Pharma wittert das große Geschäft, alle big player forschen daran. Das Problem ist die klinische Entwicklung, naturgegeben gibt es bei Dementen viele Restriktionen und ethische Einwände.
Zitat von -franzi- im Beitrag #92Ich lese sehr interessiert mit, weil ich von mir auch ab und zu Wortfindungsstörungen kenne – .
Wortfindungsstörungen sind mit zunehmendem Alter normal und wie du richtig schreibst: Stress oder Depri können aktuell dafür verantwortlich sein. oder irgendwas, jedenfalls per se kein Warnzeichen (also nur im Zusammenhang mit anderen Faktoren) PRÄVENTIV hilft Gingko gar nichts, jedenfalls gibt es dafür keinen Nachweis. Zudem sind die Präparate nicht standardisiert
Gehirntraining: Kreuzworträtsel und Sudoku vielleicht kurzzeitig für jemanden, der das sonst nie macht, definitiv keine Demenzprävention. Die beste sind reichlich sozialkontakte mit unterschiedlichen Gruppierungen, es reicht aber schon generationsübergreifend Großeltern-Enkel, nur eben nicht immer in der eigenen Stammtisch-Blase. entscheidend ist die Auseinandersetzung mit neuem Input Auf noch konzentrierter somatischer Ebene: das, was auch für HKS gilt: Bewegung-Bewegung-Bewegung. Viel Gehen. Gesunde Ernährung, vorwiegend pflanzenbasiert, aber nicht zwingend ausschließlich (dann mit Know How wg aller essentiellen Nährstoffe - NEG sind KEIN vollwertiger Ersatz), möglichst kein Convenience, bio/lokal, d.h. bio-label ist nicht zwingend, wenn man die Produktionsform kennt: Grünfutter statt Soja, Weidehaltung hat eine deutlich bessere Relation Omega3:Omega6
Zitat von Mendo im Beitrag #101Pharma wittert das große Geschäft, alle big player forschen daran. Das Problem ist die klinische Entwicklung, naturgegeben gibt es bei Dementen viele Restriktionen und ethische Einwände.
Ich gönne en Pharmas ihr Geschäft, wenn damit u.a. Forschung und Therpaie ermöglicht wird: Alzheimer, CA, Keuchhusten, Gürtelrose tbc. Ich wüsste nicht, ob ich hier noch schreiben könnte, wenn die CA-Forschung nicht schon so weit gewesen wäre, dass kurzfristig ein Covid-Impfstoff produziert werden konnte. Über die Gewinne von Lifestyle-Proukten wird weit weniger gelästert. Oder die mit Globuli und NEGs OHNE exorbitant kostspielige, jahrzehntelange, breitest angelegte Forschung und ohne echten Wirkungsnachweis
Zitat von Nordsee im Beitrag #89Ich denke, dass die Einnahme eines Gingkopräparates keinen Schaden anrichten kann, auch ohne gesicherte Diagnose.
Dies kann es sehr wohl, wenn man bestimmte Wechselwirkungen nicht beachtet. Ginkgo setzt die Gerinnung herab, Menschen, die also bereits Gerinnungshemmer nehmen oder zu Blutungen neigen können sich damit ganz schön ins Aus schießen. Nur weil etwas pflanzlich ist, heißt das nicht, dass es nicht auch schaden kann. Da sollte man sich schon informieren bevor man etwas einwirft.
Vollzitat, weil einfach so wahr, ich war da etwas vorschnell
Ich bin auch beileibe nicht gegen Pharmaforschungen und ja auch Gewinne. Viel mehr gegen die vielfältigen Detoxkrempelsachen und sonstigen Modegeschäftchen, was alles soo toll sein soll und sooo natürlich. GEgen meine PsoA habe ich sehr viele Medikamente, jedes sehr teuer, probiert, bis ich endlich was Passendes gefunden hab. Für das Gefühl der Erleichterung bei mir können die gerne viel verdienen.
Vorsorgevollmacht und Testament haben wir übrigens, Patientenverfügung noch nicht, das steht auch noch oben auf der Liste.
Und was das Beobachten angeht: ich bin immer ein bisschen vorsichtig mit Bauchgefühlen. Da kann man sich nämlich auch selber verrückt machen. Also Augen auf, Wahrnehmung geschärft. Ich glaub auch gelesen zu haben, dass die ganzen gepriesenen Gehirnjoggingmethoden und Gedächtnisübungen nicht wirklich was bringen. Also Verzögerung oder gar Vermeidung von Altersdemenz. Dafür gibts immer mal Beispiele von hochintelligenten Menschen, die dennoch Demenz bekamen und sicherlich ihre Tage nicht mit Biertrinken und Chipsessen verbracht haben. Wobei ich mir nicht sicher bin, was den Konsum von RTL2 angeht, ob das nicht Demenzfördernd ist.... *scherz*
Zitat von Caramac im Beitrag #93Und bei vaskulärer Demenz (daran litt meine Mutter) ist ja wohl.das Problem, dass sie so wahnsinnig plötzlich und heftig auftritt. Und dann ist jeder Therapieansatz vergeblich.
Das erlebe ich bei meiner Schwiegermutter anders. Also, eigentlich gab es schon seit 10 Jahren immer mal wieder Dinge, die in die Richtung gedeutet hätten, hätte man sich ausgekannt und hätte man es ernstgenommen. Sie hatte im Abstand von jeweils ein paar Jahren immer mal wieder so ca. 24 h andauernde "Verwirrungszustände", die vermutlich auf sog. "transitorische ischämische Attacken" zurückzuführen waren. Also so eine Art "Mikroschlaganfälle" in Teilen des Gehirns. Ab und an auch mal mit Besuch der Notaufnahme mit Verdacht auf Schlaganfall, was aber auf die Schnelle nie bestätigt wurde, und sie ist dann so schnell wie möglich wieder weg aus dem Krankenhaus.
Da sie aber genau das tat, was hier als Vorbeugung beschrieben wurde - sie war ein unglaublich aktiver Mensch, spielte hier Karten, half da in der Kleiderkammer, sang im Chor, fuhr immer mit dem Fahrrad überallhin etc., hat es das Gehirn wohl immer wieder geschafft, sich leidlich um diese geschädigten Regionen herumzuorganisieren. Im Nachhinein hätte man in den letzten zwei Jahren vor dem heftigeren "Crash" sicher auch schon eine leichte Demenz feststellen können, wenn man genau hingeschaut hätte - sie hatte da so ihre Strategien.
Das "plötzlich" kam dann nach einer weiteren Attacke, die dann doch als "leichter Schlaganfall" klassifiziert wurde - nun sind wohl die geschädigten Gehirnregionen so groß, dass sie sich zwar seitdem leicht berappelt hat, aber die Demenz nun manifest ist.
Also im Endeffekt nicht wirklich "wahnsinnig plötzlich und heftig", so erscheint es nur, wenn man von der Vorgeschichte nichts mitbekommen hat. (Hatten wir übrigens auch nur in Teilen, so einige Vorfälle hatte nur ihr Mann und ihre Tochter mitbekommen.
Schlaganfälle sind ja auch nicht monokausal und häufig Folge eine Arteriosklerose, die wiederum unterschiedliche Ursachen haben kann, u.a. Herzschwäche, die oft lange akzeptiert wird: im Alter gehts halt nicht mehr so flott die Treppe rauf und in meiner Familie kriegen alle abends dicke Beine
Präparate der bösen Pharma senken gravierende Verläufe nachweislich
Zitat von Artangriel im Beitrag #95Ich habe 4 Zitate geschickt, die fast alle meiner Aussagen belegen.!!!
Nur zur Richtigstellung: In den von mir editierten Beiträgen stand kein einziger Link.
Lies bitte die PN die ich dir geschickt habe, ich habe dir Informationen zu einer Studie geschickt, in der kein Einfluss von Omega-3-Präparaten auf die Entwicklung von dementiellen Erkrankungen nachgewiesen werden konnte.
Virginia, Gisèle, Collien, danke für euren Mut! 🌹
************************************ Moderatorin in der Pandemie und Politik, bei der Nachhaltigkeit, beim Sozialen Engagement und den Festen, bei Klatsch & Tratsch, im Persönlichkeits-, Erziehungs-, Baby-, Familien- und Trauerforum, im Glücklicher leben, bei den Angehörigen, in der allg. Gesundheit, der Kindergesundheit und bei den Krebserkrankungen, in den Krisenbeziehungen, bei den Hobbies, der Photographie und bei den besonderen Ernährungsformen.
Das Nadelöhr sind die klinischen Studien, die für jede Zulassung erforderlich sind.
Wie will man bei dementen Patienten eine objektive Verbesserung feststellen? Wie die Einnahme gewährleisten? Wie Nebenwirkungen objektiv dokumentieren? Ist es für die Probanden medizinisch zumutbar? Das sind sehr aufwändige Studien. Was sich natürlich auch im Preis widerspiegelt.
Schon jetzt haben viele Medikamente eine EU Zulassung, sind aber nicht auf dem deutschen Markt erhältlich, weil die Kassen sie nicht erstatten. Und diese Situation wird schlimmer.
Es kann also sehr gut möglich sein, daß ein wirksames Alzheimer Medikament in USA oder Kanada auf dem Markt ist, wir hier in Deutschland es nicht bekommen.
Ich bin selbst davon betroffen mit dem Atogepant bei Migräne.
Zitat von vultura im Beitrag #108Schlaganfälle sind ja auch nicht monokausal und häufig Folge eine Arteriosklerose, die wiederum unterschiedliche Ursachen haben kann, u.a. Herzschwäche, die oft lange akzeptiert wird: im Alter gehts halt nicht mehr so flott die Treppe rauf und in meiner Familie kriegen alle abends dicke Beine
Präparate der bösen Pharma senken gravierende Verläufe nachweislich
Ja, ja, sie nahm halt nur ein blutdrucksenkendes Mittel, ansonsten hat die ach so tolle Homöopathin (ihre Tochter) es halt immer mit Arnika und Konsorten versucht, das Blut flüssig zu halten. Nach dem Schlaganfall akzeptieren beide jetzt etwas mehr Medikation (Cholesterinsenker und Blutverdünner noch zusätzlich zu stärkerer Blutdruckmedikation).
Ganz kurze Frage @Anemone Ist dein Anliegen wie du mit dieser Situation, deiner Sorge usw. umgehen kannst? Oder geht es dir um Demenzerkrankungen?
(Oder beides?)
******************************** Sagt es allen weiter - besonders den jungen Menschen: Werdet StammzellenspenderIn - rettet Leben! Spende geht oft über das Blut. * DKMS
Zitat von Anemone im Beitrag #105 Dafür gibts immer mal Beispiele von hochintelligenten Menschen, die dennoch Demenz bekamen und sicherlich ihre Tage nicht mit Biertrinken und Chipsessen verbracht haben.
Intelligente Menschen sind häufig besser darin, die Symptome zu verschleiern bzw. zu kompensieren. Sozial eingebundene Menschen ebenfalls (durch den Druck, in Gruppen-Situationen zu „funktionieren“). Das kann letztlich soweit gehen, dass sie am Ende früher an etwas anderem versterben, bevor die Demenz ausgeprägt sichtbar ist.
Charly, meine erste Intention war meine eigene Betroffenheit, was uns betreffen würde. Aber als Nebeneffekt finde ich auch andere Gedanken, Erlebnisse und Überlegungen gut. Also ich werde, wenns einen Anlass gibt, sicher weiter berichten. Dennoch finde ich das Thema gerade für Ältere und ältere Angehörige ja sehr wichtig.
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Zitat von Mendo im Beitrag #110@vultura- Du hast mich falsch verstanden.
Das Nadelöhr sind die klinischen Studien, die für jede Zulassung erforderlich sind.
Wie will man bei dementen Patienten eine objektive Verbesserung feststellen? Wie die Einnahme gewährleisten? Wie Nebenwirkungen objektiv dokumentieren? Ist es für die Probanden medizinisch zumutbar? .
Du hast mich missverstanden. Eine etablierte Demenz ist pharmakologisch nicht rückgängig zu machen (anders auch nicht, aber situativ erträglicher). Es geht um sehr frühzeitige, nicht wahrnehmbare Veränderungen - weder von Betroffenen noch dem Umfeld. Jahre vor den ersten Anzeichen. Da gibt es schon länger auch in D Therapie, die den Ausbruch statistisch relevant verzögern kann. Die neu entwickelten Med sollen eine Anhäufung der (für Alz verantwortlichen) Plaques verhindern können, sie erkennen das dafür ursächliche Peptid. In den US bereits zugelassen, für D produziert ein anderer Hersteller auf vergleichbarer Grundlage. Noch keine Zulassung, NOCH kein Game Changer, aber inzwischen in der Fachewelt unbestritten erste Schritte in die richtige Richtung.
Der Flaschenhals Zulassung ist für Nicht-Fachleute oft schwer bis gar nicht nachvollziehbar, soll uns aber so weit wie möglich schützen. Eine hunderprozentige Sicherheit wird es aber in der existierenden Welt nicht geben.
Zitat von vultura im Beitrag #118Da gibt es schon länger auch in D Therapie, die den Ausbruch statistisch relevant verzögern kann. …
@vultura Welche bitte? Ich hatte das weiter vorne schon gefragt, hattest du vielleicht übersehen. Mir sind nur die Cholinesterasehemmer bekannt und dazu hatte ich auch schon was verlinkt.
Wenn ich so richtig Lust auf Schokolade habe, esse ich anstatt der Schokolade eine Banane. Dann eine Paprika, einen Apfel, Reiswaffeln, Naturjoghurt, eine Gurke und dann die Schokolade.
>BVelvet: ja - oder Glutamat. Ich habe dein anderes posting noch nicht gesucht, allerdings muss ich sagen, dass meine Infos darüber tatsächlich schon einige Zeit zurückliegen. update nötig.
Ob ich nun beginnende Demenz habe oder nicht, ich nehme alles, was mir nur ein bisschen Hoffnung auf die Auswirkungen verspricht, die ich jetzt schon habe. Das Demenz nicht rückgängig zu machen ist, ist mir bekannt. Aber Erleichterung bei den Wortfindungsstörungen, bei Namen, die mir nicht mehr einfallen oder erst wieder nach 3 Tagen, bei Tätigkeiten, wo ich im Raum stehe und nicht mehr weiss, weshalb ich da stehe oder was ich holen wollte, die hätte ich schon gern. Ich würde mich auch gern daran erinnern können, was ich einkaufen wollte, aber der Zettel liegt schön säuberlich zuhause.
Beim Arzt hätte ich einiges vorzubringen, aber ich bin dann so nervös, dass ich vergesse, was der Arzt mir zu den einzelnen Posten gesagt hat. Wenn ich gefragt werde, was der Arzt dazu meinte, sage ich meist: das liegt am Alter, weil mir partout nicht mehr einfällt, was ich machen könne oder solle oder wohin ich noch gehen sollte. Genau so gut könnte ich den Arztbesuch auch lassen. Ich kriege auch seit längerem keinen fehlerfreien Text mehr zustande ...das macht mir auch zu schaffen.
Mir geht es mit diesen Symptomen nicht gut ..sie machen mir Angst. Vor einiger Zeit habe ich mich nicht so damit beschäftigt oder mich von anderen beruhigen lassen, die es genau so an sich festgestellt haben. Es sprechen aber normalerweise nur ganz wenige Menschen davon, ...
Seit mein EX Mann in einem Pflegeheim untergebracht ist mit vaskulärer Demenz, beschäftigt mich dieses Thema schon seit gut 2 Jahren. Er wollte zu mir kommen, aber unsere Tochter hat mir dringendst abgeraten, ihn auch nur zu Besuch zu haben. Er würde nicht wieder weggehen, und eine hilflose Person darf ich nicht einfach so auf die Strasse setzen und sich selbst überlassen. Damit mache ich mich strafbar, weil ich es ja weiss. Ausserdem bin ich selbst pflegebedürftig, aber nicht wegen Demenz, jedenfalls hat mich noch keiner drauf angesprochen.
Nun habe ich in Erfahrung gebracht, dass ca 500 Meter von meinem zuhause eine Demenz Ambulanz ist (auch erst auf diesen Strang hier, danke dafür Anemone) in einem grossen Krankenhaus, der Name dafür fällt mir jetzt auch nicht ein ... Wenn meine Ärztin aus dem Urlaub zurück ist, muss ich das Thema dringlicher machen.
Ich weiss nur nicht, was ich mit der Aussage anfangen würde, wenn es heisst, sie sind mitten in der Demenz oder grad auf dem Weg dahin? Es schüttelt mich ...
ich frage mich, wie sehr dich seit Jahren die Angst begleitet und dich immerzu unter Stress hält? So eine Angst wird doch wie ein Schatten, der Tag und Nacht dabei ist und wenn ich dich frage, wie gut du schläfst- was wirst du wohl antworten?
Ohne von der Thematik abzulenken, aber wenn wir so einem Dauerstress ausgeliefert sind, macht das was mit uns und was du erzählst, ist wirklich beschrieben und bekannt bei viel Stress.
Grundsätzlich würde ich sagen: Rauskommen und für gedankliche Ablenkung sorgen! Kannst du mal wegfahren- was Neues sehen, erleben?
Die berühmte Ruhe ist nach viel Stress überhaupt nicht erholsam- man holt sich durch Ruhe nicht gut von einem hohen Stress-Level herunter. Dafür aber, indem man sich um anderen Input kümmert- das Gehirn mit ganz neuen Infos beschäftigt......dass man das auch langsamer machen kann, ist ja selbstredend.
Alternativ wäre für mich noch- Sprache lernen oder ein Musikinstrument. Man weiß, dass man zB bei Sprache-lernen Demenz um Jahre nach hinten schieben kann- hat also durchaus mit dem zu tun, womit sich das Gehirn befasst.
Eine ausgeprägte Demenz wird- so mein Denken- damit sicher nicht groß beeinflusst, aber da sind wir ja gerade gar nicht.
Die Demenz-Ambulanz aufsuchen, finde ich eine gute Idee, verstehe aber auch, wenn man eher davor weglaufen möchte.
Vielen lieben Dank für deine Worte, liebe Kenzia, ich lese immer mit Interesse deine Posts, weil ich oft dasselbe sagen würde wollen, wenn mir die Worte einfielen. So sitze ich dann hier und nicke mit dem Kopf und bin erstaunt, wie durchdacht und teils auch aufwendig du deine Erkenntnisse und dein Wissen zu bestimmten Dingen oder Anlässen beschreibst. Ich danke dir dafür ...das wollte ich dir lange schon mal schreiben. Hier passt es gut, da du mich ja direkt ansprichst.
Ich habe von meinen Ängsten geschrieben, um Anemone auch wissen zu lassen, dass sie mit hrer Angst nicht alleine ist. In diesem Fall betrifft die Angst mich allerdings selbst.
Nun sitze ich wahrlich nicht den ganzen Tag rum und grüble, ob ich eventuell dement sein könnte ... doch ich nahm an, dass es hier passt, davon zu schreiben, auch, wenn es nicht mein Strang ist. Ich habe gar keinen eigenen Strang, habe aber auch nicht drüber nachgedacht, ob ich einen haben müsse, schon gar nicht für dieses Thema.
Du hast recht, wenn ich mich mit dem Thema Demenz befasse, gerate ich unter Stress ...deshalb werde ich es jetzt erstmal nach hinten schieben. Da ich durch andere Unpässlichkeiten zuhause sein muss, suche ich mir Beschäftigungen, die mich von "schwereren Themen" ablenken, doch ich habe leider genug andere schwere Themen, die mich nicht raus lassen oder nur ganz selten. Alles, was ich hatte, ist leider weggebrochen, zum Teil durch meine Unbeweglichkeit
Ist natürlich möglich, dass ich auch dadurch unter Dauerstress stehe, darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht.
Ich danke dir für die Denkanstösse, liebe Kenzia ...mal schauen, was ich demnächst unternehme, wenn ich irgendwo hinkomme.
lyanna, bitte schreibe gerne weiter hier! Deine Angst kann ich nur zu gut verstehen. Ich glaube, heutzutage, wo es soviele medizinische Möglichkeiten gibt, auch schwere körperliche Krankheiten zu heilen oder wenigstens zu lindern, bleibt der geistige Abbau der größte Angstmacher.
ich weiß nicht, ob ich es schaffen würde, wenn es mich selber beträfe, mich testen zu lassen. Ich befürchte da auch eine gewaltige Vogel Strauß Reaktion bei mir. Bei meinem Mann ist es ähnlich. Seitdem ich den STrang eröffnet habe, ist nichts vorgefallen, was mich wieder alarmiert hätte. Aber vielleicht würde ich da auch größtenteils verdrängen. Bei leichteren Anzeichen auf Dauer (!), die bei ihm auftreten würden, würde wahrscheinlich der Verdrängungsmechanismus auch bei ihm gewaltig greifen.
Ich erinnere mich an den Beginn der Demenz bei meiner Mutter vor mehr als 20 Jahren. Ich hatte eh nie das beste Verhältnis zu ihr und meine Besuche bei ihr waren eher Pflichtprogramme. Dann fing es an, dass sie, ich nenne es mal so, immer dümmer wurde. Die fuhr damals noch Auto und da fiel es dann so auf, dass wir mit vereinten Kräften es schafften, das zu unterbinden. Ansonsten: Blutzucker messen, normalerweise easy, konnte sie nicht mehr, Rechnungen bezahlen, vergessen, und was sonst noch so vorkam. Sie hat es nie eingesehen, begriffen, und als sie längst im Heim war, konnte ich damit umgehen, hab milde gelächelt, wenn sie von den Kanarienvögeln in den Bäumen vor dem Fenster erzählte, hab schaudernd zugehört, wenn sie mir von den Gerichtsshows im TV erzählte und die für bare Münze nahm. Was Jahre früher völlig undenkbar gewesen wäre. Beklommen war und bin ich immer noch, dass ich es nicht geschafft habe, sie in den Arm zu nehmen, und das hätte sie sich gewünscht. Konnte ich nicht, mochte ich nicht. Aber das hatte ja auch eine Geschichte. Naja so ein paar Erfahrungen hab ich ja auch....