Zitat von Pasdedeux im Beitrag #17Naja, wenn aber zum Beispiel in einer Freundschaft nie geantwortet wird, und man immer auf den anderen allein zugehen muss - ich finde da macht es sich der andere einfach nur leicht. Und es schafft auch kein Vertrauen, wenn man solche Gründe grundsätzlich nicht mitteilt. Auf solche Leute habe ich keine Lust. Man steckt ja nur Energie rein, und nichts kommt heraus.
Wenn das bei manchen Freunden Standard wäre, würde mich das auch nerven. Wahrscheinlich würde ich dann mal nachfragen, warum der andere nie oder meistens nicht antwortet.
Wenn ich bemerke, dass die Initiativen bezüglich Unternehmungen etc. immer nur von mir ausgehen, dann lasse ich die "Freundschaft" einschlafen, weil ich davon ausgehe, dass beim anderen zu wenig Interesse vorhanden ist.
Betrifft es bei Dir, PDD, die grundsätzliche Initiative oder sind es nur einzelne unbeantwortete Fragen, aber der Rest der Freundschaft/Bekanntschaft läuft rund und fühlt sich gut an?
Es geht schon eher um eine allgemeine Beobachtung und daher würde es mich interessieren, wie ihr das so erlebt. Und ob. Vielleicht ist es ja auch ein Großstadtphänomen.
Und natürlich ist es immer ein Abwägen, aber für latentes Nichtantworten oder Unzuverlässigkeit muss eben auch viel in die Waagschale geworfen werden.
Ich finde, es gibt einen großen Unterschied zwischen der Nichtbeantwortung simpler Faktenfragen wie in deinem Beispiel, und der Nichtbeantwortung sonstiger Kontaktaufnahmen nach dem Motto "was machst du so, hier ist alles soweit OK, nur der Karl Uwe hat mal wieder Schnupfen" gehen. Du meintest ersteres, oder?
Bei häufiger Nichtreaktion auf Kommunikation wie im zweiten Fall würde ich schon eher eine unausgewogene Beziehung vermuten.
Wenn mir ein Freund nie oder selten antwortet, würde ich die Freundschaft überdenken. Sowas passiert aber nach meiner Erfahrung nur in Freundschaften, die sowieso schon im Sterben liegen oder nur noch einseitig so gesehen werden.
Ansonsten kann es schon vorkommen, dass erstmal nicht geantwortet wird. Manchmal hat man es übersehen, manchmal muss man nochmal drüber nachdenken. Ich würde als Absender nochmal freundlich nachfragen, wenn es dringend ist. Schließlich bin ich es, die was will.
Pasdedeux, ich bin dankbar für diesen Thread. Mich regt sowas maximal auf.
Paradebeispiel für "nicht antworten" ist meine Schwester. Wenn ihr eine Frage nicht gepasst hat, hat sie einfach nicht geantwortet.
Also auch nicht, "dazu möchte ich mich nicht äußern" oder ähnliches, sondern Funkstille.
Ich saß oft den ganzen Tag da und habe im 10 Minuten Takt das Handy gecheckt.
Inzwischen habe ich den Kontakt zu meiner Schwester komplett abgebrochen (andere Boshaftigkeiten waren der Anlaß).
Mit Hilfe meiner Psychotherapeutin habe ich herausgefunden, daß meine Schwester eine narzisstische Persönlichkeitsstörung hat und sie mich jahrelang terrorisierte.
Aber auch bei anderen Bekannten oder Dienstleistern/Ärzten o.ä. kommt es vor, daß ich keine Antwort bekomme. Da sehe ich es als Arbeitsüberlastung oder Kommunikationsstörung (Handwerker kommunizieren hier oft nur analog).
Wenn es mich nachhaltig ärgert, breche ich den Kontakt zu solchen Personen ab.
Ich betrachte es nach wie vor als sehr, sehr unhöflich, nicht zu antworten. Für ein "später" oder "melde mich" ist immer Zeit.
Ich habe einen Freund mit sehr hoher Arbeitsbelastung und intensiver Reisetätigkeit, der kriegt es ja auch auf die Reihe, zu antworten. Und das trotz einer großen Familie, die auch alle was von ihm wollen.
Ich finde es schwierig, das Verhalten anderer als Kommunikationsstörung darzustellen. Die selbständigen Handwerker, die ich kenne, antworten nicht auf SMS, weil sie arbeiten. Wenn die bei jedem Blubs sofort eine Antwort schreiben, kommen sie zu nichts mehr.
Mich persönlich nervt es ebenfalls, per SMS oder WhatsApp kontaktiert zu werden. Wenn ich meine Handynummer rausrücke, sage ich dazu, dass ich bitte keine Nachrichten bekommen möchte, weil ich es selten schaffe, sie zu beantworten, an einem Arbeitstag oft gar nicht. Das vergessen oder verdrängen die meisten nach ein paar Wochen und sind dann sauer, wenn ich nicht oder erst nach Tagen antworte.
Ich bin nicht dauerverfügbar, nur weil ich eine Handynummer besitze.
"Wenn man mit einer Regenbogenflagge rumläuft, wo ‚Peace’ draufsteht und fünf Meter weiter Leute die Reichsflagge schwenken, muss man sich schon fragen: Mit wem machen wir uns gemein?“ - Wolfgang Niedecken
Ich antworte auch öfters nicht, entweder weil ich eine Frage nicht beantworten möchte und nicht schreiben möchte "geht dich nix an" oder weil andere keine direkte Frage stellen sondern nur etwas schildern. Das vergesse ich meistens. " ala bin gut angekommen, Wetter ist toll usw." Auf sowas reagiere ich nur bei meinen Kindern.
Es kommt sicher auf das Kommunikationsverhalten des Gegenüber an.
Wenn man weiß, er/sie ist eh dauernd online (wegen Kindern oder Job) ist es schon nochmal ein Unterschied zu den besagten Handwerkern, wo man weiß, sie sind beschäftigt.
Ein anderer Aspekt, das Alter!
Junge Leute finden es normal, per Chat oder Messenger kontaktiert zu werden.
Ich persönlich mag keine Anrufe, weder aktiv noch passiv. Weil es eigentlich nie passt und immer im falschen Moment passiert. Ich bevorzuge asynchrone Kommunikation.
Mir ist gerade aufgefallen, daß ich auch nicht immer auf messages antworte. Bei pseudoerotischer Anmache zum Beispiel. Bäähh.
Zitat von Pia im Beitrag #33Ich bin nicht dauerverfügbar, nur weil ich eine Handynummer besitze.
Ich fürchte ja, dieser Irrglaube ist einfach mittlerweile Standard. Handy = immer bei sich = immer erreichbar. Nein, ich gehe auch weiterhin nur dann ans Telefon, wenn ich grad kann und will, weil grad bei Handys gibt's die Möglichkeit von Sprach- und eben auch Textnachrichten. Wenn's wichtig/dringend (nicht dasselbe ;-)) ist, antworte ich natürlich auch so schnell wie möglich. Ansonsten halt, wenn ich grad kann - sowohl zeitlich als auch geistig - und vor allem, wenn ich es nicht zwischenzeitlich vergessen habe ...
Bin mir nicht sicher, ob das früher sooo viel anders war - ich persönlich hab da auch nicht jeden Anruf/Brief etc beantwortet oder nicht gleich. Heutzutage gibt's allerdings auch mehr Impulse und das fast rund um die Uhr, da wacht man ja schon in der Früh zu massig Benachrichtigungen auf.
Wenn Freund/innen sehr langsam/kaum/gar nicht mehr auf meine Nachrichten antworten, frage oder fühle ich eventuell nach, aber egal ob Baisse oder Exitus der Freundschaft: weiß Gott wie insistieren brauch ich dann auch nicht. Wenn sie nix mehr von mir wollen, ist das halt so. Wenn sie grad nicht können, ebenfalls. Dann läuft es eh irgendwann wieder an.
Ich habe, gelernt aus meinem Job mit einem sehr hohen E-Mail-Aufkommen, mittlerweile Zeitfenster, in denen ich Nachrichten beantworte. Morgens, wenn Kind gerade aus dem Haus ist, und abends, wenn sie schläft (wenn ich nicht neben ihr eingeschlafen bin jedenfalls 😁) Sofort antworte ich so gut wie nie. Dann komme ich zu nichts anderem mehr. Halte ich auch nicht für sonderlich gesund für einen selbst. Im Job war das völlig unmöglich und ineffizient, man kann ja nicht dauernd den Griffel fallen lassen, nur weil eine Mail kommt. Hatte ich tagsüber teils sogar aus und nur morgens/mittags/abends an.
Bei Handwerkern/Dienstleister kommt es drauf an. Meistens ist doch relativ eindeutig, was der bevorzugte Kommunikationsweg ist, bei Ärzten ist es hier meist Telefon oder Mail. Handwerker Telefon oder, wenn sie es von sich aus sagen, WA. Das habe ich bisher genau 2x erlebt 😉 Bei allen anderen würde ich es nicht voraussetzen.
Meine Nachbarin hat jetzt übrigens dank foreninduziertem Nachhaken geantwortet. :-) Sie ist im Ausland und verwendet deshalb eine andere SIM-Card. Problem gelöst und ich habe meine übrigens zufriedenstellende Antwort auf meine Untermieterfrage.
Wie es im privaten Bereich aussieht, ist ja nochmal eine andere Nummer, Convallaria schrieb es ja schon. Wenn jemand aber grundsätzlich nicht reagiert, kommen wir leicht in die Ghosting-Zone. Also, die Möglichkeiten sind breit und vielfältig.
Zitat von Mendo im Beitrag #32 Für ein "später" oder "melde mich" ist immer Zeit.
Ich finde das auch besser, gerade wenn es z.B. im zwischenmenschlichen Bereich wirklich etwas zu klären gibt. Damit signalisiert man Interesse und ein "Du bist mir wichtig." Leute dann völlig im Regen stehen zu lassen, halte ich für feige.
Zitat von Mendo im Beitrag #32Ich betrachte es nach wie vor als sehr, sehr unhöflich, nicht zu antworten. Für ein "später" oder "melde mich" ist immer Zeit.
Das sehe ich tatsächlich anders. 24h bis 48h vergehen bei mir öfter mal bei Antworten. Auch bei anderen, die ich so kenne. Bei manchen Leuten frage ich dann durchaus ein zweites Mal nach, weil ich weiß, dass sie viel um die Ohren haben und meine Nachricht vermutlich im Rauschen untergegangen ist.
fettundlila ...irgendwann ist irgenwie ein andres Wort für nie... energy flows, where attention goes. .ʇɐq pǝʞooɔɹǝpun uɐ ǝʇɐ ɹǝʌǝu ʽpๅɹoʍ ǝɥʇ ǝᵷuɐɥɔ ʇ,uɐɔ uosɹǝd ǝuo pᴉɐs ɹǝʌǝoɥM
Zitat von Pasdedeux im Beitrag #1Der Grund ist eigentlich irrelevant fü die Diskussion hier, deshalb führe ich das nicht weiter aus. Wie geht ihr damit um?
Was mir beim Nachlesen aufgefallen ist - ich hätte mich auch auf deinen EP bezogen, weil das ein spezieller Fall und schließe mich da #5 an. Schön, dass du inzwischen schon Antwort erhalten hast. Was ich mich noch frage, wenn die beschriebene Situation irrelevant ist, wieso erwähnst du sie dann, statt die Frage ganz allgemein zu formulieren? Hatte das einen speziellen Grund?
Zitat von Mendo im Beitrag #32Also auch nicht, "dazu möchte ich mich nicht äußern" oder ähnliches, sondern Funkstille.
Das würde ich nicht antworten, weil Menschen meiner Erfahrung nach dann meistens erst recht nachfragen oder weiter kommunizieren. Das ist selten eine zufriedene Antwort für das Gegenüber.
Zitat von Borghild im Beitrag #41Das sehe ich tatsächlich anders. 24h bis 48h vergehen bei mir öfter mal bei Antworten. Auch bei anderen, die ich so kenne. Bei manchen Leuten frage ich dann durchaus ein zweites Mal nach, weil ich weiß, dass sie viel um die Ohren haben und meine Nachricht vermutlich im Rauschen untergegangen ist.
Das ist bei mir ähnlich. Ich überfliege zwar oft die Nachrichten, um zu schauen, ob es was für mich Wichtiges drinnen steht, aber für eine Antwort muss man manchmal warten. Ist in meinem Umfeld aber kein großes Thema. Zumindest äußert sich niemand dazu. Ich versuche, mir einmal die Woche Zeit zu nehmen, um alle Kanäle durchzuschauen und auf das zu antworten, was noch liegen geblieben ist. Nicht immer verfügbar sein zu müssen, ist für meine Psychohygiene super wichtig. Meine liebsten Menschen wissen jedoch, wenn es brennt, bin ich da, sobald ich es lese/sehe, ohne wenn und aber.
Wir Frauen brauchen keine Männer, die uns beschützen. Wir brauchen Männer, die andere Männer NICHT beschützen. - Inge Bell -
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Adp, es hatte einfach den Grund, dass es der Anlass für mich war, diese allgemeine Frage zu stellen. Und es schien mir in dem Moment außerdem ganz gut zu verdeutlichen, dass meine Frage kein Blabla war, sondern eine anzunehmenden berechtigten Anlass hatte (eben Mietsache). Keine der im #5 angenommenen Gründe traf ja nun glücklicherweise zu.
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Pdd meine Antwort warvzweigeteilt. Einmal der Hinweis auf einen anderen Beitrag dass uns -dem Forum -die Umstände nicht bekannt sind und Vermutungen zur Nichtantwort deshalb sinnlos sind.
Dann meine allgemeine Beobachtung/Gefühl dass die Umgangsformen „ ich antworte oder antworte nicht wenn ich angesprochen werde „ zunimmt. Ich hoffe, ich konnte jetzt trotz Nicht-Zitiererei deine Frage beantworten.
Zitat von Mendo im Beitrag #32Für ein "später" oder "melde mich" ist immer Zeit.
Nein. Wie kommst Du da drauf? Wenn ich im Meeting bin, im Auto, beim Kunden, im OP, in der Werkstatt, im Stall, habe ich doch kein Handy in der Hand?
"Wenn man mit einer Regenbogenflagge rumläuft, wo ‚Peace’ draufsteht und fünf Meter weiter Leute die Reichsflagge schwenken, muss man sich schon fragen: Mit wem machen wir uns gemein?“ - Wolfgang Niedecken
..... Heute habe ich ganz offiziell eine Freundschaft gekündigt
Tatsächlich aus dem Grund
Mich beschäftigt dieses Thema "Meldeverhalten, Reaktion ja, wann, nein" derzeit ganz intensiv
Bei o.g. Freundschaft war es die ersten Jahre sehr intensiv und ausgeglichen
Dann wurde es in meinem Empfinden einseitig und wurde mit Stress deklariert Soviel Streß wars dann nicht, denn sehr viele andere Kontakte wurden intensiv gepflegt
Das hat sie abgestritten und mir erklärt, dass eine Freundschaft frei sein solle
Mir dann ca 3 Jahre ständig im vorbeigehen zugerufen"wir müssen uns mal wieder treffen " Aber ich arbeite nur und habe keine sozialen Kontakte mehr (s.o)
Und nun, wie Phönix aus der Asche kommen Sehnsuchtsnachrichten
Ich fühlte mich nicht frei in dieser Beziehung sondern wie ein Möbelstück
Sorry, ist wohl bisschen unverständlich beschrieben und ohne Zusammenhang kaum nachvollziehbar
Aber mich macht es auch kirre, wenn jemand nicht antwortet
Finde es mega, wie du aqua, einmal die Woche nachschaust, ob und wer sich gemeldet hat