Das ist total an mir vorbeigegangen, weil ich diese Show vor der Jahrtausendwende das letzte Mail gesehen habe. Aber sein Verhalten gegenüber Shirin David ist wirklich unter aller Kanone. Ich habe leider den Eindruck, dass nicht wenige "Alte" es irgendwann irgendwie nicht mehr schaffen, sich noch weiterzuentwickeln (jedenfalls merke ich (62) das auch im Job). Woran liegt das bloß? Ja, früher war vieles anders und vieles war auch besser - aber vieles war eben auch deutlich schlechter, und solche Sprüche gegenüber Frauen gehören mit Sicherheit zum schlechteren Teil.
(Die Wette war nebstbei ein Skandal, ich hoffe, das hatte damals Konsequenzen - hab's nicht wirklich mitverfolgt)
Gottschalk legte die Moderation nieder, darauf wurde die Sendung eingestellt. Die Behandlungskosten und die Rehakosten übernahm das ZDF (bzw. halt die Versicherung des Senders), glaub ich, wurde damals so geschildert
Was für Konsequenzen meinst du @Kitty_Snicket Samuel Koch hat sich meines Wissens nach, nie anders geäußert, als dass ihm die Risiken bewusst gewesen seien, er unbedingt das machen habe wollen und es einfach ein schreckliches Unglück gewesen sei.
Ich pers.fand schon als Kind diese "Technikwetten" immer blöd. Ich bin mehr für Buntstiftschlecken und sowas.
Dazu ein kleines OT: Vor ein paar Tagen habe ich den ersten Borowski Tatort gesehen, er ist von 2003, also 20 Jahre alt. Ich dachte, Borowski ist Borowski, also welche Überraschungen bieten sich mir? Einige! Obwohl es nur 20 Jahre sind und 2003 eigentlich für mich nicht weit entfernt ist von jetzt, hat sich offenbar einiges geändert, und sein Verhalten gegenüber anderen Menschen, insbesondere gegenüber Frauen ist das heutiger Sicht ziemlich schräg. Frauen haben aber damals sein Verhalten goutiert, was sie heute wohl nicht mehr täten.
Die erste Wette gestern Abend fand ich super - dieser Hühnerzüchter, der relativ ernsthaft an die Sache rangegangen ist, hat mir gut gefallen. Und bei der Wette mit dem Hund dachte ich jeden Moment, das ist eine Reminiszen an die Buntstiftsache damals, und gleich ruft jemand "Ätschibätschi, veräppelt!". Scheint aber echt gewesen zu sein.
Ansonsten denke ich auch, Thomas Gottschalk muss einfach einsehen, dass seine Zeit jetzt vorbei ist.
Seit Jahrzehnten beobachten alle, wie die Gesellschaft immer mehr Risse bekommt, und keiner kittet sie. Da darf man sich nicht wundern, wenn sie schließlich zerbricht. (Views, Marc-Uwe Kling)
Zitat von ViolaFaber im Beitrag #79, Thomas Gottschalk muss einfach einsehen, dass seine Zeit jetzt vorbei ist.
ich könnte mir übrigens super vorstellen, dass er im Radio total erfolgreich eine Sendung bestreiten könnte. Ich glaub, das macht er sogar (?) So einmal im Quartal, 3h am Abend. Musik aus seinen besten Jahren, bissl schwallen und schwofen und ab und zu ein kleiner Sparwitz a la "Eierstöcke".
Das ginge garantiert noch. Da sah ich auch immer seine Kernkompetenz: im Radio.
Ja, auf SWR3 hat er eine Sendung mit einem anderen Moderator. Hab ich aber noch nie gehört.
Seit Jahrzehnten beobachten alle, wie die Gesellschaft immer mehr Risse bekommt, und keiner kittet sie. Da darf man sich nicht wundern, wenn sie schließlich zerbricht. (Views, Marc-Uwe Kling)
Zitat von -franzi- im Beitrag #78Dazu ein kleines OT: Vor ein paar Tagen habe ich den ersten Borowski Tatort gesehen, er ist von 2003, also 20 Jahre alt. Ich dachte, Borowski ist Borowski, also welche Überraschungen bieten sich mir? Einige! Obwohl es nur 20 Jahre sind und 2003 eigentlich für mich nicht weit entfernt ist von jetzt, hat sich offenbar einiges geändert, und sein Verhalten gegenüber anderen Menschen, insbesondere gegenüber Frauen ist das heutiger Sicht ziemlich schräg. Frauen haben aber damals sein Verhalten goutiert, was sie heute wohl nicht mehr täten.
Ja, in den letzten Jahren hat sich da eine ganze Menge getan, und ich muss sagen, wenn ich heute Filme aus den 80ern sehe, die ich immer mochte, bin ich manches Mal peinlich berührt, wie dort mit Frauen oder "Minderheiten" umgesprungen wird. Und TG kommt halt aus der Zeit und hat das damals - genau wie wohl die meisten von uns - eben normal gefunden. Ich weiß nicht, ob er wirklich versteht, dass manches einfach nicht mehr geht.
[OT: Entsetzen, als ich vor einiger Zeit mit dem damals 13jährigen "Ich heirate eine Familie" schaue: Die rauchen neben dem Babybett!]
Seit Jahrzehnten beobachten alle, wie die Gesellschaft immer mehr Risse bekommt, und keiner kittet sie. Da darf man sich nicht wundern, wenn sie schließlich zerbricht. (Views, Marc-Uwe Kling)
Ich wollte es grad sagen.. allein die Raucherei!!!
Mein Mann und ich haben unlängst einen James Bond mit Sean Connery gesehen. Klassiker. "Dr. No" Wir haben umgeschaltet, weil - ehrlich.... Viel total übles gegen Nicht-weiße Personen und überhaupt. Von den Bond-Girls schweige ich eh. Das konnten wir auch nicht durch "Klassiker" 1000x gesehen schönreden.
Es gibt Kunst, die alle Epochen übersteht. Um im TV- Deutschland zu bleiben, Loriot würde ich dazu rechnen. Waalkes nicht. (nur exemplarisch, aber prototypisch)
Zitat von Leuchtkachel im Beitrag #76Ich habe leider den Eindruck, dass nicht wenige "Alte" es irgendwann irgendwie nicht mehr schaffen, sich noch weiterzuentwickeln (jedenfalls merke ich (62) das auch im Job). Woran liegt das bloß?
Haben sich früher alte Menschen noch ständig weiterentwickelt?
Wenn das so einfach wäre, immer am Puls der Zeit zu bleiben und noch dazu zu lernen, könnte man ja auch bis 75 arbeiten. Zumindest in den Berufen, die nicht zusätzlich körperlich anstrengend sind.
Zitat von Nordsee im Beitrag #85 weiterentwickelt?
bis 75 arbeiten. Zumindest in den Berufen, die nicht zusätzlich körperlich anstrengend sind.
warum beziehst du das so auf die Erwerbstätigkeit?
ich finde es gut, wenn man IM Leben bleibt, solange man lebt. Auch ohne Arbeit Und das bedeutet für mich, mich zu entwickeln, Veränderungen mitzukriegen, wahrzunehmen und ja, anzunehmen. Das ist für mich Leben. Neue Erfahrungen, Neues.
Und ja, nach der Pubertät wird das nicht einfacher. Gerade Künstler, Schauspieler (und G. ist zumindest mehr ein solcher als er Mechaniker oder Radiologe ist) leben doch von Wandlung und Interpretation (?) Daher hat mich bei ihm immer gewundert, dass er so statisch zu sein scheint.
Haben sich früher alte Menschen noch ständig weiterentwickelt?
Wenn das so einfach wäre, immer am Puls der Zeit zu bleiben und noch dazu zu lernen, könnte man ja auch bis 75 arbeiten. Zumindest in den Berufen, die nicht zusätzlich körperlich anstrengend sind.
Es ist an sich nichts besonderes, wenn sich Leute im Alter nicht mehr großartig weiterentwickeln. Je nachdem, was man darunter versteht.
Personen, die in der Öffentlichkeit stehen und davon auch leben, müssen allerdings auch mit öffentlicher Kritik klar kommen. Wenn ein anonymer Ü70er in seinem Wohnzimmer die gleichen Sprüche schwingt wie vor 30 oder 40 Jahren, hat das kein Echo. Wenn jemand dies auf der Bühne vor einem zahlenden Publikum tut, schon.
Davon ab: statt von "weiter entwickeln" könnte man auch von persönlicher Reife sprechen. Manche haben sie, andere nicht.
Weil es einen Grund hat, dass man üblicherweise vor dem 70. Geburtstag aus dem Beruf geht.
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ich bezog mich auf "sich entwicklen" und warum das so mit Erwerbsarbeit konnotiert zu sein scheint. Wann AN in D üblicherweise in Rente gehen, ist mir bekannt. Ich kenne Personen, die sich meiner Wahrnehmung nach bereits mit Anfang 30 nicht mehr Neuem zuwandten und welche, die mit über 80 noch interessiert und flexibel sind - und sein wollen. Daher wundert mich der Bezug auf Pensionsalter von abhängig Beschäftigten einfach....
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #86Gerade Künstler, Schauspieler (und G. ist zumindest mehr ein solcher als er Mechaniker oder Radiologe ist) leben doch von Wandlung und Interpretation (?) Daher hat mich bei ihm immer gewundert, dass er so statisch zu sein scheint.
Gottschalk ist eine Marke. Marken leben davon, dass sie sind, wie sie sind.
Welcher Talkmaster (w, m, d) hat sich deiner Meinung nach groß gewandelt/entwickelt? Mir fällt keiner ein.
Welcher Talkmaster (w, m, d) hat sich deine Meinung nach groß gewandelt/entwickelt? Mir fällt keiner ein.
mir auch nicht, aber ich glaube, das liegt vorrangig daran, dass "Talkmaster" sowas ist wie "Wählscheibe" - wer in dem Format oder dieser Technik verharrt, stirbt aus. Ich sähe den guten Tommy aufgrund seiner deutlichen Affinität zum Sprechen ohnehin im Metier "Podcast" Mich wundert, dass das weder er noch sein Management je in Betracht zogen.
Ich bin gespannt, ob er überhaupt noch mal was anpackt oder ob er den Draufgänger bei diversen Promiaufläufen macht und künftig einfach begeistert der Karina in den Ausschnitt glotzt und basta. Geld hat er wohl genug, denke ich.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #89 Ich kenne Personen, die sich meiner Wahrnehmung nach bereits mit Anfang 30 nicht mehr Neuem zuwandten und welche, die mit über 80 noch interessiert und flexibel sind - und sein wollen.
Eben. Das ist sehr unterschiedlich. Die Flexibilität nimmt aber mit dem Alter stark ab. Jedenfalls ist das meine Beobachtung. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Wenn es anders wäre, dass nämlich die Mehrheit der alten Menschen Neuem gegenüber aufgeschlossen wäre und sich leicht auf neue Gegebenheiten umstellen könnte, würde sich das auch auf die Arbeitswelt auswirken.
Zitat von Nordsee im Beitrag #92sich das auch auf die Arbeitswelt auswirken.
Gut, du hast Recht, wir reden hier ja über den Berufs-Gottschalk. Wie flexibel, tolerant, weltoffen und belastbar der daheim bei der Karina im Alltag ist, entzieht sich der Betrachtung. Da er aber wohl in der Sendung explizit thematisierte, er "rede nun im TV anders als daheim" scheint es da schon in seiner Eigenwahrnehmung (hinkt bei vielen Menschen + häufig der Außenwahrnehmung hinterher) deutliche Divergenzen zu geben.
Zitat von Liberta im Beitrag #90Welcher Talkmaster (w, m, d) hat sich deine Meinung nach groß gewandelt/entwickelt? Mir fällt keiner ein.
mir auch nicht, aber ich glaube, das liegt vorrangig daran, dass "Talkmaster" sowas ist wie "Wählscheibe" - wer in dem Format oder dieser Technik verharrt, stirbt aus.
Na ja, wenn einer, wie Gottschalk, nach 36 "Wetten, dass ..."-Jahren und mit 73 Jahren auf dem Buckel "ausstirbt", der hat so ziemlich alles richtig gemacht.
ÄH... wegen MIR hätte er seit dem Horrorunfall Kochs in Californien den Herrgott einen guten Mann sein lassen können.
Ich fand und finde, er nagt seine Reputation an mit diesen "Come Backs" dauernd. Er ist ein Großer. Wenn er das bleiben will, sollte er jetzt mal einfach abtreten.
DAS können viele nicht. Was vielleicht mehr mit "Entwicklungsfähigkeit" zu tun hat, als zu wissen, was Influenza und Influencer ist....
Wir haben Gottschalk eingeschaltet und Gottschalk bekommen. 🤷🏻♀️ Insofern kann ich mich nicht über ihn aufregen, er ist und bleibt halt Gottschalk.
Ich empfand durchaus auch eine gewisse leichte Selbstironie bei einigen seiner Worte. Und eine Prise Gottschalkhumor obendrauf.
Die Duettpartnerin von Helene Fischer (Namen vergessen, die Influencerin) hat sich auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert und ich fand sie persönlich furchtbar. Sowohl ihr Gerede als auch ihr künstliches Äußeres. Das geht dann einem Mann, der 20 Jahre älter ist als ich vielleicht nicht anders. Und weil er ist, wie er ist…
Obwohl ich es ja nicht schauen wollte, bin ich nun doch froh es gesehen zu haben. Die Sendung und Gottschalk sind Fernsehgeschichte und gestern war das Finale von Wetten, dass…, das Ende einer Ära.
Ich kann mich da nicht drüber aufregen. Will ich auch gar nicht. War plätschernde Unterhaltung mit Retrocharme und alten Erinnerungen.
Ein Amateur hat die Arche gebaut, Profis die Titanic.
Man weiß nie, wo es hingeht im Leben, aber man weiß immer, wo man herkommt.
⚖️ Es ist was abzunehmen. Wieviel wird ca. in KW 24/2026 geklärt.
Zitat von Nordsee im Beitrag #85Haben sich früher alte Menschen noch ständig weiterentwickelt?
Weiß ich nicht, ich war früher ja noch nicht so alt und habe daher keine Erfahrung damit.
Zitat von Nordsee im Beitrag #85Wenn das so einfach wäre, immer am Puls der Zeit zu bleiben und noch dazu zu lernen, könnte man ja auch bis 75 arbeiten. Zumindest in den Berufen, die nicht zusätzlich körperlich anstrengend sind.
Zum einen: Von "einfach" war auch nicht die Rede, das heißt aber nicht, dass man es nicht könnte. Zum anderen: Was hat das mit dem Job zu tun? Entwickelst du dich nur im Zusammenhang mit dem Job weiter? Und selbst wenn, wieso sollte man weiterarbeiten müssen, wenn man sich weiterentwickelt?