Zitat von mumpf im Beitrag #94Vor ein paar Jahren hatte ich mal die Absicht, bei einer ehrenamtlichen Gruppe zur Unterstützung von Flüchtlingen mitzumachen.
Ich finde es irritierend, dass du noch nach Jahren über diese Situation nachdenkst und sie hier als Beispiel anbringst. Ist das deine einzige Gruppenerfahrung der letzten Jahre?
fettundlila ...irgendwann ist irgenwie ein andres Wort für nie... energy flows, where attention goes. .ʇɐq pǝʞooɔɹǝpun uɐ ǝʇɐ ɹǝʌǝu ʽpๅɹoʍ ǝɥʇ ǝᵷuɐɥɔ ʇ,uɐɔ uosɹǝd ǝuo pᴉɐs ɹǝʌǝoɥM
@mumpf das verstehe ich - ich meinte es so, dass du mit dem Versuch, dir da mehr eigene Handlungsspielräume zu verschaffen, dir mehr angenehme Umstände erschaffen kannst.
Zitat von Borghild im Beitrag #126 Ich finde es irritierend, dass du noch nach Jahren über diese Situation nachdenkst und sie hier als Beispiel anbringst. Ist das deine einzige Gruppenerfahrung der letzten Jahre?
Nicht die einzige, aber ich habe tatsächlich mit einer retrograden Anzahl von Gruppenerfahrungen zu tun. Wie gesagt, das sind lauter Gründe, warum ich mich für eine Teilnahme an der MRT-Gruppe "beworben" habe, um solchen Trends entgegen zu wirken.
Update: gerade vorhin habe ich eine Rückmeldung einer anderen, möglicherweise passenden Selbsthilfegruppe bekommen. Die trifft sich (un)passender Weise zeitgleich zu der MRT-Gruppe, und ich kann ebenfalls zu einer der nächsten Gruppensitzungen kommen.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #120@Nora, du schreibst mal wieder sehr apodiktisch und harsch.
ich erlebe die Welt und Menschen anders.
Beim Neueintritt zu bestehenden Gruppen klappt es mal geschmeidiger, mal ruckelt es mehr.
Und in einer Hobbygruppe neu mitmachen ist was anderes, als in einen neuen Job eingearbeitet werden nach Plan. die andern sind da auch nur in ihrer Freizeit, sind Menschen und haben Fehler und blöde Tage.
Es kann ja auch keiner reinsehen. "Schüchtern-still" kann auch als "hockt da, hält Maulaffenfeil und lässt sich berieseln" interpretiert werden
gerade bei Gruppen, wo es drum geht, dass wer die ARBEIT macht, haben dann manche Zeitgenossen Sorge, dieser stille Neue könnte künftig nur da hocken und drauf warten, dass ihm wer sagt, was er machen soll und das jedesmal auf's Neue
(nur mal als Perspektivenwechsel gedacht, okay! )
Und ja klar ist es Schöner, wenn sich wer zuständig fühlt und alles. Bevor ich aber immer drauf warte, dass mich wer abholt, schau ich, dass ich selber reinkomme. Einfach, weil das für MICH angenehmer ist als eben auf andere "angewiesen" zu sein.
Sag mal, hast Du meinen Post gelesen? Insbesondere das Thema „Wie ich mich in einer Gruppe gebe, in der ich neu bin?“ Dazu habe ich nämlich sehr wohl was gesagt, was Du aber vollkommen ignorierst.
Wenn wir bei Unfreundlichkeiten sind, lese ich Deinen Post als extrem überheblich und arrogant. Das meintest vermutlich genausowenig, wie ich „apodidaktisch und harsch“ war.
Sorry, Mumpf, hat nichts mehr mit deinem Thema zu tun, ich bin jetzt ruhig.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
diese Weihnachtsfeier soll dann aber nicht die Grundlage für die Entscheidung sein?
Tue ich ja auch nicht. Aus der Tatsache, dass ich diese Gruppenfeier hier exemplarisch genannt habe, würde ich nicht unbedingt ableiten wollen, dass mich ausgerechnet dieses Einzelereignis nachhaltig geprägt hatte. Ich habe es eben beispielhaft erwähnt, um zu veranschaulichen, wie ich mich in häufig in solchen Gruppensituationen fühle, verhalte, und was ich gern verändern und verbessern möchte.
Ich hab irgendwie das Bauchgefühl (kann total täuschen), dass GERADE diese MRT Gruppe eine sehr statische sein könnte?
Weiß nicht... Diese ganzen Rituale und Regeln und ... das ist ja fast so wie bei einer Burschenschaft (haha...)
Mein Bauch sagt grad, du solltest unbedingt nochmal in einem pers. Gespräch mit einer Vertrauensperson dieses Veranstalters reden, wie das konkret läuft. Mit dir als Neuem.
ich kann das grad nicht so rational beschreiben, aber ich hab da irgendwie ein blödes Gefühl, dass du vom Regen in die Traufe kommst....@mumpf
Wäre eine total niederschwellige lockere Gruppe nicht für den Anfang! zum üben und mal schauen besser? Ideal: mit mehreren!!! Neuen. Nicht nur du.
Fängt nicht ein im Januar irgendwas an? Wo sich das für alle neu zusammen rüttelt?
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #131ja, lassen wir es Nora, wir haben einfach einen total unterschiedlichen Kommunikationsstil....
Nein, habt ihr nicht.
fettundlila ...irgendwann ist irgenwie ein andres Wort für nie... energy flows, where attention goes. .ʇɐq pǝʞooɔɹǝpun uɐ ǝʇɐ ɹǝʌǝu ʽpๅɹoʍ ǝɥʇ ǝᵷuɐɥɔ ʇ,uɐɔ uosɹǝd ǝuo pᴉɐs ɹǝʌǝoɥM
Zitat von Nora im Beitrag #133 unterschiedlich, wie wir „gute Gruppendynamik“ sehen - .
ich glaub ich sehe gute GD sogar genau wie du!
Aber ich sehe auch den Unterschied zwischen Ideal-Real, Theorie und Praxis.
Es nutzt ja nix, wann man sich ärgert. Die Gruppendynamik kann man nur bei sich selber beeinflussen. Sonst muss man nehmen wie es ist. Wenn ich merke, die sind seit dem Kartoffelkrieg nur unter sich, lasse ich es bleiben, je eher desto besser.
Wenn ich aber irgendwie das Gefühl hab, ich könnte MEIN Leben irgendwie einfacher, schöner machen, wenn ich bei mir paar Stellschrauben drehe, dann tu ich das. für mich. Die anderen kann man nicht beeinflussen. Die muss man meiden oder nehmen wie sie sind.
Ich habe ein wenig Bedenken, dass so ein geschlossener "Verein" im eigenen Saft schmort und eben nicht raus ins pralle Leben geht, um sich zu konfrontieren.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #136[ Lamento über Gruppe ist blöd, schon auch. Nutzt aber halt nicht viel.
Also, den Begriff Lamento sehe ich ehrlich gesagt nicht passend. Wie gesagt, die Schilderung dieser Gruppensituation war als Veranschaulichung gedacht, an welchen Themen ich arbeiten möchte. Kein Lamento.
Zu alternativen Gruppen: wie vorhin erwähnt habe ich gerade vor wenigen Minuten eine Rückmeldung einer anderen Gruppe bekommen, dass ich auch dort teilnehmen kann. Diese andere Gruppe ist informeller, weniger regelbasiert.
In meinen bisherigen SHG wurde ich als Neuling schon mehr angesprochen von der jeweiligen Leitung. Ich hab dann auch zeitweise sehr still dabeigesessen und beobachtet und zugehört. Und bei passender Gelegenheit mich auch eingebracht. Kann alles gehen. Hab jetzt gerade über das Konzept mal Genaueres gelesen. Für mich wär das nix. Aber diese Art der Verpflichtung sollte einen Interessierten nicht abschrecken. Wenns partout nicht passt, wer soll mich zwingen, hinzugehen?
Den Gedanken, eine psychotherapeutische Gruppentherapie zu machen, finde ich gut. Sowas habe ich noch nie ausprobiert. Bisher hatte ich nur Einzeltherapie mit Profi-Therapeuten. Wie kommt man denn zu so einer Gruppentherapie?
mumpf, in Bayern gibt es eine zentrale Stelle, bei der Psychotherapeut*innen freie Kapazitäten melden können. Bei dieser zentralen Stelle können Patienten anfragen und bekommen Adressen genannt. Ziemlich genial. Blöd: ich weiß nicht mehr genau, wie der genaue Name ist. Aber vielleicht helfen dir diese Stichworte schon. Die erste Anlaufstelle ist ohnehin ein Psychiater, der/die den Antrag auf Psychotherapie bei der Krankenkasse stellt und vielleicht auch schon Tipps hat, welche Psychotherapeuten Gruppentherapie anbieten.
In deiner Nähe gibt es zwei Neurozentren, da könntest du dir einen Psychiater suchen.
Dodadadiamoisongdesisahoidamoiaso
Ein kluges Wort, und schon bist du Kommunist (Autoaufkleber aus den 80ern)
Ich habe jetzt übrigens am vergangenen Dienstag eine andere Selbsthilfegruppe zum ersten Mal getestet, die sich konkret zu den Themen Burnout und Depressionen trifft. Dort herrscht kein strenges Regelwerk vor und es gibt keine vorgegebenen Redezeiten.
Das hat Vorteile, ich fand die kleine Runde ganz angenehm, und man hat mir gleich gesagt, dass ich jederzeit wieder kommen könnte (es gibt also kein Aufnahmeritual etc.). Der Nachteil ist, dass die nicht begrenzen Redezeiten dazu geführt haben, dass manche sehr ausschweifend von ihren Erfahrungen erzählt haben. Das wäre bei der MRT-Gruppe natürlich nicht passiert, weil man sich auf die verfügbare Redezeit beschränken hätte müssen.
Ich habe nur die erste und letzte Seite gelesen, ich war hier mal einige Male in so einer Männergruppe und ich glaube das war genau das, MRT. Was mich gestört hat war daß die so einen fixen Ablauf diverser Rederunden hatten wo jeder kurze Redezeiten hatte (wenige Minuten ?), und das hatte dann immer so eine "Überschrift", bzw. sich dann mal mehr Zeit für ein Thema erbitten konnte, und das war unglaublich anstrengend, weil es auch alles irgendwie zerrissen hat, schien den Leitern aber wichtig zu sein, da gab es so ein niedergeschriebenes Konzept/Regelwerk, das scheint eine Geschichte zu haben. Für mich hat diese Ablaufregelung das ganze ruiniert, das sollte zweiwöchtentlich stattfinden und dauerte mehrere Stunden (3 oder vier ?)
@mumpf : Hast du dich denn inzwischen nochmal mit der "neuen" Selbsthilfegruppe treffen können? Ich habe den Strang leider zu spät entdeckt. Eine Freundin von mir hatte mal angeregt, sich in einer kleinen Gruppe regelmäßig zu treffen, jeder hatte 20 Minuten Zeit, um über irgendein Problem zu reden. Das konnte von Ideen zum eigenen Business bis hin zu psychologischen Problemen alles sein. Danach gab es eine Feedbackrunde. Ich war da einmal um es auszuprobieren. Für mich war es totaler Stress. Die meisten Leute dort kannte ich nicht (wir waren 7) und dann soll man sich da öffnen. Für einfache Businessprobleme (wie kann ich die Werbung für meine Homepage verbessern?) taugt das. Vor allem aber hatte ich Probleme mit einer anderen Teilnehmerin, die lang und breit ihr Problem schilderte, es aber nicht benennen konnte. Das sagte sie aber erst zum Schluss. Eigentlich jammerte sie die ganze Zeit über ihre allgemeinen Leiden an der Welt und was sie alles Außergewöhnliches dagegen tue (Thetahealing). Dazu habe ich nichts gesagt, weil ich nicht wusste, was ich sagen sollte. Meine verständnislosen *Blicke* (es war dazu noch alles auf Englisch) waren für sie aber die Aufforderung mich über Whatsapp mehrfach zu einer Aussprache zu bewegen. Ich habe das wiederholt höflich abgelehnt, sie dann irgendwann blockiert und bin auch nie wieder zu der Gruppe gegangen. Ich will mir selbst aussuchen, wem gegenüber ich mich öffne, und hätte keine Lust darauf, dass diese Dynamik in weiteren Treffen wieder aufgetaucht wäre. Ich glaube, die Frau hatte ein ganz klares anderes Problem. Was mir eben auch dadurch aufging, war das Eskalationspotenzial von solchen Gruppen. Und deshalb hätte ich persönlich gern eine therapeutisch geschulte Person bei solchen Sitzungen.
Zitat von Ewiger_Bub im Beitrag #144 und das war unglaublich anstrengend, weil es auch alles irgendwie zerrissen hat, schien den Leitern aber wichtig zu sein, da gab es so ein niedergeschriebenes Konzept/Regelwerk, das scheint eine Geschichte zu haben. Für mich hat diese Ablaufregelung das ganze ruiniert, das sollte zweiwöchtentlich stattfinden und dauerte mehrere Stunden (3 oder vier ?)
Ja, das klingt ziemlich genau so wie das MRT-Konzept. Die Treffen sollen auch zweiwöchentlich stattfinden und eigentlich sind drei Stunden vorgesehen, aber es muss wegen der zu kurzen Raumverfügbarkeit auf zwei Stunden gekürzt werden.
Momentan tendiere ich dazu, mich dagegen zu entscheiden, weil mir das Konzept doch recht starr vorkommt und ich nicht weiß, ob ich wirklich davon profitieren würde.
Zitat von Pasdedeux im Beitrag #145Und deshalb hätte ich persönlich gern eine therapeutisch geschulte Person bei solchen Sitzungen.
Bei der MRT-Gruppe ist meines Wissens keine therapeutisch geschulte Person vorgesehen und auch nicht verfügbar. Bei der zweiten, von mir getesteten Selbsthilfegruppe ist zumindest ein leitender Therapeut verfügbar, der aber anscheinend nicht regelmäßig daran teilnimmt (bei meiner Testteilnahme war er nicht dabei).
Leider konnte ich wegen der Feiertage zu Weihnachten und zum Jahreswechsel keine weiteren Termine besuchen, weil es immer ausgefallen war. Die nächsten möglichen Termine finden am kommenden Dienstag statt.
Ich habe jetzt übrigens vorerst bei der MRT-Gruppe abgesagt, aber betont, dass ich die Gruppe menschlich sehr nett fand und es sachliche Gründe hat, dass ich nicht teilnehmen werde. Daraufhin habe ich eine Rückmeldung erhalten, dass sie es schade finden und man mich gern dabei gehabt hätte. Wir sind jetzt so verblieben, dass ich weiter als Interessent vorgemerkt bin und zu einem späteren Zeitpunkt immer noch einsteigen kann, wenn ich möchte.
Hallo, ich bin etwas erstaunt darüber wie Dogmatisch und strikt die Regeln aufrechterhalten werden. Ich habe vor Jahren mal an einer Gruppe teilgenommen und empfinde es aus meiner Erfahrung nach erschreckend dass schonnach den ersten 5 Sitzungen nach dem ersten Startwochenende in einer neuen Gruppe das Gefühl ersscheint die Regeln und wordings erschreckend strick befolgt ohne diese zu hinterfragen bzw. Bedürfnisse anzupassen. Ohne schlichte Fragen zu stellen nach dem Warum. Und das Warum als Bedrohunhg gesehen wird da es scheinbar die eigene Unsicherheit der einzelnen TN angreift. Ich bin ein Fan der Radical Therapy und würde gerne eine BiPoC/ Migra intersektionaler FLINTA Gruppe gründen die sich zwar überwiegend an der Struktur und den z.T. sehr sinnvollen Regeln von F*ORT orientiert aber Fragen, Anpassungen und auch Kritik zulässt und aushällt. Mir fehlt die persönliche Komponente im Grunde geht es darum nur sich abzugrenzen nur bei sich zu bleiben. Was grundsätzlich auch Gesund sein sollte für sich selbst jedoch sind wir ja in einer Solidargesellschaft lebend. Die "ich bin ok -Du bist ok" Haltung- erachte ich zwar als sinnvoll -jedoch belässt sie eine grosse Kluft- Ein blinder Fleck ist meiner nach auch - wie können wir in Kontakt bleiben und Konflikte klären und schaffen dass sie nicht wieder passieren. Wie können wir uns "übersetzten" Wie können wir über unsere renzen sprechen. Das "nicht retten" finde ich zu dogmatisch und viel zu unreflektiert- und vor allem negativierend. Der Aspekt der Solidarität fehtl dort. Geschichten über Mobbing, Rassismus usw. in Gruppen gehört, Streit Zersplitterung usw.. also ich denke RT ja aber mit mehr Kontext und zulassen von Zwischentönen. Lasst uns ins Sprechen und Fühlen kommen und sprecht den TN nicht ab für sich selbst zu Sorgen. Als sich wer angesprochen fühlt und eine Gruppe gründen will, schreibt mir gern.