Es wurde ein Strang zum Theater vermisst. Ich war ewig nicht mehr im Theater und wahrscheinlich werde ich hier nicht oft schreiben,aber: Hier ist der Strang, für die,die mögen.
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Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.
"Kein Ziel und keine Ehre, keine Pflicht, sind's wert, dafür zu töten und zu sterben" (R. Mey)
Ich hätte hier jetzt nicht geschaut, hätte ich nicht deinen post im "Feedback " gelesen. Wie bereits von einigen angeregt, gehört Musik, Theater und Kunst getrennt, damit sich jeweils passende Unterstränge bilden können. Wegen Corona war ich leider fast 2 Jahre nicht im Theater, mein Abo wurde ruhend gestellt. Noch habe ich keine Nachricht, ob es im Herbst 22 wieder regelmäßig los geht.
Danke für den Thread, Mono!! Ridendo corigo mores ;-)
Kinderbedingt war ich in den letzten 10 Jahren viel zu selten im Theater, von Circus Coroni ganz zu schweigen. Ich will wieder ins Theater!!! Und wenn ich mir die stümperhafte Laienspielgruppe aus meinem Dorf angucken muss.
Hallo Theaterfreunde, ich war seit Urzeiten nicht mehr im Theater. Hier sind einige TheaterliebhaberInnen. Was reizt euch am Theater? Welche Stücke schaut ihr euch an?
Ich war gestern, zum ersten Mal seit Coronabeginn. Und obwohl ich kein eingefleischter Theaterfan bin, hab ich mich richtig gefreut. Es war leider die letzte Vorstellung in Nürnberg, "Sex Arbeit". Eine Recherchearbeit, in der Schauspielerinnen Originaltexte von interviewten Prostituierten vortragen. Dazwischen fiktive Diskussionen zwischen den Lagern "Sexarbeit gehört verboten, ist schlimm und verletzend" und der Haltung "Sexarbeit muss anständig bezahlt und als normale Erwerbstätigkeit anerkannt werden". Hochinteressant, witzig, teils bedrückend, teils blieb einem das Lachen im Hals stecken und teils wars zum Fremdschämen, wenn die Original"bewertungen" von diversen Stammkunden vorgetragen wurden. In der nächsten Spielzeit hab ich mir auch schon Einiges vorgenommen.
Zitat von PiazzaNavona im Beitrag #3Danke für den Thread, Mono!! Ridendo corigo mores ;-)
Kinderbedingt war ich in den letzten 10 Jahren viel zu selten im Theater, von Circus Coroni ganz zu schweigen. Ich will wieder ins Theater!!! Und wenn ich mir die stümperhafte Laienspielgruppe aus meinem Dorf angucken muss.
Die Quote an erträglichen und durchaus guten Laien-Aufführungen finde ich durchaus vergleichbar mit der der Profis. Bei den Laien erwarte ich gar nicht mehr, bei den Profis längst auch nicht. Instant-Theatersprech ist so flächenverbreitet standardisiert und vorhersagbar wie die Sprechweise von Pfarrern bei einer Beerdigung , Landräten auf Tour, Innungsmeistern beim Jubiläum... Dramaturgie und Inszenierung sind dann idR auch nicht besser. die im öffentlichen Leben muss man ertragen, aber gute und sogar richtig gute Sprecher scheint es da zunehmend häufiger zu geben, im Sprechtheater habe ich das schon lange nicht mehr erlebt.
Dieses Wochenende war ich endlich mal wieder im Theater und durchaus begeistert von der Darstellung.
Deutsches Theater Berlin - Ismene, Schwester von .... - Lot Vekemans (zeitgenösische niederländische Autorin)
Ein klassischer mythologischer Stoff, Ismene, die Schwester von Antigone (Töchter des Ödipus) ist nach dem Tod ihrer gesamten Familie allein - so ein bisschen in einer Zwischenwelt zwischen Leben und Tod und resümiert ihr Leben.
Ein Ein-Frau-Stück auf einer (hüstel) reduzierten Bühne, und die Darstellung von Susanne Wolff dabei umso eindrücklicher und faszinierend, wie viel sie über Gesicht, Haltung und Stimmführung ausdrückt.
Ich geh regelmäßig und liebe es. Mein letzter Besuch war der staubige Regenbogen (die Trümmer des Gewissens) am Staatstheater Mainz. Das hat mir extrem gut gefallen. Nach der Veranstaltung im Foyer gab es sehr sehr kritische Stimmen und 2 von meinen Begleiterinnen fanden es richtig schlecht, aber mich hat es erreicht und berührt. Empfehle ich!
Ich gehe eher in die Oper (aber erst seit wenigen Jahren) und ab und zu in eine Operette (aus Interesse für einen bestimmten Komponisten), habe aber vor, in Zukunft auch vermehrt ins Schauspiel zu gehen. Dabei interessieren mich hauptsächlich deutsch-sprachige Stücke des 20. Jahrhunderts. Aus zeitlichen Gründen kann man ja nicht alles ansehen, was einen interessiert (ich lebe nicht in einer Großstadt). Mein nächstes Stück wird "Das Leben des Galilei" von Brecht.
Wo gehört eigentlich das Singspiel rein?? Ich habe vor einiger Zeit "Pension Schöller" von einem Amateur-Ensemble gespielt gesehen, und war positiv überrascht.
Ich belebe den Strang zum Jahresanfang mal wieder ...
Ich war heute im Deutschen Theater (Berlin) und habe "Die drei Leben der Hannah Arendt " gesehen. Nach den Motiven der Graphik Novel von Ken Krimstein und fand es großartig.
Ich fand auch vor zwei Jahren die Graphik Novel schon sehr gut. Das Stück bietet quasi einen parforce-Ritt durch das Leben und die Schriften von Hannah Arendt, dargestellt von insgesamt fünf grandiosen Schauspielerinnen, die jeweils quasi einen "Anteil" von Hannah Arendt darstellen und so ein wunderbares Gesamtbild bieten - von der fünfjährigen Schülerin, über die 14jährige, die Kant liest, die Abiturientin und spätere Studentin, die frivole, die wissbegierie, die kluge und engagierte Philosophin und Praktikerin, die 33 nach Paris emigriert, in ein französisches Internierunslager kommt und knapp über die Pyrinäen nach Lissabon und dann New York flieht um dort eine universitäre Karriere zu machen, die berühten Aufzeichnungen zum Eichmann-Prozess zu schreiben und vieles mehr.
Die Klammer des Stückes bildet ein (tatsächlich stattgefundenes) Interview von Günter Gaus mit Hannah Arendt, für das er wohl den Grimmepreis erhalten hat.
Ein sehr sehenswertes Stück über eine faszinierende Frau.
Zitat von promethea71 im Beitrag #11Ich belebe den Strang zum Jahresanfang mal wieder ...
Ich war heute im Deutschen Theater (Berlin) und habe "Die drei Leben der Hannah Arendt " gesehen. Nach den Motiven der Graphik Novel von Ken Krimstein und fand es großartig.
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Ein sehr sehenswertes Stück über eine faszinierende Frau.
Das klingt toll, wird aber leider nur noch im Februar gespielt und so schnell schaffe ich es nicht nach Berlin.
Wir haben ein Abo für ein kleineres Theater hier bei uns in der Stadt, die ein schönes Programm anbieten, dass die meisten Genres abdeckt und wo ich immer wieder überrascht bin, wie sie es auf der kleinen Bühne schaffen auch anspruchsvolle Stücke zu spielen. Zuletzt haben wir passend zu Weihnachten Scrooge gesehen und es war toll, wie sie das inszeniert haben. Die Geister sprangen aus diversen Schränken, fast jeder hatte mehrere Rollen (bis auf Scrooge selbst natürlich) und wir waren alle (immerhin über zehn Personen) begeistert.
Erst auf die perfekte Konstellation zu hoffen, ist der sicherste Weg, um nicht von der Stelle zu kommen. (Cédric Sapin-Defour)
Netter Strang! Ich habe ein Theater- Abo, bei dem man Vorstellungen einiger Wiener Bühnen im Programm hat. Am 19. 1. gibt es die Schachnovelle im Burgtheater. Bin schon gespannt, wie die Novelle auf der Bühne umgesetzt wird!
Zitat von ralice im Beitrag #13Netter Strang! Ich habe ein Theater- Abo, bei dem man Vorstellungen einiger Wiener Bühnen im Programm hat. Am 19. 1. gibt es die Schachnovelle im Burgtheater. Bin schon gespannt, wie die Novelle auf der Bühne umgesetzt wird!
wie funktioniert das mit dem Theater Abo? sind da mehrere verschiedene Theater Partner und man kann dann zu manchen Vorstellungen einfach hingehen? Das wär ja richtig super, wenn das so ähnlich abläuft wie beim Kino-Abo. Dann würde es mich vielleicht wirklich mal öfter ins Theater verschlagen als momentan, das ist bei mir eher so ein ewiger Vorsatz der leider nach wie vor nicht wirklich gefruchtet hat. Schachnovelle wird mich auch interessieren, war eines meiner Lieblingsbücher von denen, die wir in der Schule behandelt haben.
Burgtheater, Staats -und Volksoper sind immer dabei, dazu auch die Josefstadt. Andere Bühnen variieren, meist ist aber auch eine Musical- Bühne dabei. Im Sommer wird das Programm ausgeschickt und man kann unter 7 Zyklen wählen. Ich persönlich habe früher den Zyklus nach dem Datum der Aufführungen gewählt. Jetzt- in Pension- wähle ich ihn nach dem Opernprogramm, denn für moderne Opern sind meine Ohren ungeeignet!