Also bei mir war das Nähebedürfnis immer sehr daran gekoppelt, wie gut es gepasst hat :-)
wusstest du so schnell, wie gut es passt?
Ich denke oft, Nähe oder Distanzwünsche sind wie Augenfarbe oder so. Also einem gegeben. Man kann sie bissl anpassen im Laufe des Lebens, aber nicht groß verändern (?)
Letztlich glaube ich schon an den Satz "beim Richtigen kannst Du nichts falsch machen, beim Falschen nichts richtig. "
Für den einen wäre das Ansprechen ein Zeichen von Kontrolle und Misstrauen, Einschränken der individuellen Freiheit, für den anderen ein absolut richtiger Schritt im Sinne von man kann alles ansprechen, auch kleine Ängste und Sorgen finden Gehör und dürfen geteilt werden.
Daher: Der Mann soll ja Dich wollen. Für mich klingst Du gut und ausgeglichen, liebe See-Umwandlerin, Du wirst das schon machen.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #51 wusstest du so schnell, wie gut es passt?
Ich denke oft, Nähe oder Distanzwünsche sind wie Augenfarbe oder so. Also einem gegeben. Man kann sie bissl anpassen im Laufe des Lebens, aber nicht groß verändern (?)
Ich wusste sehr schnell, ob 1. ich mir mit dieser Person "mehr" auch im Sinne von unromantischen Alltagsdingen vorstellen kann und 2. ob gewisse grundlegende Dinge übereinstimmen. Hierbei besonders die Sache mit der Verbindlichkeit.
Und mein Nähebedürfnis ist tatsächlich sehr personenabhängig. Aber nicht im Sinne von "klammern", sondern eher im Sinne von "Nähe zulassen", da eigentlich eher Einzelgängerin.
Und mein Nähebedürfnis ist tatsächlich sehr personenabhängig. .... Sinne von "Nähe zulassen", da eigentlich eher Einzelgängerin.
Jetzt hab ich es kapiert!
ja, so ticke ich auch. Dass ich dann "beim Richtigen" auf einmal, oh Wunder, jenes zulasse, dieses nicht mache, welches aus eigenen Antrieb, von sowas nicht genervt bin und von dem nicht verschreckt ... ... ... und alles ganz automatisch und eben ohne "Klärungsgespräch"
Ich habe meinem Mann sogar beim 1. Date gesagt, wie viele Kinder ich mir wünsche, und es hat ihn nicht abgeschreckt - wie hier so treffend geschrieben wurde, kann man beim Richtigen nichts falsch machen!
Zitat von Baumhaus1 im Beitrag #56 und es hat ihn nicht abgeschreckt - wie hier so treffend geschrieben wurde, kann man beim Richtigen nichts falsch machen!
sag ich ja. Ich hab meinem Mann beim 1. echten Date erzählt, dass ich überlege mich wieder mit meinem Exmann zu versöhnen. Er hat gemeint, er suche zur Zeit einfach "wen, der irgendwie bissl passt"
Seither sind wir unzertrennlich
Aber so Klärungsgespräche, wie ich das jetzt meine und wie er und ob überhaupt und ob ich noch irgendwo oder er - nee, die gab es nicht.
Angenommen, die Seemöwe fragt ihn, warum er noch das Profil aktiv hat, wo er es doch löschen wollte. Dann sagt er "ups. Vergessen" Oder "wie kommst du da drauf?!"
Nichts kann sicher machen, dass erzählt wird was war oder ist. Auch nicht, ob er seinerseits! die Posse mit der Freundin schluckt... (nur mal so der Vollständigkeit halber)
Kann man sich sparen. Wenn ein blödes Gefühl da ist, ist das da. Und wenn man fühlt, da ist was, dann checkt man auch nach dem Gespräch, OB der sein Profil schon gelöscht hat.
Und das wäre mir zu nervig. Ich kenne mich, sobald bei mir ein Zweifel keimt, krieg ich den mit "Reden" nicht weg.
Andere ticken da aber anders, was es bunt und spannend macht.
Ich würde zu jedem Zeitpunkt einer Beziehung alles ansprechen, was mir ernsthaft Unbehagen bereitet. Aber unbedingt persönlich und nachdem ich "eine Nacht drüber geschlafen hätte". Letzteres im Sinne von für mich klar haben, dass mir das Fragliche ernsthaft Unbehagen bereitet. Und dann käme es sehr drauf an, wie mein Gegenüber darauf reagiert.
Denn Menschen, die nicht damit klarkommen, dass ich mein Unbehagen formuliere, brauche ich in meinem Leben so ganz und gar nicht. Insofern sähe ich das ganze als guten Indikator, ob "das Ganze" einen Sinn hat.
Zitat von Nicolo im Beitrag #59 mein Unbehagen Insofern sähe ich das ganze als guten Indikator, ob "das Ganze" einen Sinn hat.
ja ich auch! Wenn ich schon "Unbehagen" verspüre, dann hat das keinen Sinn. Das ist tatsächlich ein guter Indikator. Gespräche brauch ich da nicht. ich verlasse mich auf mein Unbehagen.
Wohlgemerkt, NICHT bei 30jähriger Beziehung, 3 Kindern, 3 Unternehmen und 9 Hunden oder so... Sondern in den allerersten Wochen. Warum sollte ich mir das ausreden lassen? Das Unbehagen hab ich ja nicht einfach so. Das ist ja Ausdruck vieler, oft unbewusster Wahrnehmungen.
Dann passt es halt nicht. Ich mach mich auch nicht mehr passend! Das hatte ich auf die harte Tour verlernt. Ich passe oder nicht. Ich wünschte, ich hätte das schon in jungen Jahren beherzigt.
Zitat von Nicolo im Beitrag #59Ich würde zu jedem Zeitpunkt einer Beziehung alles ansprechen, was mir ernsthaft Unbehagen bereitet. Aber unbedingt persönlich und nachdem ich "eine Nacht drüber geschlafen hätte". Letzteres im Sinne von für mich klar haben, dass mir das Fragliche ernsthaft Unbehagen bereitet. Und dann käme es sehr drauf an, wie mein Gegenüber darauf reagiert.
So sehe ich das auch. Und es kann auch ein gutes Gespräch werden, auch wenn der Mann nur merkt, oh, die Frau hat, ja ...Ängste, oder ist ein klein bisschen eifersüchtig oder so. Daher wäre ich eher pro reden, es sei denn morgen findet die TE alles nicht mehr so interessant.
Wäre ich er? Hmmm. Ich wäre dabei mich zu verlieben, wäre verliebt, hallo die beiden treffen sich seit 11(!) Wochen, und mein Neuer würde mich vorsichtig darauf ansprechen er habe mich da gesehen, obwohl ich ja nicht mehr suche.... Ich glaube, ich würde ihn in den Arm nehmen, oder es süss finden oder oder oder. Aber ich würde es ihm bestimmt nicht krumm nehmen.
Klar, ich kenne den anderen dann noch nicht so. Vielleicht käme auch der Gedanke auf, uiii, verfolgt der was ich mache?, stalked der mich gar?, ist der supereifersüchtig? Aber das wäre wohl entweder dann der Fall wenn vorher arg was nicht stimmt oder aber ich doch eher eh starke Zweifel habe.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #60... Wenn ich schon "Unbehagen" verspüre, dann hat das keinen Sinn. Das ist tatsächlich ein guter Indikator. Gespräche brauch ich da nicht. ich verlasse mich auf mein Unbehagen. ...
Nicht, dass es wichtig wäre, aber: ich nicht. Mir hat schon so Manches erst einmal Unbehagen bereitet, was sich nach einer Erklärung als völlig unproblematisch erwiesen hat. Ich halte weder mich noch meine Gefühle für unfehlbar.
Wie auch immer: See_umwanderin kann mindestens das Wichtigste "mitnehmen". Nämlich, dass ihr Gefühl erst einmal völlig legitim und "ok" ist.
Ein Mann, der nach 11 Wochen eifersüchtig wäre, hätte ich schon immer unsexy gefunden. Aber ich hätte mich andererseits auch aus der Singlebörse abgemeldet, wenn ich mir mehr als eine Affäre vorstellen könnte.
Zitat von Nicolo im Beitrag #62Nämlich, dass ihr Gefühl erst einmal völlig legitim und "ok" ist.
Sie sind legitim und ok.
Kommt ja nicht selten vor, dass "Dates" fulminant beginnen, um dann abrupt zu enden, schlimmstenfalls im sog. "Ghosting" (taucht unter und meldet sich nicht mehr).
Ich würde es auch abklären, ob ich an jemanden geraten bin, der nach dem Motto vorgeht: Festhalten und weitersuchen?
Allerdings ist einzukalkulieren, dass er sich zwar auf dieser Plattform dann ggf. abmeldet, aber wer weiß, auf wie vielen anderen er noch unterwegs ist.
Geht ihm vielleicht nicht anders?
Sie sagt zwar, dass sie sich abgemeldet hat; aber was heißt das heutzutage?
Muss noch den Begriff Eifersucht revidieren. Habe ihn zwar auch verwendet, aber finde darum geht es ja eigentlich nicht. Eher eben um die klassische Frage herauszufinden: "Meint er es denn "ernst"?"
Auch noch zum Bauchgefühl. Für mich klang es eben so, als habe die TE ein gutes Bauchgefühl und das war jetzt eben eine Irritation dazu.
Ich finde 11 Wochen im Übrigen ganz schön lang. Das sind ja fast 3 Monate. Aber vielleicht genau der Zeitpunkt, wo sich "die Geister scheiden".
Liebe See-Umwandlerin, hast Du Dir ein Herz gefasst und es angesprochen oder lieber doch nicht?
Ich habe es vorerst nicht angesprochen. Wir hatten ein sehr entspannten und schönen Abend und es erschien mir nicht passend, Das anzusprechen. Und später habe ich es einfach vergessen. Am Wochenende sehen wir uns wieder, haben mehr gemeinsame Zeit, und wenn es dann noch von Interesse für mich ist werde ich nachfragen. Heute Abend antworte ich auf eure Nachfragen. Lieben Dank für eure vielen, ja doch sehr unterschiedliche Sichtweisen!
Ich habe mir meine besten Gedanken ergangen und kenne keinen Kummer, den man nicht weggehen kann. (Søren Kierkegaard)
„Es wäre mir nicht passend erschienen“ - wie meinst Du das? Weil es „die Stimmung kaputtgemacht“ hätte? Wenn Du es komplett vergessen hättest, sobald Du da warst, würde ich das als „Bauchgefühl, das sich beruhigt fühlt“ einsortieren. „Später vergessen“ - da tippe ich mal auf Müdigkeit und so, da denkt frau nicht mehr unbedingt an wichtige Dinge.
Doch diese Begründung? Wäre für mich der Anfang von einem Beziehungsproblem - Nämlich „nicht miteinander reden“! Denn - irgendwas ist immer. Und das Grummeln im Bauch bleibt - eigentlich? Oder ist es weg?
Ganz rotes Tuch „weil er soviel zu erzählen hatte“, „weil er einen schlechten Tag hinter sich“… So ziemlich alle Begründungen, die mit „weil er“ anfangen (die echten Katastrophen mal außen vor) Da fängst Du nämlich an, seine Bedürfnisse vor Deine zu stellen. Gewöhnlich auch sehr ungesunde Thematik.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
@Nora und Baumhaus 1: Gesprächsbereitschaft von ihm aus ist prinzipiell immer vorhanden. Es war so, dass ich ein für mich wichtiges Thema mit ihm besprochen habe, danach müde war und wir schlafen gegangen sind.
Ich habe mir meine besten Gedanken ergangen und kenne keinen Kummer, den man nicht weggehen kann. (Søren Kierkegaard)
Zitat von Nora im Beitrag #67„ Wäre für mich der Anfang von einem Beziehungsproblem -
nach 11 Wochen hab ich keine "Beziehungsprobleme". Da hab ich nur eine gute Zeit oder nicht.
@Sally - so unterschiedlich ist das...11 wochen wären für mich gerade mal der totale Anfang. Grad, wenn man sich wie so oft nur 1-2/Wo sieht. Dann hab ich den Kerl 20x ? getroffen.
@Nora, wenn ich eine Beziehung nach 11 Wochen schon "be-diskutieren" muss, ist es für mich keine.
Dazu bin ich zu alt. Mit 20 hätte ich das wohl mit mehr Elan besprochen, das alles.
Zitat von Immernagellack im Beitrag #33Wie konnte er übrigens deine Kinder kennenlernen? Seid ihr alle dorthin gefahren? Mehr als fünf Stunden von zu Hause weg geht nicht? Hmmm... pflegt er jemanden? Was macht ihr dann am Wochenende, nur Unternehmungen, die maximal ca. 4 Stunden dauern?
Mit den Kindern waren wir gemeinsam Essen. Ja, er pflegt Jemanden.
Ich habe mir meine besten Gedanken ergangen und kenne keinen Kummer, den man nicht weggehen kann. (Søren Kierkegaard)
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #71nach 11 Wochen hab ich keine "Beziehungsprobleme". Da hab ich nur eine gute Zeit oder nicht.
@Sally - so unterschiedlich ist das...11 wochen wären für mich gerade mal der totale Anfang. Grad, wenn man sich wie so oft nur 1-2/Wo sieht. Dann hab ich den Kerl 20x ? getroffen.
@Nora, wenn ich eine Beziehung nach 11 Wochen schon "be-diskutieren" muss, ist es für mich keine.
Dazu bin ich zu alt. Mit 20 hätte ich das wohl mit mehr Elan besprochen, das alles.
Also, „Beziehungsproblemgesoräche“ („da müssen wir dran arbeiten“) würde ich nach 11 Wochen auch nicht führen, die Notwendigkeit dazu wäre ein ganz klares Signal zu „das funktioniert nicht mit uns“.
Die Frage nach dem noch aktivem Singlebörsenaccount ist für mich aber kein solches „Beziehungsproblemgespräch“, sondern ein Abklären der Positionierung zu dieser Beziehung.
Nach 11 Wochen, Sex included, Familie sogar schon kennengelernt, ist das für mich weit entfernt vom „Totalen Anfang“. Aber ich bin auch der Typus „all in“ - Wenn ich mich verliebe, dann „will“ ich diese Beziehung, the whole 9 yards. Dann taste ich mich nicht ran, so Stückchen für Stückchen - das finde ICH befremdlich.
Und daher würde ich Klarheit wollen - „Geht das Dir genauso?“ Denn wenn „Nein“, wäre ich „raus“. Weil für mich dieses Rangewürge eben nicht funktioniert.
P.S. Sorry fürs Denglish. Bin gerade massiv bilingual unterwegs.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Zitat von Nora im Beitrag #8Also, nach 11 Wochen sollte frau - und eben auch mann - aber schon wissen, in welche Richtung gesegelt wird! Insofern ist das sehr wohl ernsthaft, wenn beide das so bekunden - so wie hier.
Ich würde jetzt garnicht auf die Idee kommen, das Singlebörsenthema anzusprechen, ich ginge davon aus, daß sich das „Suchen“ von alleine erledigt - aber dennoch würde es mich auch irritieren.
...
Wir hatten kürzlichst ein Gespräch (auf seine Initiative hin) darüber, ob wir beide, unser Zusammensein betreffend, in die gleiche Richtung schauen.
Und ja, Das tun wir. Daher warscheinlich meine Irritation.
Ich habe mir meine besten Gedanken ergangen und kenne keinen Kummer, den man nicht weggehen kann. (Søren Kierkegaard)