Was sich auch "gut rechnet" sind Sonnenblumenkerne.
Bei Aldi kosten 650g in Bio 1,99 , das sind 3,06 pro Kilogramm.
Auf 100g sind es 491 kcal und 26 g Protein. Das ist proteinreich, denn pro Gramm Protein sind es weniger als 20 kcal - und der Durchschnitt, den man anstreben muss, ist 30.
Zitat von Martijntje im Beitrag #100Ich habe Unverträglichkeiten. Dazu fehlt mir ein Stück Darm, nach Möglichkeit nur low carb und nur gering mit Gluten. Zucker gar nicht.
Das tut mir sehr leid. Da musst Du mit der Ernährung echt aufpassen.
Zitat von Marta-Agata im Beitrag #101Das ist proteinreich, denn pro Gramm Protein sind es weniger als 20 kcal - und der Durchschnitt, den man anstreben muss, ist 30.
Eigentlich sind es 0,8 - 1 g pro kg Körpergewicht.
Aber trotzdem sind sonnenblumenkerne gut, weil sie pro geldeinheit eine ganze Menge Protein bieten.
Zitat von Lea58 im Beitrag #84Insgesamt am Tag: 6,42€ - würde also bei Weitem nicht aufgehen mit 25 Euro/Woche. Ich finde schon frustrierend wie weit ich von der gesetzten Marke weg bin.
Ich finde es eher krass, dass dein "Sparmenü" auch noch über dem Bürgergeldbudget liegt. Sprich, um den Satz zu "schaffen", müsstest du dich definitiv noch beschränken.
Weswegen diese tolle Festsetzung des "Ernährungsanteils" auch von vornherein Unfug war. Wer mal langzeit von Bürgergeld/Hartz abhängig war, weiß: es geht überproportional ins Überleben, sprich: Essen. Dafür mangelt es dann noch mehr an Klamotten (aber es gibt ja die tollen Kleiderkammern oder Kik, wo sich zumindest in der Brigitte immer mal gern echauffiert wurde, dass man den Armen ihr Armsein so degoutant am "Kik-Chic" ansähe), an vernünftigen Brillen (abgeplatzte, ausgeblichene etc. Gestelle), an Fördermaterialien für die Kinder, an vernünftigen Schuhen für alle Altersgruppen ... Hobby, Bücherei? Unmachbar, oft trotz "Nachlässen".
Oder man "spart es sich vom Munde ab", geht also auf Dauer in die Mangelernährung oder gar den Hunger - denn auch die Tafelalmosen sind nicht für alle erreichbar. Aufnahmestopp oder auch nicht barrierefreie Location/mangelnde barrierefreie Erreichbarkeit mit Öffis seien mal 2 Stichworte dazu.
Was ist klein, grün und dreieckig? - Ein kleines grünes Dreieck! (copyright: mein Neffe als Kleines)
Bei Lea (Danke für die Aufstellung!) sieht man ja sehr gut, dass das gekochte Essen preiswerter ist als die Brotzeit.
Deshalb koche ich, wenn ich sparen muss eher mehr. Und ja, die kleinen Dinge machen es. Mir war gar nicht mehr bewusst, wie viel ich dadurch spare, dass wir nur Leitungswasser und preiswerten Kaffee trinken. Im Winter auch mal Tee, aber das ist die Preisklasse 1€ für 25 Beutel, also 4ct pro Beutel. Kaffee kostet im Angebot das Pfund 4€, wir sind da nicht anspruchsvoll, macht keine 10ct pro Tasse.
Was mich gewundert hat, war der Preis für den Kleinkram, so etwas wie 0,18€ für einen TL Leinöl. Ein TL sind doch nur 5ml, das macht bei unserem Leinöl gerade mal 3ct. So geht es mir auch mit einigen anderen Produkten, bist Du Dir sicher, Lea, dass das so teuer ist? Falls ja, kann man daran sehr schön sehen, dass der Gewinn im Einkauf liegt.
Das ist übrigens nicht als Kritik gemeint, ich verstehe Leas Auflistung als wirklich interessante Bestandsaufnahme. Aber ich denke nicht, dass man daraus schon ableiten kann, wieviel man täglich braucht, da scheint noch reichlich Optimierungspotenzial drin.
"Wenn man mit einer Regenbogenflagge rumläuft, wo ‚Peace’ draufsteht und fünf Meter weiter Leute die Reichsflagge schwenken, muss man sich schon fragen: Mit wem machen wir uns gemein?“ - Wolfgang Niedecken
Lese interessiert mit. "Geschenkt ist geschenkt", denke ich, und würde mitgegebene Reste vom Familienfest, in der Gemeinde zum Mitnehmen abgestelltes oder vom Nachbarn geschenktes Obst... nicht mitrechnen. Aufgebrauchte Vorräte aus Hamsterzeiten ach nicht.
Zu den Kleinmengen: Das waren alles Schätzungen, sowohl bei den Mengen wie teilweise auch Preisen, im Zweifel nach oben aufgerundet. Ich habe z. B. keine Ahnung, ob für Zimt und Kardamom im Frühstücksmüsli 10 Ct. realistisch sind, wollte es aber auch nicht unter den Tisch fallen lassen.
Mein Leinöl messe ich nie ab, da kommt immer ein Schwupps auf's Müsli. Wie viele Schwuppse ich aus einer 100 ml Flasche raushole, habe ich auch nie gezählt. Da weiß ich aber, dass die Flasche, hergestellt in einer regionalen Ölmühle, 3,60 Euro kostet. Kaufe ich bei meinem "Eiermann" und habe dann das Geld für Eier und Öl meist abgezählt in der Tasche. Eine größere Flasche wäre etwas günstiger, aber beim Leinöl kommt es halt auch auf die Frische an.
"Bescheidenheit ist die subtilste Form von Arroganz." Sprichwort
Gibt es bei euch in der Nähe die Fundgrube? Da kaufen wir oft unsere Kartoffeln, Zwiebeln, Karotten, manchmal Äpfel, Kohl, Knoblauch in riesigen Säcken zu beschämend kleinen Preisen. Da ist nichts bio, aber (bei uns in der Filiale) alles regional/saisonal. Wir sind zu zweit, kochen sehr gerne und täglich und oft für Freunde/Familie/die Zukunft mit, deshalb lohnt sich für uns die Menge und wir müssen nie etwas weg schmeißen. Für Single-Haushalte also eher nicht geeignet, aber wirklich sehr sehr sehr günstig, da kann bislang kein Discounter oder Supermarkt mithalten. Ich kann gerne das nächste Mal die konkreten Preise hier aufschreiben. Und zum Thema: mit Grundnahrungsmitteln kocht man immer das Gleiche (das Beispiel war hier vorhin "Kartoffeln mit Gemüse"), das sehe ich gar nicht so - gerade Kartoffeln sind so vielseitig! Salzkartoffeln, Pellkartoffeln, Kartoffelsuppe, Kartoffelpfannkuchen, Rösti, Aufläufe........ Und dann bekommen wir öfter auch Lebensmittel aus unserem Umfeld geschenkt: Zucchini, Kürbisse, Äpfel von den Hobbygärtnern um uns herum, die während der Saison nicht mehr wissen, wohin damit, Eier, Honig und glückliche Wurst von einem begeisterten Familienmitglied, das fast komplett autark lebt. Wir brauchen bestimmt mehr als 25 € in der Woche und müssen auch nicht sparen, halten aber die Gierflation (sellers inflation) im Lebensmittelbereich für eine Unverschämtheit.
Zitat von Kleines grünes Dreieck im Beitrag #104 Weswegen diese tolle Festsetzung des "Ernährungsanteils" auch von vornherein Unfug war. Wer mal langzeit von Bürgergeld/Hartz abhängig war, weiß: es geht überproportional ins Überleben, sprich: Essen...
Das hängt ja dann auch noch von der Person ab. Wir haben eine Freundin, die schon lange und dauerhaft auf staatliche Unterstützung angewiesen ist plus 100 Euro/Monat aus einem Job.
Das ist eine kleine zierliche Person, die krankheitsbedingt nur relativ wenig körperlich aktiv sein kann. Und sie ist vielseitig gebildet und hat Kindheitserfahrung aus den 60er Jahren in einem kinderreichen Haushalt bei einem Normal-Alleinverdiener. Sie hat sich gut mit dem wenigen verfügbaren Einkommen eingerichtet.
Bei einem Jugendlichen 1,90 Meter-Mann mit Beeinträchtigungen sieht es bei dem festgesetzten Ansatz sicher deutlich anders aus. Der hat ja ganz andere Bedürfnisse.
"Bescheidenheit ist die subtilste Form von Arroganz." Sprichwort
Zitat von Lea58 im Beitrag #107Zu den Kleinmengen: Das waren alles Schätzungen, sowohl bei den Mengen wie teilweise auch Preisen, im Zweifel nach oben aufgerundet. Ich habe z. B. keine Ahnung, ob für Zimt und Kardamom im Frühstücksmüsli 10 Ct. realistisch sind, wollte es aber auch nicht unter den Tisch fallen lassen.
Mein Leinöl messe ich nie ab, da kommt immer ein Schwupps auf's Müsli. Wie viele Schwuppse ich aus einer 100 ml Flasche raushole, habe ich auch nie gezählt. Da weiß ich aber, dass die Flasche, hergestellt in einer regionalen Ölmühle, 3,60 Euro kostet. Kaufe ich bei meinem "Eiermann" und habe dann das Geld für Eier und Öl meist abgezählt in der Tasche. Eine größere Flasche wäre etwas günstiger, aber beim Leinöl kommt es halt auch auf die Frische an.
Da müsstest Du wahrscheinlich dann auf ein günstigeres Öl umsteigen.
Die Gewürze sind, denke ich, zu hoch angesetzt. Ich hab hier ein Döschen Zimt, das ist schon ewig im Gebrauch und noch lange nicht leer. Ich müsste dafür aber den Schuss Ahornsirup einsparen, der auf meine Oats kommt. Das sind ungefähr 10 ml, entspricht 0,20 Euro.
Abgemessen habe ich auch nicht. Ich neige auch dazu, bei Kleinmengen großzügig nach oben aufzurunden. Das funktioniert auch, wenn man größere Mengen mit wenigen Komponenten kocht. Beim Frühstücksmüsli aus x verschiedenen Einzelteilen und kleinsten Mengen verschätzt man sich jedoch gerne grob.
"Wenn man mit einer Regenbogenflagge rumläuft, wo ‚Peace’ draufsteht und fünf Meter weiter Leute die Reichsflagge schwenken, muss man sich schon fragen: Mit wem machen wir uns gemein?“ - Wolfgang Niedecken
Zitat von Marta-Agata im Beitrag #101Das ist proteinreich, denn pro Gramm Protein sind es weniger als 20 kcal - und der Durchschnitt, den man anstreben muss, ist 30.
Eigentlich sind es 0,8 - 1 g pro kg Körpergewicht.
Aber trotzdem sind sonnenblumenkerne gut, weil sie pro geldeinheit eine ganze Menge Protein bieten.
Ja, 0,8 - 1 g pro kg Körpergewicht, klar.
Die 30 sollen bedeuten, wieviel Kalorien durchschnittlich auf 1g Protein kommen darf. Da rechne ich z.B. 1800 kcal und 60g Protein.
Zitat von Kleines grünes Dreieck im Beitrag #104Weswegen diese tolle Festsetzung des "Ernährungsanteils" auch von vornherein Unfug war.
Diese Beträge werden aus Statistiken abgeleitet. Es wird stichprobenweise erhoben, wofür Haushalte mit geringem Einkommen ihr Geld ausgeben. Ich finde (bzw. fand vor den drastischen Preiserhöhungen) den Lebensmittelteil recht hoch angesetzt, aber viele andere Posten niedrig. Oder anders ausgedrückt: Ich denke (soweit man das auf Vorrat sich vorstellen kann), wenn ich von Bürgergeld leben müsste, würde ich am Essen sparen und weniger als den Betrag ausgeben, um eben für andere Dinge etwas mehr Geld haben als angesetzt.
Von der Realität hat hier eigentlich niemand eine Ahnung.
Niemand hat hier offensichtlich schon einmal an einem Tresen gestanden, wo auch heutzutage Schweinepfoten frisch oder gepökelt reißenden Absatz finden.
Gestern stand ich auch vor geräucherten Putenflügeln, also wirklich den Spitzen, wo kaum Fleisch dran ist…
Geflügelhälse sind begehrt.
Hauptsache billig….
Im Regal findet man auch Tuben mit so einer Art Wurst, wo schon drauf steht, dass sie aus Separatorenfleisch kreiert worden ist.
Wird alles gut verkauft.
Da findet man die wirklich arme Rentnerin, die sich schämt, beim Amt Hilfe zu beantragen, die an der Kasse ihr Kleingeld zusammen zählt.
Ansonsten kaufen dort viele Südosteuropäer ein.
Ich kaufe dort gelegentlich. Und mit Sicherheit kein Separatorenfleisch.
Soweit ist es dann doch noch nicht.
Ich möchte nur aufzeigen, wie man sich mit wenig Geld eben einrichtet.
Right or wrong: This is the road — and we are on it.
Ich finde, du machst das wirklich gut. Schwacher Trost, ich weiß.
Ich habe ja schon zu Anfang geschrieben, dass ich das extrem ambitioniert finde. Darum hatte ich mich in dem anderen Strang auch gewundert, dass Leute so begeistert eingestiegen sind. Das macht man eigentlich nicht ohne Not, es sei denn, man mag gern extreme Challenges.
Hier wie dort hat sich dann gezeigt, dass die Leute es meist sooooo doch nicht meinen. Sondern eher Einkaufen für 25-30 Euro, für 15 Euro aus dem Vorrat essen und für 20 Euro was umsonst bekommen.
Martijntje, ich kenne das. Und ich bin daher auch gar nicht verwundert, dass die Sätze, die sich wie Marta-Agata ja korrekt schrieb, aus den Ausgaben der finanziell unteren Bevölkerungsschichten ableiten, so sind wie sie sind. Wobei man ob der Kostensteigerung der vergangenen zwei Jahre dann doch mal schlucken muss.
Im Moment führen wir hier Luxusdiskussionen. Ob man das Leinöl für 18ct pro Löffel oder für 3ct kauft ist irrelevant, wenn man sich eh nur Haferflocken mit Milch leisten kann. Das meine ich gar nicht despektierlich.
Mit Hühnerhälsen etc., je einem Sack Möhren und Kartoffeln, etwas Mich und Äpfeln bekommt man viele Leute lange satt. Das wäre aber nicht mein Ziel hier im Strang, mit den 25€ kann man sich sogar ein wenig mehr leisten.
Wobei das auch eine Frage des Arbeitseinsatzes ist. Wenn ich statt (teures) Brot zu essen, zweimal koche, spare ich viel, gäbe aber mehr Arbeit, die in meinem Alltag nicht unterbekomme. Oder wenn ich im Essen die teuren gekauften Gnocchi durch preiswerte selbstgemachte ersetze, die auch noch wesentlich besser schmecken, aber halt mehr Zeit benötigen.
"Wenn man mit einer Regenbogenflagge rumläuft, wo ‚Peace’ draufsteht und fünf Meter weiter Leute die Reichsflagge schwenken, muss man sich schon fragen: Mit wem machen wir uns gemein?“ - Wolfgang Niedecken
Zitat von Pia im Beitrag #112 Beim Frühstücksmüsli aus x verschiedenen Einzelteilen und kleinsten Mengen verschätzt man sich jedoch gerne grob.
Ich hab ja eine Weile mit fddb getrackt, da habe ich mir meine Standardkombination Overnight Oats mal gespeichert. Aber sonst misst man im Alltag natürlich nicht, gerade nicht bei Komponenten, die man so aus dem Handgelenk schüttet.
Zitat von mühe1 im Beitrag #117Hier wie dort hat sich dann gezeigt, dass die Leute es meist sooooo doch nicht meinen. Sondern eher Einkaufen für 25-30 Euro, für 15 Euro aus dem Vorrat essen und für 20 Euro was umsonst bekommen.
So lese ich das bei den meisten nicht. Meine Vorräte sind mir wurscht. Ich rechne einfach jeden Tag, was ich verbrauche (oder aufgrund schlechter Planung vernichten) und setze den aktuellen Preis an, egal ob gerade gekauft oder schon 6 Monate im Vorrat. Umsonst bekomme ich fast nichts, außer vielleicht mal einer Handvoll Walnüsse beim Spaziergang, die Kräuter im Kasten habe ich irgendwann mal gekauft, aber die stehen da seit Jahren drin, das sind einstellige Centbeträge, wenn überhaupt.
Einkaufen für 25-30 trifft dann schon eher zu, aber genau deshalb mache ich die Challenge ja auch nicht mit. Für mich käme ich mit den 25 problemlos aus, meine Familie möchte ich der Challenge nicht grundlos unterwerfen. Trotzdem bleiben wir an vielen Tagen mit unserer ganz normalen Küche schon unter den 3,60, was vermutlich daran liegt, dass ich die jahrelang gepflegte Sparsamkeit gar nicht so gut wieder ablegen kann.
"Wenn man mit einer Regenbogenflagge rumläuft, wo ‚Peace’ draufsteht und fünf Meter weiter Leute die Reichsflagge schwenken, muss man sich schon fragen: Mit wem machen wir uns gemein?“ - Wolfgang Niedecken
Mühe- nachdem- unter anderem auch Du- es geschafft haben den ersten Strang von Pasdedeux mit Kontrollsätzen und Unterstellungen zu untergraben, finde ich hier eine weitere unverschämte Aussage.
Wir sind also „die Leute, die meist für 25.- bis 30.- einkaufen und sich für 15.- aus den Vorräten bedienen“ Hättest Du zB meine Beiträge etwas gründlicher gelesen…!!
Ich will hier eigentlich weder lesen noch kommentieren- aber Aussagen, die auch mich betreffen, weise ich dringlichst zurück!
🎶Ich laufe nicht mit dem Rudel, schwimme nicht in jedem Strudel…ich hab noch nie auf Befehl gebellt 🎶Ich will in keinem Haufen raufen- lass mich mit keinem Verein ein🎶 Reinhard Mey
🎶Ich laufe nicht mit dem Rudel, schwimme nicht in jedem Strudel…ich hab noch nie auf Befehl gebellt 🎶Ich will in keinem Haufen raufen- lass mich mit keinem Verein ein🎶 Reinhard Mey
Wenn Du das so siehst. Ich hab bei Dir jetzt eher in Erinnerung, dass Du nur sehr wenig isst. Lass uns das beenden, ich werde den anderen Strang nicht weiter kommentieren, wenn es nicht zwingend erforderlich ist.