Es gibt einen anderen Strang mit dem groben Ziel, eine Weile mit 25 Euro pro Woche für Essen und Trinken auszukommen. Da es dort nicht erwünscht ist, mitzuschreiben, wenn man nicht konkret teilnimmt und auch keine Rückfragen gestellt werden dürfen, soll es hier für eher allgemein interessierte User weitergehen.
Ich zitiere mich mal selbst aus dem anderen Strang:
ZitatAlso, ich habe ja schon erklärt, dass ich nicht mitmache - es passt nicht in mein Leben und ich habe auch keinen Druck dazu. Ich weiß, was ich ungefähr ausgebe und hätte schon Ideen, wo man da instantly was einsparen kann, trotzdem ist mir klar, dass das mit 25 Euro sehr sehr ambitioniert ist. Erkenntnisgewinn also schon vorweggenommen. Ich fände ehrlich gesagt auch schon 35 Euro ambitioniert für jemanden, der bisher nicht darauf geachtet hat. Ist ungefähr vergleichbar mit dem Ansatz, 20 kg bis Weihnachten abzunehmen.
Falls jemand mal an einer echten Challenge interessiert ist, mit fest definierten Regeln für alle und einem Ziel (Spende für guten Zweck zum Beispiel), könnte ich mir das aber vorstellen. Am besten im Januar, da mache ich sowieso Dry January und die Weihnachtsschlemmerei ist vorbei.
Wie ist es mit Euch? Könntet Ihr Euch sowas vorstellen, unter welchen Voraussetzungen? Was könnte die Motivation sein? Haltet Ihr das für erfolgversprechend, ohne dass irgendein „Zug“ dahinter ist? Wie würdet Ihr das angehen, mit einem Wochen- oder Monatsbudget? Würde man Vorräte oder Gratismahlzeiten mit einbeziehen?
Lebt vielleicht schon jemand so, aus welchen Gründen?
Rezepte oder konkrete Einkaufs-/Kochlisten, theoretisch oder erprobt, finde ich gut, würde mir aber wünschen:
- Bitte nicht einfach nur Einzelrezepte posten, die man aus dem Bauch heraus für günstig hält, sondern ungefähren Preis auf Basis günstigster Einkaufskosten kalkulieren. - Kalorien/Nährstoffwerte on top wären ein Bonus. - Bitte nach Möglichkeit den ganzen Tag auflisten, mich interessiert, was und wann man am restlichen Tag isst, nur von der warmen Hauptmahlzeit ist man ja nicht ernährt.
Kritische Analyse ist ausdrücklich erlaubt. Man übersieht doch manche Details, die sich in der Theorie ganz simpel anhören.
Kritisch an der geringen Summe von 25€ sehe ich (auf längere Sicht, für zwei Wochen dürfte das vernachlässigbar sein) die Problematik genug Eiweiß und gute Fette kaufen zu können. Darüber hinaus den fast erzwungenen Einkauf von konventionell erzeugten tierischen Lebensmitteln, wenn man denn Milchprodukte und Eier, möglicherweise sogar Fleisch und Fisch konsumieren will. Eine ähnliche Problematik sehe ich bei Kaffee/Kakao/Schokolade, die man bei dem Budget nicht in bio und/oder Fairtrade kaufen kann. Da das Einkaufsverhalten zu ändern, nur um im Preisrahmen einer Challege zu bleiben, und nun zu anderen Produkten der gleichen Produktgruppe zu greifen, obwohl das eigentliche Budget durchaus die (Beispiel!) Bioeier hergeben würde, halte ich für unsinnig. Zwei Wochen auf Kaffee zu verzichten fände ich hingegen voll ok. Verständlich?
fettundlila ...irgendwann ist irgenwie ein andres Wort für nie... energy flows, where attention goes. .ʇɐq pǝʞooɔɹǝpun uɐ ǝʇɐ ɹǝʌǝu ʽpๅɹoʍ ǝɥʇ ǝᵷuɐɥɔ ʇ,uɐɔ uosɹǝd ǝuo pᴉɐs ɹǝʌǝoɥM
Zitat von luciernago im Beitrag #3Erst mal eine kleine Frage zur Kalorienzufuhr: rechnest du das jeden Tag? Ich rechne nie, sondern merke ja, wenn der Gürtel spannt.
Nö. Ich habe mal eine Zeitlang interessehalber getrackt, im Moment gibt es dafür keine Notwendigkeit. Wenn es um die Frage geht, wie man mit möglichst wenig Geld möglichst gut genährt wird, würde ich das aber natürlich berücksichtigen.
ich sehe in puncto Zufuhr ungesättigter Fette kein grosses Problem. Wir haben - zumindest hier - sehr viele internationale Läden, wo man Olivenöl zu moderaten Preisen bekommt.
Was die Proteinzufuhr angeht, denke ich, das ist hinzubekommen. Pro Kilo Körpergewicht sollte man - habe grad mal gegoogelt - 0,8 g Protein zu sich nehmen. Das sollte mit Hülsenfrüchten und Nüssen hinzubekommen sein.
Borghild, das was du anführst ist zwar theoretisch so aber ich denke praktisch nicht. Viele kaufen auch mit deutlich mehr Budget kein Bio, ich kenne in meinem Umfeld zahlreiche Menschen die sich keinerlei Gedanken um Ernährung machen- die gehen täglich nach der Arbeit in den Supermarkt und kaufen worauf sie Appetit haben. Da wird keine Gedanke an Bio, Vollwertigkeit, Zusatzstoffe usw. gemacht
Ich habe oft Freunde meiner Kinder hier, die sehr erstaunt sind das wir nur Bio kaufen und es die konventionellen Süßigkeiten hier nicht gibt... was ihr habt kein Haribo etc.?
Zitat von luciernago im Beitrag #6Was die Proteinzufuhr angeht, denke ich, das ist hinzubekommen. Pro Kilo Körpergewicht sollte man - habe grad mal gegoogelt - 0,8 g Protein zu sich nehmen. Das sollte mit Hülsenfrüchten und Nüssen hinzubekommen sein.
Je nachdem wieviel du wiegst ist das nicht ganz so einfach. Da musst du schon ganz schön viel von denen verspeisen. Protein war letztes Jahr mein Thema und nach mehrmaligem Aufschreiben stellte ich fest - reicht nicht.
Menschen können nicht irgendein Leben führen, sondern nur ihr eigenes. Remo Largo
Ich weiß eigentlich auch bei konventionellem Einkauf noch nicht, wie man das macht. Wir hatten im anderen Strang ja schon festgestellt, dass der angepeilte Betrag noch weniger ist als das, was einem Bürgergeldempfänger zusteht. Ich hatte gestern angefangen mit einer Liste, was ich wohl in Woche 1 kaufen würde, aber mir fehlt noch ein bisschen die Phantasie, was man dann kocht, ohne sich komplett zu kasteien. Eigentlich läuft es wahrscheinlich meistens auf Reis mit Gemüse, Linsen mit Gemüse, Kartoffeln mit Gemüse usw. hinaus, gelegentlich begleitet von etwas Käse, Hackfleisch, Schinken oder so.
Luci, ein bestimmtes Rezept habe ich nicht im Auge, für mich ist Magerquark das Lebensmittel der Wahl - günstig und mit 13 gr. Eiweiß/100gr sehr gehaltvoll. Es gibt noch höher eiweißhaltiges wie Fisch, Fleisch und Tofu - ist dann aber ein Kostenfaktor. Als Gericht dann zB.Kartoffeln mit Kräuterquark.
Menschen können nicht irgendein Leben führen, sondern nur ihr eigenes. Remo Largo
Kritisch an der Diskussion (habe mich im anderen Strang bewusst rausgehalten) sehe ich den Aspekt mit den Pilzen und Beeren. Ich kenne mich mit Pilzen ganz gut aus und sammele sie wirklich gerne, ein gutes Gefühl, mal eine Mahlzeit "für umme" aus dem Wald geholt zu haben, aber ich denke, das kann immer nur eine ganz marginale (und noch dazu saisonale) Ergänzung der täglichen Ernährung sein. Das gleiche gilt für Beeren. Ich finde hier im Rhein-Main-Ballungsgebiet allenfalls mal ein paar Brombeeren am Wegesrand. Ok, die kann man in den Quark rühren, aber satt wird man davon nicht.
Zitat von luciernago im Beitrag #6Wir haben - zumindest hier - sehr viele internationale Läden, wo man Olivenöl zu moderaten Preisen bekommt.
Bitte werde konkret: Was ist ein moderater Literpreis?
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Zitat von Iceman im Beitrag #12Kritisch an der Diskussion (habe mich im anderen Strang bewusst rausgehalten) sehe ich den Aspekt mit den Pilzen und Beeren. Ich kenne mich mit Pilzen ganz gut aus und sammele sie wirklich gerne, ein gutes Gefühl, mal eine Mahlzeit "für umme" aus dem Wald geholt zu haben, aber das kann immer nur eine ganz marginale (und noch dazu saisonale) Ergänzung der täglichen Ernährung sein. Das gleiche gilt für Beeren. Ich finde hier im Rhein-Main-Ballungsgebiet allenfalls mal ein paar Brombeeren. Ok, die kann man in den Quark rühren, aber satt wird man davon nicht.
Also, das Thema mit dem "Geh doch Angeln und Jagen" wollte ich auch nicht unbedingt mit hier rübernehmen.
Ok, sorry, musste ich mal loswerden Was ich sagen will, ist, dass man durchaus mal (mit Genuss) satt wird, wenn man Glück hat und eine große Menge Steinpilze findet, aber dass man das nicht fest und dauerhaft "einpreisen" kann.
PS: Zumal ich von hier bis zu einigen halbwegs sicheren Steinpilz-Fundstellen im Spessart ca. 30-40 Kilometer fahren muss, also Spritkosten habe.
Danke für den Strang, ich schaffe das auch nicht, allein schon wegen der Rechnerei. Wie ich schon drüben geschrieben habe - ich will im Moment ausgeuferte Vorräte abbauen plus mehr auf Preise/Angebote achten bei Frischem. Allerdings kaufe ich Bio wo möglich, dadurch würde ich es auch nicht hin bekommen mit 25 EUR.
Protein: Magerquark ist auch mein Ding, besonders an Tagen an denen ich kein Fleisch/Fisch esse. Ich mische den Quark gerne mit etwas Joghurt (3,5%) dann passt es für mich, Konsistenz und Geschmack. Entweder würzig als Ergänzung zu Kartoffeln (mit Curry!) oder süß mit Früchten.
@Iceman: Nee, ist ja ok, es war ja auch Teil meiner Eingangsfrage, ob man bei einer Challenge Gratis-Lebensmittel mit in die Kalkulation einbeziehen würde. Ernte aus der Natur, Einladungen, Gratiskaffee im Büro usw.
Was die Proteinzufuhr angeht, denke ich, das ist hinzubekommen. Pro Kilo Körpergewicht sollte man - habe grad mal gegoogelt - 0,8 g Protein zu sich nehmen. Das sollte mit Hülsenfrüchten und Nüssen hinzubekommen sein.
Walnusskerne haben 15 g Protein pro 100g. Da müsstest du als Mensch ab 65 bei einem Körpergewicht von 70 kg pro Tag fast 500g essen, um auf den empfohlenen Wert zu kommen.
Ab 65 Jahren soll es 1 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht sein.
Zitat von mühe1 im Beitrag #17@Iceman: Nee, ist ja ok, es war ja auch Teil meiner Eingangsfrage, ob man bei einer Challenge Gratis-Lebensmittel mit in die Kalkulation einbeziehen würde. Ernte aus der Natur, Einladungen, Gratiskaffee im Büro usw.
die frage wurde unter anderem auch von mir dir mehrfach beantwortet es stimmt uebrigens nicht, das man dich drueben nicht dabei haben wollte, aber du faengst in diesem strang schon wieder genauso an, das du alles fuenfmal fragst, oder hinterfragst, obwohl du schon einige antworten darauf bekommen hast
alone we can do soo little together we can do so much
Zitat von Borghild im Beitrag #2Problematik genug Eiweiß und gute Fette kaufen zu können. Darüber hinaus den fast erzwungenen Einkauf von konventionell erzeugten tierischen Lebensmitteln, wenn man denn Milchprodukte und Eier, möglicherweise sogar Fleisch und Fisch konsumieren will. Eine ähnliche Problematik sehe ich bei Kaffee/Kakao/Schokolade, die man bei dem Budget nicht in bio und/oder Fairtrade kaufen kann
Jein. Natürlich schafft man es nicht oder nur sehr schwer, mit 25€ pro Person auch noch Bio, fairtrade usw. zu kaufen. Wenn man mit 25€ auskommen muss, weil es nicht anders geht, würde ich auf Bio und fairtrade verzichten, das sollen dann bitte wohlhabenderen machen. Im Rahmen einer Challenge für einige Zeit mit so wenig auszukommen finde ich trotzdem auch für andere hilfreich. Es hilft, sich darauf zu besinnen, was man wirklich braucht, was nötig, was unnötig ist. Wenn man dann nach der Challenge einen Teil des eingesparten Geldes verwendet, um sich qualitativ hochwertigere Waren, Bio oder dergleichen zu kaufen. So eine Challenge svhärft den Blick für den eigenen Konsum.
Ansonsten ist Bio auch gar nicht immer teurer. Ich werfe immer wieder gerne die stückigen Tomaten in den Raum, die bei Aldi aktuell für 79ct im Angebot sind, beim DM nebenan aber regulär für 65ct in Bioqualität zu haben sind.
"Wenn man mit einer Regenbogenflagge rumläuft, wo ‚Peace’ draufsteht und fünf Meter weiter Leute die Reichsflagge schwenken, muss man sich schon fragen: Mit wem machen wir uns gemein?“ - Wolfgang Niedecken
Zitat von luciernago im Beitrag #6Was die Proteinzufuhr angeht, denke ich, das ist hinzubekommen. Pro Kilo Körpergewicht sollte man - habe grad mal gegoogelt - 0,8 g Protein zu sich nehmen. Das sollte mit Hülsenfrüchten und Nüssen hinzubekommen sein.
Wie geht sich das denn mit dem Budget aus? Nüsse sind ja nicht so günstig und man braucht ja schon eine Menge.
Ich glaube, ich müsste mein Budget sowieso an die österreichischen Preise anpassen. Jagen, Fischen, Sammeln usw. geht sich hier auch nicht aus.
Vorstellen kann ich es mir, für einen begrenzten Zeitraum, wo ich über das gesamte Budget von Anfang an verfüge. Dann kann ich größere Mengen einkaufen und planen. Wenn ich Vorräte aufbrauche und nicht nachkaufe, würde ich sie mit einbeziehen in die Kalkulation, sonst nicht. Gratisessen würde ich nur dann mitrechnen, wenn ich es regelmäßig konsumieren kann. Eine einmalige Einladung nicht.
Zum jetzigen Zeitpunkt ist das gar nichts für mich, ich lese aber interessiert mit, hier wie drüben.
Wir Frauen brauchen keine Männer, die uns beschützen. Wir brauchen Männer, die andere Männer NICHT beschützen. - Inge Bell -
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Zitat von luciernago im Beitrag #6Was die Proteinzufuhr angeht, denke ich, das ist hinzubekommen. Pro Kilo Körpergewicht sollte man - habe grad mal gegoogelt - 0,8 g Protein zu sich nehmen. Das sollte mit Hülsenfrüchten und Nüssen hinzubekommen sein.
Bitte mal konkret vorrechnen. Danke.
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Zitat von Pia im Beitrag #20Im Rahmen einer Challenge für einige Zeit mit so wenig auszukommen finde ich trotzdem auch für andere hilfreich. Es hilft, sich darauf zu besinnen, was man wirklich braucht, was nötig, was unnötig ist.
Für realistische Ergebnisse muss die Challenge meines Erachtens dann aber mindestens drei Monate dauern. Besser wäre noch länger.
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Ist vielleicht ein blöder Vergleich, aber guckt jemand von Euch gern so Outdoorchallenges wie "7 vs. Wild"? 7 vs. Wild geht über eine Woche (gut, neue Staffel über zwei Wochen), da kann man als gesunder Mensch auch mal nichts essen oder nur Blaubeeren. Guckt mal zum Vergleich "Alone" auf Netflix, das dauert mehrere Monate. Da geht es dann schon ans Eingemachte. Beziehungsweise eben nicht ans Eingemachte, weil man das nicht hat. ;-)
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