Zitat von Katelbach im Beitrag #41Jetzt fällt mir ein: Ich bin mal unterwegs auf dem Handy angerufen worden. Von Vodafone. Ich würde was geschenkt bekommen: 10 Euro Treuebonus oder sowas. Dazu müsste ich nur mein Vodafone-Passwort angeben. Haha! .....
Das hatte ich auch 2/3mal in der Hoch-Pandemie-Zeit, als alle nicht-lebensnotwendigen Einrichtungen (Geschäfte) geschlossen waren. Ja, kommen könnte ich da grad nicht persönlich, weil ja alles zu hat, sagen Sie mir nur Ihr Kennwort....
Ich sagte nur: Das sag ich Ihnen ganz bestimmt NICHT. Und aufgelegt.
Du bringst mich jetzt aus der Fassung... Es gibt Menschen, die ihre echte Handynummer bei FB angeben?
(warum?)
FB hat von mir überhaupt keine Tel-Nr und nur eine ausschließlich FB- email-Adresse , aber da WhatsApp und FB inzwischen zusammengehören..... den Rest kannst du dir denken. Viele Nutzer blicken diese Zusammenhänge nicht.
Und nach meinen Paßwort für meinen Handy Account könnte man mich immer fragen - auswendig weiß ich den nicht, müßte erst mal nachschauen, wo ich das notiert habe....könnte dauern.
Zitat von LilyBlueming im Beitrag #35Deine Handynummer nicht bei Facebook oder anderen Netzwerken angeben?
(...).
Meine Handynummer bei Facebook?
Du bringst mich jetzt aus der Fassung... Es gibt Menschen, die ihre echte Handynummer bei FB angeben?
(warum?)
Das ist nicht so ungewöhnlich, wenn FB übers Handy genutzt wird. Ich weiß nicht mehr, wie genau das war, aber iegendwann war meine Nummer mit FB verknüpft. Kann auch daran liegen, dass WhatsApp auch zu FB gehört.
Jetzt hab ich kein FB mehr, also kann ich auch leider nicht mehr nachschauen.
Naja. Es gibt doch auch schon solche Dinger über WhatsApp. Da teilt jemand mit, Hallo Mama, das ist meine neue Nummer...Kannst du bitte ein paar Überweisungen erledigen, kriegst das Geld Montag von mir zurück....und bitte einen Beleg per WhatsApp zurück. Mama macht und dann ist die Nummer nicht mehr erreichbar.
Dass man darauf reagiert? Ja, das finde ich auch sehr sehr seltsam. Und würde postwendend den Ratschlag geben, sich eine neue SIM Karte beim Anbieter zu holen mit der alten Nummer..... unsere Privathandys sind eh alle käuflich erworben und nicht subventioniert über den Anbieter. Lohnt sich für mich nicht und ist auch nachhaltiger.
Reagieren, ok? Aber- zum einen würde ich keine Überweisung auf Zuruf machen ( ich würde schon eine Rechnung auslegen, wenn nötig, aber ich wüsste, dass unsere Töchter nicht auf "diese Tour " damit kämen) und zum anderen würde man die Tochter doch an der "Schreibe" erkennen.
In meiner Region wird ständig vor solchen Anrufen gewarnt. Im Radio, im Fernsehen, in der Zeitung. Auch ganz alte Menschen lesen doch mindestens den Lokalteil der Zeitung. Ich verstehe nicht, dass es andauernd Fälle gibt, wo jemand drauf reinfällt.
Ob es tatsächlich der Sohn/die Tochter ist, lässt sich auch leicht rausfinden, wenn man die Stimme (bei Anruf) nicht 100% erkennen sollte. Falschen Namen sagen, statt Sohn-Name Kai eben sagen: Ronny, bist du es? Der sagt dann: jawoll, der Ronny bin ich. Und schon hat mans raus, dass da bloß einer aufs Geld lauert.
Zitat von SASAPI im Beitrag #60Reagieren, ok? Aber- zum einen würde ich keine Überweisung auf Zuruf machen ( ich würde schon eine Rechnung auslegen, wenn nötig, aber ich wüsste, dass unsere Töchter nicht auf "diese Tour " damit kämen) und zum anderen würde man die Tochter doch an der "Schreibe" erkennen.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #62Verstehe ich auch nicht Und mein Mitgefühl sinkt daher von Jahr zu Jahr mehr 😳
Malaita, Roke - ihr habt keine dementen Angehörigen, oder? Ihr glaubt gar nicht, wie sich schon bei leicht dementen Menschen die Reaktionen verändern. Ich war damals geschockt, dass meine resolute Tante sich so verunsichern ließ, dass sie nicht sicher war, ob das nicht wirklich ihr Enkel am Telefon war. Wenn man seinen eigenen Empfindungen und Eindrücken und vor allem Erinnerungen nicht mehr trauen kann und sich dessen zu Beginn der Krankheit auch dieser Defizite bewußt ist - manchmal.....grausame Krankheit.
Meine geistig fitte Tante hat sich in ihren 70+ Jahren auch nur völlig Verständnislos über die Geschichten geäußert.
Dann begann sie rapide geistig abzubauen. Plötzlich hatte sie zeitungsabos an der Tür abgeschlossen oder sich am Telefon völlig überteuerte Gelenktabletten im Abo aufschwatzen lassen.
Das war vorher völlig undenkbar. Und nun ist sie auf alles reingefallen.
In klareren Momenten konnte sie sich selbst nicht erklären, wie sich so so überrumpeln lassen konnte.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #62Verstehe ich auch nicht Und mein Mitgefühl sinkt daher von Jahr zu Jahr mehr 😳
Malaita, Roke - ihr habt keine dementen Angehörigen, oder? Ihr glaubt gar nicht, wie sich schon bei leicht dementen Menschen die Reaktionen verändern. Ich war damals geschockt, dass meine resolute Tante sich so verunsichern ließ, dass sie nicht sicher war, ob das nicht wirklich ihr Enkel am Telefon war. Wenn man seinen eigenen Empfindungen und Eindrücken und vor allem Erinnerungen nicht mehr trauen kann und sich dessen zu Beginn der Krankheit auch dieser Defizite bewußt ist - manchmal.....grausame Krankheit.
Doch. Ich hatte einen dementen Vater. Aber er konnte schon nicht mehr telefonieren. Geschweige denn, irgendwelche Geld-Forderungen entgegennehmen.
PS. Ich habe schon geschrieben, dass in meiner Region ständig gewarnt wird und da werden auch immerzu Fälle als Beispiel gebracht. Das waren in keinem Fall demente Leute, die dann drüber berichtet haben, wie das ablief.
Doch. Ich hatte einen dementen Vater. Aber er konnte schon nicht mehr telefonieren. Geschweige denn, irgendwelche Geld-Forderungen entgegennehmen.
PS. Ich habe schon geschrieben, dass in meiner Region ständig gewarnt wird und da werden auch immerzu Fälle als Beispiel gebracht. Das waren in keinem Fall demente Leute, die dann drüber berichtet haben, wie das ablief.
Es gibt Fälle, da schreitet die Demenz sehr schnell vor und äußert sich , wie du es schreibst. Und es gibt Fälle wie der meiner Mutter , wo die Demenz sehr langsam fortschreitet und schon Auswirkungen hat, bevor man sie diagnostiziert. Meine Mutter hat die Diagnose seit 15 Jahren und schon Jahre vorher zeigten sich Symptome - die wir im Nachhinein zurordnen konnten. Weil sie in einem engen Familienverbund lebte und wir sie fast täglich sahen. Sie war gelernte Buchhalterin und dennoch verlor sie langsam die Bedeutung vom Wert des Geldes - Rasenmähen wollte sie bei meinem Sohn mit €100 entlohnen, das würde sie dem Nachbarn auch bezahlen. Glücklicherweise hatten wir eine Vorsorgevollmacht.
Aber wenn die Eltern alleine leben und man vielleicht auch örtlich woanders lebt, kann es sehr lange dauern, bis man es bei langsam fortschreitender Demenz selbst bei den Eltern merkt. Und diese Menschen sind dann ideale Opfer.
Dass ich kein Mitgefühl (mehr) mit denen hätte, die sich haben täuschen lassen, kann ich nicht behaupten, und abgesehen davon, dass einige Menschen aus gesundheitlichen Gründen leicht dahingehend manipulierbar sind, möchte ich noch anmerken, dass es gerade unter denen, wo der Enkeltrick angewendet wird (und eben funktioniert), es noch viele gibt, die durchs Internet nicht in dem Ausmaß über diese Masche informiert sind wie u.a. wir hier, die wir ja fast alle hier täglich einige Stunden aktiv online sind. Wir wissen somit nicht nur um die Fälle in der Nachbarschaft (die es also in die eigene Tageszeitung schaffen), sondern lesen online überall auch von den vielen Fällen in anderen Regionen.
Zitat von Hillary im Beitrag #27Kann dir bei ner Postagentur nicht passieren, da musste vorher anmelden, wenn du mehr als 1500 Ocken willst.
Der Meinung war ich eigentlich auch was andere Banken betrifft. Unsere Sparkasse hat ab 3000 Euro immer eine Anmeldung benötigt. Scheint aber demnach nicht mehr so zu sein.
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Tom, in den Tageszeitungen, grade in den lokalen, sind Enkeltrick-Fälle etwas seltener geworden, aber immer noch wird regelmäßig berichtet. Vor ein paar Jahren war das noch fast täglich der Fall. Wenn überhaupt noch jemand Tageszeitungen liest, dann sind das fast ausschließlich Ältere. Sie müssten es also eigentlich wissen, zumindest könnten sie es. Wie viele andere Dinge auch. Damit mögen sich aber Viele in allen Altersgruppen gar nicht erst befassen. Lesen: Adel&Crime, für alles Andere reicht ein Clip im Dudelsender.
Und es gibt Fälle wie der meiner Mutter , wo die Demenz sehr langsam fortschreitet und schon Auswirkungen hat, bevor man sie diagnostiziert. Meine Mutter hat die Diagnose seit 15 Jahren und schon Jahre vorher zeigten sich Symptome - die wir im Nachhinein zurordnen konnten. Weil sie in einem engen Familienverbund lebte und wir sie fast täglich sahen.
Exakt so war das mit meiner Großmutter. Wir fanden, dass sie manchmal merkwürdige Gedanken äußert. Mehr nicht. Erst mit 89 eskalierte die Situation dann. Davor war sie Selbstversorgerin mit Wohnung im Familienhaus, jeden Tag unterwegs zum Einkaufen etc. und machte einen "normal alten" Eindruck. Erst nach ihrem Tod erzählten uns die Leute aus den Läden, in dnen sie täglich war, dass sie oft sehr wirr war.
Nach dem Switch auf offensichtlich schwer dement wäre sie auf jeden Trick reingefallen, denn sie konnte ihre beiden überigegebliebenen Familienmitglieder nicht mehr zuordnen: die Schwiegertochter (meine Mutter), "die fremde Frau", und mich, die Enkelin ("Sie sehen aus wie meine Nichte, die war gerade da. Haben Sie sie nicht gesehen?" - Sie hatte nie eine Nichte). Manchmal hielt sie mich für ihr Kind, meinen Vater, der daa schon 30 Jahre tot war.
Jeder schwachsinnige und ungeübte Betrüger hätte ihr alles erzählen können. Aber sie wirkte meist noch wie die toughe ehemalige Geschäftsfrau.
-------------------------- Zwischen Reiz und Reaktion liegt die Freiheit.
Zitat von vultura im Beitrag #71Tom, in den Tageszeitungen
Ich blättere morgens unsere TZ beim ersten Kaffee immer noch durch, und gerade beim Lokalteil verweile ich was länger ... ich wüsste ehrlich gesagt nicht, dass mir Artikel über diese Masche schonmal verstärkt oder auffallend häufiger untergekommen sind. Und ich halte den Kölner Stadtanzeiger für ne ziemlich gute Tageszeitung.