Ich mochte die Triologie von Sigrid Undset um Kristin Lavransdotir: Der Kranz, Die Frau, das Band... Frau im Mittelalter. Lesenswerter als vieles und gerade neu aufgelegt.
Zitat von bazeba im Beitrag #23Das kunstseidene Mädchen von Irmgard Keun. Ein so tolles Buch aus den 1930 Jahren. Ich habe es seit Jahren als Hörbuch, gelesen von Fritzi Haberlandt.
Die Wand von Marlen Haushofer - für mich ein Klassiker, der unerreicht ist.
Beides ist klasse! "Die Wand" ist ausnahmsweise auch sehr gut verfilmt worden. Wenn du I. Keun magst, empfehle ich dir "Das Mädchen, mit dem die Kinder nicht verkehren durften".
Mit den Jahren erhärtet sich mein Verdacht, dass der Homo Sapiens eine Schnapsidee der Schöpfung war.
Neben so vielen die hier schon genannt wurden kann ich auch Dostojewski empfehlen. Insbesondere "Der Idiot" war sehr amüsant. "Die Brüder Karamasow", abgesehen von einigen Stellen, sehr leicht zu lesen. "Das Tagebuch der Anne Frank", "Der Herr der Ringe", "Lolita", "Der alte Mann und das Meer", "Vom Winde verweht", "Der Graf von Monte Christo" usw.
Zitat von Blondine im Beitrag #27Ich mochte die Triologie von Sigrid Undset um Kristin Lavransdotir: Der Kranz, Die Frau, das Band... Frau im Mittelalter. Lesenswerter als vieles und gerade neu aufgelegt.
Frühling von Ihr hätte ich noch empfohlen. Dafür hat sie 1928 den Nobelpreis bekommen.
Ich stelle mal ein Zitat daraus rein - das mag ich besonders:
Zitat„Findest du“, fragte Torkild plötzlich, „daß die Zeit, die wir verheiratet sind, so sehr deine Achtung vor mir vermindert hat?“
Rose wandte sich heftig um:
„Was fällt dir ein? Du glaubst doch nicht etwa, daß ich es fertigbringen könnte, auf diese Art und Weise – von mir und dir zu sprechen?“ Sie schwieg einen Augenblick. „Es ist, weiß Gott, nicht mehr auszuhalten mit dir, Torkild! Ich kann sagen und tun, was ich will, du suchst geradezu nach persönlichen Andeutungen und nach etwas, was dich verletzen könnte.“
„Tue ich das?“ sagte Torkild leise.
„Ja, du tust es. Vielleicht weißt du es ja selber nicht. Aber ich getraue mich kaum zu reden – jedes Wort, das ich sage, muß ich abwägen, ob etwas darin liegt, was du missverstehen oder als Bosheit gegen dich auffassen könntest.“ Sie legte sich ins Bett, ließ aber das Licht brennen.
(…)
Er dachte bei sich: Es gibt ja nichts zwischen uns beiden, was für mich eine Nichtigkeit wäre.
Seit Jahrzehnten beobachten alle, wie die Gesellschaft immer mehr Risse bekommt, und keiner kittet sie. Da darf man sich nicht wundern, wenn sie schließlich zerbricht. (Views, Marc-Uwe Kling)
Zitat von Blondine im Beitrag #27Ich mochte die Triologie von Sigrid Undset um Kristin Lavransdotir: Der Kranz, Die Frau, das Band... Frau im Mittelalter. Lesenswerter als vieles und gerade neu aufgelegt.
Frühling von Ihr hätte ich noch empfohlen. Dafür hat sie den Nobelpreis bekommen.
"Frühling" kenne ich nicht, aber die drei anderen üben eine gewisse Magie aus. In Norwegen soll es kein heranwachsendes Mädchen geben, das sie nicht kennt.
Es ist eine interessante Gegenwelt zu unserer - da ist alles bedeutungsschwer und schicksalsträchtig, und Liebe ist nicht auswechselbar. Mir bleiben auch aus Büchern hin und wieder einzelne Passagen oder Sätze in Erinnerung! Hier ist es Simons ewig währende sehnsüchtige Liebe zu Kristin, die ihn schwermütig macht. "Ich bin der, der dich liebte, und der dich immer noch liebt". Und das nach zwanzig Jahren, nachdem sie ihn verschmäht hatte.
Mit den Jahren erhärtet sich mein Verdacht, dass der Homo Sapiens eine Schnapsidee der Schöpfung war.
Siegfried Lenz- sowohl Deutschstunde als auch So zärtlich war Suleyken oder Die Auflehnung und auch die Klangprobe Christine Brückner- Jauche und Levkojen, Nirgendwo ist Poenichen, Die Quints. Auch: Wenn Du geredet hättest, Desdemona Marylin French: Frauen Henrik Ibsen: Dramen Alex Capus: Leon und Louise Martin Andersen Nexo: Ditte Menschenkind T.H. White: Der König auf Camelot Dickens: David Copperfield Maxie Wander: Leben wär eine prima Alternative
🎶Ich laufe nicht mit dem Rudel, schwimme nicht in jedem Strudel…ich hab noch nie auf Befehl gebellt 🎶Ich will in keinem Haufen raufen- lass mich mit keinem Verein ein🎶 Reinhard Mey
Ach schau mal einer an, da sind sogar Sachen dabei, die ich schon gelesen, es aber wieder vergessen hab. Wer die Nachtigall stört, vom Winde verweht, der alte Mann und das Meer, der Graf von Monte Christo.
Die Schatzinsel und Moby Dick sind mir noch eingefallen.
Perlengazelle: dieser Dialog ist ja nett. Sowas von aus dem Leben.😅
- Sobriety is not a sad consequence. It's a proud choice. -
Zitat von Maramartina im Beitrag #34 T.H. White: Der König auf Camelot
Das ist ein wunderbares Buch! Und dazu fällt mir eine Stelle ein, an der sich Genevere und Lancelot in die Augen schauen: "Their eyes met with a magical click"!
Mit den Jahren erhärtet sich mein Verdacht, dass der Homo Sapiens eine Schnapsidee der Schöpfung war.
Hans Fallada: Kleiner Mann was nun? Wer einmal aus dem Blechnapf frisst Jeder stirbt für sich allein Ein Mann will nach oben
F. Scott Fitzgerald: The Great Gatsby
Anna Seghers: Das 7. Kreuz
Bruno Apitz: Nackt unter Wölfen
….tbc….
"Tell me, what it is you plan to do with your one wild and precious life?" - Mary Oliver
Moderatorin im Reiseforum, Frauengesundheit, Kinder, Familie und Erziehung, Kindergesundheit, Kinderwunsch, Psychische Gesundheit und psychische Erkrankungen, Schwangerschaft, Baby und Kleinkind, Umbrüche im Leben, Verlust und Trennung, Was bringt Dich aus der Fassung? sowie Mode und Kosmetik
Ein absoluter pageturner: Die Geheimnisse von Paris von Eugène Sue.
Führt ins Paris des Jahres 1827, bevor Haussmann die Stadtlandschaft gründlich umgebaut hat. Erschien zunächst als Fortsetzungsgeschichte in einer Zeitung. Und schlug ein wie eine Bombe. Man sagte, dass Leser sogar mit dem Sterben warteten, weil sie wissen wollten, wie die Geschichte weiter ging. Hat viele andere Autoren inspiriert - Zola, Hugo ... Dumas wollte auch so einen Erfolg haben und schrieb daraufhin Der Graf von Monte Christo.
Ist 2000 Seiten lang und man langweilt sich nicht eine Minute. Sue baute immer wieder kleine cliffhanger ein - halt Fortsetzungsgeschichte.
Zitat von Spatz33 im Beitrag #1 Vielleicht fang ich mal so an: vor einiger Zeit fiel mir "Wem die Stunde schlägt" in die Hände. Prima, dacht' ich mir. Ein Klassiker. Ohweh...was war ich nach 40 Seiten gelangweilt!🥴
Interessant auch, wie sich die eigene Einstellung zu so manchen Klassikern ändert. Früher war ich großer Hemingway-Fan, habe alle seine Werke immer noch im Regal, lese sie aber nicht mehr. Dieses Männlichkeits-Gedöns (Krieg, Jagd, Fischen, Stierkampf, Alkohol, Frauen...) nervt mich irgendwie. Meine Hemingway-Phase war wohl etwas (spät)pubertär, in der Rückschau betrachtet.
Wem die Stunde schlägt finde ich inzwischen nur noch unter dem historischen Aspekt (spanischer Bürgerkrieg) halbwegs interessant.
Und ich mag Autoren, die auch mal ein bisschen Selbstironie zeigen können, nicht so ernsthaft-verbissen sind.
Ich finde es interessant Klassiker zweimal zu lesen, hatte ich bei Anna Karenina. Je nach Lebenslage und -entwicklung versteht man die Bücher anders, bzw findet neue Aspekte, die einem vorher gar nicht so wichtig erschienen. Ode rman hat sie mit der damaligen Lebenserfahrung gar nicht verstanden.
Zitat von Spatz33 im Beitrag #1 Vielleicht fang ich mal so an: vor einiger Zeit fiel mir "Wem die Stunde schlägt" in die Hände. Prima, dacht' ich mir. Ein Klassiker. Ohweh...was war ich nach 40 Seiten gelangweilt!🥴
Wem die Stunde schlägt finde ich inzwischen nur noch unter dem historischen Aspekt (spanischer Bürgerkrieg) halbwegs interessant. Und ich mag Autoren, die auch mal ein bisschen Selbstironie zeigen können, nicht so ernsthaft-verbissen sind.
Ich mag Hemingway auch nicht wegen des Macho Gehabes, aber "wem die Stunde schlägt" gefällt mir wegen der bittersüßen Liebesgeschichte. Ich bin und bleibe durch und durch Romantikerin . Die Verfilmung ist nicht gelungen, auch, weil Ingrid Bergmann als Hauptdarstellerin völlig unpassend war. Sie war eine schöne Frau, aber verkörperte den Typ nordische Walküre und nicht den einer Spanierin.
Das hat mich schon oft geärgert an Buchverfilmungen, dass die Protagonistin nicht typgerecht ausgewählt wurde. Ich weiß, ot ...
Mit den Jahren erhärtet sich mein Verdacht, dass der Homo Sapiens eine Schnapsidee der Schöpfung war.
In dem Zusammenhang gibt es noch ein Buch von Hemingway, in dem die Protagonistin während einer Geburt stirbt. Das gefiel mir auch, aber ich habe den Titel vergessen!
Mit den Jahren erhärtet sich mein Verdacht, dass der Homo Sapiens eine Schnapsidee der Schöpfung war.
Zitat von Tigerente im Beitrag #45Ich habe gerade den Strang durchgeschaut um zu sehen, ob das hier schon drin ist:
Zitat von ViolaFaber im Beitrag #32"Wer die Nachtigall stört" von Harper Lee.
Unbedingt und immer wieder.
Ja! Und "Des Menschen Hörigkeit" von S. Maugham, ebenso seine Kurzgeschichten. Ich mag das "menschliche Element" in Büchern, deshalb gefällt mir auch "Anna Karenina", ein Dauerbrenner für mich.
Mit den Jahren erhärtet sich mein Verdacht, dass der Homo Sapiens eine Schnapsidee der Schöpfung war.
War eigentlich Salingers "Fänger im Roggen" schon dabei? Und Carson McCullers "Frankie" (The Member of the Wedding), oder auch "Das Herz ist ein einsamer Jäger" von ihr. Vladimir Nabokow, "Lolita" (ein sprachlich brillantes Buch), und von ihm - sehr empfehlenswert und toll zu lesen, als Sekundärliteratur: "Die Kunst des Lesens - Meisterwerke der europäischen Literatur" , Das sind Vorträge von Nabokov zu Werken von u.a. Jane Austen, Charles Dickens, Kafka, James Joyce.
Ja, und NATÜRLICH: Die "Dubliners" von letzterem. Und auch Ulysses (bei dem es mir allerdings genauso ging, wie Nabokov in seinem Vortrag schreibt: dass die meisten Leser nicht über die ersten paar Seiten oder so hinauskommen ;-))
Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an. (Marc Aurel)
Zitat von Maramartina im Beitrag #34Maxie Wander: Leben wär eine prima Alternative
Das finde ich auch ganz toll.
Von mir noch:
William Maxwell – Sie kamen wie die Schwalben / Zeit der Nähe / Also dann bis morgen Thomas Savage – Die Gewalt der Hunde Howard Spring – Geliebte Söhne John Williams – Stoner / Butcher's Crossing Dezsö Kosztolányi – Lerche / Der goldene Drachen Elizabeth Harrower - Die Träume der Anderen / In gewissen Kreisen Charles-Ferdinand Ramuz - Die große Angst in den Bergen Gabriel Chevallier – Heldenangst William Trevor – Die Geschichte der Lucy Gault / Turgenjews Schatten Mary Renault – The Charioteer
@Saruma Ich halte mich für literarisch einigermaßen bewandert, aber die von dir genannten Autoren und Romane sind mir - bis auf eine Ausnahme - gänzlich unbekannt.
Romane: Roger Martin du Gard: Die Thilbaults Fjodor Dostojewski: Der Idiot Lion Feuchtwanger: Die Jüdin von Toledo Isaac Bashevis Singer: Die Familie Moschkat Johann Wofgang v. Goethe: Wilhelm Meisters Lehrjahre
Erzählungen: Franz Kafka: Die Verwandlung, Ein Bericht für eine Akademie Thomas Mann: Wälsungenblut, Tonio Kröger