Zitat von Nicolo im Beitrag #25Das geschieht aber idealerweise mehr in den Köpfen, weniger den Kleiderschränken.
Ach das gehört doch irgendwie zusammen, Mode ist ein zeitgeistiges Spiel und es braucht ein wenig Mut und idealerweise ein paar prominente Vorreiter. In der Damenmode war das u.a. Marlene Dietrich. Und weil das schon seeehr lange her ist finde ich dass es Zeit wird, dass sich in der Männermode etwas tut, du musst dass aber nicht so sehen. Und seit wann treibst du dich überhaupt im Modeforum herum?
Utopisch? Mag sein, aber wer sich nichts wünscht, dem kann man nichts erfüllen ...
Zitat von Katelbach im Beitrag #24Ich weiß nicht, @ Paul, ich bin ja viel älter als du ...
Na ja, viel älter auch nicht. Gut, es gab auch zu der Zeit, zu der ich aufgewachsen bin Männer, die mit den Rollen gespielt haben, wie Bowie, Boy George oder Robert Smith von "The Cure". Das war aber alles nicht alltagstauglich. Ich kannte niemanden in meinem Umfeld, der sich androgyn gekleidet oder geschminkt hat.
Sprachlos, meinst du speziell diese androgyne Art männlicher Qutfits oder einfach neue, ungewöhnliche Styles für Männer?
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Zitat von sprachlos im Beitrag #26... Und weil das schon seeehr lange her ist finde ich dass es Zeit wird, dass sich in der Männermode etwas tut, du musst dass aber nicht so sehen. ...
Ebendrum: Und nun viel Spaß.
Zitat... Und seit wann treibst du dich überhaupt im Modeforum herum?
Das Böse ist immer und überall. (Ich starte grundsätzlich von der Seite "Letzte Beiträge" aus. Und wenn mich da etwas reizt ...)
Ich muss gestehen, dass ich bisher Männer in Frauenklamotten bisher auch nicht sonderlich attraktiv fand. Aber vor ein paar Monaten habe ich Moritz Neumeier auf der Bühne gesehen. Brauner Rock, tolle Seidenbluse. Sah total natürlich aus und für mich in keiner Weise befremdlich. Seitdem hat sich meine Einstellung geändert. Perlenketten brauche ich immer noch nicht um einen Männerhals, aber die mag ich auch nicht an Frauenhälsen.
Zitat von Brausepaul im Beitrag #27Sprachlos, meinst du speziell diese androgyne Art männlicher Qutfits oder einfach neue, ungewöhnliche Styles für Männer?
Gern alles ausgefallene(re).
Utopisch? Mag sein, aber wer sich nichts wünscht, dem kann man nichts erfüllen ...
Ach, in meinem ländlichen Gym - ein Schulzentrum, in das man der Logistik wegen alle Schulformen im Bereich 5 bis 10 untergebracht hatte, knapp über 1000 Schüler damals- gabs durchaus einige Schüler im Boy George, Robert Smith Style. Gerne genommen wurde aber auch Martin Gore. Und einen verhinderten Udo Lindenberg- ich stellte beim Besuch meines Heimatortes im Dezember belustigt fest, dass er immer noch im Udo Style herumläuft. Er altert mit seinem Idol :) Ab und läuft mir mal ein (in der Regel eher junger) Mann in einem eher androgynen Style über den Weg (also, nicht immer der Gleiche..). Ich finde es interessant- aber: So, wie in jungen Jahren nicht für mich "anziehend.". Mir persönlich gefällt das Modell "rustikal" besser:) Schon immer.
Aber mir gefällt generell, wenn jemand seinen Stil hat, also eben nicht "normcore" herumläuft. Egal ob männlich oder weiblich.
Zitat von djinnchiller im Beitrag #15Das waren jetzt alles ziemlich stylische Typen. Das wir uns auf die als "cool" einigen können, wundert mich nicht so sehr. Es gibt aber auch die, die nen einfachen Rock tragen und sich halt die Fingernägel lackieren (was ich inzwischen von vielen jungen Männern kenne). Wie Moritz Neumeier z.B. Immer noch gut? Ich find schon, er erzählt allerdings von ganz heftigen Anfeindungen deswegen.
Da hast du natürlich irgendwie Recht. Als ich das Video vom David Bowie Tribute sah und der von mir hoch, wenn nicht höchst verehrte John Cale in einer Art Rock, nackten Waden und sowas wie Turnschuhen auf die Bühne kam (er war da über 70), war ich - äh - verwundert. Aber ich hab es ihm verziehen.
Da hat er dann wohl Glück, dass du ihn höchst verehrst . Aber wär doch schön - wenn wir uns mit der Zeit einfach daran gewöhnen und nicht mal mehr über "verzeihen" nachdenken. Vielleicht finden wir ja irgendwann einfach ein Outfit unabhängig vom Geschlecht "toll" oder "nicht so prall" oder einfach "ganz ok so" finden.
I imagine one of the reasons people cling to their hates so stubbornly is because they sense, once hate is gone, they will be forced to deal with pain.
Zitat von sprachlos im Beitrag #26... Mode ist ein zeitgeistiges Spiel und es braucht ein wenig Mut ...
Den noch: Mode finde ich mittlerweile total blöd, weil sie nur noch als Konsumanreiz betrieben wird. Mutiger wäre es m.E., sich diesem "Scheissspiel" zu verweigern.
Zitat von djinnchiller im Beitrag #32 Da hat er dann wohl Glück, dass du ihn höchst verehrst . Aber wär doch schön - wenn wir uns mit der Zeit einfach daran gewöhnen und nicht mal mehr über "verzeihen" nachdenken. Vielleicht finden wir ja irgendwann einfach ein Outfit unabhängig vom Geschlecht "toll" oder "nicht so prall" oder einfach "ganz ok so" finden.
Ich hätte es auch einer Ms. Cale verziehen, wenn sie so geniale Musik machen würde. Diese spezielle Kombiation Rock, Waden, Schuhe war tatsächlich geschlechtsunabhängig zum Fürchten.
-------------------------- Zwischen Reiz und Reaktion liegt die Freiheit.
Zitat von Puls im Beitrag #11 Ich denke auch - es verwehrt ihnen ja niemand.
Na ja, im beruflichen Kontext könnte das anders sein ;).
Wenn mein Friseur - ähm, Hair-Stylist - sich eine rosa Federboa um den Hals hängt ... kein Problem. Aber mein Steuerberater oder BK Scholz in peach-farbener Satin-Hose und Seidentop mit Herzchen ... ich gehe jede Wette ein, dass das seriöse Image darunter leiden würde.
Zitat von bazeba im Beitrag #13da fällt mir doch the fabulous Billy Porter ein - Klick und Klick.
Das ist doch Show-Biz und hat mit dem realen Leben wenig zu tun.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #18 Ich mochte schon immer wenn Männer sich bissl schminken und total gepflegt sind Mein männerbild ist nicht der haarige stinker in der durchgeschwitzten Oder gesessenen Cordhose auf halbmast
Welch ein unzutreffender Vergleich ...
Zitat von Nicolo im Beitrag #33 Mode finde ich mittlerweile total blöd, weil sie nur noch als Konsumanreiz betrieben wird. Mutiger wäre es m.E., sich diesem "Scheissspiel" zu verweigern.
Ich sehe Mode schon als wichtiges Instrument, die eigene Identität zum Ausdruck zu bringen.
Allerdings bin ich froh, dass, dank Corona, Fast Fashion gerade einen Crash erlebt.
Da ich keinen der hier angesprochenen Männer kannte, habe ich sie gegoogelt. Ja, einige sehen ganz nett aus - in dem entsprechenden Umfeld. Ich denke da so, wie Schafwolle: es kommt darauf an, WER es trägt. Ich kann mir keinen der Männer in meinem privaten und geschäftlichen Umfeld in weiblicher Kleidung vorstellen, und nein, das sind keine Waldschrate in dreckigen Cordhosen! Es sind halt männliche Männer, die sehr verkleidet aussehen würden, also alles andere als authentisch. Und da ich selbst diesen Typus Mann bevorzuge, werde ich wohl kein "Live-Exemplar" in weiblicher Kleidung zu Gesicht bekommen. Von mir aus kann auch jeder im Handstand laufen und dabei ein Kleid tragen: es ist mir egal, wer was trägt und warum. Die Jungs in den Kilts, die ich in meinen paar Monaten Schottlandaufenthalt zu Gesicht bekam (besonders an Hogmanay = Silvester) ließen mich jedenfalls nicht an ihrer Männlichkeit zweifeln, ganz im Gegenteil! Da waren ein paar sehr sexy Exemplare darunter, eben im Rock, aber nicht androgyn. Einfach eine Frage des persönlichen Geschmacks.
Witzigerweise trage ich selbst nur Hosen und finde, dass ICH in einem Kleid oder Rock verkleidet aussehe.
Zitat von sprachlos im Beitrag #1 [...] aber Männermode ist da halt etwas langweilig und es ist längst überfällig, dass Männern auch ein wenig anfangen zu experimentieren.
Mir persönlich ist die Langweiligkeit der Kleidung ziemlich egal, auch bei Frauen. Ich bin selbst nicht der Typ, der ständig der neuesten Mode nachjagt, im Gegenteil - ich achte seit Jahren immer mehr auf Zeitlosigkeit und Qualität. Was die Leute tun und von sich geben, ist doch das Entscheidende.
Und ehrlich - "experimentieren" geht bei manchen Damen häufig recht schief - da passt Mode nicht zum Typ (Farben, Figur) und nicht jeder "Stilbruch" ist gekonnt.
Aber soll doch jeder modisch tun und lassen, was er mag.
Ich überlege gerade, wie der Blick meines Mannes aussehen würde, wenn ich ihn "ermutige" mit einem "Experimentiere doch modisch mal etwas!".
Zitat von Puls im Beitrag #38Und ehrlich - "experimentieren" geht bei manchen Damen häufig recht schief - da passt Mode nicht zum Typ (Farben, Figur) und nicht jeder "Stilbruch" ist gekonnt.
Das soll hier aber nicht das Thema sein.
ZitatAber soll doch jeder modisch tun und lassen, was er mag.
Durch jäufiges Wiederholen wird es nicht glaubwürdiger.
ZitatIch überlege gerade, wie der Blick meines Mannes aussehen würde, wenn ich ihn "ermutige" mit einem "Experimentiere doch modisch mal etwas!".
Am Besten hier nicht mitschreiben wenn dich das Thema gar nicht interessiert.
Utopisch? Mag sein, aber wer sich nichts wünscht, dem kann man nichts erfüllen ...
Gerade dass Userinnen hier Gedankenspiele durchspielen, zeugt doch von Interesse! Ich habe bislang hier noch keine gelesen, die "ihbäh, wie schrecklich!" geschrieben hat. Ich musste ja, wie geschrieben, selbst erstmal googeln, da mir die Herren nicht bekannt waren. Wenn man keine Männer in "Frauenkleidung" um sich herum hat, ist es doch ganz natürlich, dass man sich mit dem Thema erst einmal vertraut machen muss.
Generell mag ich solche Totschlagargumente überhaupt nicht! "Hau doch ab, wenn's Dir nicht passt!" ist Kindergarten. Hier wurde bislang nicht gelästert oder Abscheu bekundet, im Gegenteil! Also wäre es nett, wenn auch Userinnen, für die das "Neuland" ist, nicht gleich vor die Tür gesetzt werden.
Zitat von sprachlos im Beitrag #1Also hier wünsche ich mir gerne weitere Beispiele für außergewöhnliche Männeroutfits, weniger um darüber abzulästern, sondern aus Spaß an (Männer)Mode.
Hier nochmal die Intention des Stranges.
Utopisch? Mag sein, aber wer sich nichts wünscht, dem kann man nichts erfüllen ...
Zitat von Puls im Beitrag #38 Ich überlege gerade, wie der Blick meines Mannes aussehen würde, wenn ich ihn "ermutige" mit einem "Experimentiere doch modisch mal etwas!".
Am Besten hier nicht mitschreiben wenn dich das Thema gar nicht interessiert.
Woraus schließt Du denn, dass mich das Thema nicht interessieren würde?
Weil ich mir nicht wie Du wünsche, dass Männer etwas tun, was sie möglicherweise selbst nicht wollen bzw. nur sehr wenige von ihnen?
Ich traue es den Männern zu, dass sie ihre Interessen selbst durchsetzen. Bisher vernehme ich keine Äußerungen wie "Ich würde ja so gern ... tragen, aber das wird ja nicht toleriert."
Ich fand, wenn man wie in Post #38 betont, sich nicht für Modeexperimente zu interessieren, dann muss man doch hier nicht mitschreiben. Aber okay, belassen wir es dann jetzt dabei und hoffen auf eine tolerante Diskussion.
Utopisch? Mag sein, aber wer sich nichts wünscht, dem kann man nichts erfüllen ...
Zitat von Puls im Beitrag #38[quote="sprachlos"|p599123] Ich überlege gerade, wie der Blick meines Mannes aussehen würde, wenn ich ihn "ermutige" mit einem "Experimentiere doch modisch mal etwas!".
Das war auch meine Überlegung
Von mir aus soll und kann jeder tragen was er möchte. Aber ich hätte ein Problem damit, wenn mein Mann so was würde tragen wollen.
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Vorschläge von Outfits für Männer von Frauen finde ich seltsam. Umgekehrt übrigens auch.
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Zitat von sprachlos im Beitrag #1 ... es ist längst überfällig, dass Männern auch ein wenig anfangen zu experimentieren.
Was mich zu dem Thema wirklich interessieren würde: warum tun sie es nicht, *die* Männer?
Nur aus Angst, anzuecken, wenn sie Konventionen den Rücken kehren? Oder weil es ihnen schlichtweg nicht gefällt? Weil sie sich vielleicht nicht damit identifizieren können?
Das zu erfahren wäre in der Tat spannend.
ZitatInnerhalb von ein paar Tagen fand ich zweimal Timothée Chalamet als stilbildend erwähnt
Fragt sich nur, wem genau er als Stilvorbild dienen soll. Für mich sind das Inszenierungen im Dienste des Catwalk oder kreativer Modefotografen.
Zitat von Kleinfeld im Beitrag #47Vorschläge von Outfits für Männer von Frauen finde ich seltsam. Umgekehrt übrigens auch.
Ich bin jetzt ehrlich erstaunt, dass es mir nicht gelingt mich verständlich zu machen. Es handelt sich hier nicht um "Vorschläge" für jemanden. Es geht um eine rein abstrakte Diskussion darüber wie sich Männermode entwickelt, einschließlich konkreter Beispiele. Das muss nicht allen gefallen, schon gar nicht muss das jemand tragen. Ich käme nie auf die Idee, Mode auf Laufstegen und das was Prominente tragen mit dem zu verwechseln was ich oder mein Mann im täglichen Leben anziehen. Nichts desto trotz kann ich das ja interessiert zur Kenntnis nehmen, als einen ästhetischen Aha-Effekt z.B., eher wie ein Gemälde in einem Museum, ein schönes Foto oder so ... Aber inspirierend für Alltagsmode wird das schon sein und umgedreht gibt es ja auch Trends von der Straße die die Laufstegmode beeinflusst.
Utopisch? Mag sein, aber wer sich nichts wünscht, dem kann man nichts erfüllen ...
In den 80ern gab es auf jeden Fall schonmal einen Trend, dass Männer sich schminken.
Damals fand ich es witzig. images.jpeg-2.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Mit etwas Witz und Charme finde ich sowas ok. Wenn es zu bierernst ist, ist es nicht meins.
In manchen orientalischen Ländern tragen junge Männer Kajal, das kann dann auch gut aussehen.
Bei uns meiden es heterosexuelle Männer idR, so mein Eindruck, weil es oft mit "schwul" verbunden wird.
Glaube aber auch, dass sehr junge Männer damit derzeit unabhängig von der sexuellen Orientierung experimentieren. Nagellack hab ich jedenfalls schonmal gesehen.
Jetzt der Klassiker 😉: Mir gefälllt es für Männer jenseits Showbiz etc. nicht.