Hallo ihr lieben Bücherratten, Welche Klassiker haltet ihr für lesenswert und gut lesbar? Also so, dass es sich fluffig liest ohne trivial zu sein?
Vielleicht fang ich mal so an: vor einiger Zeit fiel mir "Wem die Stunde schlägt" in die Hände. Prima, dacht' ich mir. Ein Klassiker. Ohweh...was war ich nach 40 Seiten gelangweilt!🥴 Hab dann zur Verdauung erstmal einen King verschlungen. Auch wenn ich den für völlig unterschätzt halte, mag ich schon auch andere Art von Literatur. Die man nicht verschlingt wie Aglio e olio Pasta, sie sollte aber auch nicht querstecken wie eine Austernschale.
Ich lese gerade den Gesang der Flusskrebse, was mir sprachlich unheimlich gefällt, ist aber (noch) kein Klassiker. Nur so zur Orientierung, was ich meine. Dürrenmatt hat mir in der Schule schon gefallen. Den Zauberberg hab ich mal angefangen, aber nach kurzer Zeit gähnend weggelegt. Zu schwer. Durch Anna Karenina hab ich mich durchgekämpft...aber lesen soll doch kein K(r)ampf sein, so dass man hinterher sagen kann: das habe ich gelesen. Es will genossen werden.😊 Der Trotzkopf und Heidi sind wohl Klassiker, die ich als Jugendliche mochte...aber das wäre mir nun vermutlich zu fad. Können, aber müssen keine dicken Wälzer sein, Kurzweil geht auch.
Also was habt ihr für mich?
- Sobriety is not a sad consequence. It's a proud choice. -
jaa....aber musst dann selber googeln ob dir das auch thematisch taugt
z.B.
Franz Werfel- Die 40 Tage des Musa Dagh Upton Sinclair-Der Dschungel Erich Maria Remarque-Die Nacht von Lissabon Lion Feuchtwanger- Die Geschwister Oppermann Oskar Maria Graf-Das Leben meiner Mutter
schau doch mal ob dich davon was anspricht
Thomas Hardy- Im Dunkeln ( Jude the Obscure ) falls es auch etwas mit Liebe zu tun haben sollte...ist mir noch eingefallen
Mei seid's ihr lieb! Schon so viele Tipps!🤗 Suzie, was genau von Dickens meinst du? Die Wintergeschichten (am Kamin) fand ich ganz furchtbar. Große Erwartungen hat mir hingegen gut gefallen, sonst hab ich noch nichts von ihm gelesen, nur Verfilmungen gesehen.
- Sobriety is not a sad consequence. It's a proud choice. -
Ich habe auch die "Blechtrommel" gerne gelesen, das ist allerdings schon Jahrzehnte her. "Die Buddenbrooks" mochte ich auch sehr. Daneben noch die Brontës und Jane Austen natürlich. Von Jane Austen alles, bei den Brontës mag ich "Jane Eyre" lieber als "Wuthering Heights".
Ich habe einige Klassiker als Hörbücher genossen. Die habe ich bei längeren Autofahrten genossen. Bei einem guten Sprecher oder einer guten Sprecherin ist das ein richtiges Vergnügen.
Zitat von Spatz33 im Beitrag #13Mei seid's ihr lieb! Schon so viele Tipps!🤗 Suzie, was genau von Dickens meinst du? Die Wintergeschichten (am Kamin) fand ich ganz furchtbar. Große Erwartungen hat mir hingegen gut gefallen, sonst hab ich noch nichts von ihm gelesen, nur Verfilmungen gesehen.
Spatz, es ist lange her, aber ich habe sehr gerne David Copperfield, Bleak House und Der Pickwickier-Club gelesen. Da hatte ich meine engl Phase. 🙂
Zitat von Kambara im Beitrag #3"Die Buddenbrooks". Finde ich um Längen unterhaltsamer als den Zauberberg.
"Die Buddenbrooks" sind großartig, ja, finde ich auch. "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" habe ich auch geliebt und zählt, glaub ich, auch zu den neueren Klassikern.
Mehr fällt mir grad nicht ein.... Kommt sicher noch was...
Ich fand paul Auster mit der new York Trilogie toll. Und Rebecca von Daphne du Maurier. Alles von John Steinbeck. Erich Maria Remarque mit Im Westen nichts Neues. Die dunkle Seite des Mondes von Martin Suter.
Fast alle Genannte und mir fiele noch mehr ein, als ich auf die Schnelle hier aufzählen kann, wobei mich mir Werfels 40 Tage nicht antun mag (persönlicher Bambi-Faktor). Ich gehe zurück zu den "echten" Klassikern: Goethes "Wahlverwandtschaften" finde ich in der Versuchs-Anordnung reizvoll und zeitlos (übrigens eine gelungene filmische Umsetzung des Themas: "Im Sommer wohnt er unten" - wobei ich nicht sicher bin, ob der Drehbuchschreiber/Regisseur das im Sinn hatte). Goethe-Novellen überhaupt, den Faust nehme ich mir gerne immer mal wieder her (Allein schon das Vorspiel), Schillers "Fiesco", Kleist (kein Klassiker mehr). Nicht wirklich warm werde ich mit Joyce, Swift. Die Brontes sind mir zu meolodramatisch, auf meiner Liste steht grade Tristram Shandy