@Analuisa Besser hätte ich es für mich nicht formulieren können. Die Menschen sehen und Zeit haben ist für mich das Wichtigste. Ob das nun am 24/25 ist, unterm Weihnachtsbaum , mit oder ohne Adventskranz ist mir sowas von egal. Geschenke haben wir schon lange abgeschafft bzw kommen auch unterm Jahr mal, wenn ich was sehe, das.... gefallen/brauchen könnte, das fällt also auch weg. Und der christliche Aspekt - den habe ich schon sehr sehr lange ad acta gelegt.
Aber gewisse Lieder gibt es auch, wo ich Gänsehaut kriege - aber nicht wegen des christlichen Aspektes sondern weil die mich an meine Oma erinnern, die sie immer sang und liebte zu singen ( und sie konnte singen !). Bei mir ist es " Es ist ein Ros entsprungen".
Die Lichterketten und die Kerzen sind für mich auch Licht im übertragenen Sinn, als Symbol für Wärme und eng verbunden mit Zusammensitzen, zusammen essen, quatschen, spielen... DIe Adventszeit ist in meiner Bubble die Zeit für Gesellschaftsspiele, komischerweise machen wir das nur dann. Und ganz altmodisch: Besinnlichkeit und Zeit, um das ablaufende Jahr Revue passieren zu lassen.
Es wäre schon viel geholfen, wenn jeder einfach "nur" seine Arbeit machen würde, aber die wirklich großartigen Dinge auf dieser Welt geschehen nur, weil jemand mehr tut, als er muss.
Zitat von Skala_Rachoni im Beitrag #18Ich hoffe, ich konnte deine Frage etwas beantworten. Mit Gefühlsbeschreibungen tu ich mir eher schwer.
Etwas, ja, aber nicht ganz.
Haben diese Lieder, die du erwähnst, religiöse Bedeutung für dich, oder hörst sie, weil das "dazugehört", weil's Tradition ist, weil es Erinnerungen an die Kindheit weckt, weil du sie unabhängig vom Gehalt schön findest? (Falls ich dir zu nahe treten sollte mit der Frage, einfach nicht beantworten.)
"Maria durch ein' Dornwald ging" mag ich auch sehr - so vom Musikalischen her. Die Melodie ist einfach sehr schön. Ich mag auch "Es ist für uns eine Zeit angekommen" z.B.; "Stille Nacht" wiederum ist mir zu schmalzig. Ich höre diese Lieder aber nicht, weil ich mich damit nicht identifizieren kann, weil es nichts in mir anspricht. Für mich ist Jesus eine beeindruckende Persönlichkeit (aus seiner Zeit heraus gesehen), aber nicht Gottessohn, Mensch gewordener Gott oder wie auch immer man ihn im Christentum bezeichnet.
Und ja, deswegen gibt es Weihnachten und nicht wegen Lichterketten und Spekulatius.
Falls das zu sehr von deinem Thema weggehen sollte, Skala, sag Bescheid, vielleicht mache ich dann doch noch einen eigenen Strang auf.
Ich bin zwar christlich, aber eher unkonventionell erzogen (Waldorfschule, Christengemeinschaft, aber nicht aktiv tätig in der Gemeinde). Für mich gehören diese Lieder dazu, und ja, es gibt einige, da hab ich einfach wohlige Gänsehaut. Seit ich mit meinem Mann zusammen bin und wir ein Kind haben, gehen wir bei uns im Dorf in die evangelische Kirche (als Fuchtli noch klein war zum Kindergottesdienst), und ich finde es einfach nur schön. Die Atmosphäre, die Gemeinschaft, das frohe Glänzen in den Augen, das ist schon was Besonderes.
Die Lieder, die mehrstimmig gesungen werden mag ich besonders - ich bin ein Alt, die meisten Lieder sind mir einfach zu hoch, sodass ich eine Oktave tiefer singe. Aber gibt es eine zweite Stimme (wie beim Dornwald), bin ich voll dabei.
Hm, etwas vom Thema ab, aber doch dazugehörig.
Ja doch, das gehört für mich zur Weihnachtsstimmung dazu.
Ebenso wie 3 Haselnüsse übrigens 😉 Ich bekomme heute noch die Klaviernoten, mal sehen, ob ich Samstag Zeit finde zum üben. Sonst muss meine Mutter halt vom Blatt spielen, die kann das, als Klavierlehrerin. Die Neuverfilmung find ich übrigens ganz, ganz toll! Da wirkt der Prinz nicht so..... grenzdebil? Verblödet? Unfähig? Wie im Original. Sehr, sehr schön gemacht. Gab es bei Amazon Prime letztes Jahr.
Zitat von Kunterbunt im Beitrag #22... Weihnachten ist für mich ein reines *Herzendsding*. Ein Winterfest, zu dem wir alle* zusammenkommen, uns dusslig freuen, dass wir uns haben und sehen, und eine Feier des kommenden Jahres an sich.
Es ist ein Gefühl, so wie Heimat. 😊 Und genau das Gefühl stellt sich bei mir jedes Jahr 1-2 Tage vor Weihnachten ein, wenn alle zugesagt haben, wenn alles organisiert ist, und wenn ich mich hier in Bergen von Geschenkpapier und meterweise Klebeband verheddern kann. Aber Weihnachtsmusik kommt mir nicht ins Haus! 😄
Ja, so ähnlich ergeht es mir auch! Du hast das schön beschrieben.
Ich bin nicht so der Weihnachts-Dekorations-Mensch und Weihnachtslieder hören wir auch keine, wenn wir zusammen sind. Aber es stellt sich bei mir ein so wohliges Gefühl ein
Zitat von Skala_Rachoni im Beitrag #28.... Ebenso wie 3 Haselnüsse übrigens 😉 Ich bekomme heute noch die Klaviernoten, mal sehen, ob ich Samstag Zeit finde zum üben. Sonst muss meine Mutter halt vom Blatt spielen, die kann das, als Klavierlehrerin. ...
Meinst du die Musik im Film? Ich habe das Spielen des Titels ergoogelt, es ist wirklich ganz einfach. Geht sehr schnell, wenn man es einstudieren will.
Kleine Anekdote gefällig? 😄 Meine Eltern bestanden darauf, dass ich "O du fröhliche" auf der Blockflöte lerne. Was habe ich das Ding gehasst! 😣 Heiligabend, wir sind bei den Großeltern. Ich flöte drauf los, hab wirklich versucht, so gut wie möglich zu spielen. Opa hörte sich das Geflöte die erste Strophe an, stand auf, zwinkerte mir zu, nahm die Flöte, brach sie entzwei und schmiss sie in den Ofen. 🤣 Seine Worte damals: "Jetzt habt ihr das Kind ja wohl genug gequält, und mich gleich mit!" 🥰
Zitat von Kunterbunt im Beitrag #32Meine Eltern bestanden darauf, dass ich "O du fröhliche" auf der Blockflöte lerne. Was habe ich das Ding gehasst!
Oh mein Gott, erinner' mich nicht daran... Mich wundert es heute noch, daß mein "Publikum" das lebend überstanden hat...
Es wäre schon viel geholfen, wenn jeder einfach "nur" seine Arbeit machen würde, aber die wirklich großartigen Dinge auf dieser Welt geschehen nur, weil jemand mehr tut, als er muss.
Zitat von Kunterbunt im Beitrag #32Kleine Anekdote gefällig? 😄 Meine Eltern bestanden darauf, dass ich "O du fröhliche" auf der Blockflöte lerne. Was habe ich das Ding gehasst! 😣 Heiligabend, wir sind bei den Großeltern. Ich flöte drauf los, hab wirklich versucht, so gut wie möglich zu spielen. Opa hörte sich das Geflöte die erste Strophe an, stand auf, zwinkerte mir zu, nahm die Flöte, brach sie entzwei und schmiss sie in den Ofen. 🤣 Seine Worte damals: "Jetzt habt ihr das Kind ja wohl genug gequält, und mich gleich mit!" 🥰
Zitat von Analuisa im Beitrag #12Liebe @rahsil, ich bewundere und beneide dich ein bisschen darum, wie du deinen Glauben lebst. Für dich haben diese Rituale einen wirklichen Sinn, denn das Weihnachtsfest hat für dich seinen Platz im Kirchenjahr und seine spirituelle Bedeutung. Ich wollte, ich könnte das für mich auch so sehen.
🤗 Ich ziehe unfassbar viel daraus und ich habe das große Glück, dass ich sagen kann, dass ich Gott in den schlimmsten Stunden meines Lebens ganz nahe gespürt habe. Das macht viel mit einem.
Zitat von -franzi- im Beitrag #15Bauchkribbeln bereitet mir aber auch das Weihnachtsoratorium. Wenn es losgeht mit dem ersten Teil kann ich schon fast anfangen zu heulen. Ohnehin möchte ich die Choräle am liebsten immer mitsingen, weil sie mich doch bewegen.
Ich liebe es auch! Wir versuchen jedes Jahr, es live zu hören.
Zitat von _tarasjugina_ im Beitrag #16Bei mir ist es "O du Fröhliche" (die Steigerung der Worte im Mittelteil, es wird immer strahlender)
Mich killt immer die letzte Strophe mit den "Himmlischen Heeren". Ich stelle mir das bildlich vor. Gänsehaut pur. Und wenn dann noch mein Schwiegervater spielt und alle Register an der Orgel zieht ...
Zitat von _tarasjugina_ im Beitrag #16"oh dass mein Herz ein Abgrund wär, und meine Seel das weite Meer". Das Mitsingendürfen. Und es ist okay, gerade gut, wenn es erst am Heiligabend kommt.
Das ist auch eine meiner Lieblingsstrophen aus dem Lied. Zusammen mit "Und hast mich dir zu eigen gar eh ich dich kannt erkoren." Da könnte ich jedes Mal heulen! Die Worte und dann die Melodie dazu!
Ansonsten liebe ich ja auch "Mit den Hirten will ich gehen" - da wird man so in die Weihnachtsgeschichte reingenommen.
Zitat von SASAPI im Beitrag #17Das Christmas in a Box Päckchen ist auch erledigt-ähnlich wie Weihnachten im Schuhkarton, nur für die Seeleute, die über Weihnachten in den meist geschlossenen Häfen festsitzen. Die Seemannsmission verteilt diese. Man kann eine Karte beilegen, dann bekommt man sehr häufig einen Gruß zurück.
Eine Freundin von mir fährt zur See. Sie hat auch schon so eine Box bekommen und meint, dass das bei allen Seeleuten sehr gut ankommt. Alle freuen sich immer sehr darauf. Viele von denen fahren ja zur See, weil sie das Geld brauchen.
Da gibt es einen tollen Film zur Entstehungsgeschichte.
Zitat von Analuisa im Beitrag #20Haben diese Lieder, die du erwähnst, religiöse Bedeutung für dich, oder hörst sie, weil das "dazugehört", weil's Tradition ist, weil es Erinnerungen an die Kindheit weckt, weil du sie unabhängig vom Gehalt schön findest?
Ich antworte einfach auch mal drauf, weil mir die Lieder auch viel geben. Für mich ist es vor allem der Inhalt. Wie mit wenigen Worten so große theologische Wahrheiten ausgedrückt werden. Und die Musik unterstützt das noch.
Zitat von Kunterbunt im Beitrag #22Wir alle* sind ein bunter Haufen Leute, die sich über viele Jahre zusammengefunden haben. Einige sind ganz ohne Anhang, bei anderen sind die Kinder schon lange aus dem Haus, leben weit weg, oder haben eigene Familien. Das Fest an sich dauert 3 Tage, damit auch jeder genügend Zeit für eigene Pläne hat. Soviel zur Erklärung meiner lieben Leute. ��
Das klingt auch toll!
Zitat von Genny im Beitrag #26Geschenke haben wir schon lange abgeschafft
Wir stark reduziert. So ganz ohne Geschenke, wenn man Kinder hat ... Mein Mann und ich sind uns eh einig, dass Geschenke für uns keine Liebessprache ist. Wir schenken, wenn wir etwas Gutes finden und suchen nicht krampfhaft. Das entspannt für uns viel.
Zitat von Kunterbunt im Beitrag #32Opa hörte sich das Geflöte die erste Strophe an, stand auf, zwinkerte mir zu, nahm die Flöte, brach sie entzwei und schmiss sie in den Ofen. �� Seine Worte damals: "Jetzt habt ihr das Kind ja wohl genug gequält, und mich gleich mit!" ��
😂😂😂 Wobei meine Schwiegereltern - beides Musiker - jetzt tausend Tode sterben würden, wie man ein Instrument zerstören kann🙈 Bei uns, vor allem bei meinem Mann in der Familie, aber auch in meiner, hat das Musizieren immer zu Weihnachten gehört. Aber nur, sofern wir Spaß daran hatten. Meine Schwiegereltern haben da auch mal meinen Eltern gut zugeredet, als die meine Schwester noch weiter zum Klavierunterricht drängen wollten. Sie haben immer gesagt: Es bringt nur etwas, wenn das Kind will.
Ich bin zwar ziemliche Weihnachtsliebhaberin, aber dieses Jahr kamen eine traurige Sache plus auf den letzten Drücker, ich hatte es aber eh geahnt, noch feste krank werden. War drei Tage ziemlich außer Gefecht gesetzt, mit Arbeit (sowohl Job als auch zuhause und dann natürlich Weihnachtskram) total hintennach und hab am Donnerstagabend nur noch geheult. Hab aber im Schweinsgalopp meine Projekte fertiggemacht, planmäßig heute früh geputzt, nachdem wir den - auch wieder glücklicherweise noch im letzten Moment erstandenen - Weihnachtsbaum aufgestellt und geschmückt hatten. Es uns mit Packerlsuppe gemütlich gemacht und "The Snowman" geschaut.
Dann ging's zum Tractor Run, der bei uns alljährlich stattfindet: 140 weihnachtlich aufgeputzte Traktoren ziehen durch die Stadt. Kann man sich hier anschauen (bitte furchtbare Musik ignorieren). Es hatte geschätzt Windstärke 9, war wirklich heftig, wir konnten kaum stehen. Ansonsten herrschte übrigens Sonnenschein und es war recht mild - also nix mit Frost und Schnee.
Sohnemann war hernach platt und ist, kaum gewaschen und gekampelt im Bett, eingeschlafen. Derweil Herr Snicket den Pizzateig vorbereitet hat, hab ich Geschenke verpackt. Jetzt muss er noch unbedingt Auberginen grillen für sein Baba Ganoush morgen - aber spätestens um 8 will ich essen, sonst gibt's hier eine Tragödie.
Dann gönne ich mir ein Eis und verstrick noch zwei Folgen "The Crown". Bürschtel mich selber ordentlich in der Dusche ab und dann ab ins Bett.
Das war Tag 1, als Auslandsösterreicherin erdreiste ich mich ja, immer im Doppelpack zu feiern: Morgen mit den Schwiegis. Das wird lustig und entspannt, wie eh immer mit ihnen. Und der Rest der Woche hoffentlich auch. Da hol ich dann eben ein bissl Weihnachtsfeeling nach, das ich die letzten Tage bzw. Wochen eher verpasst/vermisst habe. (Wie gesagt - das milde Wetter half dabei nicht wirklich!)
Frohes Fest euch allen, egal seit wann ihr euch (hoffentlich) drauf gefreut habt :-)
Ich unterscheide zwischen der Adventszeit und Weihnachten, obwohl beides ja im Grunde zusammengehört.
Im Elternhaus wurde mir vermittelt: das Schönste ist die Vorweihnachtszeit, mit Vorfreude, Vorbereitungen, Heimlichkeiten. Als Kinder haben wir sehr bald unsere eigenen Traditionen entwickelt: das Kinderzimmer wurde dann auch zur Bastelstube, wo die Eltern für eine Weile keinen Zugang hatten. Und mein Bruder und ich sind meist an einem Abend vor dem ersten Advent durch die Straßen gegangen und haben geschaut, wo schon geschmückt ist. Wir wohnten dicht an der Heide in einer Gegend mit Ein- und Zweifamilienhäusern und manche Häuschen waren eher zurückgesetzt, hinter Bäumen versteckt, mitunter hinter Tannen und einige wirkten auch etwas verwunschen, vielleicht auch durch die ersten Lichter, die da schimmerten. Wir haben uns natürlich auch auf die Geschenke gefreut, aber in erster Linie wurden wir so erzogen, dass das Materielle nicht im Vordergrund stand. Meine Eltern wollten nicht, dass wir ihnen Geschenke kaufen. Deshalb möchte ich das Schenken nun auch nach und nach einschränken - leider hat das auch seine Tücken, weil meiner Erfahrung nach solche Absprachen oft nicht eingehalten werden, was ich schon irgendwie doof finde.
Wie ich schon im anderen Strang erwähnte, gehörte bei uns der Gang in die Kirche am 24.12. auch dazu - aber ohne meinen Vater. Meine Mutter wollte uns an diese Tradition heranführen und uns sozusagen eine Möglichkeit offenhalten. Aber ich bin nicht religiös geprägt, es wurde mir nicht vorgelebt und wenn es so ist, dann ist es aus meiner Sicht fast unmöglich, zu einem christlichen Glauben zu finden, außer man hatte dementsprechende prägende Erlebnisse. Das schreibe ich, weil meine Schwägerin Diakonisse ist und sie ein entsprechendes Erlebnis hatte - wie alle anderen Schwestern auch, wie ich hörte. Aus dieser Tradition heraus liebe ich auch die Weihnachtslieder und den Weihnachtsgottesdienst. Seit Corona habe ich ihn allerdings nur im Fernsehen angesehen.
Meine Eltern haben sich immer sehr viel Mühe gegeben, aber ihre Ehe hatte keinen Bestand und mein Elternhaus existierte zu einem relativ frühen Zeitpunkt nicht mehr. Mein Vater war in die Familie seiner zweiten Frau integriert, meine Mutter war froh, zu Weihnachten keine Arbeit mehr zu haben. Zum Glück hatte ich bald selbst eine große Familie und somit war ich frühzeitig selbst mit der Organisation der Feiertage beschäftigt. Ich mache das im Grunde gern. Schwierig ist es seit eh und je, all das mit Berufstätigkeit zu vereinbaren. Deshalb betrachte ich Weihnachten vor allem als Aufgabe, die bewältigt werden muss. Wir haben unser Familientreffen am zweiten Feiertag, da habe ich genügend Zeit für die Vorbereitungen. Am 24.12. und an Feiertagen muss ich zum Glück nicht arbeiten. Und ja, ich gebe es zu, ich bin dann auch froh, wenn Weihnachten wieder vorbei ist. Schön finde ich es, wenn wir auch einfach mal Zeit für eine Wanderung finden, aber in den letzten Jahren hat das nicht geklappt. Wir sind auch gerne mal an einem Adventswochenende woanders, in einem schönen Hotel zum Beispiel, aber auch das hat in letzter Zeit aus verschiedenen Gründen nicht geklappt. Ich hoffe auf das nächste Jahr, auf - endlich - mehr Zeit für die Familie und Entschleunigung. Direkt zum Jahreswechsel würde ich nicht verreisen, aber im November und Januar kann ich es mir künftig schon vorstellen.
Das Thema Geschenke hat mich leider dieses Jahr geärgert. Mit meinem Mann hatte ich abgesprochen, ich kaufe uns wieder schöne Bettwäsche und wir schenken uns darüber hinaus nichts - jeder kauft sich doch eh, was er bzw. sie braucht. Er hat mir gestern zwei Paar Ohrringe geschenkt und ich hatte nur eine Tafel Schokolade und einen Schokoweihnachtsmann für ihn, was mir dann peinlich war, denn das fällt eher unter Süßigkeiten. Meine Schwiegermutter hatte ausdrücklich gebeten, dass wir uns nichts schenken, und ich respektiere das - obwohl ich das Geschenk für sie bereits hatte, das ist aber nun bei uns geblieben. Nun kam von ihr doch noch ein Päckchen mit ein paar Kleinigkeiten. Und ich habe auch von Kollegen gehört, dass die Aussage "wir schenken uns nichts" regelmäßig kommt und am Ende haben doch alle Geschenke. Ehrlich, wenn man auf solche Absprachen nichts gibt, kann man es doch gleich lassen! Ich bin aber entschlossen, den Aufwand weiter zu minimieren.
Bei uns ist Weihnachten, wenn mein inzwischen 87jähriger Vater die Mandoline auspackt und Weihnachtslieder spielt. Findet bei uns immer am Heiligabend statt. Dieses Jahr wurde die Mandoline 100 Jahre alt, sie gehörte zuvor seinem im Krieg gefallenen Vater. Das Teil ist also fast antik.
Dieses Jahr waren wir 12 Menschlein, meine alte Eltern, meine beiden Brüder (wovon einer behindert ist),wir beide, meine Kinder, meine Schwiegertochter und als Sahnehäubchen meine 3 Enkelchen, wovon 2 erst dieses Jahr geboren wurden. Als mein Vater die Mandoline spielte und wir die alten Weihnachtslieder sangen, saßen beide Babies total ruhig auf dem Schoss ihrer Mütter und waren tiefen entspannt. Selbst unser kleiner fast 3jähriger Wirbelwind saß still und sang mit.
Am Ende sangen wir dann alle "Heidi, deine Welt sind die Berge", das aktuelle Lieblingslied der Kleinen. Auch gut, wer sagt denn, dass man am Heiligabend nur Weihnachtslieder singen darf!
Ansonsten gehe ich immer in die Christmette, die ist in unserer über 400 Jahre alten Barockkirche sehr festlich, wir haben auch einen sehr guten Chor. Auch heute Morgen war ich wieder zur Messe, es werden immer weniger Menschen, selbst an Weihnachten. Mir gibt das immer sehr viel.