Zitat von Hattima im Beitrag #475 Das bei diesem eher breiten Angebot an verschiedenen Musikstilen nicht der favorisierte Titel gewinnt, finde ich normal.
dagegen habe ich ja auch gar nichts einzuwenden, aber gestern gewann nicht der beliebteste Song.
Meine Meinung steht fest, bitte verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen
God gave rock 'n' roll to you, put it in the soul of everyone. (KISS)
Zitat von Hattima im Beitrag #475 Das bei diesem eher breiten Angebot an verschiedenen Musikstilen nicht der favorisierte Titel gewinnt, finde ich normal.
dagegen habe ich ja auch gar nichts einzuwenden, aber gestern gewann nicht der beliebteste Song.
Bestimmt hat die Situation dazu beigetragen dass der Sieg so deutlich ausgefallen ist, allerdings war die Ukraine schon vor Kriegsausbruch in den Wettquoten ziemlich weit oben.
Ich sehe es so: seitdem es Publikumsvoting gibt, ist das mit dem beliebtesten Song nicht mehr 1:1 an die musikalische Qualität gebunden. Da spielen auch andere Dinge eine Rolle: das Nachbarland unterstützen, die Kostüme (ich sag nur: Schanelle!), und eben auch: politisches. Lange nicht mehr so konkret wie dieses Jahr, aber es ist auch ein Krieg, der ein Teilnehmerland akut betrifft.
Die Abstimmung des Publikums war eindeutig und darum kann ich mich auch damit versöhnen, umgekehrt (Jury überwiegt) hätte ich es schlimmer gefunden.
Ich fand den Song der Ukrainer eh nicht schlecht, weil ich Rap mag und die Kombi mit Folklore hatte was. Bei mir haben auch Interpreten einen kleinen Bonus die einen echten Bezug zu ihrem Vortrag haben, wie definitiv auch bei den Niederlanden oder sogar Serbien hatte in diesem Sinne was, wenn ich auch den Rest davon nicht so doll fand (dieses Händewaschen...). Für mich allemal besser als ein reines Kunstprodukt aus einer Songschmiede, das erreicht mich nicht, auch wen der/die InterpretIn noch so gefühlig singt.
Ein Lied kann mehr sein als eine schöne Melodie, eine starke Stimme, ein mitreissender Rhythmus oder ein schöner Mensch in einem Kostüm.
Fraglich allerdings, wo der nächste ESC stattfinden wird, das sehe ich noch nicht, dass der Krieg bis zum Beginn der Vorbereitungen ausgestanden sein wird.
Naja. Die Serbin hat in ihrem Song das dortige Gesundheitssystem aufs Korn genommen, da passt das Hände waschen schon. In doppelter Hinsicht- was Hygiene und Hände in Unschuld waschen angeht:)
Vielleicht sollte sich mal was neues ausgedacht werden, wie jemand in Deutschland gefunden wird, der das Land nächstes Mal vertritt. Ich finde die ganze Kultur hier nicht fähig, was richtig fetziges auf die Bühne zu bringen. Wirklich alle anderen Nationen hatten einen größeren Unterhaltungswert. Wenn es nicht wild zur Sache ging, wenigstens ganz große Stimmen. In anderen Nationen scheint es für Stars nicht peinlich zu sein, für ihr Land aufzutreten. Hier verbrät man lieber unbekannte junge Sänger/innen.
Zitat von SASAPI im Beitrag #480Naja. Die Serbin hat in ihrem Song das dortige Gesundheitssystem aufs Korn genommen, da passt das Hände waschen schon. In doppelter Hinsicht- was Hygiene und Hände in Unschuld waschen angeht:)
Stimmt. Es war etwas schwierig für mich, dieses Gesamtbild aufzunehmen - weil ich den Text nicht verstand. So war ich doch eher irritiert.
Zitat von Hattima im Beitrag #482Vielleicht sollte sich mal was neues ausgedacht werden, wie jemand in Deutschland gefunden wird, der das Land nächstes Mal vertritt. Ich finde die ganze Kultur hier nicht fähig, was richtig fetziges auf die Bühne zu bringen. Wirklich alle anderen Nationen hatten einen größeren Unterhaltungswert. Wenn es nicht wild zur Sache ging, wenigstens ganz große Stimmen. In anderen Nationen scheint es für Stars nicht peinlich zu sein, für ihr Land aufzutreten. Hier verbrät man lieber unbekannte junge Sänger/innen.
Ich dachte, es gäbe alle Nase lang eine neue Methode, einen Kandidaten für den ESC zu finden. Mal war es Stefan Raab, jetzt ist es... Keine Ahnung was, früher hat Ralph Siegel viel geschrieben und... Keine Ahnung wer bewertet hat, also ich denke, mit methodenwechsel allein reisen wir nichts. Aber wie wir etwas reißen, weiß ich auch nicht. Vielleicht sollte man einfach demnächst ein Lied dort antreten lassen, was hier bei uns schon in den Charts ist oder von uns gut gefunden wird.
Ich wage mal eine kleine Analyse: Malik hat einen Rocksong vorgetragen, das Bühnenbild war eher spartanisch, im Vergleich quasi keine Lightshow. Ist ein schöner Song, sympathischer Interpret.
Diese zurückhaltende Umgebung passte aber eher zu einem Song wie dem von Portugal oder Island. Damit ist er leider einfach untergegangen zwischen den anderen.
Manchmal denke ich auch, wir haben schon die Dauerkarte auf die rote Laterne, und die werden wir erst mit einem echten Kracher wieder los. UK ist lange ähnlich rumgedümpelt, da war das auch so, jetzt haben sie sich wieder gefangen.
Mir haben die Isländerinnen gut gefallen, sie sind aber auch weit hinten gelandet. Ich meine, nur sehr ausdrucksstarke Sänger/innen haben Erfolg mit minimalistischer Kulisse.
Zitat von Martijntje im Beitrag #461Die Musik überzeugte mich nicht aus der Ukraine, aber mich freut, dass der Sieg ein deutliches Zeichen darstellt.
wenn es etwas nützen würde das deutliche Zeichen fände ich es wunderbar, tut es aber leider nicht.
Dem möchte ich beipflichten. Wenn der ESC Sieg der Ukraine dazu führen würde, dass die russischen Truppen ihre "Millitärische Spzialoperation" in diesem Land mit sofortiger Wirkung beenden, soll dieses Land von mir aus auch den nächsten ESC gewinnen.
So aber ist es und bleibt es lediglich ein Zeichen der Solidarität. Schön und irgendwie auch berührend, aber an den schrecklichen Zuständen in diesem Land wird das auch in den nächsten Monaten (an einen noch längeren Zeitraum möchte ich lieber gar nicht erst denken) leider nichts ändern.
Daher wird die Ukraine so oder so im nächsten Jahr sehr wahrscheinlich andere Sorgen haben, als den nächsten ESC auszurichten.
Alles was es sonst noch zu dem gestrigen Ereignis zu sagen gibt, steht in dem nachfolgenden Artikel meiner Tageszeitung.
Ergänzen möchte ich noch, dass ich den deutschen Vorentscheid zum ESC nicht gesehen habe. Ich weiß daher nicht, welche Acts/Songs neben Malik zur Auswahl standen.
Ich fand unseren Song gestern jedenfalls nicht langweilig und Malik kam sehr sympathisch rüber.
Aber mittlerweile dürfte es doch vollkommen schnurz sein, welchen Künstler wir für Deutschland zum ESC schicken. Die Frage doch längst nicht mehr ob wir den letzten Platz verteidigen, sondern spannend ist nur noch, mit wie vielen Punkten wir "The same procedure as every year“ aufführen.
"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar". Antoine de Saint-Exupéry (Der kleine Prinz)
Gute Mädchen kommen in den Himmel und weil ich mich dort sicher zu Tode langweilen würde, will ich da auch gar nicht hin und darf ruhig ein bisschen böse sein.
Danke für den Link, Nachtschwalbe, er trifft es ziemlich genau. Belanglose Titel und Interpretinnen, an die sich danach bald keiner mehr erinnert. Ist doch erstaunlich, dass die Gewinnerin Lena Meyer Landrut bei einer Veranstaltung von Stefan Raab gewählt wurde.
Dem möchte ich beipflichten. Wenn der ESC Sieg der Ukraine dazu führen würde, dass die russischen Truppen ihre "Millitärische Spzialoperation" in diesem Land mit sofortiger Wirkung beenden, soll dieses Land von mir aus auch den nächsten ESC gewinnen.
So aber ist es und bleibt es lediglich ein Zeichen der Solidarität. Schön und irgendwie auch berührend, aber an den schrecklichen Zuständen in diesem Land wird das auch in den nächsten Monaten (an einen noch längeren Zeitraum möchte ich lieber gar nicht erst denken) leider nichts ändern.....
Das erwartet auch keiner ernsthaft.
Vielleicht hat es den Menschen in der Ukraine einfach Freude bereitet, zwischen all dem Leid und der Tristesse.
Ich schaue schon länger keinen ganzen ESC mehr. Hier in Oz flaut die anfängliche Hype ums Dabeisein (was ja eher aus deiner Laune und einem Witz heraus begann) auch langsam ab, hab ich den Eindruck. Ich guck mir am Montag danach dann meist nur ein paar ausgewählte Interpreten an. Schade um den deutschen Beitrag, der Sänger hat Potential, aber das Lied und seine Attitude war wohl zu ruhig. Was mir bei dem Finalauftritt auffiel, war seine ständige Interaktion mit der Kamera und nicht mit dem Saal, aber wenn die Zusachauer mitwählen, dann passte das wohl. Dass es mehr um Show und Politisches geht, statt um Musik - okay, das muss man wohl so hinnehmen, das hat sich über die Jahrzehnte dorthin verschoben. Für Musik gibt's heute andere Formate. Der Siegertitel hat mich nicht überzeugt.
Den australischen Interpreten kannte ich gar nicht - aber ich guck auch nicht 'The Voice', dort war er wohl vor Corona mehrmals Teilnehmer. Hier und in den US. Die Stimme gefällt mir. Die Show ist typisch für hier.
Nun ja, mal gucken, ob Australien nächstes Jahr noch mitmacht, beim ESC.
"We can, in fact we must, continue to fight to make everything about society better, without destroying what's already great." Carrick Ryan, Australian political commentator
"We are all just walking each other home." Ram Dass, writer
Zitat von Ilmaro im Beitrag #438Ich verstehe gar nix mehr. Nach welche Kriterien wird da eigentlich bewertet??? Und ich frage mich, wer in Zukunft wohl noch freiwillig für Deutschland antreten will?
Das habe ich mich auch gefragt. Okay, es war dieses Jahr ein sehr gutes Niveau (was sehr erfreulich war) aber ich habe auch einige Titel/Interpreten als wesentlich schlechter empfunden als unsern Beitrag. Da hatte ich eigentlich auf einen ordentlichen Mittelplatz gehofft Also, ein Anreiz für junge deutsche Künstler dort anzutreten ist eigentlich nicht gegeben... Mir persönlich gefiel die Schwedin sehr gut - und ich habe mich sehr über das Comeback von The Rasmus und Mika gefreut.
Fraglich, wie die Ukraine dann nächstes Jahr den ESC stemmen will...
Jeder Tag ist ein Geschenk Manchmal ist er nur Scheiße verpackt
Zitat von frauclooney im Beitrag #493... Das habe ich mich auch gefragt. Okay, es war dieses Jahr ein sehr gutes Niveau (was sehr erfreulich war) aber ich habe auch einige Titel/Interpreten als wesentlich schlechter empfunden als unsern Beitrag. Da hatte ich eigentlich auf einen ordentlichen Mittelplatz gehofft .....
Das sehe ich genauso. Klar, Musik ist Geschmackssache, aber das war keinesfalls der schlechteste Beitrag von 25. Und es kann auch nicht daran gelegen habe, dass es eine relativ ruhige Nummer war, denn davon gab es diesmal auch ziemlich viele. Vielleicht war es die Performance. Für meinen Geschmack ging er regelrecht unter in diesen Tarnfarben auf der Bühne, selbst das Outfit passte dazu. Für mich war das alles im wahrsten Sinne des Wortes zu un-auffällig. Ich habe ihn vor ein paar Tagen in einem kurzen Beitrag gesehen, da trug er einen lilafarbenen Anzug und mein erster Gedanke war: WOW...
Naja, die Sache ist gelaufen. Ich finde es unglaublich sympathisch, wie er damit umgeht. Aber es ist echt schade, und ich verstehe es nicht wirklich, was da schief läuft.
Menschen sind ein Naturprodukt. Farbliche Abweichungen sind unbedenklich.
Es ist wirklich ein Jammer, dass die Fähigkeit zu Sprechen scheinbar nicht an die Fähigkeit zu Denken geknüpft ist.
Deutschland könnte mit den Stones antreten und würde nicht gewinnen. Für mich ist der ESC seit vielen, vielen Jahren nur noch ein abgekartertes Spektakel. Die Ostblockländer haben sich immer gegenseitig ihre Punkte zugeschachert.. Und dieses Jahr war doch von Anfang an klar, die Ukraine geht als Sieger hervor. In meinen Augen hat das mit fairem Wettbewerb schon ganz lange nichts mehr zu tun.
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Zitat von Kleinfeld im Beitrag #495Deutschland könnte mit den Stones antreten und würde nicht gewinnen.
Nee, nicht die Stones - die hat sich UK für nächstes Jahr gesichert Darum treten wir ja auch mit RAMMSTEIN an - ein Song gegen, vielleicht die Verkehrspolitik - mit süßen Kindern die in Bobby-Cars fahren -Ironie aus
In diesem einzigen Punkt muss ich Herrn Bohlen Recht geben: Früher war der ESC ein Komponisten-Wettbewerb bei dem es darum ging, wer das schönste Lied komponiert hat (natürlich sind auch da die Geschmäcker verschieden) - aber da war es ja auch noch der ÖrowisiondelaSchanson
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Der ESC ist tatsächlich ein Song contest, inzwischen ist es eher ein Interpreten Contest, hat sich für meinen Geschmack in Richtung der "voice of..." Formate verändert. Der/die SängerInnen und das Drumherum stehen oft mehr im Mittelpunkt als der Song. Es wird versucht, dadurch mehr Aufmerksamkeit zu generieren.
Ich finde das auch schade. "Verrückte" Außenseiter gab es immer wieder mal (Guildo Horn!), aber inzwischen sind zu viele entweder so, oder versuchen es mit sexy Outfits. Wobei letzteres dieses Jahr nicht so stark der Fall war wie schon zuvor, Ausnahmen bestätigen die Regel.
Diversität ist auch mehr ein Thema inzwischen. Finde ich auch ok, solange diese Karte nicht ständig gezogen wird (dann wäre es auch keine Diversität mehr).
Es wurde ja schon angeregt, bekannte und vor allem erfolgreiche Interpreten zum ESC zu schicken. Nur, welcher dieser Interpreten würde denn das derzeit riskieren?! Ergo bekämen sie nur die, die zwar bekannt, aber eben nicht sehr erfolgreich sind. Ich bin weiter der Ansicht (wie auch eben der Autor des von Vultura verlinkten Artikels), die deutschen Beiträge sind zu gefällig! Mit der Überlegung, es muss keine Bombe sein, nur einfach JEDEM gefallen, klappt das eben nicht. Ergo muss doch wieder ne Bombe her, egal ob Bombe weil mega, weil skurril, weil völlig anderes, etc. ... Hauptsache kein Gefälligkeitsmist.
Und ... man darf den Kandidaten NICHT auch vom Zuschauer wählen lassen. Man muss nur gucken, wer so alles in Deutschland zum "Superstar" gewählt wird (und wer, im Vergleich, in anderen Ländern), dann sollte man wissen, dass Zuschauer-Votings in Deutschland keine gute Idee sind.
Es muss kein alleiniger Entscheider sein (wie damals Raab, immerhin zwei respektable Plätze und ein Sieg), es sollte aber ein echtes Profi-Gremium sein, von denen aber keiner einer der Komponisten sein darf, DANN hätte ich z.B. gar nix dagegen wenn auch Bohlen einer der wäre, der im Gremium sitzt ... und ja .. und auch Raab. DIE beiden wissen nämlich wirklich, wie das Business um das es geht funktioniert.
Zitat von print im Beitrag #497 "Verrückte" Außenseiter gab es immer wieder mal (Guildo Horn!),
und Stefan Raab nicht als Komponist sondern als Sänger mit Watte hatte dudeda, beides waren musikalisch ansprechende Titel, sie vermittelten gute Laune und verführten zum Mitsingen.
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