Ich lese gerade mit höllischem Vergnügen "Hexensaat" von Margaret Atwood. Eine Nacherzählung von Shakespeares "Sturm". Ich lerne viel und seltsame Kreise schließen sich. Zum einen: "Schöne neue Welt", also der Buchtitel von Aldous Huxley, stammt ursprünglich aus der "Sturm". (Miranda: "O schöne neue Welt, die solche Einwohner hat.“) Zum anderen wird dort im Gefängnis von den Insassen ein Buch gelesen, das heißt "Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone" (von Mark Haddon). Mein Kopf neigt sich gedankenverloren nach links und der Blick landet auf dem Stapel der Bücher aus der Grabbelkiste. Und da liegt es. Das Buch. Und es geht weiter. Nach einigem Sinnieren und Recherchieren, weil mir der Titel dann eben doch seltsam bekannt vorkam, stoße ich auf den Originaltitel "The Curious Incident of the Dog in the Night-time". Habe ich Anfang der 2000er einem Freund geschenkt, vermutlich zum Geburtstag. Den er heute hat.
Ich mag es auch immer gerne, wenn im Buch gerade zufällig dasselbe Datum ist wie "in echt" (nur halt in einem anderen Jahr) oder etwas an einem Datum spielt, mit dem ich selbst etwas verbinde.
This is a broken world and we live with broken hearts and broken lives but still that is no alibi. (Leonard Cohen)
I would love to live like a river flows,carried by the surprise of its own unfolding. (John O'Donoghue)
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Und ich finde es verrückt, wenn ich über Witze lache, die vor 100en von Jahren geschrieben wurden. Zum Beispiel Christoph Martin Wielands Agathon, da konnte ich es kaum glauben, wieviel feine Ironie darin steckt. Und ich musste so kichern. Das sind Zeitentunnel!
Da bin ich auf das Ergebnis sehr gespannt. Von Garp bis Zirkuskind habe ich von Irving alles beim Erscheinen gelesen. Vor einigen Jahren wollte ich mir ihn noch einmal vornehmen, er konnte mich allerdings irgendwie nicht mehr so wirklich begeistern.
Ich erinnere mich an eine elementar resignierte Grundstimmung, die mir die rückhaltlose Begeisterung für das Lesen des Buches, zumindest für ein wirklich williges Eintauchen in die Lektüre, vergällt hat.
Hier wieder ich. Lese grade Dashiell Hammett: Der Malteser Falke. Ein Klassiker der Kriminalliteratur. :-) Er hat das aber wirklich toll gemacht, die Atmosphäre, die Charaktere, alles so plastisch!
Jean Anouilh ist auch so ein Dramatiker, der nicht in Vergessenheit geraten sollte. Mein persönlicher Liebling ist "Die Wilde".
Jean Anouilh habe ich auch gerne gelesen. Leider wird er seit Jahrzehnten nicht mehr gespielt. Mein Liebling ist " Beckett oder die Ehre Gottes" , wunderbar verfilmt mit Peter O' Toole und Richard Burton.
Da bin ich auf das Ergebnis sehr gespannt. Von Garp bis Zirkuskind habe ich von Irving alles beim Erscheinen gelesen. Vor einigen Jahren wollte ich mir ihn noch einmal vornehmen, er konnte mich allerdings irgendwie nicht mehr so wirklich begeistern.
Ich erinnere mich an eine elementar resignierte Grundstimmung, die mir die rückhaltlose Begeisterung für das Lesen des Buches, zumindest für ein wirklich williges Eintauchen in die Lektüre, vergällt hat.
Sehr amüsant. Habe selten eine so nette Beschreibung/Umschreibung für den Umstand gelesen, dass man/frau ein Buch bei der wiederholten Lektüre eigentlich "scheiße" fand ;-)
Zitat von Pasdedeux im Beitrag #70Und Truman Capote, eigentlich alles.
Hatte mit "Kaltblütig" angefangen. Fand es ok. Nicht überragend.
Zitat von Pasdedeux im Beitrag #70Und natürlich Harper Lees "Wer die Nachtigall stört"
Hat mir gut gefallen, nicht sehr gut, aber gut. Ich fand die Erzählperioden anstrengend, wenig flüssig. Kennst du den dazugehörigen Film mit Gregory Peck?!
Aber ja, sicher. Mit "Kaltblütig" hätte ich auch nicht angefangen, das fand ich eher bestechend, weil er darin so eine ganz andere Atmosphäre zaubert als in "Frühstück bei Tiffany". Und das muss man würdigen! Mag vor allem die Kurzgeschichten.
Zitat von Blue2022 im Beitrag #161 Hatte mit "Kaltblütig" angefangen. Fand es ok. Nicht überragend.
... Hat mir gut gefallen, nicht sehr gut, aber gut. Ich fand die Erzählperioden anstrengend, wenig flüssig.
Ich fand die Geschichte super konstruiert, sehr mitreißend, sehr auf den Punkt gebracht.
Hat dich literarisch überhaupt irgendetwas in letzter Zeit begeistert? Ich erinnere mich, dass du zu Jahresbeginn (?) von deiner Literaturflaute schriebst.
Zitat von Pasdedeux im Beitrag #163Hat dich literarisch überhaupt irgendetwas in letzter Zeit begeistert? Ich erinnere mich, dass du zu Jahresbeginn (?) von deiner Literaturflaute schriebst.
Die Zeitmaschine - Wells Schloß Gripsholm - Tucholsky Der Seewolf - London
Herz der Finsternis - Conrad Wer die Nachtigall stört - Lee David Copperfield - Dickens Die Blendung - Canetti Der scharlachrote Buchstabe - Hawthrone Walden - Thoreau Herr der Fliegen - Golding
Die ersten drei Genannten fand ich super. Sehr begeistert bin ich vom "Seewolf" - die Figur Wolf Larsen ist einfach nur großartig! Hat mich sehr an den Heathcliff von "Sturmhöhe" erinnert. Beim Tucholsky liebte ich den Humor sehr. Bei Wells fand ich den Zeitpunkt der Veröffentlichung für die Geschichte außergewöhnlich.
"Die Blendung" hat mir im ersten Drittel richtig literarisch Spaß gemacht. Ein bitterböses Buch. Aber irgendwann wurde es mir zu absurd, zu skizziert extrem.
"Walden" fand ich laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaang-weeeeeei-lig. "Herr der Fliegen" leider sehr absehbar, daher für mich ermüdend.
Nach diesem nahezu besessenen Literaturanfall wieder seit drei Wochen totale Leseflaute.
Ich habe hier von Medimops noch einen ganzen Karton mit Klassikern stehen. Moment, ich guck mal schnell rein, was noch drin liegt:
Dracula - Stocker (wollte ich ein zweites Mal lesen) Tom Sawyer und Huckleberry Finn - Twain (eine schön gestaltete alte Ausgabe für meine 10jährige Tochter) Unten am Fluss - Adams (für mich und die Tochter) Die Abenteuer des Sherlock Holmes - Doyle Palast der Winde - Kaye (von Genny im Plauderstrang empfohlen) Auf Messers Schneide - Maugham Das Tal der Puppen - Susann (auch von Genny im Plauderstrang empfohlen) Kurze Antworten auf große Fragen - Hawking (Sach)
Oh, „Palast der Winde“ gilt bereits als Klassiker? Es ist toll, ein absoluter Schmöker. „Tal der Puppen“ wurde auch verfilmt, in den 80ern. Ich erinnere mich an klein-Suzie, die es geguckt hat, obwohl es natürlich nicht für mich bestimmt war.
Zitat von Suzie im Beitrag #165Oh, „Palast der Winde“ gilt bereits als Klassiker?
Nö. Aber ich dachte, ich schmuggle es mal dazu.
Zitat von Suzie im Beitrag #165„Tal der Puppen“ wurde auch verfilmt, in den 80ern. Ich erinnere mich an klein-Suzie, die es geguckt hat, obwohl es natürlich nicht für mich bestimmt war.
Zitat von Suzie im Beitrag #168Fay Weldon und Rita May Brown.
Kontext? Versteh ich gerade nicht. (...).
Der Kontext ist der Strangtitel. Beide haben Romane geschrieben, die für mein Empfinden Klassiker sind. Fay Weldon, Die Teufelin und ich habe gelesen, obwohl es nicht bekannt ist: Du wirst noch an mich denken
Ich wusste gar nicht, dass sie im Januar gestorben ist.
Rita Mae Brown hat Katzenkrimis geschrieben.
Habe nur ich die beiden gelesen? Ich hatte eine Phase, so mit 20 ?, da fand ich die beiden toll.
Zitat von Suzie im Beitrag #168Fay Weldon und Rita May Brown. Bonjour Tristesse und Der Fänger im Roggen.
"Bonjour Tristess" ist mir bekannt, der andere Titel sagt mir absolut nichts. Ich denke, dass bei der Kategorie " Kultbuch" die Meinungen hier im Strang schon sehr unterschiedlich sind.
Zitat von Suzie im Beitrag #168Fay Weldon und Rita May Brown.
Kontext? Versteh ich gerade nicht. (...).
Habe nur ich die beiden gelesen? Ich hatte eine Phase, so mit 20 ?, da fand ich die beiden toll.
Suzie
Suzie
Ich habe hier einige Bücher von Rita Mae Brown stehen. Die Katzenkrimis habe ich mal angefangen zu lesen, aber da wiederholte sich irgendwann alles nur noch und wurde auch ziemlich albern. Schade drum, weil sie wirklich was drauf hatte als Autorin.
Ihre feministischen Sachen sind nämlich schon ziemlich cool!
Ach Blue, ich glaube, wir kommen literarisch einfach nicht zusammen. Ich fand denn "Fänger im Roggen" toll. "Der Seewolf" - ja, fand ich damals gut, aber nicht so, dass irgendwas davon bei mir hängengeblieben ist. "Schloss Gripsholm" - ich weiß, ich habe es gelesen, aber hier nur weißes Papier im Kopf. In den "Herr der Fliegen" bin ich nie reingekommen.
"Palast der Winde" - nie gelesen, nur kurz reingeblättert - steht für mich eher so auf der Stufe "Dornenvögel".