Zitat von promethea71 im Beitrag #197Und das kleine Kinder ihre eigene Lautstärke nicht immer so unter Kontrolle haben, finde ich oK - das Rumbrüllen in geschlossenen Räumen, in Läden etc. hingegen ist - aus meiner Sicht - nach wie vor nicht sozialadäquat.
Meine Tochter hat das auch 2 oder 3 mal gemacht. Kreischend, trampelnd und um sich schlagend auf dem Supermarktboden, weil sie irgendwas nicht bekommen hat. Nachdem dann die Konsequenz war, "hinausgetragen zu werden" und nicht "ich bekomme, was ich will", hat sich das erledigt. Ignorieren eines solchen Verhaltens geht halt gar nicht.
Ich kenne das auch vom großem Friedhof, dass Leute nur zum Spazieren hingehen. Sich die Gräber anschauen, sich die neu angelegten Grabstellen begucken. Heutzutage ist das wirklich sehenswert, wie Bereiche gestaltet werden.
A reader lives a thousand lives before he dies... The man who never reads lives only one. George R. R. Martin
Zitat von Convallaria im Beitrag #187Als Mutter von einem Kleinkind möchte ich nochmal nachfragen mit Bezug auf die Ausgangslage (ich finde es nicht grumpy, sich gestört zu fühlen).
Zitat Auf einem der Hauptwege kommen ein Vater mit zwei kleinen Mädchen (vielleicht 3 und 6) auf Dreirädern vorbei. Man hat sie hunderte Meter weit weg schon gehört. Die kleinen Mädchen waren wirklich nur am Schreien bzw. laut Reden. Es war kein Streit oder dass eines der Kinder nun einen Trotzanfall gehabt hätte, sondern es schien, als könne vor allem das eine Kind wirklich nur mit voller Lautstärke herumblöken. "Papa, machen wir dies. Papa, guck mal ein Schmetterling. Papaaaaaa, Papaaaa, machen wir jenes."
Was war denn das, was so störte, und was hätte anders laufen sollen?
Die Dreiräder?
Das alleine wäre noch kein Problem gewesen für mich.
ZitatWenn ja, möchte ich anmerken, dass dies ein normales Fortbewegungsmittel für kleine Kinder ist, die zu groß für den Kinderwagen, aber zu klein für lange Strecken zu Fuß sind. Wie hätten Sie es besser machen können? Laufen, und Papa trägt dann im Notfall?
Das eine Kind war schon im (Vor-)Schulalter, so weit ich sehen konnte. Also nicht mehr in der Phase, wo es gerade dem Kinderwagen entwächst/entwachsen ist.
ZitatDie Lautstärke? Ich gebe zu, da auch empfindlich zu sein. Ich mag es leise. Abgesehen davon, dass manche Menschen einfach von Natur aus laut sind, frage ich mich hier allerdings, was wohl passiert wäre, wenn der Vater gesagt hätte "bitte etwas leiser, wir sind hier auf einem Friedhof" (vielleicht hat er das sogar getan). Mit ziemlicher Sicherheit kann ich sagen, was meine Tochter getan hätte: Sie hätte ungefähr 30 Sekunden geflüstert, dann was Spannendes gesehen, vergessen, dass sie leise sein sollte, und wieder normal geredet.
Nurmal zur Verklarung: Ich bin nicht der Meinung, dass man auf dem Friedhof flüstern müsste wie in der Bibliothek. Aber das, was ich da gehört habe, war nicht "normal reden". Das war Rumschreien wie auf dem Spielplatz. Wie gesagt, man hörte sie lange bevor man sie gesehen hat. Auf dem Spielplatz verstehe ich das noch, da sind viele Kinder, die alle wollen, dass ihre Eltern gucken, wie toll sie rutschen, und da muss man einander ggf. übertönen.
ZitatInsofern, nein, ich finde in diesem Fall das Verhalten von Vater und Kindern ok. Sie waren auf dem Hauptweg, sind nicht über Gräber oder durch Trauergesellschaften getobt, haben nicht Ball gespielt o. ä., sondern haben sich lediglich über den Friedhof bewegt und dabei gesprochen. Der Friedhof ist ein öffentlicher Ort, für alle, auch für kleine Kinder.
Ja, ein öffentlicher Ort - aber eben nur, wenn man die Regeln einhält? Hab mal nachgesehen, es gibt eine Friedhofsordnung, die auch das "Lärmen" verbietet. Was auch immer das heißen mag.
Zitat von Agathe13 im Beitrag #202... Hab mal nachgesehen, es gibt eine Friedhofsordnung, die auch das "Lärmen" verbietet. Was auch immer das heißen mag.
Das, was du erleben musstest, war doch kein Lärmen, sondern lediglich die kreative Selbstverwirklichung der kleinen Prinzen und Prinzessinnen....
Wenn ich mit meinen Kindern irgendwo unterwegs war, dann hatte ich genug mit ihnen zu tun und mich um andere Kinder nur gekümmert, wenn ein Unfall oder ähnliches drohte. Und generell ist es nicht meine Aufgabe, andere Erwachsene oder andere Kinder zu erziehen. So "nette Hinweise ", wie dass der Rauch in den Kinderwagen zieht, finde ich ziemlich "Ich bin besser als Du" mäßig und dann hätte ich schon als gesagt. Schläge angedroht hätte ich nicht- das verbietet mir MEINE Erziehung.
Aber wer meint, sich in fremder Leute Angelegenheiten einzumischen- Rauch im Kinderwagen ist ungesund, aber nicht vergleichbar mit "Kind droht von Rutsche zu stürzen "- der muss aber mit solchen Antworten rechnen.
was hat dein rauchen mit kleinkindern mit agathes problemstellung zu tun? das verstehe ich im moment nicht.
(ps ich selbst bin in dem punkt streng und bekomme immer was an mich, wenn ich sehe, dass eltern rauchen, während sie einen kinderwagen schieben. aber ich bin eben auch so geprägt, dass ich nichts dazu sage. ist deren sache.)
was hat dein rauchen mit kleinkindern mit agathes problemstellung zu tun? das verstehe ich im moment nicht.
(ps ich selbst bin in dem punkt streng und bekomme immer was an mich, wenn ich sehe, dass eltern rauchen, während sie einen kinderwagen schieben. aber ich bin eben auch so geprägt, dass ich nichts dazu sage. ist deren sache.)
Das hatte ich eingebracht. Ich stehe auch dazu, Rauchen neben Kindern ist für mich eine Art von Körperverletzung, wenn diese keine Möglichkeit haben woanders sein zu können.
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Wenn ich mir klar mache, wie oft und wo überall sich Kinder (besonders in den Städten) an Einschränkungen anpassen müssen, wo sie noch Freiräume finden, an denen sie sich bewegen können, wie es ihrem Alter entspricht, dann fallen mir nicht viele Orte ein. Traurig, aber wahr.
Wie oft müssen sie z.B. Erwachsenen ausweichen, die sie fast umrennen, weil sie nicht nach unten sehen?
Geschimpft wird aber eher über die Kinder, die 'nicht aufpassen, zu laut, zu undiszipliniert, zu schlecht erzogen' sind.
Es sind Kinder - vielleicht einmal öfter die Welt aus ihrer Perspektive betrachten ? ...
( und einen Schmetterling zu sehen mitten in der Stadt kann dann ein Grund sein, sich mitzufreuen 😉)
Zitat von Neustart im Beitrag #208Wenn ich mir klar mache, wie oft und wo überall sich Kinder (besonders in den Städten) an Einschränkungen anpassen müssen, wo sie noch Freiräume finden, an denen sie sich bewegen können, wie es ihrem Alter entspricht, dann fallen mir nicht viele Orte ein. Traurig, aber wahr.
Wie oft müssen sie z.B. Erwachsenen ausweichen, die sie fast umrennen, weil sie nicht nach unten sehen?
Gar nicht nach meiner Erfahrung und Wahrnehmung. Wie soll das auch gehen? Welcher Erwachsene ist auch nur annähernd so schnell wie ein Kind und kann so rumflitzen und -wieseln wie Kinder?
ZitatEs sind Kinder - vielleicht einmal öfter die Welt aus ihrer Perspektive betrachten ? ...
Das auf jeden Fall. Die Frage ist halt: ab wann kann (und muss) ein Kind lernen, dass es nicht alleine auf der Welt ist und die eigenen Wünsche und Interessen gegen die Wünsche und Interessen anderer Menschen abgewogen werden müssen?
Kinder lernen früh, quasi von Beginn an - die Menge an Einschränkungen ist aber m.M.n. erheblich größer geworden.
Ich bin selbst in der Großstadt aufgewachsen, aber es gab damals wesentlich mehr Möglichkeiten, auf unbebauten Flächen zu toben, zu spielen, sich einfach mal 'unangepasst' zu bewegen und Erfahrungen zu sammeln.
Aus dieser Erinnerung heraus fällt es mir nicht schwer, heute nachsichtiger zu sein
Zum Umgerannt-werden: Ich bin häufig mit dem 5-jährigen Enkelkind unterwegs und erlebe es häufig, dass es übersehen wird, auch wenn es nicht durch die Beine der Erwachsenen flitzt
Zitat von Neustart im Beitrag #208Wenn ich mir klar mache, wie oft und wo überall sich Kinder (besonders in den Städten) an Einschränkungen anpassen müssen, wo sie noch Freiräume finden, an denen sie sich bewegen können, wie es ihrem Alter entspricht, dann fallen mir nicht viele Orte ein. Traurig, aber wahr.
Genau an dieser Stelle könnte die Diskussion jetzt umkippen.
Fußgängerzonen z.B. sind keine Freiräume für Kinder. Wenn man die (Kinder) nicht permanent im Auge hätte... wie schnell könnten sie abhanden kommen? Städte sind per se Gefahrenzonen für Kinder.
Ich habe ja auch nicht über die Kinder geschimpft. Die können nichts dafür, in welchem Umfeld sie aufwachsen und von wem sie erzogen werden.
Aber leider ist es so, dass sich Kinder den Gegebenheiten anpassen müssen, wenn sie in der Stadt geboren sind. Das ist keine Strafe, sondern soll dem Schutz der Kinder dienen.
Natürlich müssen Kinder in der Großstadt sich anpassen und Eltern sie schützen, das stelle ich nicht in Frage - wenn sie sich dann aber auf einem sicheren Weg - wie von Agathe geschildert - etwas lauter verhalten, kann ich das gut nachvollziehen
Hier geht es ja aber nicht in erster Linie um Schutz der Kinder, sondern um "sich gestört fühlen" und darum, den "eigenen Maßstab, was man als Eltern tut oder lässt " anderen Eltern aufzudrücken.
@Agathe, deine erste Schilderung klang für mich nicht nach rumschreien, sondern nach lautem Sprechen. Rumschreien auf dem Friedhof finde ich auch nicht ok. Reden in normaler Lautstärke - und die kann bei Kindern schonmal lauter sein - schon.
Übrigens bin ich auch grundsätzlich der Meinung, dass Kinder Grenzen benötigen und Regeln lernen müssen. In diesem speziellen Fall hätte es mich nicht gestört, und ich sehe da auch keinen unbotmäßigen Eingriff in die Freiheit anderer durch lautere Kinderstimmen. Was anderes wäre es, wenn das Gespann gerade eine Trauergemeinde passiert hätte, zum Beispiel. Oder wenn sie wild durch die Grabreihen geturnt wären.
Ja, aber ich hatte es so verstanden, dass das Kind ganz normale Dinge geäußert hat, aber einfach eine laute Stimme hatte. Manche Leute sind leider einfach laut. Wir hatten mal so Nachbarn... Erwachsene übrigens.
Zitat von Convallaria im Beitrag #217Ja, aber ich hatte es so verstanden, dass das Kind ganz normale Dinge geäußert hat, aber einfach eine laute Stimme hatte. Manche Leute sind leider einfach laut. Wir hatten mal so Nachbarn... Erwachsene übrigens.
Auch wenn Erwachsene laut rumblöken, finde ich es furchtbar. Diese Sorte Leute, die ihre Stimme nicht modulieren können. Oder derzeit meine Lieblings"delinquenten": Handy auf Lautsprecher und dahineinblökend die Straße langlaufen. Oder im Café. Da sag ich dann allerdings schon mal was.
Ja, das finde ich auch schrecklich. Unsere lauten Nachbarn haben dazu noch im Sommer gerne draußen telefoniert, ich war echt oft versucht, noch mal das Prinzip eines Telefons zu erklären 😕😁
Vielleicht kann man das nicht grundsätzlich erwarten, dass Kinder an solchen Orten sich adäquat verhalten. Meine Kinder sind auf dem Dorf groß geworden, am Waldrand. Die konnten immer laut sein oder toben ohne zu stören. Im Gegenzug habe ich aber an Orten wie Kirchen, Friedhöfen u.ä. gemäßigtes Verhalten und Lautstärke eingefordert was auch geklappt hat.
Großstadtkinder im hellhörigen Hochhaus und ohne sonstige Möglichkeiten sich auszutobende, laut sein zu können, Kinder sein zu dürfen, da sehe ich das anders. Da muss man vielleicht auch zukünftig toleranter sein bei immer mehr Menschen auf immer engerem Raum.
Also ich würde das vom Einzelfall abhängig machen ob ich die Kinder als gut oder schlecht erzogen bewerte. Allerdings kann ich ja schlecht wildfremde Leute nach ihren Lebensumständen befragen, daher würde ich mich entscheiden mich nicht darüber zu ärgern oder zu wundern.
Darüber hinaus kennt man auch die Situation selbst nicht. Möglich ist ja auch, dass sie auf dem Weg zu/von dem Grab eines/einer engen Verwandten waren, und der Vater ganz froh, dass sie gut drauf waren.
Zitat von Liane im Beitrag #201Nachdem dann die Konsequenz war, "hinausgetragen zu werden" und nicht "ich bekomme, was ich will", hat sich das erledigt. Ignorieren eines solchen Verhaltens geht halt gar nicht.
Hm, wir haben Nachbarn mit 4 Kindern (deren Trotzanfälle auf dem Vorplatz vom Haus, beim Aufbruch zu irgendwas, gern sonntagsmorgens, oder abends beim "Einsammeln" der Kinder von Spielstraße und Spielplatz) - da denke ich, dass "ignorieren damit sie sehen, dass das genau zu nichts führt" genau das Konzept dahinter ist. Anders kann ich es mir nicht erklären, sie haben so betont die Ruhe weg .. (ich würde zittern und beben). Es ist eine andere Situation bzgl. Raustragen, weil ist ja schon draußen, aber
Die Spielplätze hier in Köln sind bestimmt von Kindern, die nur sehr laut und wegrasend sind.
Ich gehe ja manchmal mit der Kleen aus der Nachbarschaft dahin...
Und ich sage jetzt mal frank und frei heraus:
Die unterzogensten Kinder kommen von - so sehen sie aus und verhalten sich - von "deutschen" Müttern....echt ekelhaft und blöd. Sie sind wirklich unerträglich.
Ich nehme datt Kleen direkt zur Seite, wir bauen, aber nebenbei beobachte ich dies.
Und ich behauptete einfach, dass es nichts schlimmeres gibt, als Mütter....Die keifen sich an...unglaublich.
Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dummstellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.