Hallo alle, ich möchte gern erfragen, wie ihr das handhabt bzw. seht. Früher, als alles besser war ;-) hatte ich den Eindruck, dass Fragen zumindest kurz beantwortet wurden. Heute scheint es gang und gäbe zu sein, nicht zu antworten. Ist das normal? Also z.B. "Liebe Nachbarin, du hast deine Wohnung untervermietet. Kannst du mir vielleicht sagen, wie lange die Untermieter noch hier wohnen bleiben werden?" (per SMS) - keine Antwort. Der Grund ist eigentlich irrelevant fü die Diskussion hier, deshalb führe ich das nicht weiter aus. Wie geht ihr damit um?
Hm, so wirklich häufig erlebe ich das nicht, aber wenn, dann neige ich zu "im Zweifel für den Angeklagten" und frage einfach nochmal. Dann kommt bisher immer was. Mir geht auch ab und an mal was durch, da bin ich dann froh über eine Erinnerung statt Ärger auf der anderen Seite...
Mir ist das auch schon passiert, dass ich auf Fragen nicht antworte. Wenn ich beispielsweise die Nachricht schnell so zwischendurch gelesen habe, während meine Gedanken mit etwas anderem beschäftigt waren. Es sind schon mehrere Tage vergangen, bis ich meine Schluderei bemerkt habe.
Ich beantworte die meisten Anfragen meist sofort, damit das erledigt ist und eben nicht in Vergessenheit gerät. Und gerade im privaten Bereich macht man dann so ein Ding draus. Aber ihr seht da wohl kein Ding. Das ist ja auch eine gute Antwort für mich. :-)
Zitat von Pasdedeux im Beitrag #1 Heute scheint es gang und gäbe zu sein, nicht zu antworten. Ist das normal? Also z.B. "Liebe Nachbarin, du hast deine Wohnung untervermietet. Kannst du mir vielleicht sagen, wie lange die Untermieter noch hier wohnen bleiben werden?" (per SMS) - keine Antwort.
Ich erlebe das sehr selten, dass ich keine Antwort bekomme.
Mir fallen zwei Möglichkeiten ein - zum einen, wie von anderen schon geschrieben, dass der Empfänger beim Erhalt der SMS mit etwas anderem beschäftigt war, so dass nicht gleich geantwortet wurde, dann vergessen und am Handy ploppt ja dann auch keine Benachrichtigung mehr auf, wenn man die erste schon weggewischt hat.
Zum anderen könnte es sein, dass jemand nicht antworten möchte. Die genannte Beispielfrage wäre aus meiner Sicht nur bei wirklich gutem Verhältnis zur Nachbarin OK. Ggf. fühlt sie sich auch bei einem nicht vom Vermieter gestatteten Untervermieten "ertappt"? Oder Nachbarin denkt sich, das geht doch PDD nichts an?
Kurz und gut, bei mancher nicht beantworteten Frage würde ich auch mit überlegen, ob die Frage ggf. unangebracht war.
Für mich hängt das vom Verhältnis zum Fragesteller ab. Manche Leute geht nicht alles an.
Davon ab kommt es bei mir auch auf den Kanal an. E-Mail oder SMS geht schon mal unter. Ich würde bei Nachbarn das persönliche Gespräch wählen und wäre wohl irritiert, bekäme ich eine SMS.
" Früher" hätte man keine SMS geschickt, sondern man wäre zum Nachbarn rüber gegangen oder hätte angerufen 😉
Ich etappe mich auch dabei, manchmal nicht, oder Tage später zu antworten. Ich fand es, bei Erhalt, nicht so wichtig, sofort zu antworten und dann geht das Tage unter. Einen Rückruf nehme ich da schon eher vor.
Bei mir kommt es auf die Tageszeit an: Was in meiner Arbeitszeit aufploppt, wird, falls gerade möglich, kurz gelesen, aber nicht beantwortet. Das vertage ich auf die Mittagspause oder auf den Feierabend. Bei beruflichen Nachrichten notiere ich, dass ich xy später beantworten muss. Privates notiere ich nicht in meiner Arbeitszeit, also kann mal eine Panne passieren, dass ich an eine Nachricht nicht mehr denke. Erst recht, wenn sich in der Zwischenzeit viele neue Nachrichten angesammelt haben. Vielleicht hat deine Nachbarin ähnliche berufliche Gepflogenheiten.
Mir gefällt es nicht sonderlich, dass viel nur noch per Smartphone gemacht wird. Und ich sehe solche Nachrichten ähnlich wie früher Post – muss nicht sofort erledigt werden. Dann passiert es schon mal, dass was untergeht. Mir jedenfalls, weil teilweise viel zu viel (und so unwichtiges!) kommt. Ist nicht bös gemeint von mir, kommt aber halt vor. Da bin ich um nachhaken dankbar.
Ist es wirklich wichtig, würde ich auch eher persönlich fragen und z.B. kurz klingeln, übern Zaun rufen, grad wenn es z.B. Nachbarn sind. Alternativ würde ich lieber telefonieren.
Eine Nachbearbeitung erfolgt fast immer wegen Tiplfehlan. Gravierende Änderungen kennzeichne ich.
Auch wenn es gelänge, die Tiere vor uns zu schützen, wir hätten nichts erreicht. Erst, wenn es gelingt, die Tiere nicht mehr schützen zu müssen, sind wir am Ziel. Dann haben wir etwas verändert: uns. Michael Aufhäuser, Gründer von Gut Aiderbichl
Das Verhältnis zur Nachbarin ist ok, sie hat mich selbst auf die angemeldeten Untermieter, die demnächst statt ihrer dort eingezogen sind, hingewiesen. Sie ist nicht da. Ich hatte ja schon im Eingangsposting darauf hingewiesen, dass das für das grundsätzliche Problem irrelevant ist und wundere mich, wenn sich dann da festgehackt wird. Es geht um eine allgemeine Frage, wie ihr mit fehlenden Antworten auf Anfragen umgeht.
So eine Nachbarinnen SMS habe ich auch mal nicht beantwortet. Ich fand die Frage blöd, und da ich nicht pampig antworten wollte, mich aber zu einer freundlichen Antwort nicht durchringen konnte, habe ich es gelassen und nicht geantwortet.
Zitat von Pasdedeux im Beitrag #11Ich telefoniere auch lieber, finde es aber unaufdringlicher, eine SMS zu schreiben, falls ich den anderen in einem schlechten Moment erwische.
Da hast du natürlich recht. Aber wie ich schon meinte, wenn es mir wichtig ist, würde ich lieber anrufen, wenn es persönlich (wie eben bei Nachbarn möglich) nicht ginge. Sonst gebe ich dir recht, da nutze ich gerne SMS und notfalls frag ich halt nach. So wie mir was "durch die Lappen geht", kann es ja unabsichtlich auch anderen passieren.
Eine Nachbearbeitung erfolgt fast immer wegen Tiplfehlan. Gravierende Änderungen kennzeichne ich.
Auch wenn es gelänge, die Tiere vor uns zu schützen, wir hätten nichts erreicht. Erst, wenn es gelingt, die Tiere nicht mehr schützen zu müssen, sind wir am Ziel. Dann haben wir etwas verändert: uns. Michael Aufhäuser, Gründer von Gut Aiderbichl
Zitat von Ronja im Beitrag #12... und da ich nicht pampig antworten wollte, mich aber zu einer freundlichen Antwort nicht durchringen konnte, habe ich es gelassen und nicht geantwortet.
genau.
eigentlich impliziert deine fragestellung, padedeux, dass du findest, man sei gezwungen, auf eine frage zu antworten. aber das ist man nicht.
letztlich ist eine frage ein kommunikationsbeginn, aber wenn man aus irgendwelchen gründen (im moment) nicht kommunizieren möchte, beantwortet man die frage nicht. und die gründe, warum man nicht kommunizieren möchte, sind vielfältig.
Naja, wenn aber zum Beispiel in einer Freundschaft nie geantwortet wird, und man immer auf den anderen allein zugehen muss - ich finde da macht es sich der andere einfach nur leicht. Und es schafft auch kein Vertrauen, wenn man solche Gründe grundsätzlich nicht mitteilt. Auf solche Leute habe ich keine Lust. Man steckt ja nur Energie rein, und nichts kommt heraus.
Zitat von Pasdedeux im Beitrag #17 Auf solche Leute habe ich keine Lust. Man steckt ja nur Energie rein, und nichts kommt heraus.
Ich habe so eine Freundin. Die ist (selbstständig) und nur am Arbeiten. Zeit hat sie äußerst selten. Hab mich schon oft geärgert. Bräuchte ich sie aber dringend, wäre sie da und würde sehr viel für mich tun. Wäre dem nicht so, hätte sich das für mich lang schon erledigt
Da muss man halt schauen, ob einem das " reicht", was der andere geben kann/will, oder nicht.
Das ist richtig. "So eine Freundin" könnte aber auch - im angenommenen Fall - auch ein paar Tage später eine Nachricht schicken. Dieses im Unklaren gelassen Werden macht mich kirre.
ich persönlich warte eine weile, wenn ich auf eine frage keine antwort bekomme, frage vielleicht nach, ob meine nachricht angekommen ist, und wenn es um freunde handelt, frage ich auch, ob bei ihnen alles ok ist. denn in der regel sind (meine) freunde sehr beschäftigt und haben familie und beruf, so dass sie den fokus meist woanders haben.
eine frage allerdings wir im beispiel im ersten posting würde ich eher nicht stellen, oder wenn ich keine antwort bekäme, es darauf beruhen lassen.
Im konkreten Beispiel vermute ich, die Nachbarin hat ein schlechtes Gewissen, will sich nicht rechtfertigen, so in der Art. Deine Frage legt ja den Schluss nahe, dass dir der Zustand nicht gefällt.
Die Frage legt gar nix nahe weil wir die Verhältnisse nicht kennen.
Grundsätzlich habe ich auch das Gefühl dass viele -manche-einige Menschen im privaten Bereich inzwischen so drauf sind, dass sie zwar gerne Kontakt wollen, auch kein Ende mit dem Reden finde wenn ich anrufe aber selbst aktiv auf Fragen antworten oder selbst anrufen die Arbeit lassen die sein.