Zitat von sprachlos im Beitrag #149Und dann gibt es noch junge Männer (und auch Frauen, die sind hier aber nicht das Thema) wie Wandy the Maker, der aus unterschiedlichsten Stoffresten selbst Kleidung näht und vertreibt und dabei zumindest mutig bei der Farbwahl ist. Klick und klick
Das Hemd aus der Wolf-Decke in Link 1 finde ich auf die Schnelle eine richtig gute Idee.
Und kuschelig ist es bestimmt auch.
Und die Hose in der zweiten Reihe aus einer Art gedrucktem Patchwork-Stoff würde ich für meinen LG für Zuhause auch sofort kaufen (allerdings ohne die Zipfel), die finde ich witzig.
So ein Upcycling sollten wir alle viel öfter machen.
Zitat von Wendy im Beitrag #130 Natürlich bin ich ne alte Kuh und sicher wahrnehmungsbeschränkt und mit Brettern vorm Kopf, gebe ich sofort zu ! Aber ich glaube nicht, dass mir so ein leptosomes Bürschen, das sich eitel stylt, schminkt und lackiert, je gefallen hätte! Typ Wikinger ist doch ganz was anderes. Auch ein Mann im Kilt hat Wirkung, vorausgesetzt, er hat Waden!
Alles sehr individuell, glaube ich. Ich bin ja auch eine Alte, aber androgyne Erscheinungen finde und fand ich schon immer toll. Spanned. Wikinger weniger.
ZitatZu Hippiezeiten war das gang und gäbe, und junge Männer, die noch keine feste Position im Leben hatten, experimentierten.
Ich erinnere mich. Und da war auch viel Feminines dabei. Oder Effeminiertes. Manchmal auch bei Kerlen, die ihre Gitarren zu Klump hauten.
ZitatWas ich in diesem Thread allerdings gesehen habe, halte ich für eine Nischenmode, nicht breitentauglich, schon deshalb, weil die Sachen an den meisten grotesk wirken würden. Ein Mann mit Bierbauch im Kleid? Nee, ne?
Ja. Keine tolle Vorstellung.
Übrigens die - äh - avantgardistischen Sachen von Herrn Van Noten sind halt bunt und schauen nach Plaste aus. Divers oder genderübergreifend ist da nichts meiner Meinung nach.
-------------------------- Zwischen Reiz und Reaktion liegt die Freiheit.
Zitat von Katelbach im Beitrag #152Übrigens die - äh - avantgardistischen Sachen von Herrn Van Noten sind halt bunt und schauen nach Plaste aus. Divers oder genderübergreifend ist da nichts meiner Meinung nach.
Ich finde, dass weder *genderübergreifend* noch *divers* Merkmale darstellen, die relevant für den persönlichen Geschmack sind.
Ich persönlich empfinde die verschwimmenden Grenzen nicht erstrebenswert.
Zitat von schafwolle im Beitrag #153 Ich finde, dass weder *genderübergreifend* noch *divers* Merkmale darstellen, die relevant für den persönlichen Geschmack sind.
Für meinen manchmal schon.
ZitatIch persönlich empfinde die verschwimmenden Grenzen nicht erstrebenswert.
Ob ich sie erstrebenswert finde, hab ich mir noch nicht überlegt. Ich finde das Verschwimmen aber interessant und reizvoll. Und in manchen Fällen auch sehr schön anzusehen.
-------------------------- Zwischen Reiz und Reaktion liegt die Freiheit.
Zitat von sprachlos im Beitrag #149Und dann gibt es noch junge Männer (und auch Frauen, die sind hier aber nicht das Thema) wie Wandy the Maker, der aus unterschiedlichsten Stoffresten selbst Kleidung näht und vertreibt und dabei zumindest mutig bei der Farbwahl ist. Klick und klick und klick. (Kann sein der Artikel zur Financial Times ist hinter einer Bezahlschranke. Wen es interessiert direkt bei Google eingeben: TikTok is shaping how Gen Z sees ‘sustainable’ fashion )
SEHR coole Sachen! Danke für den Link! Da werde ich mir eine Menge Ideen holen.
Zitat von schafwolle im Beitrag #153Ich persönlich empfinde die verschwimmenden Grenzen nicht erstrebenswert.
Ich glaube auch nicht dass sie generell verschwinden werden sondern es wird einfach Verschiedenes gleichberechtigt nebeneinander geben, so wie bei den Frauen auch. Männer die gar nicht so typisch "männlich" sind werden das genauso leben können wie andere Anderes. Und das finde ich dann schon gut.
Utopisch? Mag sein, aber wer sich nichts wünscht, dem kann man nichts erfüllen ...
Als "nicht typische Frau" begrüße ich das sehr! Eben auch, wenn es nicht meinen Geschmack trifft, was die Herren sich da so anziehen. Schön wär's, wenn fließende Modegrenzen irgendwann einfach nicht mehr erstaunens- und erwähnungswert sein würden.
Zitat von sprachlos im Beitrag #156 Ich glaube auch nicht dass sie generell verschwinden werden sondern es wird einfach Verschiedenes gleichberechtigt nebeneinander geben, so wie bei den Frauen auch. Männer die gar nicht so typisch "männlich" sind werden das genauso leben können wie andere Anderes. Und das finde ich dann schon gut.
Zitat von Kunterbunt im Beitrag #157Schön wär's, wenn fließende Modegrenzen irgendwann einfach nicht mehr erstaunens- und erwähnungswert sein würden.
Genau das hoffe ich auch. Nicht nur in Bezug auf Mode.
-------------------------- Zwischen Reiz und Reaktion liegt die Freiheit.
Wenn ich für jedes Mal, das mir gesagt wurde: "Zieh doch mal einen Rock oder ein Kleid an!" einen Euro bekommen hätte, hätte ich meine Insel in der Südsee schon längst gekauft. So und nicht anders muss es Männern gehen, die lieber Kleid oder Rock tragen würden, als Hosen. Meine Solidarität ist den Herren gewiss!
Wir sind aber noch nicht so weit, das diese fliessenden Modegrenzen nicht bestaunt weden. Leider. Mein Neffe hatte als 4-jähriger eine Kleid- und Glitzerphase. Ich fand es faszinierend und meine Schwägerin hat ihn liebevoll dabei unterstützt. Leider haben sich viele der anderen Kinder darüber lustig gemacht. Er hat aber tapfer durchgehalten. Jetzt ist er 7 und hat überhaupt kein Interesse mehr an Kleidern und Glitzerschmuck. Vielleicht geht es in der Pubertät wieder los. Ich bin gespannt.
Mal so eine Bemerkung am Rande... ich bin ja unter anderem im LARP/Mittelalterbereich aktiv. Wenn da unsere Herren Ritterdarsteller raushauen, was sie so tragen - Brokat, Seide, Schnitte mit "Röcken" bis zum Knie, das sieht sehr, sehr fein aus.
*lost in the woods*
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Ich persönlich finde das von Brausepaul verlinkte Beispiel übrigens gerade für "schon lange Erwachsene" Ü50 oder 60 sehr gut. Mein Mann gehört einem regionalen Verein an, der kleine Metalfestivals etc hier in der Gegend organisiert. Da sind solche Outfits zu festlicheren Gelegenheiten- man ist als Gast auf einer Hochzeit eingeladen zb- nicht ungewöhnlich.
Unlängst trugen zwei Herren, einer deutlich Ü50 und einer nicht ganz 30 ein vergleichbares Outfit- zufällig beide exakt das Gleiche. Es wirkte komplett unterschiedlich, wobei ich fand, bei dem Jüngeren wirkte es ein bisschen wie "Fluch der Karibik ". Sah auch gut aus, mir hat es an dem Älteren aber besser gefallen.
Herrje, jetzt google ich nach ähnlichen schwarzen Kleidern.
Hast du auch die Gelegenheit, so etwas zu tragen? Dazu braucht es so was wie einen Opernball, mindestens! Nicht mal in die Oper selbst gehen die Leut festlich angezogen. Ich habe so ein ähnliches! Schwarzer Samt, bodenlang, eng anliegend mit einem schönen Ausschnitt, nicht ganz so dramatisch, ohne das Gerüschte und auch nicht schulterfrei, aber auf jeden Fall ein Hingucker. Habe ich mal second hand gekauft in der Hoffnung, es irgendwann anziehen zu können. Seit 10 Jahren hängt es im Schrank, und ich hatte nie die Gelegenheit. Ab und zu probiere ich es an, es passt immer noch und sieht toll aus.
Mit den Jahren erhärtet sich mein Verdacht, dass der Homo Sapiens eine Schnapsidee der Schöpfung war.
Zitat von schafwolle im Beitrag #153Ich persönlich empfinde die verschwimmenden Grenzen nicht erstrebenswert.
Ich glaube auch nicht dass sie generell verschwinden werden sondern es wird einfach Verschiedenes gleichberechtigt nebeneinander geben, so wie bei den Frauen auch. Männer die gar nicht so typisch "männlich" sind werden das genauso leben können wie andere Anderes. Und das finde ich dann schon gut.
Ja, dann kann sich jeder rausfischen, was ihm entspricht . Das ist für uns Frauen doch schon lange so! Von Birkenstock über Schlabberkleidung über stockkonservativ bis zum schillernden Paradiesvogel gibt es einfach alles.
Mit den Jahren erhärtet sich mein Verdacht, dass der Homo Sapiens eine Schnapsidee der Schöpfung war.
Zitat von Wendy im Beitrag #164 Nicht mal in die Oper selbst gehen die Leut festlich angezogen.
Da kann man doch mal schön das Gegengewicht sein, wenn man möchte ;-) Zugegeben, die ganz große Robe trage ich bei solchen Anlässen auch nicht, weil ich keine habe, aber ein bisschen aufrüschen für einen besonderen Konzertbesuch macht mir Spaß, egal ob die anderen Gäste alle in Jeans kommen oder auch etwas schicker gewandet.
On topic: ich finde es, ganz wertfrei, irgendwie interessant, dass die verschwimmenden Grenzen bei der Männermode heute so ein Thema sind, während bei den Frauen kaum noch ein Hahn danach kräht (mal so generell gesprochen, natürlich wird's auch immer diejenigen geben, die erzkonservativ argumentieren, dass jedes Mädchen Röcke tragen wollen muss).
This is a broken world and we live with broken hearts and broken lives but still that is no alibi. (Leonard Cohen)
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