Hallo an alle, Evtl erinnert sich jemand an mich aus dem alten Forum. Ich hab nach all der Zeit gedacht, dass ich den Krebs hinter mir gelassen hätte. Hab sogar eine Therapie gemacht, um meine Ängste zu überwinden. Hab zwei Jahre sehr arg mit meiner Psyche gekämpft und endlich ging es mir besser. Ich hab mich super gefühlt, auch körperlich.
Vor drei Wochen bin ich nachts plötzlich wach geworden und mir tat eine Stelle in der Brust weh, wo mich mein Kind Tage vorher mit dem Ellenbogen getroffen hat. War dann bei meiner Gyn, die direkt besorgt war und diese Woche dann zur Stanze. Und es ist leider Gewissheit. Es ist wieder ein Mamma-Carzinom, wieder G3, in einem anderen Bereich der damals betroffenen Brust. Mehr weiß ich noch nicht. Wir stehen vollkommen unter Schock, ich hab grade einfach nur Todesangst. Mein Kind ist knapp 5, ich weiß gar nicht, ob ich das nochmal schaffen werde.
Mir stehen natürlich noch alle Untersuchungen bevor und die Angst ist einfach immens.
Das Forum hat mich damals stark aufgefangen, vielleicht kann mir ja hier jemand etwas Mut zusprechen. Ich stehe noch vollkommen neben mir, kann das alles gar nicht richtig verarbeiten.
Liebe Moon, Worte, die wirklich trösten können, ich weiß gar nicht, ob es die gibt. Mir fehlen sie in solchen Situationen. Ich schicke Dir aber eine ganz feste liebevolle Umarmung und alle Kraft und den Mut der Welt, für die kommende Zeit! Ich und sicher noch viele andere hier stehen gedanklich immer hinter Dir und kämpfen gemeinsam mit Dir!
Mein alter Strang war damals in der Brigitte, hab mich etwas seltsam ausgedrückt.
Jeden falls danke ich euch fürs zuhören, Ich weiß gar nicht, ob es hier jemanden gibt, der das zwei mal hatte und dann trotzdem länger gesund geblieben ist.
Liebe Moon, die Nachricht von der erneuten Erkrankung ist für dich sicher ein Schlag. Ich wünsche dir viel Kraft in der vor dir liegenden Zeit. Du hast gute Erfahrung mit der online-Begleitung im Brigitte-Forum gemacht. Ich glaube, dass du auch hier Menschen findest, die dich stützen. Viel Kraft in der kommenden Zeit.
Liebe Moon, ich kann mir vorstellen, dass Du unendlich geschockt bist. Es ist so schwer, etwas Hilfreiches zu schreiben.Aber ich wollte Dir wenigstens sagen, dass ich gerade ganz doll an Dich denke und mit Dir fühle. Hoffentlich meldet sich noch jemand, der Dir etwas Konkretes schreiben kann.
Eine Frage, bist Du eventuell Moonflower aus der Bri, oder war das jemand anders?
Ja das bin ich, hab den Nick jetzt lieber abgekürzt.
Hab grade echt so wenig Hoffnung. Ich bin echt zu jeder Vorsorge gegangen, hab auf meinen Körper gehört und alles…und nun das.
Hab unheimliche Angst, dass evtl schon mehr los ist im Körper, da das Teil meiner Meinung nach einfach echt schnell da war.
Ich kann mich grade auch auf nichts konzentrieren, mein Mann übernimmt quasi im Moment alles und das Kind versteht nicht, was grade los ist. Das ist alles so bitter.
Zitat von Moon im Beitrag #5Jeden falls danke ich euch fürs zuhören, Ich weiß gar nicht, ob es hier jemanden gibt, der das zwei mal hatte und dann trotzdem länger gesund geblieben ist. Meine Ängste sind grade riesig.
Hallo liebe Moon,
es tut mir sehr Leid, dass es dich wieder erwischt hat.
Meine erste Diagnose erhielt ich 2009. „Morbus Paget“ der linken Mamille. Eine äußerst seltene Form des Karzinoms. Die Mamille und der Warzenhof konnten nicht erhalten bleiben. Meine 2. Diagnose erhielt ich dann Ende 2014 auf den Tag genau nach 5 Jahren der Heilbewährung. Es war ein Zufallsbefund bei der Mammographie. Der Schock saß tief. Es war kein Rezidiv. Invasiver Tumor G3 rechts, hormonabhängig.
Ich kann mich noch gut an den Moment erinnern, als die Ärztin mir damals die Diagnose mitteilte. Ich verfiel in eine regelrechte Schockstarre, das "kann nicht sein...das ist doch bestimmt nicht wahr". Ich wurde ziemlich davon überrollt und hatte das erste mal in meinem Leben richtig "Todesangst".
Es folgte das volle Programm mit OP, Chemo, Bestrahlung, Anschlussheilbehandlung…mit all seinen üblen Nebenwirklungen. Jetzt gelte ich offiziell als geheilt, aber ein Blick in den Spiegel sagt mir was anderes...und ich frage mich jedesmal, ob ich irgendwann sicher sein, dass dieser Krebs wirklich nicht mehr zurückkommt?
Ich besuchte lange regelmäßig eine reale SHG, weil ich Angst hatte, dass der Krebs nochmals zurückkommt und zur generalisierten Angststörung werden könnte. Reden mit Mitbetroffenen hat mir unglaublich geholfen.
Ich wünsche dir erstmal alles Liebe, Zuversicht und viel Kraft für die kommende Zeit.
Wir lassen uns von diesem Mistvieh nicht unterkriegen!
Danke dir für deine Worte, wurde das bei dir nicht als Rezidiv betrachtet? Mir wurde gesagt, man nenne es so, wenn es die selbe Brust ist. Auch wenn es zb ein anderer Krebs wäre.
Ich hatte ja schon bei ED Chemo und daher ist mir bewusst, was auf mich und uns zukommt. Ich bin aber so schrecklich schockiert, hab damit überhaupt nicht gerechnet und frage mich, wie ich jemals wieder Vertrauen finden kann.
Dass die Brüste beide ab kommen, steht für mich fest. Ich hatte schon in der rechten vor Jahren etwas, was biopsiert werden musste und ich kann das einfach psychisch nicht mehr ertragen.
Kennst du andere, die auch eine zweite Erkrankung überstanden haben?
Ich hab beim Anruf auch nur :nein, nein, das kann nicht sein ins Telefon gerufen. Ich hab damit einfach nicht gerechnet, weil man zb im Doppler beim Tumor keine Durchblutung feststellen konnte und daher die Möglichkeit bestand, dass es halt harmlos ist.
Momentan bin ich einfach nur down. Ich schaffe es auch nicht mich aufzuraffen. An Schlaf ist auch nicht zu denken, ich wache mehrfach nachts auf und denke mir, ich bin in einem Albtraum gelandet.
Zitat von Moon im Beitrag #8Ja das bin ich, hab den Nick jetzt lieber abgekürzt.
Ach, Moon. Ich hatte es befürchtet. Deine Geschichte kam mir gleich so bekannt vor. Ich bin Ludivine aus dem alten Forum. Ich glaube, Du hast mich immer Lu genannt.
Ich hatte damals total Bewunderung und Respekt vor Deinem Weg. Wie Du Dich wieder berappelt hast, Du stabiler und zuversichtlicher wurdest und Ihr dann Euer Kind bekommen habt. Du hast das auch so konstruktiv angepackt und Dich immer so gründlich nach allen Seiten hin informiert. Bestimmt wirst Du auch dieses Mal wieder Deine Kraft finden, ganz bestimmt.
Was für ein riesengroßer Mist. Dass das, was die ganze Zeit irgendwo im hintersten Kämmerlein anwesend ist, eintreffen muss. Oh, Mann ich bin gerade so wütend.
Ah du bist das! Zum Glück aus anderen Gründen hier als ich.
Evtl finde ich die Stärke noch wieder, aber der Schock sitzt einfach noch sehr tief und mischt sich mit viel Trauer und Wut. Ich möchte meinen Alltag wieder haben, mit meinem Kind zum Spielplatz gehen und Dinge unternehmen und ich weiß ja nunmal schon, dass das dann wahrscheinlich eine Zeit lang nicht möglich sein wird.
Natürlich versuch ich irgendwo das positive zu sehen. Ich hätte das Teil niemals sonst gefunden, wenn ich da nicht den Stoß abbekommen hätte. Ich wollte auch erst ruhig bleiben und nichts überstürzen, aber hatte die ganze Zeit den Gedanken, dass ich das doch mal lieber schnell klären lassen sollte. Wie es halt manchmal so ist.
Ich hatte jedoch trotzdem Hoffnung, es würde nicht sein, da ich immer wieder Zysten und Fibroadenome in den Brüsten habe. Leider ist es anders gekommen.
Hmm ok. Mir wurde gesagt, wenn es die selbe Brust ist, ist es ein Rezidiv. Aber letztendlich ist es ja auch total egal, wäre halt am besten, wenn da nichts wäre….
Ich muss Dienstag erstmal wieder hin, weil die Histologie dann vollständig vorliegt.
Ich hab dem Arzt am Telefon schon gesagt, dass ich so schnell wie möglich die Op möchte. Aber es kommt ja immer auf den Tumor an, ob man nicht doch erst Chemo zuerst machen muss oder zumindest sollte.
Lässt du dich in einem Brustzentrum behandeln? Kann ich dir nur empfehlen, denn Brustzentren verfügen in der Regel über ein großes Team von Fachleuten, darunter Onkologen, Radiologen, Chirurgen und plastische Chirurgen, die eng zusammen arbeiten. Außerdem bekommst du dort auch psycho-onkolologische Unterstützung.
Ja. In dem, in dem ich auch 2011/2012 in Behandlung war. Muss dafür zwar fahren, wir hätten hier auch ein BZ, aber da kenne ich die Ärzte nicht und die mich auch nicht.
Moon, kann ich mir gut vorstellen, dass Du das Ganze beschleunigen möchtest. Die Zeit zwischendurch, in der nichts passiert, erscheint einem endlos und gibt so viel Gelegenheit zum Grübeln und Googeln. Man kommt kaum noch zur Ruhe.
Übrigens sind Sunny und Lythande auch hier. Aber teils eher sporadisch, glaube ich. Vielleicht finden sie Deinen Strang noch. Die Beitrage von den beiden fand ich damals immer enorm hilfreich und aufbauend.
inhaltlich kann ich zwar nicht besteuern, weil ich noch nie einen Tumor hatte, aber ich hatte andere Erkrankungen und kenne auch die Angst. deshalb schicke ich Dir viele gute Gedanken und hoffe, dies Forum hier kann Dich ein wenig tragen und stützen.
Erst mal nur atmen, so ruhig, wie Du kannst! Du schaffst das und von uns hier hast Du ganz viel mentale Unterstützung. Wir bauen Dir eine mentale Schutzhütte.
Ich frage mich grade, ob meine Prognose jetzt super schlecht ist, weil in der Brust wieder was aufgetaucht ist. Ob ich jetzt voll mit Krebs bin. Hab grade schreckliche Panik, dass es so sein könnte.
Ich hab grade auch unheimlich große Zweifel, ob ich das alles nochmal schaffe. Und wie lange. Mir ist jetzt echt arg zum weinen, ich kann es einfach wieder nicht fassen.
Versuch nicht so weit nach vorne zu galoppieren. Obwohl ich es so gut verstehen kann. Ich schiebe auch immer so schnell Panik. Und dann diese Achterbahnfahrt. In einem Moment schafft man es halbwegs sich zu beruhigen, im nächsten Augenblick geht gar nichts mehr. Aber das muss echt nicht sein mit der Prognose, vor allem wenn Du regelmäßig allen Vorsorgeuntersuchungen nachgekommen bist.
Diese große Unsicherheit und die Eventualitäten schüren natürlich auch den Zweifel. Das wird sicher besser, wenn Du erst klarer siehst. Ach, ich weiß gar nicht, was ich Dir raten soll. Vielleicht Ablenkung, nicht allein sein? Du kennst Dich selbst am besten. Und wein ruhig. Alles, was etwas die Anspannung löst.