen arbeiten dürfen, so lange kann man auch Kinder unter (mehr oder weniger, sind nur 3 statt 5 Tests pro Woche) unter 3G-Bedingungen in die Schule schicken. Denn wie gesagt, die sitzen ja trotzdem noch mit Masken im Unterricht.
Ich hätte es ok gefunden, vor dem Hintergrund der relativ niedrigen Zahlen bei euch nichts zu machen. Nicht ok finde ich den "schönen" Satz, mit dem er sich über diejenigen, die ängstlich sind, erhöht. Unnötig, unsouverän und seiner Rolle nicht angemessen, so empfinde ich es. Geradezu albern finde ich die besagten 3 Tage. Aber es ist nicht mein BL, also bin ich schon wieder still...
Ich teile übrigens nicht die Meinung, dass man an der fehlenden Empfehlung der Impfung für (Klein)Kinder die Ungefährlichkeit des Virus ablesen kann. Ich denke vielmehr, dass es mangelnde Daten sind. Da kurzfristig bei den Kindern zum Glück nicht viel passiert, und die Langfristfolgen bislang unbekannt sind. Von beidem, Impfung und von Infektion übrigens. Ich persönlich halte das Risiko von negativen Langzeitfolgen der Infektion für höher als die der Impfung. Aber belegbar ist das aktuell natürlich noch nicht.
Zitat von Convallaria im Beitrag #354Ich hätte es ok gefunden, vor dem Hintergrund der relativ niedrigen Zahlen bei euch nichts zu machen. Nicht ok finde ich den "schönen" Satz, mit dem er sich über diejenigen, die ängstlich sind, erhöht. Unnötig, unsouverän und seiner Rolle nicht angemessen, so empfinde ich es.
Vielleicht ist mir der Satz nicht so aufgestoßen, weil ich einen ähnlichen schon in der PK gehört hatte, der etwas "versöhnlicher" war. Da hat er gesagt: "Uns ist bewusst, dass es neben der objektiven Gefährdungslage ein subjektives Empfinden gibt, das davon abweichen kann." Die "objektive Gefährdungslage", wie sein Ministerium sie aufgrund der ihm vorliegenden Daten einschätzt, hat er vorher dargelegt.
Vielleicht empfinde ich es deshalb nicht als unnötig und unsouverän, weil ich verstehen kann, wie abgenervt er ist.
Denn diese besagten 3 Tage...
Zitat von Convallaria im Beitrag #354Geradezu albern finde ich die besagten 3 Tage. Aber es ist nicht mein BL, also bin ich schon wieder still...
die waren nicht seine Idee, sondern die werden hier (was Du aber vermutlich, weil eben nicht Dein BL, nicht mitbekommen hast) von Eltern- und Lehrerverbänden seit Wochen gefordert. Vehement und massiv. Dass die 3 Tage Quatsch sind, ist ihm selbst klar.
Interessant finde ich gerade, wie die Whatsapp-Gruppe beim Siebtklässler heißläuft mit der Frage, wer sein Kind zu Hause lässt. Bisherige Rückläufer: 12 wollen in die Schule schicken, einer wollte zu Hause lassen (vermutlich um früher in die Türkei fliegen zu können), 3 unentschlossen.
Ah, OK ☺️ :blümchen: Das klingt in der Tat anders, und so kann ich es ebenfalls nachvollziehen. Die 3 Tage sind aber wirklich Quatsch, ist ja merkwürdig, dass das so gefordert wird. Ich les direkt mal nach, wie das hier aussieht. Ich bekomme das nur in Teilen mit, da unsere Tochter ja noch im Kiga ist.
Edit: OK, also hier (NRW) gibt es das nicht, Weihnachtsferien starten ganz normal. Präsenzpflicht nicht aufgehoben.
Ich finde die 3 Tage auch völligen Quatsch und schicke meine Kinder auch zur Schule.
In der besagten PK betonte entweder der Kultusminister oder der Ministerpräsident auch nochmal, dass zur Schule gehen ja eben auch heißt, dass die Schüler testen müssen, so dass man Infektionen frühzeitig erkennt. Es sei ja bisher oft so gewesen, dass die Zahlen in den Ferien ansteigen und nicht in der Schulzeit. Ich glaube, in der Bri hatte Allemann auch mal einen spanischen Artikel verlinkt, dass das in Spanien wohl ganz klar so war.
BaWü macht das ja mit den 3 Tagen auch - diese Woche habe ich zufällig mit der Rektorin der hiesigen Grundschule gesprochen, und sie sagte, bei ihnen nimmt diese 3 Tage fast niemand in Anspruch.
Seit Jahrzehnten beobachten alle, wie die Gesellschaft immer mehr Risse bekommt, und keiner kittet sie. Da darf man sich nicht wundern, wenn sie schließlich zerbricht. (Views, Marc-Uwe Kling)
passt irgendwie hierher: „Damit es nicht erst kommt zum Knackse erfand der Mensch die Prophylaxe. Doch lieber beugt der Mensch, der Tor sich vor der Krankheit -statt ihr vor !“
Eugen Roth
Wenn ich ehrlich bin, machen mir die Nachrichten aus UK ganz schön Unbehagen.
Gestern starb ein Klassenkamerad meines Sohnes an Covid. Er war 33.
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Ist es hier eigentlich so gedacht, dass die „Kinder-Themen“ mit in den allgemeinen Einschränkungsstrang dürfen/sollen, oder hat nur noch keiner das Pendant zu „Kinder, Familie, Kita, Schule in Zeiten von Corona“ eröffnet?
Ich schreib jetzt auch einfach erst mal hier, nachdem das Thema schon hier ist, aber ich kann auch gerne den Thread eröffnen, wenn dir Trennung weiter gewünscht wird.
Zitat von ViolaFaber im Beitrag #358BaWü macht das ja mit den 3 Tagen auch - diese Woche habe ich zufällig mit der Rektorin der hiesigen Grundschule gesprochen, und sie sagte, bei ihnen nimmt diese 3 Tage fast niemand in Anspruch.
Bei uns wurde es gestern zufällig in beiden Klassen der Kinder im Unterricht thematisiert und es scheinen sowohl beim Zweitklässler als auch bei der Fünftklässlerin je nur 3 Kinder pro Klasse (bzw, deren Eltern) die Beurlaubung zu nutzen. Ich verstehe weiterhin nicht, was das soll. Wenn man verhindern wollte, dass Kinder über Weihnachten in Quarantäne sitzen, wäre es sinnvoller gewesen, die letzten 1,5 -2 Schulwochen ins Fernlernen zu gehen.
Wenn es um den Schutz in der Familie geht, sind drei Tage ebenfalls zu kurz, wenn die Woche davor alle Kinder und vor allem Erwachsenen ganz normal in ihrem Alltag unterwegs waren und da frage ich mich ja dann sowieso - sitzen die Erwachsenen dann auch daheim? Und es ist eine Scheinsicherheit - wahrscheinlich testet man da dann aus Angst vor Quarantäne auch lieber nicht mehr. Außerdem ist die Ausgangslage komplett anders als letztes Jahr, denn die Erwachsenen sollten eigentlich geimpft sein - so gesehen müsste man dieses Jahr eher die Kinder vor den Erwachsenen schützen, damit die sich nicht auf den letzten Metern vor der Impfung noch infizieren.
Zitat von Stina im Beitrag #361Kleinfeld, wie tragisch. 😔
Ist es hier eigentlich so gedacht, dass die „Kinder-Themen“ mit in den allgemeinen Einschränkungsstrang dürfen/sollen, oder hat nur noch keiner das Pendant zu „Kinder, Familie, Kita, Schule in Zeiten von Corona“ eröffnet?
Ich schreib jetzt auch einfach erst mal hier, nachdem das Thema schon hier ist, aber ich kann auch gerne den Thread eröffnen, wenn dir Trennung weiter gewünscht wird.
Ich fand die Trennung immer doof, weil es mir das Gefühl gab, dass es 2 Realtiäten gibt - eine für die Nicht-Eltern und eine für die Eltern, dabei sitzen wir doch alle in derselben . Und um den ganzen Schulstrang extra zu lesen, abgetrennt, das wollte ich auch nicht. Aber das ich hier und ihr da drüben fand ich unrealistisch.
bezüglich Fernlernen: Ich fände es ganz toll, wenn diese Möglichkeit , dem Unterricht auch per Zoom von zuhause aus zu folgen, ausgebaut werden würde. Wie oft hatte ich ein Kind daheim, das nicht so fit war, oder vielleicht auch durch Verletzung immobil war, das sich zuhause unendlich langweilte, aber eben nicht schulfähig war - und dann danach den ganzen Unterricht alleine nachholen mußte. Wie oft schleppte ich mich im Gymnasium in die Schule, weil man sich dann der Ausfall gewaltig rächte und man lieber mit Brummschädel ein wenig mitbekam als gar nichts. Ich fände es toll, wenn man via Kamera im Klassenzimmer dem Unterricht am PC folgen könnte.
Zur Verdeutlichung: Ein Kind, das Läuse hat, darf nicht in die Schule, könnte aber sehr wohl dem Unterricht folgen. Mein Mann hatte in der Schulzeit mal einen Gips von Knöchel bis Oberschenkel -6 Wochen ohne Präsenzunterricht in Oberstufe.... auch das wäre via Zoom machbar.
Zitat von Kleinfeld im Beitrag #360Gestern starb ein Klassenkamerad meines Sohnes an Covid. Er war 33.
Wir furchtbar. Ein Bekannter vor ein paar Wochen auch. 36 Jahre alt, die Frau kurz vor der Niederkunft des ersten Kindes. Das ist so schrecklich, und ich verstehe nicht, wie man das ausblenden kann, dass es auch immer mehr jüngere Leute trifft.
Zitat von GinX im Beitrag #365bezüglich Fernlernen: Ich fände es ganz toll, wenn diese Möglichkeit , dem Unterricht auch per Zoom von zuhause aus zu folgen, ausgebaut werden würde. Wie oft hatte ich ein Kind daheim, das nicht so fit war, oder vielleicht auch durch Verletzung immobil war, das sich zuhause unendlich langweilte, aber eben nicht schulfähig war - und dann danach den ganzen Unterricht alleine nachholen mußte. Wie oft schleppte ich mich im Gymnasium in die Schule, weil man sich dann der Ausfall gewaltig rächte und man lieber mit Brummschädel ein wenig mitbekam als gar nichts. Ich fände es toll, wenn man via Kamera im Klassenzimmer dem Unterricht am PC folgen könnte.
Zur Verdeutlichung: Ein Kind, das Läuse hat, darf nicht in die Schule, könnte aber sehr wohl dem Unterricht folgen. Mein Mann hatte in der Schulzeit mal einen Gips von Knöchel bis Oberschenkel -6 Wochen ohne Präsenzunterricht in Oberstufe.... auch das wäre via Zoom machbar.
Im Gymnasium machen sie das bei uns schon relativ gut. Leider gibt es einzelne Lehrer, die es nicht wollen, aber es gibt ja derzeit viele Quarantäne-Fälle von Kindern, die zwar positiv getestet sind, aber ziemlich oder ganz fit und im den meisten wichtigen Fällen werden die per Teams zugeschaltet.
Zitat Stina : Im Gymnasium machen sie das bei uns schon relativ gut. Leider gibt es einzelne Lehrer, die es nicht wollen, aber es gibt ja derzeit viele Quarantäne-Fälle von Kindern, die zwar positiv getestet sind, aber ziemlich oder ganz fit und im den meisten wichtigen Fällen werden die per Teams zugeschaltet. [/quote]
Schön, das finde ich doch gut ! Doofe engstirnige Lehrer gibt es also leider immer noch - pffft, manches ändert sich nie. Mitte der 90ger hatte mein Sohn tatsächlich noch eine (junge !) Lehrerin, die auf Nachfrage Zwecks lernunterstützendem Material für Französich tatsächlich mit Kassetten ankam - nein , CD's kenne sie nicht und das besitze sie auch nicht......
Na gut, in Ausnahme-/Notfällen kann ich mir das schon vorstellen, aber ehrlich - ich frage mich immer, ob diejenigen, die solche "Hybridmodelle" mit Schülern im Klassenzimmern und welchen zu Hause gut finden, damit schon irgendwie Erfahrung auf Schüler- oder Lehrerseite gesammelt haben. Alles, was ich selbst erlebt habe und höre, ist vernichtend. Im Sinne von "man wird dann keinem mehr gerecht, man macht dann halt für alle schlechten Unterricht". Einstimmig. Ich höre das von Lehrern, Schülereltern (Schüler, die das mitgemacht haben, kenne ich noch nicht, nur eine Mutter, die es bei ihrer Tochter miterlebt hat), Dozenten, und zwar vom studentischen Tutor bis hin zum gestandenen Professor - ist Murks.
Und das hat bei denen, von denen ich das gehört habe, eben nichts mit "Unfähigkeit mit der Technik umzugehen" oder "schlechter Ausstattung" oder "schlechtem Internet" zu tun, sondern schlichtweg damit, dass Lehrer auch nur Menschen sind, die nur begrenzt multitaskingfähig sind, und solche "Hybridunterrichtsmodelle" irgendwie zu viele Tasks auf einmal von einem fordern, zumindest wenn der Unterricht nur einen Hauch interaktiv sein soll.
Und einfach nur den normalen Unterricht aus dem Klassenzimmer streamen, ohne auf die Schüler zu Hause einzugehen, wo heute doch auch ganz viel Gruppenarbeit etc. ist und wenig "Lehrervortrag" - das bringt's auch nicht wirklich.
https://www.n-tv.de/regionales/niedersac...le23004844.html 2G im Einzelhandel ist in Niedersachsen nach nur wenigen Tagen schon wieder Geschichte: Auch ungeimpfte Menschen dürfen nun wieder in die Geschäfte. Das OVG kassierte die umstrittene Regelung der Landesregierung. ich verkneife mir jeden Kommentar.
Zitat von Brischa im Beitrag #371https://www.n-tv.de/regionales/niedersachsen-und-bremen/OVG-kassiert-2G-Regel-fuer-Niedersachsens-Geschaefte-article23004844.html 2G im Einzelhandel ist in Niedersachsen nach nur wenigen Tagen schon wieder Geschichte: Auch ungeimpfte Menschen dürfen nun wieder in die Geschäfte. Das OVG kassierte die umstrittene Regelung der Landesregierung. ich verkneife mir jeden Kommentar.
Ich habe es auch gerade gesehen...das kann ja lustig werden..von wegen einheitliche Massnahmen und so.
Bzgl der Homeschoolerei- ich glaube, es hängt auch viel vom Alter und "Typ" des Schülers ab.
Ich kenne zb einige Azubis, deren Blockunterricht der Berufsschule in 2020 nur online stattfand. Die fanden das ganz gut, weil man mehr in der gleichen Zeit gelernt hat. Wenn jemand rumkasperte oder die Lehrer in unsinnige Diskussionen verwickelte, ließ sich in letzter Konsequenz einfach das Mikro abschalten. Im Präsenzunterricht kostete sowas einfach immer unnötig Zeit.
Sasapi: "nur online" ist was anderes als Hybrid. Alle, die über Hybrid gemeckert haben, kommen mit "nur online" wunderbar klar. Aber eben die Idee, dass man doch einfach eine Webcam im Klassenzimmer aufhängt und dann streamt und die Schüler zu Hause haben was davon - das ist halt Wunschdenken.
Zitat von Brischa im Beitrag #371https://www.n-tv.de/regionales/niedersachsen-und-bremen/OVG-kassiert-2G-Regel-fuer-Niedersachsens-Geschaefte-article23004844.html 2G im Einzelhandel ist in Niedersachsen nach nur wenigen Tagen schon wieder Geschichte: Auch ungeimpfte Menschen dürfen nun wieder in die Geschäfte. Das OVG kassierte die umstrittene Regelung der Landesregierung. ich verkneife mir jeden Kommentar.
Mal sehen, was noch so kippt.
Ich denke auch, genau deshalb wird so lange mit der allgemeinen Impfpflicht gezögert - da will man sich auch sicher sein, dass die nicht von irgendeinem Gericht sofort wieder einkassiert wird.
Bin mal gespannt, ob so was auch noch mit der "Weihnachtsruhe" passiert. Mir wär's jetzt egal, mich trifft es nicht, und ich denke immer noch, dass es in der jetzigen Situation vielleicht nicht die beste Idee ist, große Clubs geöffnet zu lassen, aber ich könnte mir denken, das das auch so ein Schnellschuss war, der nicht gerichtsfest ist.