Zitat von Zeitlose im Beitrag #23 Da das TV-Programm gestern so grottenschlecht war
Also ich muss doch bitten - in der ARD lief die Verfilmung der Totenfrau von Bernhard Aichner.
Ich hab den Film zwar selbst noch nicht gesehen, kenne aber den Autor persönlich, weil ich bei mehreren Lesungen von ihm war (damals noch Max Broll), ein ganz Lieber, Fotograf und Autor aus Tirol.
Die Entstehung des Buches der Totenfrau habe ich live auf FB mitbekommen, weil er damals noch nicht mit Verlag usw gebunden war, und seinen damals noch eher überschaubaren FB-Freunden immer mal wieder Auszüge vorgestellt hat .. ich habe auch seine Freude mitbekommen, als die Totenfrau von einem renommierten Agenten und dann Verlag angenommen wurde, als es ein Erfolg und in viele Sprachen übersetzt wurde und ebenso habe ich die Freude mitbekommen, als es mit Anna Marie Mühe verfilmt wurde (von irgendeinem Pay-Sender) und als es jetzt in der ARD lief (wobei ich lieber in der Mediathek schaue, die Hörfassung).
Vorsicht mit dem Heiligenschein! Er könnte über die Augen rutschen.
Hab lieber die Totenfrau in der ARD geguckt und war begeistert. Ich bin mit Wetten Dass aufgewachsen, aber irgendwann wurde es langweilig. Thomas G. fand ich auch früher schon nicht so toll. Er hat einfach zu viel gequatscht. Ich kann mich noch erinnern wie ich dachte „Mesch jetzt hör auf zu quatschen und lass uns die Wette sehen“. Bin aber sowieso kein Fan von solchen Veranstaltungen. Die sind zu lang und das ewig lange Klatschen des Publikums füllt gefühlt 50% der Zeit aus.
Ich habe auch kurz angemacht und bin dann hängen geblieben. Wegen des Publikums. Das war, als er die Bühne betrat, außer Rand und Band vor Begeisterung und hat Tommy minutenlang standing ovations, Klatscher, und Rufe gegeben. Das wollte gar nicht aufhören, und er war sehr überrascht und gerührt. Schlecht und unwitzig fand ich ihn gar nicht, nur Cher gruselig. Die ist derart geliftet und gebotoxt, dass sie nur ihren Mund und die Augen bewegen kann in ihrem festgezurrten starren Gesicht. Und ja, wenn ich mich recht erinnere, war die Freundin zwei- oder dreimal kurz im Bild unter den Zuschauern. Auch seine Frisur war doch okay! Es war eine Unterhaltungssendung, so muss man das sehen, und, wie gesagt, war Tommy eigentlich ganz locker und "er selbst". Selbstverliebt eigentlich nicht, und den Liefers fand ich fahrig und nichtssagend, obwohl ich ihn für einen guten Schauspieler halte. Fazit: Thomas Gottschalk, wie er leibt und lebt, und er hat zum Schluss gut erklärt, weshalb er aufhört. WEIL er nämlich nicht mehr dem Zeitgeschmack entspricht, ebenso wenig wie ich, die mit Influenzern und was weiß ich noch allem nichts anfangen will und kann.
Mit den Jahren erhärtet sich mein Verdacht, dass der Homo Sapiens eine Schnapsidee der Schöpfung war.
Ich habe Gottschalks Alter und habe gant zu Anfang seiner Karriere seine Sendungen geschaut. Er wurde kontinuierlich schlechter und gestern hab ich vor lauter Langeweile (was für dämliche Gäste....) umgeschaltet. Leider war die Totenfrau auch nichts, was mich vom Hocker haute (der übliche Alpenkrimi mit einer rachsüchtigen Bestatterin ) Später wieder mal auf Gottschalk gezappt, hab den Liefers gar nicht erkannt und Singen sollte er besser nicht. Einfach alles zum Gähnen und gut, dass es einen Ausschaltknopf gibt.
Ich bin zwar im fast gleichen Alter wie Gottschalk, kenne aber die Sendung nur von wenigen fast versehentlichen Reinschaltern. Dennoch finde ich interessant, wie die Zeitläufte Menschen und Geschmäcker verändern. Und die Ansichten hier. Gottschalk selber konnte ich noch nie ausstehen, Wetten finde ich langweilig, aber interessant ist, wie solche doch sehr beliebten Moderatoren es schaffen, oder auch eher nicht, sich aus dem Focus der TV-Öffentlichkeit zu verabschieden. Es scheint ja eher peinlich gewesen zu sein. Und obwohl ich WEtten dass auch früher kaum mal minutenweise gesehen hab, ist mir Frank Elstner hinterher als Moderator auf seinen Tier-Reisen positiv aufgefallen. Der Mann ist mir wesentlich sympthischer.
Zitat von Frau_Beere im Beitrag #31Ich habe den Bohei um Wetten das und Thomas Gottschalk, noch nie verstanden. Für mich war es schon immer eine langweilige Sendung für Senioren.
och, als Kind fand ich das lustig, später haben wir oft WD geschaut, vorgeglüht und dann sind wir in die Nacht, raus ins Leben.
Was mich schon früher genervt hat, dass Dauergequatsche und dass er sich so dermaßen liebt. ich glaub ich hab das in diesem Jahrtausend kein einziges Mal gesehen. Diesen Horror-Unfall, der schon eine Art Menetekel war für die gesamte Entwicklung dieser Show, den hab ich auch nur aus den Medien.
Ich finde, er hätte es einfach beim Aufgehörthaben belassen sollen. So Wiedergänger sind mir immer etwas suspekt. Aber: die Marie! Das verstehe ich dann schon wieder.
Thomas Gottschalk war noch nie mein Fall. "Wetten daß" kenn ich von Anfang an, fand das früher witzig, als die Idee dahinter einfach war, irgendwie was lustiges zu wetten, so, wie man im Freundeskreis auf verrückte Einfälle kommt und das einfach mal macht ("wetten, ich stapel jetzt mal die zehn Bierkisten, stell mich drauf und pfeif Alle meine Entchen..!?"). Nachdem es dann zunehmend zu einem reinen Vorführen von exakt einstudierten Kunststücken wurde, immer größer, immer spektakulärer, schneller, mehr Zeitdruck, NOCH höher... plus zur Dauerwerbesendung für prominente Leute wurde, die irgendwas vorstellen mussten (Film, Buch, Serie, whatever), hatte die Sendung für mich komplett den Reiz verloren. Künstlich aufgeblasenes Bohei mit Personenkult halt.
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"Mein PC schreibt nur noch Großbuchstaben..." "Haben Sie die Feststelltaste gedrückt?""Nein, das hab ich ganz allein gemerkt.... !"
"Wetten dass" fand ich erst wieder einigermaßen nett , als Michelle Hunziker mitgemacht hat . Und wäre sie die Moderatorin geblieben , hätte ich mir die Show vielleicht das der angeguckt . Ich mag sie , sind sie Klasse , glaube , sie kann auch den zeitgeist auffahren und vor allem mitwachsen.
Zitat von Mambi im Beitrag #34 Nachdem es dann zunehmend zu einem reinen Vorführen von exakt einstudierten Kunststücken wurde, immer größer, immer spektakulärer, schneller, mehr Zeitdruck, NOCH höher... plus zur Dauerwerbesendung für prominente Leute wurde, die irgendwas vorstellen mussten (Film, Buch, Serie, whatever), hatte die Sendung für mich komplett den Reiz verloren. Künstlich aufgeblasenes Bohei mit Personenkult halt.
gute Beschreibung. Die Anfänge mit den skurril-lustigen Gaudi-Wetten waren klasse. Früher war auch eine andere Mentalität. Er hat ja nicht unrecht, dass vieles, was in den 80ern als guter Gag galt, heute eine verstörend-beleidigende Art sein kann. Er hat einfach nie geschafft, sich zu entwicklen. Das ist immer blöd.
Zitat von -franzi- im Beitrag #35"Wetten dass" fand ich erst wieder einigermaßen nett , als Michelle Hunziker mitgemacht hat . .
er hat ja im Vorfeld in einen Interview gemeint, deren Management habe mehr Anteile für sie gewollt, das sei nicht mit ihm zu machen. Er habe die 1. Sendung allein hingekriegt, er wolle daher auch die letzte allein schaffen....
Ja, die Hunziker und weniger Dummschwallen, mehr wieder lustige Wetten und bittschön! keine Schwerverletzten wegen irgendeinem Unfug. Und kein Getatsche und Geseier.
Ich hab die T-online Kritik gelesen: au weia! Das klingt nicht so gut. Bin gespannt, was die anderen schreiben....
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #36 Früher war auch eine andere Mentalität. Er hat ja nicht unrecht, dass vieles, was in den 80ern als guter Gag galt, heute eine verstörend-beleidigende Art sein kann. Er hat einfach nie geschafft, sich zu entwicklen. Das ist immer blöd.
Muss man sich denn als alter Mensch so "entwickeln", dass man dem Zeitgeist entspricht?
Muss man sich denn als alter Mensch so "entwickeln", dass man dem Zeitgeist entspricht?
nee, aber beruflich ist das nicht verkehrt, wenn man - wie T.G. - im Beruf weiterhin gut ankommen will. sooo alt ist der doch auch nicht? Was man von ihm so mitkriegt, er sieht sich wohl als aktiver, fähiger und mitten im Leben stehender Mensch (?)
Wenn man einen Job hat, bei dem man im Rampenlicht sein Geld verdient, ist sich an Entwicklungen und Veränderungen zu orientieren wohl nicht verkehrt. Also zumindest besser, als sich wortreich über diese Entwicklungen zu beklagen. DAS wirkt dann als ob man 390 wäre....
Zitat von Wendy im Beitrag #29 Auch seine Frisur war doch okay!
Also seine Friese sah für mich aus, als ob er ne abgelegte Perücke von Heino auftragen würde.
[NB: Heino konnte ich nie leiden, aber seine Trauer nach dem Tod seines Lebensmenschen Hannelore hat mich berührt, so dass ich die Tage in einen Ausschnitt von dem aktuellen Kirchenkonzert nach Hannelores Tod reinschaute ... dabei lies es sich nicht vermeiden, Ausschnitte zu hören, und ich fand, seine Stimme paßt wesentlich besser zu den Chorälen als zu der schwarz-blauen Haselnuss oder wie das Zeug hieß; ebenso lies es sich dabei nicht vermeiden, Heinos aktuelle Frisur zu sehen, so dass mir beim Anblick von T.G. der oben zitierte Satz in den Sinn kam.]
Vorsicht mit dem Heiligenschein! Er könnte über die Augen rutschen.
Ich auch. Aber es wäre nicht nötig gewesen, dafür noch eine Sendung zu moderieren. Immerhin wollte er nach dem Unfall damals aufhören, und dann jetzt immer noch und immer wieder vors Publikum zu treten, ist ziemlich inkonsequent.
Zitat von Nordsee im Beitrag #38... Muss man sich denn als alter Mensch so "entwickeln", dass man dem Zeitgeist entspricht?
Nein, muss man mMn nicht! Aber es ist ein Unterschied, ob man etwas mit 30, 40 macht oder mit 73! Ich verstehe auch einen Mick Jagger nicht, der mit seinen 80 Jahren auf der Bühne herumhopst, wie in seiner Jugend! Alles hat eben seine Zeit!
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #33Bin daher gespannt, wie lange er diesmal aufhört.
Ich denke schon, dass es seine allerletzte Sendung war. Ich hatte teilweise das Gefühl, dass es Gottschalk selbst auch nicht mehr so wahnsinnig viel Spaß gemacht hat wie "früher".
Gottschalk ist 73. Andere sind in dem Alter seit 10 Jahren in Rente.
Er will offenbar nicht "im Beruf weiterhin gut ankommen" und sich deshalb dem Zeitgeist anpassen. Deshalb hört er auf. Finde ich vollkommen okay
ja, ich sehe das mit dem Aufhören bissl anders. Er hätte ja nicht mehr anfangen müssen. Dass er die Kohle mitnimmt, verstehe ich dagegen wiederum total.
Zwingt ihn ja keiner (?) und wenn er sich hinstellt und so selbstsicher tut, dann tun andere halt auch... Wie gesagt, keiner hat ihn gezwungen.
Er ist nicht unrecht, aber dieses Altherren-Gewäsch, was er auch schon vor 35 Jahren hatte ist inzwischen einfach dämlich.
Zitat von -franzi- im Beitrag #44Ich auch. Aber es wäre nicht nötig gewesen, dafür noch eine Sendung zu moderieren. Immerhin wollte er nach dem Unfall damals aufhören, und dann jetzt immer noch und immer wieder vors Publikum zu treten, ist ziemlich inkonsequent.
genau. Der Horror-Unfall war die Gelegenheit sauber zu gehen. Es ist doch oft so, wenn man sagt "aus is'" und dann kommt man zurück und zurück... macht man sich zumindest angreifbar. Oft lächerlich.
Aber: DAS GELD.... Ich verstehe es ja! Hoffe aber, er macht nicht wieder 3 Specials in Malle oder Side, weil es grad so schön wäre und halt so lukrativ.... Oder zur EM, Gottschalk bewahre. Oder so. ZDF ist ja auch gefährdet, sich zu Tode zu "erneuern" mit lauter Uraltlavendel
Zitat von Sentenza im Beitrag #43Noch wieder andere sind 5 Jahre älter und machen bald wieder eine Tournee.
That reminds me of Leonard Cohen, von dem ich zwei seiner späten Konzerte live gesehen habe, der hatte einfach Stil (und eine Hammer Stimme).
Und Leonard Cohen hat auch nix durcheinander gebracht; sein Konzert 2010 in der Stuttgarter Schleyerhalle war am Tag nach Stuttgarts Schwarzem Donnerstag (als die Bäume gefällt wurden und das Gehampel im Schlossgarten war mit Wasserwerfern usw), die Crew war schon am Vortag da (dem Schwarzen Donnerstag), in Hotel am Stuttgarter Hauptbahnhof untergebracht und hat die bürgerkriegsähnlichen Zustände an dem Tag live mitbekommen; bei der Anmoderation zu Anthem geht Leonard darauf ein (btw OHNE Karteikarte mit Text drauf), seht selbst: https://youtu.be/ZemZdP4HKYo?feature=shared
Imho kommt da ein T.G. um Längen nicht hin.
Vorsicht mit dem Heiligenschein! Er könnte über die Augen rutschen.
Ich hatte bei Gottschalk den Eindruck, dass er auf Biegen und Brechen über eine allzu lange Zeit nicht loslassen wollte, gleichzeitig aber bei ihm tatsächlich keine Entwicklung zu sehen war: Die Sprüche wie aus seinen peinlichen Filmen in den 80ern, das schmierig-anzügliche Verhalten - Das zu ändern ist keine Frage des Zeitgeists, sondern das Festhalten daran umgekehrt nichts anderes als Ignoranz. Wie er seine Gäste schon vor vielen Jahren dumm angeredet und für den noch so blödesten Witz verkauft hat (z.B. bei einer der ältesten Artistinnen, sie möge sich keine Eierstockentzündung holen), fand ich schon immer peinlich.
Andere Formate haben entsprechend nicht funktioniert. Ich erinnere mich an seine gescheiterten Versuche, im Polit-Talk Fuß zu fassen. Da war er eigentlich längst weg vom Fenster.
Günther Jauch geht immerhin auch auf die 70 zu und wirkt nicht wie ein meckerndes Relikt aus den 80ern.