Ja! Mir fällt oft auf, wieviele Dinge ich doch übersehe. Sie dann mal bewusst wahrzunehmen, ist schön.
Can 'truth' mean what it says and not what power thinks is best. Latin Quarter
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Wie schön, dass doch noch einige so einen tollen Arbeitsweg haben! Alpenpanorama oder Rheinpromenade sind natürlich auch besonders schön. Aber an (fast) jedem Weg und Straße lässt sich etwas Schönes, Neues oder Unerwartetes erkennen, wenn man mit wachen Augen durchs Leben geht.
Ich fahre mit dem Auto durch unser kleines, aber weites Flusstal. Fast immer ist die Bergkette zu sehen. Oft geht gerade die Sonne auf, es liegt Neuschnee oder eben nicht. Die Sträucher und Bäume neben der Straße werden jetzt langsam grün. Ich sehe meinen Arbeitsplatz von weitem oben auf dem Hügel.
Ich fahre jeden Tag 1 Stunde mit dem ICE übers platte Land hin und 1 Stunde zurück.
Was mich für diesen Arbeitsweg immer entschädigt ist das, was draußen zu sehen ist. Nebel über den Wiesen, spektakuläre Wolkengebilde, Sonnenauf- und untergänge, Regenbögen und Rehe, Zugvögel oder sonstiges Getier. Momentan sind es teilweise überflutete Wiesen so weit das Auge reicht.
fini, das hatte ich auch mal eine Zeit lang, wenn auch nicht eine ganze Stunde. Aber ich habe auch immer gerne aus dem Fenster geschaut. Bücher, Handy, Unterhaltungen, brauchte ich alles nicht. Nur einen Fensterplatz und dann gucken, gucken, gucken.
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Ja, leider guckt heute kaum mehr jemand. Die meisten schauen in ihr Handy und damit fertig. Eigentlich schade, es gibt fast auf allen Strecken etwas zu entdecken. Manchmal wenn ich mit der Bahn unterwegs bin, versuche ich mir vorzustellen, wie es wäre, genau hier zu wohnen, in diesem Dorf, in diesem Haus. Aber ich habe und hatte schon immer eine lebhafte Phantasie.
Zitat von Fels im Beitrag #31versuche ich mir vorzustellen, wie es wäre, genau hier zu wohnen, in diesem Dorf, in diesem Haus.
Das mag ich auch.
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Zitat von Fels im Beitrag #31... Manchmal wenn ich mit der Bahn unterwegs bin, versuche ich mir vorzustellen, wie es wäre, genau hier zu wohnen, in diesem Dorf, in diesem Haus. ...
Ja, oder in diesen alten Bahnwärterhäuschen, direkt an der Strecke. Und wie es früher war für die Bewohner/innen dieser Häuser, als die Dampfloks vorbei schnauften und ratterten und der Lokführer grüßend den Arm aus dem Fenster hob, während der Heizer fleißig Kohlen schaufelte, damit genug Druck im Kessel war...
Und manchmal, wenn ich durch einen Tunnel fahre, stelle ich mir vor, dass das eine Art "Wurmloch" wäre, ein Tor in die Vergangenheit, und ich käme auf der anderen Seite plötzlich im Jahr 1984 wieder raus. Oder umgekehrt. Und was der Iceboy von damals wohl denken würde, wenn er auf einmal ins Jahr 2024 katapultiert würde...
Hihi, süß, Eure Phantastereien! Das kenne ich auch :)
Ich gucke auch gerne beim Vorbeigehen in die Wohnungen, wenn es abends schon dunkel ist und Licht brennt. Also nicht voyeuristisch-glotzend, einfach nur so ein kurzer Blick im Vorübergehen.
This is a broken world and we live with broken hearts and broken lives but still that is no alibi. (Leonard Cohen)
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Zitat von Horus im Beitrag #22 Ornithologisch ist auch einiges los auf dem Arbeitsweg - die üblichen Stadt-/Gartensingvögel, überall sicht- und hörbar. Aber auch Spektakuläreres wie Rotmilan (nistet auf einem hohen Baum einen Garten nebenan), Mittelmeermöwen (nisten auf einem Kiesflachdach in der Nähe - keine Ahnung, was die an einem Alpenland so toll finden), Storch (nistet auf einem Dach neben dem Bürogebäude), eine Alpenseglerkolonie und noch so einiges.
Oh Horus, darum beneide ich dich am meisten. Allerdings käme ich wohl regelmäßig zu spät, weil ich erstmal anhalten und gucken müsste.
Ich hatte einen sehr schönen Arbeitsweg bis vor einigen Jahren. Da bin ich mit der Fähre über die Elbe gefahren und dann je nach Jahreszeit und Wetter mit U-Bahn oder Fahrrad weiter. Im Sommer bin ich manchmal absichtlich früher ausgestiegen und konnte mit dem Rad ein Stück an der Elbe entlang fahren. Das war schön!
Leider geht das nicht mehr, da ich den Arbeitgeber gewechselt habe. Jetzt habe ich einen wirklich blöden Arbeitsweg mit dem Auto durch den Elbtunnel. Das ist weder schön noch schnell. Allerdings wirklich das Einzige, das mir nicht so gut gefällt. Ansonsten war der Wechsel supergut.
Zitat von Islabonita im Beitrag #35Im Sommer bin ich manchmal absichtlich früher ausgestiegen
Hihi, da hier am Rhein die Fähren nur von einer Seite zur anderen fahren und es keine Zwischenstationen entlang des Ufers gibt, hatte ich jetzt beim Lesen dieses Halbsatzes ganz kurz die Assoziation: "Im Sommer bin ich manchmal absichtlich früher ausgestiegen und den Rest der Strecke geschwommen."
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Vom Frühling bis zum Herbst bin ich mit dem Rad eine Viertelstunde quer durch die Stadt unterwegs – ein sehr angenehmer Weg, weil ein Fluss meine Stadt teilt :) Ich habe bis auf ein paar Meter ganz am Anfang und am Ende der Fahrt eigentlich nur den Strom, die Gezeiten und die wechselnden Vegetationsphasen im Blickfeld.
Im Winter dann, nicht so schön, mit der Straßenbahn, aber mit entsprechenden Kopfhörern bewehrt, lassen sich die paar Minuten auch aushalten.
"Das vornehme Wort Kultur tritt anstelle des verpönten Ausdrucks Rasse, bleibt aber ein bloßes Deckbild für den brutalen Herrschaftsanspruch." Theodor W. Adorno
"Wohlstandsstreben allein macht keine guten Bürger." Alexis de Tocqueville
Was für ein netter Strang! Heute morgen habe ich es auch besonders schön gehabt - ich habe das faulheitsfördernde 49-Euro-Ticket in der Tasche gelassen und bin, wie zuvor fast immer, den Hügel nach oben zur Arbeit gelaufen. Da komme ich am schönsten Blumengeschäft der Stadt vorbei, bei dem die Mitarbeiter noch die letzten Töpfe mit Frühlingsblumen vor dem Laden aufgebaut haben. Dann zwei steile Treppen nach oben und als Belohnung ein Spaziergang durch eine Straße mit schönen Jugendstilhäusern, bevor ich im Büro anlange. Das schmiedeeiserne Tor ist ein bisschen schwer und quietscht, wenn ich es aufmache, es hat auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Aber es scheint zu sagen, "schön, dass du da bist"...
Ihr habt ja alle schöne Arbeitswege Meiner ist unspektakulär, es sei denn, man ist Bayern-Fan . Weil es an der Allianz-Arena vorbei geht. Ist im Winter schon mal beleuchtet, aber ansonsten ist das Aufregendste aus welchen Ländern die verschiedenen Brummis neben mir kommen und mein Überholverbot-Bingo
In der Vergangenheit hatte ich einen schönen Arbeitsweg, da ging es zunächst an Feldern vorbei und dann kilometerweit mit Wald rechts u. links. Super schön, da hatte ich auch immer eine Kamera im Auto... War nur im Spätherbst bei einsetzender Dämmerung doof - meiner Kollegin ist mal ein Bambi in's Auto gelaufen. Für's Bambi tödlich - für meine Kollegin traumatisch...
Jeder Tag ist ein Geschenk Manchmal ist er nur Scheiße verpackt
Bis vor ein paar Jahren hatte ich auch einen sehr schönen Arbeitsweg. Über die Landstraße durch ein paar Dörfer durch, ein Stück Wald, viele Felder. Im Sommer besonders schön nach der Mahd, das duftende Heu. Fenster auf, Lieblingsmusik aufgedreht und mich des Lebens erfreut.
Ein Feld auf dem Weg wurde nicht mit Herbiziden behandelt, da war kaum Weizen, dafür umso mehr Mohn- und Kornblumen. Da hab ich dann auf dem Nachhauseweg angehalten und gepflückt. Glücklicherweise halten Kornblumen lange in der Vase. Manchmal hab ich für Bekannte gepflückt, die waren dann glücklich, sieht man doch nur noch selten Kornblumen.
Eine Zeitlang dachte ich über die Anschaffung eines Motorrades nach, dann hätte ich die Strecke noch mehr genießen können, leider sind gebrauchte Motorräder einfach unverschämt teuer.
Selbst mein recht kurzer Arbeitsweg von Montag bis Donnerstag ist schön, den vom Freitag hatte ich ja als Aufhänger ausführlich beschrieben. Ich laufe direkt über eine Brücke an einem kleinen Fluss. Als ich hier her gezogen bin vor 10 Jahren fand ich das so symbolisch: eine Brücke führt mich von zu Hause zu meiner Arbeit, eine andere Situation aber doch verbindend.
Ich fahre meistens mit der S-Bahn ca. 15 Minuten in der Rheinebene zur Arbeit und zurück. Da habe ich in einem kleinen Waldstück mal einen Fasan gesehen und auch mal einen am Feldrand sitzen. Ich hoffe dann immer, dass die auch in ihrem Habitat bleiben und nicht blöderweise über die Schienen wollen. Gerade auf der Strecke zwischen den Feldern geben die Züge unheimlich Gas und fahren bestimmt 100 Sachen.
Die letzten Tage war es superschön - Felder im Morgennebel. Gestartet bin ich zu Hause zu Fuß zum HBF mit einem tollen Sonnenaufgang über der Bergstraße/Odenwald. Herrlich. Dazu Vogelgezwitscher, Störche, die sich zum Frühstück aufmachen und in der Stadt noch der blitzblaue Himmel dazu.
Ich fahre zwar auch gerne mal mit dem Auto, aber so zu Fuß morgens unterwegs sein gefällt mir viel besser: mitbekommen, was so um einen rum los ist. Mache mich auch schon vor der Rushhour auf den Weg, wenn es noch relativ ruhig ist.
Zitat von dekomaus24 im Beitrag #38Der schönste Arbeitsweg - in Schlappen mit ner Tasse Kaffee von einem Raum in den anderen - kurz und witterungsunabhängig.
Zweifelsohne auch eine tolle Sache!
Zitat von frauclooney im Beitrag #41Ihr habt ja alle schöne Arbeitswege Meiner ist unspektakulär, es sei denn, man ist Bayern-Fan . Weil es an der Allianz-Arena vorbei geht.
Die Arena sehe ich auch immer am Dienstag, wenn ich in die Arbeit düse. Insofern ist mein Arbeitsweg wenig spektakulär, von 75 km einfache Fahrt sind knapp 70 Kilometer nur Autobahn. Immerhin fahre ich antizyklisch (aus München in eine Pendlerstadt rein und abends umgekehrt) gegen den Verkehrsstrom und bin deswegen recht flott unterwegs, was in heutigen Zeiten der Verkehrsdichte auch schon eine große Freude darstellen kann.
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)
Ich schubs den Strang mal hoch. Mein Arbeitsweg hat sich durch Stellenwechsel zum positiven verändert, von Autobahn auf Kurzstrecke mit Fahrrad. Ich habe mit wunderschönem Herbstlaub begonnen (ein Teil der Strecke führt durch einen Park) und freu mich jetzt schon darauf, wie dieser sich im Lauf der Jahreszeiten verändern wird.