Zitat von Schosta im Beitrag #50@Saruma Ich halte mich für literarisch einigermaßen bewandert, aber die von dir genannten Autoren und Romane sind mir - bis auf eine Ausnahme - gänzlich unbekannt.
Ja, das waren sie mir auch, bis ich durch Besprechungen oder durch ein anderes Buch auf sie gestoßen bin. Ich finde, sie sind zu Unrecht nicht bekannter und wollte ein bisschen Werbung für sie machen. Vielleicht tatsächlich nicht am richtigen Ort. Also quasi Thema verfehlt bzw. missbraucht. ,-)
Zitat von Schosta im Beitrag #50@Saruma Ich halte mich für literarisch einigermaßen bewandert, aber die von dir genannten Autoren und Romane sind mir - bis auf eine Ausnahme - gänzlich unbekannt.
Das sind eher moderne Klassiker, weitestgehend aus dem 20 Jh., daher vielleicht. The Story of Lucy Gault ist glaube ich sogar erst in den 2000ern erschienen.
I imagine one of the reasons people cling to their hates so stubbornly is because they sense, once hate is gone, they will be forced to deal with pain.
Zitat von Saruma im Beitrag #54Stimmt, da aber moderne Klassiker nicht ausdrücklich abgelehnt wurden, habe ich mich getraut.
Ist ja auch gut so, sollte nur ne Erläuterung für Schosta sein.
I imagine one of the reasons people cling to their hates so stubbornly is because they sense, once hate is gone, they will be forced to deal with pain.
Zitat von Saruma im Beitrag #54Stimmt, da aber moderne Klassiker nicht ausdrücklich abgelehnt wurden, habe ich mich getraut.
Ist ja auch gut so, sollte nur ne Erläuterung für Schosta sein.
Dafür bin ich auch sehr dankbar. Daher würde es mich freuen, Saruma, wenn du eine "Top-Empfehlung" geben würdest. Das Buch würde ich mir dann tätsächlich besorgen, da ich gerne Lieblingslektüre anderer Leute ausprobiere.
Und ein Buch habe ich in meiner Liste vergessen: Jahrestage von Uwe Johnson
Jemand erwähnte es schon, aber da das sicher untergegangen ist, schreibe ich es auch nochmal: Ibsens Dramen - alle!
Ibsen hat sich der Wahrheit verpflichtet, und sein Werk ist für seine Zeit auffallend frauenfreundlich.
Edit: Ah, Wikipedia sieht es genauso: Henrik Ibsen war der Dramatiker, der gegen die Moral und „Lebenslüge“ seiner Zeit zu Felde zog und im „Kampf der Geschlechter“ im Gegensatz zu August Strindberg den Standpunkt der Frau vertrat. Seine bürgerlichen Dramen zeigen ethischen Ernst und großes psychologisches Einfühlungsvermögen.
Zitat von Saruma im Beitrag #54Stimmt, da aber moderne Klassiker nicht ausdrücklich abgelehnt wurden, habe ich mich getraut.
Sehr mutig ! Welchen Roman deiner Liste kannst du denn besonders empfehlen?
Ich finde es gut und würde mich auch über eine Empfehlung freuen.
Dramen habe ich nicht genannt, weil sie für mich eher keine Lese-Empfehlung, sondern eine Seh-Empfehlung sind.
Dabei würde ich sonst alles von Schiller und Shakespeare nennen, von Büchner Dantons Tod und Leonce und Lena, unbedingt die Dreigroschenoper, Pygmalion von Shaw. Auch hier gibt es noch mehr zu nennen.
Bei den Romanen trage ich Die Pest nach.
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Zitat von Schosta im Beitrag #59Daher würde es mich freuen, Saruma, wenn du eine "Top-Empfehlung" geben würdest. Das Buch würde ich mir dann tätsächlich besorgen, da ich gerne Lieblingslektüre anderer Leute ausprobiere.
Über die Top-Empfehlung denke ich nun schon seit gestern nach. ;-) Schwierig, schwierig. Ich hatte mich dann für Dezsö Kosztolányi entschieden, der auch ein Vorbild von dem hier schon erwähnten Sándor Márai war.
"Lerche" ist die Geschichte des Ehepaars Vaikay, das mit ihrer Tochter, Lerche, in symbiotischer Beziehung lebt. Als sie umständehalber für einige Zeit getrennt werden, stellen die Eltern mit Erstaunen fest, welch eine Umwandlung das in ihrem Lebenswandel und Lebensgefühl bewirkt. Das ist wirklich sehr unterhaltsam und hellsichtig beschrieben, mit spöttischen Spitzen auf die Kleinstadtbewohner.
"Auf der Terrasse des Café Széchenyi saßen die Leute nachmittags beim Mokka, sie blickten von ihren Zeitungen auf und sahen Lerche an. Nicht respektlos, sondern wie es sich gehörte. Mit einer gewissen wohlwollenden, aschgrauen Sympathie, die von innen rot mit Schadenfreude gefüttert war."
"Im Zustand der Aufregung gewinnt all das Bedeutung, was wir sonst gar nicht beachtet haben. Selbst Dinge - eine Laternenstange, ein Kiesweg, ein Strauch - erwachen dann zu uraltem, hermetischem, menschenfeindlichem Leben und machen uns das Herz schwer, indem sie ihr erschreckend gleichgültiges Wesen zeigen. Und die Menschen, die immer selbstsüchtig, vereinzelt, ihren Zielen hinterherlaufen, erinnern uns mit einem Wort, mit einer Geste daran, wie einsam wir sind, und dieses Wort, diese Geste erstarrt in unserer Seele ohne ersichtlichen Grund zum ewigen Symbol der vollständigen Sinnlosigkeit des Lebens."
Aber die von Galah ausgesuchte "Lucy Gault" wäre schon auch eine gute Wahl, nur eben noch um einiges jünger.
Rückmeldung: Hab mir nun den Mann ohne Eigenschaften ausgeliehen und bin ganz frustriert.😩 Ich find so schwer rein. Ist das normal, dass einen das nicht gleich fesselt? Da wird so viel gedacht und es passiert nicht viel. Was mach ich denn jetzt? Lohnt sich das durchhalten oder ist es dann einfach nicht das richtige für mich?
- Sobriety is not a sad consequence. It's a proud choice. -
Zitat von Spatz33 im Beitrag #66Rückmeldung: Hab mir nun den Mann ohne Eigenschaften ausgeliehen und bin ganz frustriert.😩 Ich find so schwer rein. Ist das normal, dass einen das nicht gleich fesselt? Da wird so viel gedacht und es passiert nicht viel. Was mach ich denn jetzt? Lohnt sich das durchhalten oder ist es dann einfach nicht das richtige für mich?
wenn es dir nicht gefällt, warum quälst du dich ?
Das ist doch weder Zweck von schöner! Literatur, noch bringt es dir was.
Ich würde aufhören. Du bist ja nicht im Deutsch LK und brauchst noch paar Punkte oder?
Also: hör auf. Es gibt so viele tolle Bücher. Warum was lesen, dass einem nicht taugt?
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #68 Also: hör auf. Es gibt so viele tolle Bücher. Warum was lesen, dass einem nicht taugt?
Ich hab im EP nach fesselnden Klassikern gefragt. Bin davon ausgegangen, die genannten wären solche und ich darf nun blind in die große Kiste greifen. Vielleicht ist es ja total fesselnd, nur muss man eben Geduld haben oder so.
- Sobriety is not a sad consequence. It's a proud choice. -
Zitat von perlengazelle im Beitrag #40Ein absoluter pageturner: Die Geheimnisse von Paris von Eugène Sue. ...
Dass das noch jemand kennt - Vorbild für Dickens übrigens, dessen "Blake House" und "Great Expectations" meine Empfehlungen wären. Und natürlich Sten Nadolnys "Die Entdeckung der Langsamkeit" und "Ein Gott der Frechheit". Und Donna Tartts' "Distelfink" ist doch auch schon ein Klassiker, nicht wahr? Gabriel Garcia Marquez' "100 Jahre Einsamkeit" und John Steinbecks "East of Eden". Und Truman Capote, eigentlich alles. Und natürlich Harper Lees "Wer die Nachtigall stört", wenn wir schon in der Ecke stöbern...
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #68 Also: hör auf. Es gibt so viele tolle Bücher. Warum was lesen, dass einem nicht taugt?
Ich hab im EP nach fesselnden Klassikern gefragt. Bin davon ausgegangen, die genannten wären solche und ich darf nun blind in die große Kiste greifen. Vielleicht ist es ja total fesselnd, nur muss man eben Geduld haben oder so.
Hier noch zwei Daumen hoch für "Frau Jenny Treibel" und "Die Pest".
("Die Geheimnisse von Paris" sind doch vor Urzeiten mal mit Sigmar Solbach verfilmt worden - vielleicht daher eine leise Abneigung, der Beginn beim Gutenberg Projekt hat mir wenig gefallen - ;-) dann lieber den "Lord von Barmbeck", aber dazu gibt es wohl kein Buch ..)
Von Zola "Nana" und "Das Paradies der Damen". Victor Hugo "Der Glöckner von Notre Dame".
Warlam Schalamow, "Durch den Schnee". Und, wenn es nicht unbedingt ein Roman sein soll - nahezu alles von Tucholsky, z.B. "Mit 5 PS" oder die "Schnipsel". Isaac Bashevis Singer "Mein Vater, der Rabbi" "Das Kopfkissenbuch der Dame Sei Shonagon" Stefan Zweig, "Ungeduld des Herzens"
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #68 Also: hör auf. Es gibt so viele tolle Bücher. Warum was lesen, dass einem nicht taugt?
Ich hab im EP nach fesselnden Klassikern gefragt. Bin davon ausgegangen, die genannten wären solche und ich darf nun blind in die große Kiste greifen. Vielleicht ist es ja total fesselnd, nur muss man eben Geduld haben oder so.
Ich glaub das ist wie mit Männern... Typsache
Das denke ich auch. Mich hat Verbrechen und Strafe (ehemals Schuld und Sühne) gefesselt. Andere legen das nach 3 Seiten weg.
Ich möchte ein bisschen mehr Schriftstellerinnen aufs Tapet bringen: Alice Munro - eine ganz große Meisterin der Kurzgeschichten! The beggar Maid (Das Bettlermädchen) wäre da meine Topempfehlung.