Zitat von sprachlos im Beitrag #115Chic. Aber warum nicht etwas in diese Richtung nach und nach in deine Garderobe einschleichen? Erst das schwarze Shirt, dann die schwarze Hose, die schwarze, glänzende Weste ... . Schwarz ist doch relativ neutral und unverdächtig, es sei denn du möchtest später mal auf Beige umschwenken.
Ich gebe zu, schwarz ist ohnehin meine bevorzugte Farbe. Ich glaube es gibt Leute, die kennen mich nur mit schwarzem T-Shirt. Was die anderen Kleidungsstücke angeht, na gut, ich werde mal wohlwollend darüber nachdenken. Sollte ich mich eines Tages in beigen Cordhosen wiederfinden, dann weiß ich, dass das Ende naht.
Zitat von phantomlake im Beitrag #116Aber sag mal Paul: Ich meine, du bist in meinem Alter (leicht Ü50).
Schön wärs, Phantomlake. Mittlerweile bin ich in das nächste Lebensjahrzehnt gewechselt. Heul.gif - Bild entfernt (keine Rechte)
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Die Frage "wann ist ein Mann ein Mann" soll hier nur in bezug auf die Outfits besprochen werden? Ich habe meinen Mann vor langer Zeit in Jeans und T-Shirt kennen gelernt. Er war/ist ein kerniger Bursche und überall schön behaart. Männlich eben! Jetzt ist er ein alter Knabe und sitzt im Rollstuhl, was natürlich eine Schande ist, aber er verkörpert immer noch diesen Typ, meinen Typ. Irgendwann hat er angefangen, sich den Kopf zu rasieren, was mir auch total gefällt.
Natürlich bin ich ne alte Kuh und sicher wahrnehmungsbeschränkt und mit Brettern vorm Kopf, gebe ich sofort zu ! Aber ich glaube nicht, dass mir so ein leptosomes Bürschen, das sich eitel stylt, schminkt und lackiert, je gefallen hätte! Typ Wikinger ist doch ganz was anderes. Auch ein Mann im Kilt hat Wirkung, vorausgesetzt, er hat Waden! Aber der Kilt war und ist ein männliches Kleidungsstück.
Wie Männer sich kleiden, ist der Mode unterworfen. Zum Glück verschwindet die Krawatte mehr und mehr, und ein Anzugträger sieht mit geöffnetem Hemdkragen schon gleich lässiger und nicht mehr so zugeknöpft aus. Übrigens ist der Ruf nach anderer phantasievollerer Männerbekleidung nicht neu. Zu Hippiezeiten war das gang und gäbe, und junge Männer, die noch keine feste Position im Leben hatten, experimentierten.
Was ich in diesem Thread allerdings gesehen habe, halte ich für eine Nischenmode, nicht breitentauglich, schon deshalb, weil die Sachen an den meisten grotesk wirken würden. Ein Mann mit Bierbauch im Kleid? Nee, ne? Behaart darf er auch nicht mehr sein, sondern eine riesige Nacktschnecke? Bitte nicht ...
Mit den Jahren erhärtet sich mein Verdacht, dass der Homo Sapiens eine Schnapsidee der Schöpfung war.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #18Mein männerbild ist nicht der haarige stinker in der durchgeschwitzten Oder gesessenen Cordhose auf halbmast
Zitat von Wendy im Beitrag #130Behaart darf er auch nicht mehr sein, sondern eine riesige Nacktschnecke? Bitte nicht ...
Nichts gegen persönliche Meinungen in jede Richtung, aber es muss doch nicht immer gleich so abwertend sein.
Ach wo! Meine Aussage spiegelt nur meinen Männergeschmack wider, und so ganz ernst nehmen muss man das auch nicht! Ich gehöre ja einer anderen Generation an als die modisch experimentierfreudigen Männer und die Frauen, die das mögen, bin anders konditioniert, das weiß ich doch ! Wer die "Nacktschnecken" mag, der mag sie, wer nicht, nicht, c'est tout, was mich betrifft! Ich stelle mir auch vor, dass so ein Enthaarter eventuell ganz schön kratzt bei Vollkörperkontakt !
Wobei ich aber auch betonen möchte, dass ein "Bär" nicht zwangsläufig stinkt !
Mit den Jahren erhärtet sich mein Verdacht, dass der Homo Sapiens eine Schnapsidee der Schöpfung war.
Zitat von Brausepaul im Beitrag #127 Was die anderen Kleidungsstücke angeht, na gut, ich werde mal wohlwollend darüber nachdenken. Sollte ich mich eines Tages in beigen Cordhosen wiederfinden, dann weiß ich, dass das Ende naht.
Ach Quark. Nur weil es ehernes Bri-Gesetz ist, dass Beige mit modischer Trostlosigkeit und kurz bevorstehendem Ableben verbunden ist, muss das nicht richtig sein. Kann auch richtig klasse aussehen, hängt halt immer davon ab, wer und wie er/sie es trägt. Mann ist ja nicht gleich Mann, Rentner ist nicht gleich Rentner, Hose ist nicht gleich Hose, Beige ist nicht gleich Beige. ;-)
ZitatSchön wärs, Phantomlake. Mittlerweile bin ich in das nächste Lebensjahrzehnt gewechselt.
Zitat von Marie-Madeleine im Beitrag #137[orange]Es geht aber auch nicht darum, Eure persönlichen Männergeschmäcker zu diskutieren, deshalb bitte ich Euch hiermit, zum Threadthema zurückzukommen.[/orange]
Ja herrje, wieso darf man das denn nicht? Wenn man eine wie auch immer geartete Männermode beschreibt, kann man doch auch sagen, wie man das findet? Natürlich angemessen und nichtbeleidigend, das ist klar! Wenn es in völlige Humorlosigkeit ausartet, finde ich das langweilig! Ich unterhalte mich hier, schreibe ab und dann mit und kann so etwas wie Männdermode einfach nicht bierernst nehmen!
Ebensowenig wie Frauenmode übrigens! Ist doch Spiel und Spaß und Selbstdarstellung und schön, dass wir es uns hierzulande leisten können, wie auch immer wir uns kleiden.
Mit den Jahren erhärtet sich mein Verdacht, dass der Homo Sapiens eine Schnapsidee der Schöpfung war.
Brausepaul, ich sah kürzlich einen Ü60 Herrn in schwarzen Jeans mit schwarzem T-Shirt, dunkelblauem Hemd mit schwarzem Paisleymuster drüber. Das fand ich schon schick.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)
Wohoooooow, das ist ja mal ein Auftritt, von beiden, großartig.
Superchic, @Brausepaul, go for it , das ist absolut alterslos, aber gleichzeitig klassisch.
Zur Frage "Wann ist Mann ein Mann"? Männer sind sie alle, die Androgynen, die Bär(t)igen, die Saloppen, die Anzugträger, die Surfboys und Jeansträger, die Bunten, die Schillernden.
Aber es liegt wohl an den eigenen Vorlieben, wie attraktiv oder unattaktiv man das Bild dann findet, das sie vermitteln wollen - und das in meinen Augen meist auch etwas über den Träger aussagt.
Ein Asiat in beschriebener Tracht, ein Schotte, das ist für mich stimmig und wirkt auf mich männlich (im Sinne von "kommt als Mann/Partner theoretisch für mich in Frage".)
Viele exaltierte Schöpfungen der Show-Welt gefallen mir jenseits des Showbiz nicht und wirken (auf mich!) nicht stimmig oder männlich, diese Art Mann spricht mich dann einfach nicht als Mann an.
Müssen sie ja auch nicht, es gibt ja für alles Vorlieben und auch da finden sich Topf und Deckel.
Gleichzeitig freue ich mich z.B. oft über die Ideen und Experimentierfreudigkeit eines Jorge Gonzales, dieser Mann kann auch extrem vieles so tragen, daß es bei ihm stimmig wirkt. Aber er ist Teil des Showbiz.
Zitat von schafwolle im Beitrag #146 Wenn ich allerdings die Wahl hätte, zwischen einem der Abgebildeten und Mr. van Noten himself ... ... ich würde keine Sekunde zögern.
Ich auch nicht und ich mag eigentlich meist keine Anzüge.
Wobei es nicht fair ist, Jungen bzw. sehr junge Männer mit einem lange erwachsenen Mann zu vergleichen, da können in meinen Augen die Allerwenigsten mithalten und/oder punkten.
Ich habe vorhin mal schnell nach Jorge Gonzales gegoogelt, zumindest die Übersichtsseite wird seinen oft schillernden, sehr extravaganten Outifits nicht gerecht.
Aber der Mann bewegt sich in ihnen auch so und trägt sie mit einer Selbstverständlichkeit und spürbaren Freude, daß es stimmig wirkt.
Und dann gibt es noch junge Männer (und auch Frauen, die sind hier aber nicht das Thema) wie Wandy the Maker, der aus unterschiedlichsten Stoffresten selbst Kleidung näht und vertreibt und dabei zumindest mutig bei der Farbwahl ist. Klick und klick und klick. (Kann sein der Artikel zur Financial Times ist hinter einer Bezahlschranke. Wen es interessiert direkt bei Google eingeben: TikTok is shaping how Gen Z sees ‘sustainable’ fashion )
Utopisch? Mag sein, aber wer sich nichts wünscht, dem kann man nichts erfüllen ...