Nach dem letzten längeren Urlaub habe ich für drei Tage die Haferkur durchgezogen, da ich das Gefühl hatte, meine Verdauung braucht nach vier Wochen mit viel zu viel Weißmehl, Fritiertem und mehr Süßem als üblich einen Neustart. Ich war bei den Gemüsemengen allerdings etwas großzügiger, das waren eher 200 bis 250 Gramm pro Tag als 100. Neu war für mich, Haferflockenbrei mit Salzigem zu verbinden, davor hatte ich dazu immer Obst. Die Kur hat gut funktioniert, ich war nicht hungrig und geschmacklich und von der Konstistenz her fand ich es machbar. Meiner Verdauung und dem Stoffwechsel hat es, denke ich, gut getan.
Ich fand den Betrag aus der vorletzten Sendung, Nr. 90, zum Thema Bluthochdruck bemerkenswert. Die Kandidatin mit Übergewicht hatte durch konsequente Diät schon viel abgenommen, aber dann stockte die Gewichtsabnahme und es tat sich nichts mehr. Um da wieder Bewegung reinzubekommen, musste sie die Energiezufuhr erhöhen, um aus dem Dauer-Sparmodus rauszukommen. Das passt zu meinen persönlichen Erfahrungen mit mir selbst und in meinem Umfeld, dass starke Reduzierung der Kalorienzufuhr über einen längeren Zeitraum kontraproduktiv ist. Entweder kann es nicht durchgehalten werden und es treten Heißhunger-Attacken auf. Oder der berüchtigte Jojo-Effekt schlägt zu. Es gibt ja auch zahlreiche Bedarfsrechner im Netz, da war ich oft überrascht, wie niedrig der Energiebedarf angesetzt wurde. Für mich stimmten die Angaben mit dem Ziel des Gewichtserhalts eigentlich nie, die waren immer zu niedrig. Ich fürchte, dass da auch schon so einige Menschen in eine ungute Richtung gelenkt wurden.
"Bescheidenheit ist die subtilste Form von Arroganz." Sprichwort
Es wäre schon viel geholfen, wenn jeder einfach "nur" seine Arbeit machen würde, aber die wirklich großartigen Dinge auf dieser Welt geschehen nur, weil jemand mehr tut, als er muss.
@Immernagellack, es hat für mich viele Aspekte. Indem ich keine Zeit mit dem Einkauf / der Zubereitung von Essen verbringe (OK, gelegentlich koche ich mal für einen lieben Menschen), habe ich Freiraum für das Lesen spiritueller Literatur, die mich interessiert, momentan die Dzogchen-Meditation. Ich bin in einem geistig beanspruchenden Beruf tätig und das Fasten verschafft mir knapp 60jähriger die geistigen Fähigkeiten und die Wachheit, wie es in jungen Jahren der Fall war. Die Gelenkschmerzen verschwinden nahezu. Ich brauche wenig Schlaf, schlafe aber sehr gut. Und die Kleidung wird natürlich auch weit, was sich im Laufe des Jahres aber wieder ausgleicht;-) Ich hatte vor Jahrzehnten das Glück, mich an meiner Arbeitsstelle einer Fastengruppe anschließen zu können. Der seinerzeitige Leiter ist lange im Ruhestand und die Gruppe besteht nicht mehr, aber die Erfahrungen waren für mich so gut, dass ich dabeigeblieben bin.
@Bri-Eule : die Kur (neben anderen Haferkuren) und viele weitere Rezepte mit Hafer sowie ein Theorieteil u. A. mit den gesammelten Erkenntnissen rund um das Cholesterin hat Matthias Riedel auch in seinem Buch „Der Hafer Masterplan“ verpackt. Wer Kindle unlimited hat, kann es sogar kostenfrei lesen. So
Ein Amateur hat die Arche gebaut, Profis die Titanic.
Welche Erfahrungen haben eigentlich die Rheuma-Patientinnen hier in der Runde gemacht? Ist die Ernährungsberatung inzwischen mehr in die Therapie eingebunden? Ich höre leider nach wie vor fast nur Gegenteiliges.
fettundlila ...irgendwann ist irgenwie ein andres Wort für nie... energy flows, where attention goes. .ʇɐq pǝʞooɔɹǝpun uɐ ǝʇɐ ɹǝʌǝu ʽpๅɹoʍ ǝɥʇ ǝᵷuɐɥɔ ʇ,uɐɔ uosɹǝd ǝuo pᴉɐs ɹǝʌǝoɥM
Folge 91: Rheuma, Schuppenflechte Mittwoch, 04. März 2026, 06:35 bis 07:20 Uhr
Die Folge würde mich interessieren. Aber wer schaut morgens um diese Zeit Fernsehen? Wo kann ich die Sendung noch sehen?
Die erste Generation verdient Geld, die zweite verwaltet das Vermögen, die dritte studiert Kunstgeschichte und die vierte verkommt vollends. (Ulf Poschardt, Shitbürgertum)
Das hört sich richtig gut an @mytholon ! Ich habe nur zweimal unfreiwillig bei Krankheiten jeweils ca. 1 Woche gefastet und war sehr überrascht, daß ich überhaupt keinen Hunger hatte. Leider funktioniert das bei mir nicht, wenn ich selber fasten möchte...
Es wäre schon viel geholfen, wenn jeder einfach "nur" seine Arbeit machen würde, aber die wirklich großartigen Dinge auf dieser Welt geschehen nur, weil jemand mehr tut, als er muss.
Zitat von kiki-fan im Beitrag #1484die Folge ist schon in der Mediathek, ich habe sie gerade gesehen.
Zitat von Utetiki im Beitrag #1485Im Link kannst Du die Folge doch sehen, Internistin.
Vielen Dank.
Die erste Generation verdient Geld, die zweite verwaltet das Vermögen, die dritte studiert Kunstgeschichte und die vierte verkommt vollends. (Ulf Poschardt, Shitbürgertum)
Zitat von -franzi- im Beitrag #1482Ich selbst habe keinen Rheuma, aber eine Bekannte von mir, und sie hat sich alles Ernährungstechnische allein erarbeitet. 😶
Passt ja leider zu dem, was ich höre. Nur ab und an läuft es in manch Reha anders.
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Zitat von Lea58 im Beitrag #1477Ich fand den Betrag aus der vorletzten Sendung, Nr. 90, zum Thema Bluthochdruck bemerkenswert. Die Kandidatin mit Übergewicht hatte durch konsequente Diät schon viel abgenommen, aber dann stockte die Gewichtsabnahme und es tat sich nichts mehr. Um da wieder Bewegung reinzubekommen, musste sie die Energiezufuhr erhöhen, um aus dem Dauer-Sparmodus rauszukommen. Das passt zu meinen persönlichen Erfahrungen mit mir selbst und in meinem Umfeld, dass starke Reduzierung der Kalorienzufuhr über einen längeren Zeitraum kontraproduktiv ist. Entweder kann es nicht durchgehalten werden und es treten Heißhunger-Attacken auf. Oder der berüchtigte Jojo-Effekt schlägt zu. Es gibt ja auch zahlreiche Bedarfsrechner im Netz, da war ich oft überrascht, wie niedrig der Energiebedarf angesetzt wurde. Für mich stimmten die Angaben mit dem Ziel des Gewichtserhalts eigentlich nie, die waren immer zu niedrig. Ich fürchte, dass da auch schon so einige Menschen in eine ungute Richtung gelenkt wurden.
"Trotz Sport". Ist auch wieder eine, bei der ich mich frage, was sie da gerade als Krafttraining so macht. Die Beine sehen nicht so aus, als hätte sie da in den letzten Monaten viel aufgebaut.
Welche App bei 4:25 sie da nutzt und wie genau sie ihre Kalorien trackt, wird leider auch wieder nicht gesagt. Auf ihrem Ernährungsprotokoll steht zum Beispiel "wenig Dressing". Das ist seeeeehr dehnbar, was Leute darunter verstehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie wirklich seit Monaten diesen Beispieltag isst.
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Zitat von Cerulean im Beitrag #1490Aber Kalorientracking ist doch keine Edoc Methode oder ?
Nein, das hat sie zuvor gemacht und dann aufgehört. Ich zweifel einfach an die Richtigkeit der Angaben, wenn nicht alles absolut exakt abgewogen wurde. Und das hält nahezu niemand monatelang durch.
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Danke für die Erklärung Borghild. Nein ich habe das auch nicht durchgehalten. Irgendwann habe ich es, bildlich gesprochen in die Ecke gepfeffert. Und beschlossen das ich mich lieber gesund als kalorienzählend ernähre . Da kamen die docs dann gerade recht.
Die Dauertrackerei schaffen auch die allerwenigsten Menschen und die allerwenigsten brauchen sie. Glauben tue ich sie Leistungssportler*innen und Bodybuilder*innen, denn da gehört es (mitunter) mit zum Job. Und Leuten mit Esstörungen. Die sind aber kein Vorbild.
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Eine Freundin, bei der rheumatische Arthritis diagnostiziert wurde, wurde von ihrer Ärztin zu einer Gruppe geschickt (weiß nicht mehr wie viele Termine, 8 oder so), da ging es um Ernährung, Bewegung, Entspannung etc. zum Thema Rheuma. Ernährung nahm einen großen Raum ein, das weiß ich, weil sie mir dann viel davon berichtet hat (ich kannte das meiste schon von den E-Docs).
Zitat von Borghild im Beitrag #1455Das war schon absichtlich etwas provokativ gewählt. Aber wenn ich so etwas sehe, dann erwarte ich auch sonst nicht mehr viel.
Ähm, wo hat der Doc Deiner Meinung nach sinnfrei gequatsch? Ich verstehe Feine Kritik grad nicht? Die meisten benutzen tatsächlich die Stange (gerade mit wenig Gewicht) falsch, ja, Rundrücken. Und die Hinweis mit „Nach hinten kreisen, weil!“ war auch wichtig?
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Zitat von Tigerente im Beitrag #1495Eine Freundin, bei der rheumatische Arthritis diagnostiziert wurde, wurde von ihrer Ärztin zu einer Gruppe geschickt (weiß nicht mehr wie viele Termine, 8 oder so), da ging es um Ernährung, Bewegung, Entspannung etc. zum Thema Rheuma. Ernährung nahm einen großen Raum ein, das weiß ich, weil sie mir dann viel davon berichtet hat (ich kannte das meiste schon von den E-Docs).
Immerhin. Wie gelingt deiner Freundin die Umsetzung? Bringt es ihr ein Mehr an Lebensqualität?
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Meine Freundin ist ein Typ, der so was sehr ernst nimmt und sie setzt das sehr akribisch um. Ob es ihr ein Mehr an Lebensqualität bringt, weiß ich tatsächlich nicht, ich kann ihr "Schmerzlevel" schlecht einschätzen. Da sie vorher bei der Ernährung auch schon sehr viel richtig gemacht hat, glaube ich nicht, dass sie den Unterschied so riesig spürt. Sie war schon immer normalgewichtig und hat eben auch schon relativ "gemüsig" gegessen z. B.
Ah, ok, dann ist das auch eine andere Ausgangslage als die typischen Kandidat*innen der Ernährungs-Docs.
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