Zitat von Laylani im Beitrag #8Chick Corea/Return to forever
Das Vergnügen hatten wir mal live openair in Berlin
Mächtig beeindruckt hatte mich ein Konzert, in das ich ganz zufällig vor einigen Jahren stolperte: Ich war zu einer Fortbildung in Köln, flanierte abends durch die Straßen und sah ein Plakat bei der Philharmonie, dass den nächsten Abend ein Jazzkonzert sein würde. Flugs zur Kasse gehüpft und wow, es gab noch Karten und das auch noch recht günstig. Ich hatte das wunderbare Vergnügen, vermutlich eines der letzten live Konzerte von Ahmad Jamal in Europa zu erleben mit seinem Album "It's magic" (youtube) Es war ein toller Abend und der alternde Herr (der mit sichtlichen Gehproblemen und Begleitung zu seinem Instrument auf die Bühne humpelte) begeisterte mich mit seiner immer noch frischen Spritzigkeit am Piano.
Zitat von eva im Beitrag #11-Als Konserve höre ich keinen Jazz-
Doch nehme auch die Konserve, denn als noch relativer Jungspund ist es mir nicht vergönnt gewesen Größen wie Miles Davis und Ella Fitzgerald mal live zu hören (da hätte ich schon als Teenie ganz weit zu Konzerten reisen müssen) oder Luis Armstrong starb schon bevor ich auf die Welt kam
Zitat von eva im Beitrag #15...dass ich keine Konserven von ihnen im Regal habe
Ich auch nicht: Die Musik-Mediathek steht beim Mann und schon als ich den vor bald 3 Jahrzehnten kennen lernte, war mir klar: Ich werde es nie schaffen, jemals alles zu hören. War schon immer froh, wenn ich in der riesigen Regalwand die CDs (anfangs noch viele LPs) fand, von denen ich wusste, das ist Musik, die ich wirklich gerne höre. Heutzutage ist die Übersicht zum Glück einfacher, da viel digital archiviert ist und somit suchen schneller geht.
Es gibt Zeiten, da sind Jazzkeller/Jazzkneipe gefühlt unser Wohnzimmer , denn die Musiker heute machen auch grandiose Musik !
Ohne Konserve geht es wirklich nicht, auch wenn ich noch Super-Gigs live erlebt habe.
Miles Davis habe 2-mal gesehen, in seinen letzten beiden Konzerten in München, ich glaube, Ende der 80er. Archie Shepp, die Lounge Lizards, Lester Bowie, Wynton Marsalis, das World Saxophone Quartet, Sonny Rollins, Sun Ra, Ornette Coleman, ... Als Schülerin in den 70ern noch Dave Brubeck (and sons), Friedrich Gulda, Klaus Doldiger ...
Konserven habe ich notgedrungen viel mehr.
In München, wo ich lebe, ist leider nicht viel los mit Jazz. Da sind andere Ecken besser aufgestellt. Das bedaure ich immer sehr.
Ich hab auch viele Formationen wenig bekannter Leute gehört - auch nicht schlecht!
Mein Herz gehört dem BeBop und freien Improvisationen.
@White Tara Von Ahmad Jamal habe ich leder nur Konserven aus früheren Zeiten. Ich glaube, sogar was mit Cannonball Adderley. War auch vor meiner Zeit, obwohl ich schon als Teenager in den 70ern jazzbegeistert war.
-------------------------- Zwischen Reiz und Reaktion liegt die Freiheit.
Zitat von Katelbach im Beitrag #19Da sind andere Ecken besser aufgestellt. Das bedaure ich immer sehr.
Ja, das ist sehr unterschiedlich verteilt, wo man überhaupt in den Genuss von live Jazz kommt. In meiner Stadt war das früher (bevor ich hier wohnte) auch besser, da gingen die Jazzgrößen im Jazzhaus ein und aus. Das Jazzhaus gibt es immer noch, aber wirklich Jazz meist nur 1x im Monat, die Location wird inzwischen von allen möglichen Musikrichtungen genutzt. Dafür gibt es im Wirtshaus bei mir ums Eck im Winterhalbjahr jeden Montagabend Jazz, blöd nur dass ich da meistens arbeite. Der Dienstagsjazz in meinem Stadtteil war auch toll - Bühne für junge, regionale Musiker -> macht seit Pandemiebeginn leider Pause. Wenn etwas Fahrzeit ins Freizeitprogramm passt, dann gibt es aber auch Jazzkonzerte grenznah in der Schweiz+Frankreich. Der Mann an meiner Seite wohnt hingegen genau richtig in seiner Stadt: 2 Jazzkneipen in seinem Stadtteil und Jazzkeller auch noch zu Fuß zu erreichen.
Ihr dürft hier gern auch verlinken, ohne das geht es nicht! Art Blakey - Moanin' Wenn die Trompete (?) reinspielt, möchte ich immer Spaziergänge mit ganz hochgeworfenen Beinen unternehmen...
Ohja, Doldinger. Ihn und seine Passport habe ich zum 1. Mal 1973 live erleben dürfen. Danach in unzählingen weiteren Konzerten. Zuletzt zur Tournee 2006 (da wurde er 70 Jahre alt - man hat es ihm nie angemerkt).
Seine Marokko-Phase fand ich dann schwieriger.
Mal wieder toll zum Reinhören: Seine frühe Zeit als Musiker von Motherhood und nero.
Moanin‘ - jaaaa! Habe ich immer auch gerne gespielt.
Im hiesigen Jazzhaus konnte ich Nils Landgren sehen, ein toller Abend! Vor 6 Wochen war Herbie Hancock, zum zweiten Mal. Grandios. Unglaublich, was das kleine zarte Persönchen fortgeschrittenen Alters noch abliefert auf der Bühne.
Avishai Cohen (den Bassisten, nicht den Trompeter) fand ich auch toll. Gerne live erlebt hätte ich das Esbjörn Svensson Trio, als es das noch gab. Das Tingvall Trio durfte ich auch live erleben im Jazzhaus, und auch Ron Carter und sein Golden Stryker Trio, ein paar Jahre her, in Mulhouse.
Sehr beeindruckend ist Eberhard Weber, der wegen seiner Krankheit ja nicht mehr spielt, sondern erzählt. Unglaublich, wie er sich seinen Humor bewahrt hat, trotz der widrigen Umstände, die ihm sein Leben beschert hat, Respekt!
Das für mich (rein subjektiv) beste Jazz-Album ist Kind of Blue. Miles ist schon ein ganz großer gewesen. Seine Biographie ist auch interessant zu lesen.
Zitat von Eyla im Beitrag #23 Das für mich (rein subjektiv) beste Jazz-Album ist Kind of Blue. Miles ist schon ein ganz großer gewesen. Seine Biographie ist auch interessant zu lesen.
Auf jeden Fall!
-------------------------- Zwischen Reiz und Reaktion liegt die Freiheit.