Zu Siematic-Küchen und Eltern habe ich auch was beizutragen. Die Küche meiner Eltern, Anschaffung 1974, mit glatten Vollholztüren aus heller Eiche hat nach ihrem Tod und Verkauf und anschließendem Umbau ihres Hauses im Jahr 2020 noch einen Käufer gefunden, der sie abgebaut und mitgenommen hat. Optisch und technisch war die Küche tipp-topp, nur die Innenausstattung halt nicht mehr auf heutigem Stand, keine Auszüge und ungewohnt niedrige Oberschränke. Meine Eltern hatten sogar noch das Original-Cerankochfeld (mit Warmhalteplatte!), damals noch eine ziemlich neue Technik, den Original-Backofen, Spüle und Arbeitsplatte. Nur Kühl-Gefrierkombi und Dunstabzugshaube mussten mal ausgetauscht werden und die Spülmaschine wurde erst später eingebaut, dafür gab es anfangs nur einen Platzhalter neben der Spüle.
"Bescheidenheit ist die subtilste Form von Arroganz." Sprichwort
Zitat von Analuisa im Beitrag #124Luci, die Küche meiner Eltern ist jetzt 53 Jahre alt. Anno 1969 beim Hausbau erworben, Siematic sonnengelb (weiß ich heute noch, den Namen). Die hat sich ganz gut gehalten, obwohl sie schon einmal umziehen musste. Aber hin und wieder lasse ich durch Hitzeeinwirkung verbeulte Plastiklöffel oder eine völlig zerkratzte Pfanne verschwinden.
Du traust Dich ja was . . ich glaube, du kannst Dir lebhaft vorstellen, wie es in der Küche meiner Eltern aussieht . .
luci, derzeit wäre das wohl gar keine Option. Und man muss ja auch zugeben, so einigermaßen schaffen sie es ja auch allein, solange es um den Alltagskram geht und nichts weiter passiert. Wenn da nur halt nicht immer das Geschimpfe meiner Schwiegermutter über die Belastung einerseits und andererseits die Verweigerungshaltung gegenüber Veränderungen bei manchen Verrichtungen/Ansprüchen wäre.
Meine Schwiegereltern lassen so schon kaum jemanden ins Haus, eine Pflegekraft, die dort dann vielleicht auch noch wohnen soll, ist zurzeit unvorstellbar. Mal schauen, ob die Putzfrau weiterhin kommen darf. Meine Schwiegermutter ist ein misstrauischer Mensch und vielleicht auch mein Schwiegervater. Die Putzfrau wird jedenfalls kaum einen Moment unbeobachtet gelassen.
(Mein Mann hat mir - im Nachhinein - erzählt, dass unterstellt wurde, dass ich während meines Kurzeinsatzes vor Ort eine Vase zerschlagen hätte. Immer wieder hieß es, dass ich sicher unvorsichtig war und die schöne Vase ... Als sie sich wieder anfand, ich hatte die verwelkten Blumen rausgenommen, sie abgewaschen und zu anderen Vasen in den Schrank gestellt, wo sie aber nicht hingehörte, war das dann aber kaum der Rede wert. Nicht schön, es wird nach meinem Gefühl immer was gesucht, worüber man schimpfen kann.)
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*lach* Hier ist es die lindgrüne Siematic aus dem Jahr 1975.
Früher hieß es bei meinen Eltern immer, wir gehen mal ins Seniorenheim. Davon ist keine Rede mehr, jetzt wird auch hier die Pflegerin anvisiert. Wenn überhaupt....
.... und vermutlich sind wir in dieser Situation genauso ....
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Zitat von Lea58 im Beitrag #125Mein Schwiegervater hat sich nicht auf das Heim eingelassen, mit einem der Pfleger hat er wohl hin und wieder mal Gespräche geführt, sonst jeden Kontakt auf das Nötigste beschränkt und sein Zimmer nicht verlassen. Er war nur vier Wochen dort, die Verlängerungsoption von weiteren vier Wochen als Verhinderungspflege wurde nicht wahrgenommen.
Mein Mann ist eingeknickt (?) und hat seinen Vater auch bereits während der vier Wochen im Heim immer häufiger für ein paar Stunden nach Hause geholt. Und im Anschluss hat er halt doch sowohl seinen Vater als auch seine eingeschränkt mobile Mutter (der es aber dann doch schon recht gut ging) allein zu Hause betreut.
Hallo Lea,
wie schade, ich hatte gehofft, dein Schwiegervater würde sich im Laufe der Zeit eingewöhnen. Heißt das, dass dein Mann seit Mai ununterbrochen bei seinen Eltern ist? Übernimmt er nun die Pflege des Vaters, oder ist die Mutter wieder soweit fit, dass sie es selber leisten kann?
Wie geht es dir damit?
Virginia, Gisèle, Collien, danke für euren Mut! 🌹
************************************ Moderatorin in der Pandemie und Politik, bei der Nachhaltigkeit, beim Sozialen Engagement und den Festen, bei Klatsch & Tratsch, im Persönlichkeits-, Erziehungs-, Baby-, Familien- und Trauerforum, im Glücklicher leben, bei den Angehörigen, in der allg. Gesundheit, der Kindergesundheit und bei den Krebserkrankungen, in den Krisenbeziehungen, bei den Hobbies, der Photographie und bei den besonderen Ernährungsformen.
Zitat von Charlie03 im Beitrag #131.... und vermutlich sind wir in dieser Situation genauso ....
Richtig. *seufz*
An dieser Stelle kommt von mir immer der Witz mit dem Klappspaten. (Der in diesem Strang gar nicht mehr witzig ist) Trotzdem: Ein Vater sagt zu seinem Sohn, also Dein Opa, der bringt mich immer mehr zur Verzweiflung. Wenn ich mal so werde wie er, in der Garage steht ein Klappspaten, Du weißt, was Du dann zu tun hast. Zwei/drei Tage später, Vater und Sohn haben einen Disput. Sohn zum Vater: wo steht noch mal der Klappspaten?
Zitat von Charlie03 im Beitrag #131.... und vermutlich sind wir in dieser Situation genauso ....
Richtig. *seufz*
Ich finde dies auch ganz schön schwierig und überlege dann, was ich wohl gerne hätte.
(Ich beschäftige mich viel mit Autonomie - privat und beruflich. Und da frage ich mich auch, wo ist die Grenze, wo wird die Autonomie der Eltern und die der erwachsenen Kinder beschnitten. Das ist nicht einfach.)
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Zitat von Lea58 im Beitrag #125Mein Schwiegervater hat sich nicht auf das Heim eingelassen, mit einem der Pfleger hat er wohl hin und wieder mal Gespräche geführt, sonst jeden Kontakt auf das Nötigste beschränkt und sein Zimmer nicht verlassen. Er war nur vier Wochen dort, die Verlängerungsoption von weiteren vier Wochen als Verhinderungspflege wurde nicht wahrgenommen.
Mein Mann ist eingeknickt (?) und hat seinen Vater auch bereits während der vier Wochen im Heim immer häufiger für ein paar Stunden nach Hause geholt. Und im Anschluss hat er halt doch sowohl seinen Vater als auch seine eingeschränkt mobile Mutter (der es aber dann doch schon recht gut ging) allein zu Hause betreut.
(Hervorhebung von mir)
Das heißt, beide haben sich von vorne herein nicht auf das Heim eingelassen und wussten eigentlich, es ist nur auf Zeit. Dein SV und dein Mann gleichermaßen.
Meine Eltern hatten in den letzten Jahren sehr viele Dienstleister, da war ich schon immer sehr froh, ich war ja weit weg. Putzfrau, Essen auf Rädern, jemand für den (kleiner gewordenen) Garten, Getränkelieferanten. Aber sie waren auch nie so misstrauisch und hatten auch früher schon immer eine Putzfrau.
Mein Psychologe meinte, ich solle spazierengehen, wenn ich wütend bin. Langer Rede kurzer Sinn: ich bin jetzt in Italien.
Zitat von Lea58 im Beitrag #129(Mein Mann hat mir - im Nachhinein - erzählt, dass unterstellt wurde, dass ich während meines Kurzeinsatzes vor Ort eine Vase zerschlagen hätte. Immer wieder hieß es, dass ich sicher unvorsichtig war und die schöne Vase ... Als sie sich wieder anfand, ich hatte die verwelkten Blumen rausgenommen, sie abgewaschen und zu anderen Vasen in den Schrank gestellt, wo sie aber nicht hingehörte, war das dann aber kaum der Rede wert. Nicht schön, es wird nach meinem Gefühl immer was gesucht, worüber man schimpfen kann.)
Das ist nicht schön. Anstatt dankbar zu sein, dass jemand kommt und hilft, wird einem auch noch was vorgeworfen. Ich finde das nicht angemessen, selbst wenn du die Vase zerschlagen hättest. Erinnert mich, falls ich im Alter Hilfe bekomme, dann auch dafür dankbar zu sein. Aber eigentlich habe ich für sowas meine Manieren.
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)
Mir fällt es schwer, den Verfall mit anzusehen, da habe ich mich immer noch nicht dran gewöhnt. Meine Eltern kommen noch gut allein im Haus zurecht, vor allem, weil mein Vater noch fit ist. Mit 89 ist er noch rege am Weltgeschehen interessiert, hält den Garten in Form, zweimal im Jahr kommt ein Gärtner. Alle zwei Wochen kommt eine Putzfrau. Am schmerzhaftesten für mich sind die Kabbeleien zwischen den beiden. Mein Vater ist ungeduldig, weil meine Mutter so viel vergisst, meine Mutter geht es auf den Geist, wenn er immer hinter ihr her ist, sie solle dies und jenes tun/lassen....
Die Mahlzeiten bereiten sie sich allein zu, Einkäufe erledigen sie wieder allein, weil mein Vater sich nun nach erfolgreicher Spritzenkur der feuchten AMD und Lidstraffung ans Steuer setzt. Das Aufgeben des Autos wurde mal mit 90 anvisiert, ich bin gespannt. Leider wohne ich nicht ums Eck, GsD sind es aber auch nur 150 km. Ich bin jede Woche für ein bis zwei Tage dort, vor allem um zu Ärzten zu begleiten und einfach Zeit mit ihnen zu verbringen.
Diese Kabeleien sind tatsächlich schwer zu ertragen.
SchwieEl entwickelten sich auseinander .... krankheitsbedingt. Das tat uns weh. Jetzt ist eine im Heim und seitdem ist dies nicht mehr vorhanden. Aber die erste Zeit war schwer.
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Utetiki, das was du erzählst, erinnert mich bis in manche Details an die Situation bei meinen Eltern vor ungefähr fünf Jahren.
@all, ich habe gestern darüber nachgedacht, einen allgemeinen Austausch zum Thema "alte Eltern" (zunehmende Pflegebedürftigkeit/ Demenz, wie gehen wir als "Kinder" damit um, Frage Heim oder nicht? bzw. wie kriegen wir die Versorgung geregelt), im Angehörigen-Forum zu eröffnen, da ich selber zu dem Thema Austauschbedarf habe, aber Leas Strang, der ja eine bestimmte Problematik schildert, nicht kapern möchte. Besteht an so einem Strang Interesse? Dann mache ich das heute.
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wie schade, ich hatte gehofft, dein Schwiegervater würde sich im Laufe der Zeit eingewöhnen. Heißt das, dass dein Mann seit Mai ununterbrochen bei seinen Eltern ist? Übernimmt er nun die Pflege des Vaters, oder ist die Mutter wieder soweit fit, dass sie es selber leisten kann?
Wie geht es dir damit?
Mein Mann ist ca. acht Wochen nach dem Unfall seiner Mutter abgereist. Und ja, sie kriegen soweit wohl wieder alles allein hin. Damit ist jetzt aber eben auch zu 100% klar, dass auch mein Schwiegervater es nicht anders will. Lieber seinen Hausdrachen (nein, ich meine das nicht böse, Schwiegermutter leistet wirklich viel, das erkenne ich voll an, nur im Umgang halt eben auf ihre Art und Weise, die nicht meine wäre) als was anderes. Wie die Eltern es hinbekommen, weiß ich im Detail nicht und das ist vielleicht auch besser so.
Mein Mann war dann insgesamt 10 Wochen dort, er war ja schon vorher vor Ort. Geplant ist, dass er Ende August für eine kürzere Zeit (eine Woche bis 10 Tage) wieder hinfährt, dann steht Gartenarbeit an.
Für mich ist es im Moment soweit in Ordnung. Ich kann mich zurzeit gut raushalten und komme ja auch allein ohne meinen Mann klar. Ich muss halt schauen, wie sich das auf Dauer anfühlt und dann ggf. entsprechend nachsteuern und Bedürfnisse anmelden. Bisschen doof ist halt, dass wir keinen gemeinsamen Urlaub haben, ist aber auch nur doof und kein Drama.
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Zitat von Utetiki im Beitrag #137... Am schmerzhaftesten für mich sind die Kabbeleien zwischen den beiden. Mein Vater ist ungeduldig, weil meine Mutter so viel vergisst, meine Mutter geht es auf den Geist, wenn er immer hinter ihr her ist, sie solle dies und jenes tun/lassen.... ...
Das fand ich bei meinen Eltern auch schwierig, auch wenn es bei Ihnen wohl noch ganz moderat war. Bei meinen Schwiegereltern finde ich es unerträglich, wobei ich es nicht direkt erlebe, die Außendarstellung ist eine andere als das Verhalten, wenn man in der Kern-Familie (Vater, Mutter, Sohn) allein ist.
Ich hatte/habe in meiner Familie oft das Gefühl, dass die Einschränkungen, die Erkrankung des Partners nicht mehr so richtig erfasst werden konnte/kann. Dass Unwillen, Schlampigkeit oder was auch immer unterstellt wird, wo der andere gar nicht mehr anders kann.
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Zitat von Analuisa im Beitrag #139 @all, ich habe gestern darüber nachgedacht, einen allgemeinen Austausch zum Thema "alte Eltern" (zunehmende Pflegebedürftigkeit/ Demenz, wie gehen wir als "Kinder" damit um, Frage Heim oder nicht? bzw. wie kriegen wir die Versorgung geregelt), im Angehörigen-Forum zu eröffnen, da ich selber zu dem Thema Austauschbedarf habe, aber Leas Strang, der ja eine bestimmte Problematik schildert, nicht kapern möchte. Besteht an so einem Strang Interesse? Dann mache ich das heute.
Ja, gerne. Ich habe auf jeden Fall Interesse.
@Nocturna, das mit den Manieren habe ich für mich ad acta gelegt. Also ich wende sie noch an, aber dass das bei mir so bleibt, da habe ich so meine Zweifel. Meine Mutter macht jetzt so manche Sachen, dafür hätte ich früher was hinter die Löffel gekriegt.
Zitat von Lea58 im Beitrag #142 Ich hatte/habe in meiner Familie oft das Gefühl, dass die Einschränkungen, die Erkrankung des Partners nicht mehr so richtig erfasst werden konnte/kann. Dass Unwillen, Schlampigkeit oder was auch immer unterstellt wird, wo der andere gar nicht mehr anders kann.
Ja, das kann ich hier auf jeden Fall auch beobachten.
Ich finde es ja wahnsinnig viel, was Dein Mann bei seinen Eltern hilft. Ich könnte das nicht. Ich habe meinen Eltern auch gesagt, wo meine Schmerzgrenze liegt. Das wird selbstverständlich akzeptiert. Noch.
Die Wesensveränderung macht mir schon sehr Angst, also dass es mir genauso ergehen kann. Ich habe hier Bücher über Demenz rumliegen, ich hab Horror davor die zu lesen. Das ist ja schon verrückt.
Zitat von Analuisa im Beitrag #139Utetiki, das was du erzählst, erinnert mich bis in manche Details an die Situation bei meinen Eltern vor ungefähr fünf Jahren.
@all, ich habe gestern darüber nachgedacht, einen allgemeinen Austausch zum Thema "alte Eltern" (zunehmende Pflegebedürftigkeit/ Demenz, wie gehen wir als "Kinder" damit um, Frage Heim oder nicht? bzw. wie kriegen wir die Versorgung geregelt), im Angehörigen-Forum zu eröffnen, da ich selber zu dem Thema Austauschbedarf habe, aber Leas Strang, der ja eine bestimmte Problematik schildert, nicht kapern möchte. Besteht an so einem Strang Interesse? Dann mache ich das heute.
Ich finde schon, dass das generell eine gute Idee wäre. Hätte mir vor Jahren in der Bri geholfen, da hab ich aber nicht dran gedacht, einen zu eröffnen.
Mein Psychologe meinte, ich solle spazierengehen, wenn ich wütend bin. Langer Rede kurzer Sinn: ich bin jetzt in Italien.
Ich finde das auch eine sehr gute Idee. Ich muss mich jetzt um meinen 88 jährigen Vater kümmern. Er ist soweit gesund und fit, aber wird vergesslich, er ist schon einige Male gefallen und bei ihm ist eine Demenz diagnostiziert wurden, zwar noch im Anfangsstadion, aber mir macht das Sorgen.
Er war einigen Monate in einem Pflegeheim, damit ich zuhause alles aufräumen konnte, die Wohnung war überfüllt mit Stolperfallen, ich habe Unmengen von Dingen entsorgt, verschenkt oder bei mir untergebracht. Jetzt kann er sich ziemlich gefahrenfrei bewegen und ihm ist schon bewusst, dass er nicht einfach so tun kann, als wäre er 60.
Ich lebe in der Nähe, muss aber arbeiten und manchmal über einigen Tage verreisen. Er will keine Pflegehilfe, was soll die denn bei mir machen? Sagt er immer. Kochen und Putzen wolle er selber machen, und Unterhaltung brauche er nicht. Ins Heim will er auf kenen Fall mehr.
Jetzt steht bei mir eine Kurzreise an und ich habe eine Bekannte gebeten, bei ihm vorbeizuschauen auf einen Kaffee und ihm so nebenbei zu "übewachen", während ich nicht da bin. Vielleicht gewöhnt er sich daran, jemanden bei sich zu haben und willigt dann doch zu, eine Helferin anzustellen. Mal sehen.
Ich habe vor ein paar Tagen schon überlegt, ob ich so einen Strang nicht selber eröffne, bin aber, realistisch betrachtet, nicht in der Lage, so etwas als TE zu gestalten und habe es deshalb gelassen. Falls Ihr da etwas aufmacht, werde ich zwar mitlesen, aber wohl auch nicht immer mitschreiben können.
Auf mich kommt dieses Thema jetzt auch zu und zwar mit meiner alleinstehenden Mutter. Sie ist mit Anfang 70 noch deutlich jünger als die meisten Eltern hier, hat aber aufgrund eines schweren Unfalls in ihrer Kindheit (und mehreren operationsbedürftigen Erkrankungen im Erwachsenenalter) eine unvorstellbare Anzahl an Narkosen hinter sich und da zeigen sich nun vermutlich heftige Langzeitschäden.
Mir fällt in Gesprächen auf, daß sie entweder dieselben Dinge in 10 Minuten fünfmal fragt oder eben täglich auf's Neue Sachen, die ich ihr am Vortag und am Vor-Vortag tbc schon mehrfach erklärt habe. Dazu hatten wir Mitte Juli die ganz furchtbare Situation, daß sie sich auf dem Weg zu ihrer anderen Tochter mal eben um mehrere hundert km und eine Himmelsrichtung verfahren hat - bei einer Strecke, die schon seit 15 Jahren in- und auswendig kennt. Körperlich ist sie nicht weniger gesund als schon seit vielen Jahrzehnten, aber alles Kognitive (auch, was ihre Finanzen angeht) entgleitet ihr zusehends.
Nun haben wir leider noch den special effekt, daß ich selber alles andere als fit bin, meine Mutter auch in diesem Leben nicht mehr wiedersehen werde und obendrein zu keinem ihrer sonstigen Angehörigen noch Kontakt habe. Ich muß das also mehr oder weniger im Alleingang geregelt bekommen und meiner Mutter erstmal irgendwie klar machen, daß sie zwar auf dem Papier noch nicht sooo furchtbar alt ist, aber trotzdem so allmählich mal Hilfe braucht. Ein erster Versuch, ihr zumindest mal den Namen ihrer Hausärztin zu entlocken, ist schon grandios gescheitert.
Ende August habe ich einen telefonischen Beratungstermin mit Fachleuten vom VdK und hoffe, daß die mir einen Weg weisen können. Ich habe gefühlt keine Ahnung von gar nichts gerade bei diesem Thema.
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