Zitat von Starbuck im Beitrag #67Ein Atemzug später: „Es wird darauf hingewiesen, dass Zusammenkünfte und v.a. gemeinsames Mittagessen nach wie vor nicht gestattet sind.
Wie stellen die Chefs sich das eigentlich auf der rein rechtlichen Ebene vor? Der Arbeitgeber kann dir doch beim besten Willen nicht vorschreiben, wie du deine Pausenzeiten ausgestaltest und mit wem du zum Essen gehst. ...
Hm, rechtlich ist diese Vorgabe wahrscheinlich fragwürdig. Aber praktisch ist sie nicht so verkehrt: Ich war letzte Woche zum ersten Mal seit letztem Sommer mit einer Kollegin Mittagessen. Und hab mich prompt angesteckt. Dagegen ist an all meinen Bürotagen in den letzten zwei Jahren (ich arbeite durchschnittlich 2-3 x pro Woche im Büro, Rest im HO) nichts passiert. Ich hab aber zum Glück quasi ein Einzelbüro (mein "Mitbewohner" und ich wechseln uns ab) und keinen Kundenverkehr.
Etwas ist immer. Tröste Dich. Jedes Glück hat einen kleinen Stich. (Kurt Tucholsky)
Zitat von Starbuck im Beitrag #73Also, ich sitze gerade im Büro und frage mich, was ich hier soll. Kaum jemand da. Keine Ansprache. Da kann ich echt zuhause bleiben und hab noch Sprit gespart.
Bei uns haben sie einen Tag ausgesucht, wo es fett Frühstück gibt. Oft locken sie auch mit "Geschenken", damit sich mal mehr Leute treffen. An dem Tag bin ich auch gegangen.
Hihi, ja, es wird einem bewusst, ob es Sinn macht. Und dafür hat man sich extra umgezogen? Lohnt sich das?
Ich glaube, ich bin für das "normale" Büroarbeiten für alle Zeiten verdorben. Mein erster Job fiel ja zusammen mit dem allerersten Lockdown, da war ich je einen Tag abwechselnd im Büro und zu Hause. Danach ging es dann so schnell wie möglich wieder ins Büro, fand ich zwar nicht gut, aber mich fragt als Neuling ja keiner.
Mein zweiter und jetziger Job fing dann im Frühjahr 2021 an, da war ich erst mal drei Monate komplett im HO, bis auf zwei Tage oder so. Seitdem einmal die Woche im Büro und das wird bei uns wohl auch nach der Pandemie so bleiben.
Bei uns hat die Rückkehr zur Anwesenheit im Büro einen heftigen Kampf ausgelöst. Dazu muss man wissen, dass wir hier ca. 33 Mitarbeiter in 2 Abteilungen sind, die mehr oder weniger die gleiche Arbeit als Sachbearbeiter im Vertriebsinnendienst machen. Damit hören die Gemeinsamkeiten aber auch schon auf. Es gibt Zweier-Büros, Dreier-Büros, 2 "Aquarien", also Büros mit Verglasung, in denen jeweils 5 Mitarbeiter sitzen. Es gibt Kollegen, die haben große Eck-Kombinationen und 2 Monitore und Andere haben quasi einen "Katzentisch" und blicken auf die Wand. Nun wurde ein neues Arbeitszeitmodell vorgestellt, bei dem wir mindestens 2 Tage die Woche vor Ort arbeiten müssen, können aber auch alle 5 Tage ins Büro kommen (mache ich z.B., weil es bei mir aus Platzgründen nicht gut ist). Aber gerade in den "Aquarien" wurde nun bestimmt, daß man nur mit mehreren Personen anwesend sein darf, wenn man dabei nebeneinander oder schräg gegenüber sitzt. Man wird also dadurch in seiner Wahlmöglichkeit massiv eingeschränkt. Und gegen diese Ungleichbehandlung geht nun eine Kollegin an. Diese möchte nämlich ebenfalls die ganze Woche ins Büro kommen und sieht nicht ein, dass sie das nicht darf, weil ihr ja 2 Tage die Woche ein Kollege direkt gegenüber sitzen würde. Die Tische können aber aufgrund des Platzmangels auch nicht weiter auseinander gezogen werden. Das ist meiner Kollegin aber herzlich egal, sie meint, das sei nicht ihr Problem, sondern das der Firma, da eine Lösung zu finden.
Ich bin mal gespannt, wie es in meiner Abteilung sein wird. Wir sind 11 Leute, aber von Einigen weiß ich nicht mal mehr, was die so machen, wir haben vollkommen den Zusammenhalt verloren. Und ich sehe aktuell nicht, wie sich das wieder kitten lässt.
****************************** Ich bin eine Fee - eine Katastro-FEE!
Warum sollte sie? Sie hat 5 Tage die Woche einen festen Arbeitsplatz, an dem alle Kabel und Sachen montiert sind, wo Ihre Unterlagen auch mal über Nacht aufgefächert liegen bleiben und wo sie ihre privaten Sachen in ihrem Rollcontainer hat. Es wäre doch sinnvoller, daß der Kollege gegenüber dann eben einen anderen Platz bekommen.
****************************** Ich bin eine Fee - eine Katastro-FEE!
Oder so. Ich konnte aus deinem Posting nicht erkennen, wer den "Schwarzen Peter" im Büroplatzspiel hat, diejenigen, die täglich kommen (wollen) oder die sowohl als auch Kandidaten.
Es sollte doch möglich sein, für 2 Tage pro Woche eine Einigung zu finden.
Wir "rollieren" auch mit den Plätzen, allerdings so, dass im wöchentlichen Wechsel einer von uns das Büro räumt, damit 3 Einzelbüros zur Verfügung stehen. Nr 4 sitzt am Empfang im Flur. Hat aber nichts mit Corona zu tun, sondern mit persönlichen Kundengesprächen und dem dazu gehörigen Datenschutz. Es geht reihum ,jeder weiß, wann er dran ist und nimmt persönlichen Kram dann halt für diese Zeit raus.
Für viele Unternehmen ist sowas ein Grund mehr für die Einführung einer „clean desk policy“ und abschließbaren, persönlichen Rollcontainern.
Wenn ich so richtig Lust auf Schokolade habe, esse ich anstatt der Schokolade eine Banane. Dann eine Paprika, einen Apfel, Reiswaffeln, Naturjoghurt, eine Gurke und dann die Schokolade.
Clean Desk haben wir theoretisch schon ewig, stört aber in meinem Bereich niemanden. Bin mal gespannt, wie das bei stärkerer Präsenz im Büro wird, wenn man theoretisch zwar jeden Arbeitsplatz buchen kann, ein gewisser Teil der Schreibtische aber praktisch nicht benutzbar ist, weil mehrere Schichten persönliches Zeugs darauf und drumherum liegen. In meinem Team ist es zum Glück aber nicht so.
Naja. Je nachdem, wo ich sitze, schaut mir die Freundin des einen oder die Kinder des anderen Kollegen über die Schulter. Damit kann ich leben:) Ich muss nur meinen Kaffeebecher mitnehmen, das ist schnell getan.
Aber seitdem ich selbst geputzt habe- und dabei ein sehr "vollgestelltes" Büro auf meiner Etage hatte, was mich dreifache Zeit kostete- bin ich bei der Arbeit nicht mehr "privat". Es gibt auch kaum was auszudrucken, weil fast alles digital läuft, das macht das Ordnung halten leichter.
Zitat von frauclooney im Beitrag #54Wow, ich bin überrascht, dass doch so viele das HO bevorzugen - ich dachte schon, ich wäre komisch Tatsächlich kann ich aber auch zu Hause besser arbeiten und in den zwei Jahren hat sich da ein wirklich gutes System eingependelt. Bei uns ist jetzt wieder 3 Tage Präsenz - ja mei...
Ich arbeite auch viel lieber zu Hause in meinem schönen Büro mit Blick in den Garten. Seit längerem bin ich nur noch 1x pro Woche für einige Stunden im Büro, um die – nicht mehr so vielen – Dokumente für Firmen auszudrucken und dann in die Poststelle zu geben. Und es ist auch die Gelegenheit, mich um meinen grünen Urwald zu kümmern :–).
Heute waren am Nachmittag von 50 Kolleg*innen 4 da…. sehr angenehm. Ich habe ein schönes Büro, das ich mit einer Kollegin teile, die aber auch so gut wie nie da ist.
Meine Güte, früher bin ich mindestes 4x pro Woche dort hin gefahren, was ein Aufwand. Ich bin sehr froh, das wir das weiterhin so handhaben können, wie wir möchten.
_______________________________
"Paradise has never been about places. It exists in moments. In connection. In flashes across time."
Wenn es so aufgeht, dass jeder nach Fasson arbeiten kann, ist es doch perfekt. Ich bin ungern im HO. Ich neige dann zum Verlottern:) Allerdings habe ich einen eher kurzen, nicht stressigen Arbeitsweg.
Zitat von SASAPI im Beitrag #86Naja. Je nachdem, wo ich sitze, schaut mir die Freundin des einen oder die Kinder des anderen Kollegen über die Schulter. Damit kann ich leben:)
Damit könnte ich auch leben, aber bei uns sind das eher stapelweise Unterlagen (teils vertraulich), benutzte Kaffeebecher, jede Menge Privatkram auf und unter dem Tisch und Post-it-Sammlungen am Monitor.
Zitat von SASAPI im Beitrag #86Naja. Je nachdem, wo ich sitze, schaut mir die Freundin des einen oder die Kinder des anderen Kollegen über die Schulter. Damit kann ich leben:)
Damit könnte ich auch leben, aber bei uns sind das eher stapelweise Unterlagen (teils vertraulich), benutzte Kaffeebecher, jede Menge Privatkram auf und unter dem Tisch und Post-it-Sammlungen am Monitor.
Ich gehöre auch zu den Dirty-Deskern. Ausdrucke, handschriftliche Notizen, Tassen, bräunliche Ränder von den Tassen, Zettelchen...
Ich bin bis auf seltene Ausnahmen immer vor Ort und mit meinen Arbeitsergebnissen ist jeder sehr zufrieden. Clean-Desk-Policy und gebuchte Arbeitsplätze sind mein persönlicher Albtraum, da müsste ich meine Arbeitszeit mit Aufräumen verbringen, statt etwas Vernünftiges zu tun.
Zitat von Starbuck im Beitrag #67Die Ankündigung unserer Leitung, dass das Home Office nun langsam mal wieder zurückgefahren werden soll, war auch allerliebst.
In der letzten (virtuellen) Besprechung wurde gesagt, das Soziale, der Teamgeist und der fachliche Austausch seinen so wichtig, und das ginge nun einmal nur in Präsenz.
Ein Atemzug später: Es wird darauf hingewiesen, dass Zusammenkünfte und v.a. gemeinsames Mittagessen nach wie vor nicht gestattet sind.
Finde den Fehler.
Ähhhh.... sehr clever. Ich meine - ich verstehe absolut den Gedanken, daß das Soziale, Teamgeist und Austausch leiden, mir hat das in den beiden Jahren Home Office unglaublich gefehlt. Immer nur den ganzen Tag alleine Zuhause und nur meinen Partner zum richtig Reden, das war furchtbar. Ich hab die schnelle Kaffeepause vermisst, das gemeinsame Mittagessen, die Diskussionen auf dem Flur, einfach die Gemeinsamkeiten. Daß ich jetzt aus diesem Arbeitsprozess raus bin, ohne noch mal die Chance gehabt zu haben, mit meinen Kollegen gemeinsam zu arbeiten, das ist nach wie vor schlimm für mich.
Zitat von SASAPI im Beitrag #86Naja. Je nachdem, wo ich sitze, schaut mir die Freundin des einen oder die Kinder des anderen Kollegen über die Schulter. Damit kann ich leben:)
DAS wiederum kann ich gar nicht ab. Jemand, der mir über die Schulter guckt, ist mein Alptraum. Ich brauch ne Wand im Rücken, mindestens eine Stellwand. Offene Großraumbüros sind mein Horror.
Damit könnte ich auch leben, aber bei uns sind das eher stapelweise Unterlagen (teils vertraulich), benutzte Kaffeebecher, jede Menge Privatkram auf und unter dem Tisch und Post-it-Sammlungen am Monitor.
Zitat von Schreckgespenst im Beitrag #91Ich gehöre auch zu den Dirty-Deskern. Ausdrucke, handschriftliche Notizen, Tassen, bräunliche Ränder von den Tassen, Zettelchen...
Ich bin bis auf seltene Ausnahmen immer vor Ort und mit meinen Arbeitsergebnissen ist jeder sehr zufrieden. Clean-Desk-Policy und gebuchte Arbeitsplätze sind mein persönlicher Albtraum, da müsste ich meine Arbeitszeit mit Aufräumen verbringen, statt etwas Vernünftiges zu tun.
Ich bin nicht mal Dirty-Desker, aber my Desk is my Castle. Ich brauch da vertraute, persönliche Dinge. Meine Kaffeetasse, der Stifthalter, die Post-Its am Monitor, vielleicht noch ein Glücksbringer an der Schreibtischlampe, einfach Dinge, die den Tisch "meins" machen und nicht so anonym.
Ich vermisse mein Büro
*lost in the woods*
Moderatorin in: Klatsch und Tratsch / Rund um Social Media / Digitales Kaufen, Verkaufen und Bezahlen / Digitale Sicherheit / Was bringt dich außer Fassung / Selbständige, Freiberufler und Co. / Kinder, Familie und Erziehung / Fahrzeuge mit ein bis sechs Rädern / Photografie / Mode und Beauty
Zitat von SASAPI im Beitrag #86Naja. Je nachdem, wo ich sitze, schaut mir die Freundin des einen oder die Kinder des anderen Kollegen über die Schulter. Damit kann ich leben:)
DAS wiederum kann ich gar nicht ab. Jemand, der mir über die Schulter guckt, ist mein Alptraum.
Zitat von Rowellan im Beitrag #94Ähhhh.... sehr clever. Ich meine - ich verstehe absolut den Gedanken, daß das Soziale, Teamgeist und Austausch leiden, mir hat das in den beiden Jahren Home Office unglaublich gefehlt. Immer nur den ganzen Tag alleine Zuhause und nur meinen Partner zum richtig Reden, das war furchtbar. Ich hab die schnelle Kaffeepause vermisst, das gemeinsame Mittagessen, die Diskussionen auf dem Flur, einfach die Gemeinsamkeiten. Daß ich jetzt aus diesem Arbeitsprozess raus bin, ohne noch mal die Chance gehabt zu haben, mit meinen Kollegen gemeinsam zu arbeiten, das ist nach wie vor schlimm für mich.
Bei mir hat das soziale Netz unter etlichen Umzügen gelitten und in der Corona-Zeit war es schwer möglich, neue Bekanntschaften zu schließen.
Ich glaube, ich würde weiße Mäuse sehen und mit den Wänden reden, wenn ich permanent im Homeoffice wäre. Es gibt eine handvoll Kollegen, die regelmäßig vor Ort sind, so komme ich nicht ganz unter die Räder.
Und auf der fachlich-inhaltlichen Ebene bekomme ich beständig Input über den Flurfunk. In großen Unternehmen ist es mit der Kommunikation auch ohne Homeoffice und Corona so eine Sache. Da hat man an der einen Stelle Doppelstrukturen während an der anderen Stelle ein Thema aus Zeitmangel unter die Räder kommt. Und die Kollegen, die man gewinnbringend zusammenschirren könnte, wissen teilweise nichts von der Existenz des jeweils anderen.
Bei uns hieß es vor der Pandemie, Home Office ginge nicht ... Dann kam Corona und es wurde für die Tätigkeitsfelder, wo es doch gehen könnte, das Equipment angepasst. Vernünftige Laptops, Kopfhörer und Laptoptaschen wurden bereitgestellt. Dann wurde ausprobiert und siehe da, es ging doch auf einmal.
Anfangs war mein Platz zu Hause nicht gut eingerichtet aber wir hatten sowieso vor, zu renovieren und das war nur noch der Auslöser, es endlich zu tun. Vom Arbeitgeber wurde auf Nachfragen ein Bildschirm zur Verfügung gestellt.
Wir haben noch auf eigene Kosten einen vernünftigen Stuhl gekauft und nun bin ich genauso gut eingerichtet wie im Büro.
Nur Home Office kann ich mir in meinem Arbeitsbereich nicht vorstellen, die Qualität der Zusammenarbeit hängt auch von direktem Austausch ab, aber 2 oder 3 Tage sind durchaus möglich und angenehm.
Ich habe dieselben Arbeitszeiten beibehalten weil ich sie für mich perfekt finde. Das verhindert außerdem, dass ich den Überblick über Mehrarbeit behalte und nicht aus Versehen zuviel arbeite. Ich mag meinen Job wirklich gerne, aber für lau Überstunden ? Nö. Bisher ist meine Firma fair, was Abbummeln oder Auszahlen angeht, aber wir haben kürzlich fusioniert und da kommt oft nix Gutes für die Arbeitsbedingungen bei raus.
Großraumbüro ist für mich der blanke Horror, noch schlimmer wäre allerdings das Arbeitsplatzbuchsystem. Ich habe ein paar private Dinge auf dem Schreibtisch stehen, ohne dass es zu persönlich ist, aber das würde mir fehlen. Wir arbeiten desweiteren noch mit Aktenordnern und die brauchen einen festen Platz, wir sind zu zweit.
Da ist viel passiert zum Thema mobiles Arbeiten und dass Firmen, bzw. Chefs sich immer noch querstellen, finde ich unfassbar. Diejenigen, die der Arbeit eher ausweichen, tun das sowohl unter Beobachtung im Office als auch zuhause und die anderen, die schon immer zuverlässig waren, sind es auch im Home Office.
Aber ich finde es interessant zu lesen, wie es bei euch abläuft.
Kommt sicher auf die Art der Arbeit an. Wir arbeiten schon ewig ohne Papier. Das Buchungssytem klappt gut, man sieht, wer kommt, das mag ich. Ich habe als ich letztens das erste Mal wieder ins Büro bin, meinen alten Platz gebucht. Der wurde während der Pandemie leer und in eine Kiste geräumt. Die Schokolade, die auf dem Tisch lag, war natürlich nicht dabei ;)....
Hätte ich das gewusst, hätte ich beim Hauskauf auf ein eigenes Arbeitszimmer bestanden, aber ich finde es ok, wir durften uns für 500 € einrichten. Ich kaufte einen Bildschirm und einen Schreibtischstuhl, das andere Equipment wie Laptop, Tastatur usw. hatten wir eh schon.