Wir haben immer zum Hochzeitstag gratuliert, der war meinen Schwiegereltern wichtig. Nun ist heute ihr erster Todestag, und morgen hätten sie 60 Jahre gehabt..... 20.3.1964.
Habt ihr Ideen, ob und überhaupt, was man machen könnte für ihn, würdet ihr überhaupt....?
Essengehen und dergleichen fällt flach, er ist sehr eigen was Essen angeht. Wir wohnen direkt nebeneinander. Am Grab waren wir heute natürlich zusammen.
Wir feiern Geburtstage von verstorbenen Verwandten nicht. Ich selbst würde an so einem Tag am liebsten allein meines verstorbenen Ehepartners gedenken ohne andere.
harder, better, faster, stronger
beating the competition ist easy, beating yourself is a never ending commitment
Zitat von Letti im Beitrag #5Wir feiern Geburtstage von verstorbenen Verwandten nicht. Ich selbst würde an so einem Tag am liebsten allein meines verstorbenen Ehepartners gedenken ohne andere.
verstehe ich gut.
Hier ist es aber der Hochzeitstag und der Ehemann lebt ja noch.
Das oben ist meine private Meinung. Mein pers. Empfinden. Meine Wahrnehmung.
Ok aber gerade Hochzeitstage feiert man doch nur als Paar. Wenn einer verstirbt, gibt es keine weiteren. Ich zumindest werde keinen mehr feiern und möchte da auch nicht mit anderen zusammen sitzen.
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Eigentlich müsste er doch einladen, wenn ihm der Sinn danach steht.
Bisher habt ihr gratuliert, aber doch auch nicht die Feier ausgerichtet, oder?
Wenn, dann würde ich seinen oder ihren Lieblingskuchen backen und mit einem kleinen Blumenstrauß, den man gut neben ein Bild von ihr stellen kann, rübergehen und Zeit mit ihm verbringen. Wenn er das möchte. Vielleicht mag er auch allein ihrer gedenken? Wie schätzt Du ihn da ein?
Zitat von Letti im Beitrag #9Ok aber gerade Hochzeitstage feiert man doch nur als Paar. Wenn einer verstirbt, gibt es keine weiteren. Ich zumindest werde keinen mehr feiern und möchte da auch nicht mit anderen zusammen sitzen.
"feiern" ist vielleicht das falsche Wort.
Ich würde halt schauen ob er allein sein will oder halt gerade an dem Tag nicht. Das sollten enge Familienmitglieder einschätzen oder einfühlen können. Aufdrängen nicht, aber ignorieren halt auch nicht.
Das oben ist meine private Meinung. Mein pers. Empfinden. Meine Wahrnehmung.
Es gibt zwar keinen weiteren aber es gibt das Datum der Hochzeit warum soll man plötzlich so tun als gäbe es das nicht? Der Hinterbliebene denkt doch mit Wehmut daran. Am Geburtstag oder Todestag meiner Eltern denke ich auch an sie, trinke auf ihr Wohl einen Wein und wenn der Geburtstag meiner Mutter auf ein Wochenende fällt backe ich gerne ihren Lieblingskuchen und Kinder und Enkel freuen sich.
Meine Meinung steht fest, bitte verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen
God gave rock 'n' roll to you, put it in the soul of everyone. (KISS)
Es ist schwierig, er ist sehr introvertiert. "Feiern" oder ähnliches sicher nicht, wir möchten den Tag aber auch nicht völlig unbeachtet vorbeiziehen lassen (also ihm zeigen, dass wir auch dran denken).
Fotos, ich weiß gar nicht ob es mehr Alben gibt als das von der Hochzeit. Sie hatte eine Schachtel mit einigen losen Fotos. Die Fotos, die wir von ihr haben, haben mit ihren als Paar nichts zu tun - bis auf die vom 50. Hochzeitstag. Der "groß" gefeiert wurde im Kreis der Kinder und deren Familien.
Zitat von Letti im Beitrag #9Ok aber gerade Hochzeitstage feiert man doch nur als Paar. Wenn einer verstirbt, gibt es keine weiteren. Ich zumindest werde keinen mehr feiern und möchte da auch nicht mit anderen zusammen sitzen.
Kann ich unterschreiben, geht mir genauso.
-------------------------- Zwischen Reiz und Reaktion liegt die Freiheit.
Zitat von Mayali im Beitrag #10Eigentlich müsste er doch einladen, wenn ihm der Sinn danach steht.
Bisher habt ihr gratuliert, aber doch auch nicht die Feier ausgerichtet, oder?
Wenn, dann würde ich seinen oder ihren Lieblingskuchen backen und mit einem kleinen Blumenstrauß, den man gut neben ein Bild von ihr stellen kann, rübergehen und Zeit mit ihm verbringen. Wenn er das möchte. Vielleicht mag er auch allein ihrer gedenken? Wie schätzt Du ihn da ein?
Der Strauß ist eine schöne Idee! Kuchen eher nicht, er ist sehr eigen, was essen angeht.
Danke! Ich denke, der Strauß für neben ihr Foto wird es. Darauf bin ich selbst gar nicht gekommen. Danke nochmal!
Wenn Ihr meine Familie wärt, würde ich den Schwiegervater zu einem "besseren Abendessen" einladen. Also kein Festessen, aber etwas mehr Aufwand als normal.
Das ist kein Feiertag, aber ein besonderer Tag, der mir zu begehen ein Anliegen wäre.
Meine Großeltern hatten die gleiche Situation, da hat mein (damals fitter und wohlhabender Großvater) am 60. Hochzeitstag die Familie ins Restaurant eingeladen. Das war feierlich und hat uns alle fröhlich an Oma denken lassen.
Ich glaube, ich würde einfach nur "da" sein und spontan reagieren. Da es ja auch das erste Mal so ist, wenn ich richtig verstehe. Ich würde ein (eher non-verbales, aber das kommt auf den Menschen an) Angebot machen, den Tag gemeinsam zu verbringen, so wie es ihm gefällt. Und dann auf alles gefasst sein. Was zu essen würde ich wohl auch organisieren, aber eher unaufgeregt, ohne viel Symbolkraft, also eher nicht "das liebste Essen von xyz", sondern eher was, was ihm guttut.
Fotos gemeinsam anschauen würde ich nur tun, wenn es von ihm ausginge, oder wenn Ihr merkt, dass er gerne in der Erinnerung abtauchen möchte und das mit anderen teilen.
Ich danke euch allen. Essen gehen, oder für ihn (mit-)kochen geht nicht. Er isst nie auswärts, Hochzeiten der Söhne, Taufen und Konfirmationen ausgenommen. Und selbst da, meiner Beobachtung nach, eher soviel dass der Schein gewahrt ist. Fremden Küchen traut er nicht. Von mir aß er als es mit Schwiegermutter zu Ende ging und er schlicht keine Kraft mehr hatte selber zu kochen. Aber seither verweigert er - biete ich ihm Kohlrouladen an, weil ich "zuviel" gemacht hab, oder Braten mit Soße, Knödel, egal was, er lehnt ab. Er braucht "nix", er hat "genug".
Deswegen wird es der Strauß zu ihrem Foto. Damit er weiß, wir denken auch daran.
Das mit dem Strauß finde ich auch eine gute Idee und wenn er sich mit fremden Essen so schwer tut, sollte man das respektieren.
Meine Eltern haben ihren 40. Hochzeitstag groß gefeiert, da klar war, dass mein Vater es nicht bis zum 50. Hochzeitstag schaffen würde. Er starb einen Tag vor ihrem 48. Hochzeitstag. An dem Tag ihres 50. Hochzeittages haben wir wieder im Andenken und in Erinnerung am selben Ort gefeiert. Es war ein besonderer und schöner Tag. 💜 Für uns hat das so gepasst, seltsam ist für mich jetzt nur, dass der Monkelemann und ich nächsten Monat selber unseren 40. Hochzeitstag haben.
Zu seinem Todestag bin ich die ersten Jahre immer zu meiner Mutter gefahren, manchmal kam auch meine Schwester. Wir wollten nicht, dass sie allein ist an dem Tag und sie wollte das auch nicht.
Freundschaft ist das Seil, das hält, wenn alle Stricke reißen
Skala, ich komme zu spät, aber ich will dir noch sagen, dass ich den Kompromiss gut finde, den du gefunden hast. "Gratulieren" und "feiern" passt nicht, aber dein Schwiegervater sollte wissen, dass ihr das Datum auf dem Schirm habt und an ihn denkt.
Virginia, Gisèle, Collien, danke für euren Mut! 🌹
************************************ Moderatorin in der Pandemie und Politik, bei der Nachhaltigkeit, beim Sozialen Engagement und den Festen, bei Klatsch & Tratsch, im Persönlichkeits-, Erziehungs-, Baby-, Familien- und Trauerforum, im Glücklicher leben, bei den Angehörigen, in der allg. Gesundheit, der Kindergesundheit und bei den Krebserkrankungen, in den Krisenbeziehungen, bei den Hobbies, der Photographie und bei den besonderen Ernährungsformen.
Zitat von Skala_Rachoni im Beitrag #1Wir haben immer zum Hochzeitstag gratuliert, der war meinen Schwiegereltern wichtig. Nun ist heute ihr erster Todestag, und morgen hätten sie 60 Jahre gehabt..... 20.3.1964.
Das sind zwei völlig unterschiedliche Gedenktage, die direkt auf einander folgen.
Der Todestag betrifft die ganze Familie, und gemeinsam das Grab zu besuchen, wie Ihr das gestern gemacht habt, war eine sehr schöne Geste der Verbundenheit und Erinnerung.
Warum allerdings Eltern erwarten, dass ihnen die Kinder jedes Jahr zum Hochzeitstag gratulieren, kann ich nicht recht nachvollziehen. Etwas anderes ist es natürlich, wenn das Paar selbst einlädt.
Wie Dein nun alleinstehender Schwiegervater zum ersten Hochzeitstag ohne seine Frau steht, wirst Du nicht wissen, schätze ich. Für ihn ist es ja auch das erste Mal. Vielleicht holt er bewusst die Erinnerungen ins Bewusstsein, vielleicht verdrängt er sie ja auch, weil sie mit Wehmut verbunden sind. Das ist wirklich schwer einzuschätzen.
Die Idee mit den Blumen (ihren Lieblingsblumen, nehme ich an), um sie neben ihr Foto zu stellen, finde ich auch nett und unaufdringlich.
Da Ihr direkt neben einander wohnt, könntet Ihr ihn ja ganz ungezwungen fragen, ob er am Abend Lust auf ein Glas Wein bei Euch hat. Allerdings würde ich den Hochzeitstag nicht thematisieren, wenn er es nicht selbst tut.