2017 musste ich meine geliebte Fellnase (Rhodesian Ridgeback) in Würde über die Regenbrücke gehen lassen. Er wurde 13 Jahre alt. Er war sehr krank (Kehlkopflähmung) und ich war es ihm schuldig, diesen letzten Schritt für ihn zu übernehmen. Nie wollte ich darüber nachdenken, wann und wie er mal gehen wird. Und wenn ich es tat, wünschte ich mir, dass er einfach friedlich einschläft, ohne vorher auch nur eine Sekunde leiden zu müssen. Er wollte aber nicht friedlich einschlafen. Obwohl ich wusste, dass ich für ihn entscheiden musste, konnte ich nicht loslassen. Bis zu seinem Todestag: Er behielt nichts mehr bei sich, jede Bewegung fiel ihm schwer. Er suchte ständig meine Nähe und Augenkontakt, so als wolle er mir etwas sagen. Ich konnte zum einen in seinen Augen die Dankbarkeit unserer gemeinsamen Zeit erkennen und zum anderen die Bitte, jetzt den gemeinsamen letzten Weg zu gehen. Die Erinnerung daran tut immer noch so unsagbar weh. Manchmal mache ich mir heute noch Vorwürfe, ob ich zu lange mit dieser Entscheidung gewartet habe und warum ich nicht früher loslassen konnte.
Ich finde es schwierig, dass Du Dir nach so vielen Jahren noch Vorwürfe machst. Ich habe schon einige Tiere sterben sehen, und ich hatte nie ein schlechtes Gewissen. Der Tod gehört zum Leben. Als ich noch jünger war, hatte ich Wellensittiche. Den ersten habe ich zur Beobachtung zum Tierarzt gebracht und am nächsten Tag war er tot. Ich hatte das Gefühl, das kleine Vögelchen im Stich gelassen zu haben. Der nächste durfte dann zuhause von der Stange fallen. Damit ging es mir besser. Seitdem habe ich noch andere im Sterben begleitet, meine Katze ist vor ein paar Jahren gestorben. Ich habe ihr ein nettes Plätzchen in einem ruhigen Raum gegeben. Sie fraß und trank nichts mehr und irgendwann hat sie nicht mehr geatmet. Auch damals war ich froh, sie nicht beim Tierarzt habe einschläfern lassen.
Du kannst die Vergangenheit nicht umschreiben, also lass sie ziehen. Leben kann nicht rückwärts gelebt werden. Jeder macht Fehler, auch in Bezug auf die Hunde, die sich uns anvertrauen. Wichtig ist doch nur, dass wir aus Versäumnissen lernen, wie wir etwas zukünftig besser machen können. Niemand hat dagegen etwas davon, wenn er sich an Vergangenem fest hält und sich deshalb ewig Vorwürfe macht. Es ist, wie gesagt, nicht mehr zu ändern.
Dieses Jahr musste ich meinen Herzenskater gehen lassen. Im November wurde bei ihm ein aggressiver Hautkrebs festgestellt, er hatte einen Tumor im Unterkiefer, der schon den Knochen angegriffen hatte. Wir konnten nichts anderes mehr tun, als ihm den Rest seines Lebens (er war 11,5 Jahre alt) so schön wie möglich zu machen. Er bekam Antibiotika und Schmerzmittel, später mussten wir sein Futter pürieren. Regelmäßig ließen wir ihn tierärztlich untersuchen.
In seiner letzten Woche habe ich ihn gefüttert, er saß neben dem Napf und schaute mich traurig an. Da wusste ich, es geht zu Ende. Der nächste Tierarzttermin wäre eine Woche später gewesen. Wir warteten einen Tag ab (vielleicht würde er sich ja wieder fangen? Vielleicht mochte er die Sorte nicht?), aber dann riefen wir die Tierärztin an. Einen Tag später (also 2 Tage ohne Futter für ihn) bekamen wir einen Termin. Die letzte Hoffnung darauf, dass es doch noch eine Lösung gäbe, war noch da, aber es gab keine. Der Unterkiefer war zu weit weggefressen und war vollkommen verschoben. Dort ließen wir ihn in Liebe gehen. Das war im April.
Bis heute mache ich mir Vorwürfe, hätte ich sofort mit ihm zur Tierärztin gehen sollen, nachdem er nicht mehr fraß? Die Tierärztin habe ich gefragt, sie meinte, wir hätten alles richtig gemacht. Trotzdem mache ich mir Vorwürfe, und der Verlust meines geliebten Katers wiegt schwer. Wenn ich an ihn denke, muss ich weinen.
Damit seine Schwester nicht allein bleiben muss, haben wir uns im Juli einen neuen Kater geholt, aber uns war von Anfang an klar, dass er niemals meinen Herzenskater würde ersetzen können. Versteht mich nicht falsch, der Kater ist toll. Aber der Schmerz bleibt. Ich kann mir auch vorstellen, dass ich Jahre daran knabbern könnte.
Du hast mein Mitgefühl, Brischa. Sowas tut schrecklich weh. Man kann auch die Blicke des geliebten Tiers nicht vergessen, die einem sagten, "ich kann nicht mehr so weitermachen". Der Blick meines Katers neben dem gefüllten Futternapf ist mir ins Gedächtnis gebrannt.
Mein geliebter Yorkie Funny ist vor über 30 Jahren gegangen ...ich musste sie einschläfern lassen... sie hat es mir auch mit jedem Augenblick und jeder Bewegung gezeigt, dass sie nicht mehr kann/will.
Wie gesagt, es ist über 30 Jahre her ...ich weiss nicht genau 36 oder 37 Jahre. Wenn ich an meine Funny denke, werde ich total traurig, es fallen mir viele Dinge ein, die ich ihr hätte ersparen können. Hab ich aber nicht, weil ich es auch nicht besser wusste, damals. Dennoch ...ich schäme mich, und eine tiefe Traurigkeit dauert immer noch an, sowie ich an Funny denke ..das tue ich öfter...
Ich hab mehrere Hündchen gehen lassen müssen, aber das Gehen meiner Funny ist für mich unvergesslich und mit Scham meinerseits behaftet. Da weine ich heute noch bittere Tränen drum, wenn ich es nicht schaffe, an etwas anderes zu denken ...ich schaffe das leider nicht immer.
Du hast mich so vieles gelehrt, mein Herzenshund Funny ..unvergessen, solange ich lebe!
Mein Kater Ricki hat mich durch eine wahnsinnig schwere Zeit begleitet: mein Mann war Drogenabhängig und hat mich permanent alleine gelassen, er war nie erreichbar, ich wusste auch nie wo er war, stand ständig unter Strom und in dieser Zeit sind Ricki und ich vollkommen zusammengewachsen. Wir haben zusammen gegessen, er saß mit auf dem Esstisch und durfte von meinem Teller mitessen, er hat immer an meinem Kopf in meinem Arm geschlafen. Er liebte es, wenn ich ihn abknutschte. Gott, was hab ich ihn geliebt, er war mein Baby!
Leider bekam er Durchfall und Erbrechen, durch Futterwechsel wurde es immer mal kurz besser, aber die Tierärzte konnten uns auch nicht helfen, auch Wurmkuren halfen nicht. Irgendwann wurde es dann so schlimm, dass er trotz viel fressen sehr dünn wurde und wir ihn einschläfern lassen mussten.
Ich hab Jahre gebraucht, um halbwegs damit klar zu kommen. Die erste Zeit wollte ich praktisch nicht mehr schlafen, weil er nicht mehr bei mir war. :( Das tat zu weh, plötzlich ganz allein im Bett zu sein.
Es ist mit der schwerste Verlust, sein Herzenstier zu verlieren. Und es ist ganz normal dass man da Jahre dran knabbert....
Seit ich denken kann, haben wir Haustiere; früher meine Eltern, heute mein Mann und ich. Ich habe also schon viele, in diesem Fall, Katzen kommen und gehen gesehen. Vor zwei Jahren musste ich mich von meiner Kleinen verabschieden. Noch nie hat mich ein Verlust so sehr mitgenommen, wie dieser. Es tut auch heute noch weh, wenn ich an sie denke.
Bevor ich mich jetzt aufrege, isses mir lieber egal.
Vor ein paar Jahren musste ich meinen ersten und besten Hund loslassen,ich denke heutenoch oft an sie.Bei ihr waren meine Tränen gut aufgehoben,sie kam und tröstete mich,wenns mich übermannt hat.Meine kleine Spitzhündin ist eher komplett irritiert,wenn ich heule und flüchtet.Kann ich verstehen,aber nimmt mich nur noch mehr mit und meine Süsse fehlt mir dann umsomehr. Eben hatte ich wieder einen Heulanfall,weil ich wohl morgen oder übermorgen entscheiden muss über Leben und Tod meiner einen Katze,das nimmt mich heute den ganzen Tag sehr mit.
"Hast Du auch so einen Schrittzähler?" "Nein! Ich fange erstmal langsam an. Ich habe jetzt einen Bewegungsmelder!"
so schrecklich ein Abschied ist, aber ich habe es immer als großes Privileg empfunden, in Liebe gehen lassen zu dürfen, wenn es notwendig war. Für mich ist das sogar einer der größten Liebesbeweise - das Wohl des Tieres als alleinige Entscheidungsgrundlage zu nehmen.
Alles Gute für Euch und Dir für eine Entscheidung. Sternenfliegerin
das ist so hart diese Entscheidung treffen zu müssen. Aber es ist eine wichtige und richtige Entscheidung. Meine Sissi hat mir vor ein paar Wochen ganz deutlich signalisiert: Lass mich los, es ist ok.
Ich danke euch ganz herzlich.Ja,es ist schwer,aber ich finde,wenn ich das Tier schon liebe,dann kommt sein Wohlbefinden vor allem Andern.Dass ich sie nicht gehen lassen möchte ist für mich klar,aber ich kanns auch nicht sehen,wenn sie sich so quälen muss.Dafür gibt es für Tiere die Möglichkeit,dass man sie entlassen kann und das ist auch richtig so.Es ist immer eine Entscheidung die schwerfällt,die aber sein muss! Ich hab heute früh in der Praxis angerufen und um einen zackigen Termin gebeten,die wussten alle was Sache ist.Ich hatte den Termin dann so ratzfatz,dass ich nur noch ausm Nachthemd in die Klamotten gesprungen bin und schnellstens ins Auto und weg mit ihr zur Erlösung. Danach Katze wieder mitgenommen und das Krematorium klargemacht; hingefahren und meine Futterorganisatorin hingebracht. Auf dem Nachhauseweg mit der Fusshupe noch eine gute Runde gelaufen und jetzt bin ich zuhause und stille gleich den Hunger und danach kommt der morgendliche Gang ans/ins Wasser endlich dran. Heulen tu ich dann untertags mal dann und wann,ansonsten ist alles im Moment ok.
"Hast Du auch so einen Schrittzähler?" "Nein! Ich fange erstmal langsam an. Ich habe jetzt einen Bewegungsmelder!"
Eben laufen mir die Tränen. Wir haben kurz vor Weihnachten 2020 unsere dicke Katze (die innerhalb kürzester Zeit klapperdürr geworden ist durch gefrässigen Krebs) gehen lassen müssen. Herr Mathildchen und ich haben geweint, geweint, gew... Und das kam bei meinen Zeilen eben wieder hoch. Und doch weiß der Verstand: Es ist ein Privileg, dass unsere geliebten Tiere erlöst werden können, wenn es einfach nicht mehr geht. Ihre wilden Verwandten und auch Menschen müssen eine Krankheit durchleiden bis zum Schluss.
Als wir mit der toten Katze vom Tierarzt wieder nach Hause gefahren sind, kam ein wunderschöner Regenbogen. Ich hab vor Ergriffenheit gleich wieder geweint und dann hatte ich das Schlimmste überstanden: unsere dicke Maus ist buchstäblich über die Regenbogenbrücke gegangen.
Ich habe meinen geliebten Kater nicht einschläfern lassen. Das wäre falsch gewesen. Vielleicht möchtet ihr unsere Geschichte lesen.
Ich hatte ihn bekommen, da war ich 10… eine Handvoll Katz, klein genug, daß er in einem Piccolo-Karton mit nach Hause reiste! Als er einen Tumor an der Nase bekam, war er knapp 19… der Tumor war an dieser Stelle inoperabel. Ich wollte ihn nicht leiden lassen. Aber - er war munter. Sprang immer noch, obwohl so klapperdürr, auf die Couch, schlich Vögel gucken… klapperdürr, nur noch quasi flüssiges Essen… aber immer noch so viel Leben.
Er wohnte bei meinen Eltern, denn ich war beruflich viel unterwegs. Immer Angst, meine Eltern müßten…
Und dann kam dieser Fronleichnamsdonnerstag… schönstes Wetter. Ich kam Mittwochs abends heim… und sah… unsere Zeit ist fast vorbei.
Meine Mutter sagte… er hat auf Dich gewartet… immer auf Deinem Bett… tapperte zur Tür, um auf Dich zu warten, kurz bevor Du kamst. (Dabei ist er schon lange fast taub! Er hat immer gewußt wann ich komme, noch bevor ich in unserer Straße war, auch wenn es zuhause niemand wußte, daß ich komme.)
Es wollte nur auf meinen Arm… er war so leicht, kein Gewicht mehr. Wir haben die Nacht auf der Couch geschlafen, Er zusammengerollt auf der Decke, ich mit meinem Kopf neben ihm. Nicht viel geschlafen, ich. Viel auf seinen Atem gehört. Schnaufend… aber ruhig. Der nächste Morgen… es geht zu Ende, das war klar.
Aber jetzt zum Tierarzt fahren - mit ihm, der Autofahren haßte wie nichts sonst? Der es nur ertrug, wenn er sich unter meinem Pulli verstecken durfte, und trotzdem die unheimlichsten Orgeltöne produzierte?
Ich sagte mir… auch Menschen sterben so, ohne … Hob ihn in sein Körbchen, setzte mich mit ihm raus in den Hof. Ganz dicht bei ihm. Immer etwas Wasser ans Mäulchen… Zart gestreichelt… ganz zart. Plötzlich zappelt er, richtet sich auf… ganz deutlich, er will auf den Arm. Ich hebe ihn hoch, so vorsichtig wie nie, aber doch wie immer, lege seinen Kopf auf meine Schulter.
Ein tiefes Schnaufen. Ich bin alleine.
Es tat so weh, aber ich denke, für diesen einzigartigen Kater war es so richtig, wie es war. Danke fürs Lesen.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Ich hab Deine Geschichte gelesen Nora und jetzt hab ich die ersten Tränen seit gestern früh.Es ist schön für Deine Katze,dass sie vor dem Tierarztbesuch gehen durfte! Meine wurde täglich,fast stündlich weniger,konnte kaum mehr gehen,hat hinten gewackelt,sie war soo ganz und gar nicht mehr die Katze die sie bis vor kurzem war. Leider ist es wenigen beschieden einfach im Schlaf zu sterben,bei den Menschen wie beiden Tieren.Ich musste einfach so schnell entscheiden,ich wollte das so nicht sein lassen,auch nicht bis 11Uhr,dem bequemeren Termin den noch ich zur Wahl hatte.
"Hast Du auch so einen Schrittzähler?" "Nein! Ich fange erstmal langsam an. Ich habe jetzt einen Bewegungsmelder!"
Du hast bestimmt auch den richtigen Weg gewählt, Scooter.
Jede Situation ist anders. Jedes unserer Fellgesichter ist anders. Er ist auch der Einzige, der so ging. Es ist nie ein guter Tag, und es geht uns lange nach.
Ich glaube, wichtig ist einfach, auf unsere Kleinen zu achten - und dann das in der Situation richtige zu tun.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Mein liebster Seelenhund, 1827 Tage ist es nun her, seit das Licht in deinen unwiderstehlichen Augen erloschen ist und ich fühlen musste, wie dein Körper an Kraft verlor. Ich brauchte sehr lange, bis ich dich loslassen konnte. Ich deckte dich mit deiner Kuscheldecke zu und streichelte dein warmes Fell, in der Hoffnung, dass es nur ein schrecklicher Traum sein würde. Aber es war kein Traum und es tat mehr weh, als ich es mir je hätte vorstellen können. Ich hatte das Gefühl, als hätte man mir einen Teil aus meiner Brust gerissen. Du hast mich so viel über Souveränität und Geduld gelehrt. Für die Welt warst du nur ein Hund, für mich warst du die Welt. Danke, dass du an meiner Seite warst.
auch wenn es ganz bestimmt der richtige Weg war, ist der Abschied immer schwer. Mein Mitgefühl, es tut einfach verdammt weh, ein felliges Familienmitglied zu verlieren.
@Nora, danke für Deine Geschichte, so wie Du sie schilderst, war auch das wohl genau richtig für Euch.
Ich glaube, daß ein aufmerksamer Besitzer, der sein Tier wirklich gut kennt und beobachtet und der nicht nur die eigenen Interessen im Blick hat (ich kann/will nicht loslassen...), auch einschätzen kann, ob ein natürlicher Tod auch eine Wahl sein kann (auch mit Krankheiten ist Sterben ja trotzdem in gewisser Weise ein natürlicher Tod).
Ich möchte hier nur für die Zukunft für alle Tierbesitzer einfach eine Option aufschreiben, die ich früher auch nicht auf dem Zettel hatte, schon gar nicht in einer Extremsituation.
Viele Tierärzte machen auch Hausbesuche und wenn klar ist, daß es auf einen Abschied hinausläuft, dann habe ich mich dafür entschieden, die Tierärztin hierher kommen zu lassen. Um eben, wie es ja auch beschrieben wurde, meinem geliebten Tier auf jeden Fall die Aufregung und Angst und den Streß der Fahrt zu ersparen.
So hatte ich meinen Liebling ganz ruhig auf dem Arm, in vertrauter Umgebung, streichelnderweise - und die Beruhigungs-/Betäubungspritze war eben nur ein kleiner Pieks, den er ja von normalen TA-Besuchen kannte.
Von der Spritze danach hat er schon nichts mehr mitbekommen.
Natürlich war es sehr traurig und insofern schlimm für mich, aber eben unter diesen schlimmen Umständen noch das allerkleinste Übel.
Noch heute, viele Jahre danach bin ich froh über dieses Privileg.
Natürlich hoffe ich für die Zukunft auf das Privileg, meine jetztige Katze eines sehr fernen Tages an Altersschwäche ruhig im Bett oder Körbchen einschlafend vorzufinden, aber sollte es noch einmal nötig sein, dann wäre es für mich wieder der richtige Schritt.
Verschiedene TA-Nummern und Notfallnummern sind auch immer griffbereit an der Pinnwand, seit ich mal ganz hektisch schnell Hilfe für unseren Nachbarkater organisieren wollte.
Alles Gute für unsere Fellknäuel, wo auch immer sie sind...
Ja Fliegerin,das hab ich im Falle des Falles nie aufm Schirm,der unsrige täte das auch.Aber ich bin dann immer im Tunnel.ich muss zum TA um... Doof ich weiss.Als ich meinen Herzendhund entlassen musste,wär das auch eine Möglichkeit gewesen.Hinterher bin ich froh,dass wir in der Praxis waren,denn sie war einer der wohl eher seltenen Fälle,die mit einem Epianfall auf die 1.Spritze reagiert hat-da haste wohl das entsprechende Mittel eher nicht dabei wenn Du zum 'Kunden' fährst.Ja der Abschied ist schwer,dass sie nicht mehr da ist und einem bei jedem Gang in die Küche im Wege steht,weil sie hofft,dass etwas runterfällt ist speziell.Ich hab aber ehrlich gesagt mehr geheult in ihren letzten Tagen als danach,das war sooo schwer,das Tier zu sehen,wies einfach nicht mehr kann.Diese Woche krieg ich sie ja wieder nach Hause und dann sind wir wieder komplett. Fliegerin,vielen Dank für Dein Mitgefühl
"Hast Du auch so einen Schrittzähler?" "Nein! Ich fange erstmal langsam an. Ich habe jetzt einen Bewegungsmelder!"
ZitatIch glaube, daß ein aufmerksamer Besitzer, der sein Tier wirklich gut kennt und beobachtet und der nicht nur die eigenen Interessen im Blick hat (ich kann/will nicht loslassen...), auch einschätzen kann, ob ein natürlicher Tod auch eine Wahl sein kann (auch mit Krankheiten ist Sterben ja trotzdem in gewisser Weise ein natürlicher Tod).
Ja, so ist es. Dennoch sehe ich es so, dass eine so endgültige Entscheidung gut und reiflich überlegt sein muss.
Für mich gibt es kein "zu spät", denn wie du schon schreibst, "wer sein Tier wirklich gut kennt und beobachtet" weiß WANN das Tier bereit ist. Und ja, es gibt immer Zweifel in Situationen vorher, doch letztendlich wissen Mensch und Tier ganz genau wann der Zeitpunkt gekommen ist und dann kann mensch handeln.
Letztendlich ist es so, dass wir mit unseren Entscheidungen leben müssen und dass die belasten können lesen wir hier.
Die Option den TA nach Hause kommen zu lassen nutze ich schon seit 2002. Damals war das durchaus noch nicht üblich, aber das war mir egal. Den TA kannte ich gut, länger als er TA war und hatte schon Monate vorher mit ihm darüber gesprochen und von meinem Versprechen erzählt.
Meinem damaligen Mädchen hatte ich vor Jahren schon versprochen, dass ich sie immer wieder lebend vom TA mit nach Hause nehmen würde.
Nun war sie am Ende ihres Lebens angekommen, der TA kam und es war für uns beide eine Erlösung.
Dieses Versprechen gebe ich seither jedem Hund der bei mir einzieht.
Mittlerweile war ich umgezogen. Bei meiner letzten Herzensdame, die erst mit 9 Jahren bei mir einzog, hatte ich Aufgrund ihrer Psyche mein Versprechen etwas ausgeweitet. Und zwar hatte ich ihr versprochen, dass sie in unserem Zuhause "sicher" ist und niemand sie anfassen würde wenn sie es nicht wolle. All die Jahre hatte ich dafür gesorgt, dass kein Besucher ihr zu nahe kam und so diesen Teil meines Versprechens gehalten. Dadurch fiel aber die Option das der TA nach Hause kommen könnte weg.
Doch auch den ersten Teil des Versprechen konnte ich halten. Denn der Haus-TA hatte, nachdem ich ihm davon erzählt hatte die Idee, dass wir uns irgendwo außerhalb treffen könnten. Also fuhr ich mit ihr an einen Feldweg an dem sie immer gerne war. Dort gingen wir nochmal einmal ein paar Schritte bis der TA kam. Ich hielt sie im Arm.
Ich bin den TÄ sehr dankbar, dass sie mir halfen mein Wort zu halten.
Auch meiner derzeitgen Herzesndame gab ich mein Versprechen. Doch ich hoffe natürlich, dass die Einlösung noch in ganz ganz weiter Ferne liegt.