Hallo zusammen, da ich momentan viel Hokkaido-Kürbis esse, habe ich bergeweise Kerne, aber noch keine geeignete Verwertungsmöglichkeit gefunden.
Was ich schon probiert habe: Kerne mit Öl und ohne Öl im Ofen geröstet. Interessanterweise schmeckt das Ergebnis völlig identisch, und zwar v.a. holzig und zäh. Im Kühlschrank scheinen sich beide Varianten lange zu halten. Gestern habe ich nun einen weiteren riesigen Berg Kerne aus zwei großen Kürbissen gewonnen. Habt Ihr Ideen, wie ich diese in etwas Schmackhaftes umwandeln könnte?
Eine tolle Verwendungsmöglichkeit habe ich hingegen für das fasrige Fruchtfleisch, in dem die Kerne eingebettet sind, gefunden. Nachdem ich die Kerne mit diesem Fruchtfleisch aus dem Kürbis gelöffelt habe, schütte ich alles in ein Sieb und löse unter laufendem Wasser das Fruchtfleisch ab in ein extra Gefäß. Das sind Fasern, die man in dieser Konsistenz nicht essen möchte, aber die sich mit dem Pürierstab zu einem geschmeidigen Brei verarbeiten lassen. Mit diesem backe ich Kuchen, wobei die Kürbismasse die Eier ersetzt. Schmeckt sehr gut, in den letzten Kuchen habe ich, passend zur Jahreszeit, noch Lebkuchengewürz gegeben.
Zitat von Galah im Beitrag #1Kerne mit Öl und ohne Öl im Ofen geröstet. Interessanterweise schmeckt das Ergebnis völlig identisch, und zwar v.a. holzig und zäh.
Hab ich letztes Jahr auch mal ausprobiert, mir ist's genauso ergangen und habe daher frustriert aufgegeben. Das holzige ist wohl der Kürbis-Sorte geschuldet, die "normalen" Kürbiskerne sind nämlich vom Ölkürbis, der hat eine dünnere Schale um die Kerne. Zum Schälen der Kerne war ich beim Hokkaido immer zu faul bisher, der Arbeitsaufwand steht in keinem Verhältnis zum Ergebnis. Habe leider auch noch keine Möglichkeit gefunden, die Kerne ohne großen Aufwand von der Schale zu befreien. Und mit Schale schmeckt's mir nicht.
Kannst du sie vielleicht irgendwo einpflanzen? Meine Mutter hat ihre auf den Misthaufen im Garten geworfen und es war unglaublich niedlich, als sie dann im Herbst 20 kleine Kürbisse ernten konnte.
So, mittlerweile konnte ich mir die Frage selbst beantworten: Ich habe nochmal einen Schwung geröstet, und diesmal länger im Ofen gelassen - bis die Kerne laut hörbar hochploppten. Dann waren sie gebräunt und mit Röstaroma. Morgens tue ich jetzt immer 5g ins Müsli und dafür 5g weniger andere Nüsse. Zwar sind sie immer noch etwas zäh, aber im Müsli stört mich das nicht und es gewinnt sogar durch den zusätzlichen Röstgeschmack
Apropos Müsli: Meine Leidenschaft seit ca. 2 Monaten ist, getrocknete Papayakerne dazuzugeben. Aus 1 Papaya gewinnt man Kerne für 3-4 Wochen, die ich im Ofen trockne Die haben einen ganz speziellen sensationellen Geschmack.