Zitat von Tomsten im Beitrag #3265Ich bin nicht fassungslos, aber auch nicht verwundert ... laut einem Tagesschau.de-Bericht sind in vergangenen Jahr, soviele Menschen aus der (katholischen) Kirche ausgetreten wie noch nie. Nämlich rund 360.000. Hauptgrund ist der Missbrauchsaskandal und der Umgang der Kirchen damit. Deshalb sind allein im Erzbistum Köln (wir erinnern uns: Köln ... Woelki) 40.772 Menschen ausgetreten (im Vorjahr waren es in diesem Bistum 17.281) Mehr als eine Verdoppelung also ...
Und ... erstmal sind mehr Menschen NICHT Mitglieder einer der beiden christlichen Kirchen, als eben Angehöriger dieser ...
Ist hier auch so. Letzter Census 2021. Was aber nicht nur mit Austritten, sondern auch mit Zuzug nicht-christlicher Neubürger zu tun hat.
The changes are reflected in the answer to the question about religion, the only non-compulsory question in the census. Almost 40% of the population identified as having no religion, up from 30% in 2016, and 22% in 2011. Whereas 47% of millennials identify as having no religion, only 31% of boomers fail to identify with a faith. Nearly 60% of boomers are Christian, compared to 30% of millennials. The share of the population identifying as Christian has slipped from 52% to 44%. Other religions are growing, but remain small by comparison. Hinduism climbed from 1.9% of the population in 2016 to 2.7%. Islam climbed from 2.6% to 3.2%.
Von mir aus kein Problem. Noch lieber hätte ich's, wenn Religion ganz aus der Regierung, egal ob Land oder Federal, verschwinden würde.
"We can, in fact we must, continue to fight to make everything about society better, without destroying what's already great." Carrick Ryan, Australian political commentator
"We are all just walking each other home." Ram Dass, writer
Dann würde vielleicht Weihnachten auch wieder ernsthaft im Sinne des Festes gefeiert werden, wenn es Privatsache ist. ;-)
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So einfach geht die Auflösung der Grabstelle nicht. Ich weiß jetzt nicht, wie lange die Grabstelle erhalten bleiben muss, aber die Totenruhe soll bis Ablauf dieser Zeit gewahrt bleiben. Wenn sich niemand drum kümmern kann, gibt es eine Aufforderung vom Friedhofs-"Chef" an eine bekannte Person. Und diese kann zum Beispiel eine Gärtnerei beauftragen, sich um die Grab-Pflege zu kümmern, wobei es dann verschiedene Optionen gibt.
Man kann ja z.B. auch eine Granitplatte auf das Grab legen lassen, dass nur wenig zum Pflegen übrig bleibt bzw. gar nichts. Meine Familie hat die Anordung von mir, Einäscherung und Urnenturm, nichts mit Grabpflege. Ich bin vorort, aber Grab tut nicht wirklich was für mich. Mit meinem Vater rede ich sehr oft, aber niemals wenn ich am Grab bin und da gärtle - leidige Pflicht, nichts mehr.
Weiß eigentlich jemand, was mit der Urne passiert, wenn ein Grab aufgelöst wird? Die ist ja aus Pozellan oder Metall oder Stein und zersetzt sich nicht.....
ob du eine platte auf das grab machen darfst entscheidet die friedhofsordnung, und bei einem 4-er erdgrab kostet sowas tausende von euro, da eine platte draufzumachen die im uebrigen auch recht schnell schmuddelig aussieht, wenn auf dem friedhof baeume stehen denn da hast du voegel die alles vollkacken, bluetendreck, laub usw...
so eine urne ist nach 15 jahre vollstaendig weg hat mir der bestatter gesagt, weil ich, als meine schwiegermutter verstorben ist, gefragt habe, was denn mit der urne von ihrem mann ist, der in desem grab 20 jahre zuvor in der urne beigesetzt wurde
die nutzungsdauer von graebern liegt ( so ist es mir gelaeufig ) ueblicherweise bei 40 jahren, dann ist da nichts mehr uebrig von irgendwas...
alone we can do soo little together we can do so much
Zitat von ereS im Beitrag #3312die nutzungsdauer von graebern liegt ( so ist es mir gelaeufig ) ueblicherweise bei 40 jahren, dann ist da nichts mehr uebrig von irgendwas...
Urnengräber auf dem Friedhof wo meine Schwiegermutter liegt, dürfen maximal 25 Jahre stehen, Verlängerung nicht möglich. Gemeinschaftliche Nutzung des Grabes geht dort nur innerhalb einer 10 Jahresfrist. Hier auf unserem Friedhof geht sind es 30 Jahre. Gemeinschaftliche Nutzung auch nur bis maximal 10 Jahre.
Die Vorschriften wie ein Grab oder ein Stein auszusehen hat, sind mittlerweile hier immens. Finde ich nicht so gut, da für mich ein Grab etwas indivduelles ist.
Fassungslos macht mich in dem Zusammenhang ...es wird mittlerweile arg geklaut auf Friedhöfen.
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Zitat von Rosalie im Beitrag #3297 Man kann ja z.B. auch eine Granitplatte auf das Grab legen lassen, dass nur wenig zum Pflegen übrig bleibt bzw. gar nichts.
Das ist nicht überall erlaubt. Hier muss eine Grabstelle jeweils für 15 Jahre bezahlt werden. Nach Ablauf dieser Zeit kann man verlängern oder auflösen.
Geht aber nicht auf unendlich - zumindest bei uns nicht. Je nach Bedarf?!? wird Verlängerung angeboten oder eben nicht. Kommt ja bei Mehrfachgräbern auch darauf an, wann der letzte Zuzug war.
Ich bin damit glücklicherweise nicht auf dem Laufenden. Aber dass nur innerhalb von 10 Jahren beim Doppelgrab die Belegung erfolgen muß, ist hier bei uns definitiv nicht der Fall.
Deshalb hat jeder Friedhof seine Friedhofsordnung - und in einer kleinen Ortschaft bleiben die Gräber sicher länger bestehen als jetzt bei Städten mit größerer Bevölkerungsdichte. Ich weiß, dass das hier bei uns die Aufrufung eines Feldes erst erfolgt, wenn der Platz benötigt wird. Das Grab meiner Großmutter in dem auch der im Krieg gestorbene Großvater bestattet war wurde frühestens 30 Jahre nach ihrem Tod aufgelöst.
Von mir aus kein Problem. Noch lieber hätte ich's, wenn Religion ganz aus der Regierung, egal ob Land oder Federal, verschwinden würde.
Da bin ich ganz bei dir. Religion hat in der Politik so gar nichts zu suchen mMn. So mancher Politiker der Partei mit dem C vorne dran handelt auch so gar nicht nach den christlichen Maßstäben.
Zitat von Rosalie im Beitrag #3297 Man kann ja z.B. auch eine Granitplatte auf das Grab legen lassen, dass nur wenig zum Pflegen übrig bleibt bzw. gar nichts.
Das ist nicht überall erlaubt. Hier muss eine Grabstelle jeweils für 15 Jahre bezahlt werden. Nach Ablauf dieser Zeit kann man verlängern oder auflösen.
Geht aber nicht auf unendlich - zumindest bei uns nicht. Je nach Bedarf?!? wird Verlängerung angeboten oder eben nicht. Kommt ja bei Mehrfachgräbern auch darauf an, wann der letzte Zuzug war.
Keine Ahnung. Die am längsten liegende Person ist meines Wissens anfangs der fünfziger Jahre gestorben. Das wäre schon mal 70 Jahre.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #3304Mich wundert, dass da noch so viele zahlende! Mitglieder sind... Ich bin '88 ausgetreten.
hat 10 Mark gekostet und keine Überwindung.
Das war wahrscheinlich während der Coronazeit nicht mehr so einfach - ich mußte (lang vor C) damals einen Termin beim Amt machen und in Person erklären, dass ich austreten möchte. Hab mich damals tierisch aufgeregt über dieses unsägliche Prozedere - das kann ja nicht sein, dass dafür die Stadt bzw. Land für zuständig ist. Und dann auch noch in Person...... Und dann kam auch noch ein unverschämter Brief vom Pfarrer, ich sollte mich schämen nur aus finanziellen Gründen aus der Kirche auszutreten. Wer mich denn dann beerdigen solle etc. Habe zurück geschrieben kurz , unter anderem das letztere wäre dann ja nicht mehr mein Problem....
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #3305Religion ist Privatsache. Hat imho auch im Schulunterricht nix zu suchen.
[Wespennest]Plakativ: Dann sind die kirchlichen Feiertage aber auch Privatsache. Wer Weihnachten feiern will, kann sich ja Urlaub nehmen. [Wespennest]
Kirche und Religion sind nicht identisch.
Wenn jemand nur religiös ist wegen der Feiertage , hat das noch eine ganz andere Problematik. Ich könnte problemlos auf den ganzen Firelfanz mit Weihnachten verzichten.
ZitatBestatterweblog Peter Wilhelm... Nein, ich schreibe, daß Urnen, wenn sie während der Ruhezeit nicht vergangen sind und noch intakt sind, entweder an Ort und Stelle belassen werden, falls sie beim Ausheben eines neuen Lochs entdeckt werden, oder daß sie dann an eine allerletzte Sammelruhestätte kommen. Urnen, die schon so kaputt sind, daß der Inhalt nicht mehr von ihnen umschlossen wird, werden einfach entsorgt. Das alles heißt aber nicht, daß grundsätzlich mit allen Urnen so verfahren wird. Es hängt von den Bodenverhältnissen und dem Material der Urne ab, was letztlich nach 15 oder 20 Jahren noch vorhanden ist. Selbstverständlich verrosten und verrotten die meisten Urnen innerhalb irgendeines Zeitraumes. Ganz normale Blechurnen und vor allem solche aus Holz sind recht schnell weg. Man darf aber nicht vergessen, daß es auch immer mehr Urnen aus Keramik und edleren Metallen gibt, die je nach Bodenbeschaffenheit nahezu unzerstörbar ewig im Boden lagern. Bei einem Kollegen habe ich neulich sehr ordentliche und würdevolle Urnen aus ungebranntem Ton gesehen. Hier ist es so, daß Feuchtigkeit das nur getrocknete Ausgangsmaterial in kürzester Zeit aufweicht. Zu berücksichtigen ist aber auch, daß wir es in den meisten Fällen mit einer doppelten „Dose“ zu tun haben, einmal die Aschenkapsel und außenherum die Schmuckurne. Insgesamt hängt die Haltbarkeit aber in erster Linie vom Material der urne ab. Holz wird naturgemäß schneller vergehen, als beispielsweise Edelstahl. Auch Blech ist schneller weg, als Kupfer oder Bronze. Es gibt auch Urnen aus schnell verrottenden Materialien. Diese werden beispielsweise immer dann auch gefordert, wenn die Urne in einem Beisetzungswald beigesetzt werden soll.
Zitat von Unendlichkeit im Beitrag #3310 Religion und Kirche hat unseren Kulturkreis sehr geprägt. Ganz ausgeklammert kann das also nicht werden.
Die Betonung liegt auf hat geprägt.
Manche Dinge ändern sich.
Natürlich ändern sich die Dinge. Gut so.
Allerdings werden noch immer alle christlichen Feste gefeiert. Die Werte einer Religion prägen Menschen über Generationen hinweg. Kulturelle Institutionen, schulische Einrichtungen, Kindergärten von kirchlichen Trägern existieren weiterhin.
Aber im Endeffekt sind es immer die Menschen selber die entscheiden, wie was gelebt wird.
Wenn man davon ausgeht, dass die Werte der Menschheit seit Generationen - also eigentlich "schon immer" - durch Religionen geprägt werden, und man dann mal betrachtet, was diese Werte für die Menschlichkeit gebracht haben ... also, da kann ich gut auf Religionen, egal welcher couleur, verzichten. Ganz offensichtlich machen die auch nicht friedfertiger als andere Ideologien.
Friedfertiger nicht und auch nicht besser. Aber die meisten oder viele fühlen sich damit besser. Ich denke, dass es mit subjektiv einfacher ist, aber verdordnen kann ich mir das nun mal nicht. Dankbar bin ich, dass ich (noch?) in einer Gesellschaft lebe, in der Reli nur begrenzten Einfluss auf mein Leben hat. Für mein Empfinden zwar immer noch zu viel, aber im Moment kann ich mich arrangieren. Das Spaghettimonster bewahre mich vor einer US-Ideologie oder einer polnischen/saudischen/stalinistischen/Latino....
Zitat von vultura im Beitrag #3323Friedfertiger nicht und auch nicht besser. Aber die meisten oder viele fühlen sich damit besser. Ich denke, dass es mit subjektiv einfacher ist, aber verdordnen kann ich mir das nun mal nicht. Dankbar bin ich, dass ich (noch?) in einer Gesellschaft lebe, in der Reli nur begrenzten Einfluss auf mein Leben hat. Für mein Empfinden zwar immer noch zu viel, aber im Moment kann ich mich arrangieren. Das Spaghettimonster bewahre mich vor einer US-Ideologie oder einer polnischen/saudischen/stalinistischen/Latino....
Zitat von Mmedusa im Beitrag #3324.. zu ergänzen um die islamischen Gottesstaaten ...