Und immer im Hinterkopf: wir machen hier keine Anlageberatung. Wir machen hier Mut. In ETF anzulegen ist nicht schwieriger als einen Bausparvertrag abzuschließen. Rentiert sich aber mehr.
Und es ist keine Geheimwissenschaft, sondern lässt sich wirklich auf so wenige Einzelschritte runterbrechen, wenn man sich von der Auswahl erschlagen fühlt.
(Mir ging es so bei der Auswahl eines Fernsehers, ich war völlig überfordert. Dann habe ich mir 3 oder 4 Dinge überlegt, die mir wichtig waren. Und auf einmal blieben beim filtern danach nur noch 3 oder 4 Geräte übrig. Im Grunde ist das beim ETF auch nicht anders)
Ihr seid echt klasse, alle zusammen erste Klasse! Und selbstverständlich wird niemand von euch für UNSERE Entscheidungen haftbar gemacht .
Allerdings bekämen wir woanders nicht so leicht eine ehrliche und kompetente Beratung…Banken etc. wollen ja ihr Geld verdienen. Und wem man hier über den Weg trauen kann, liest man sich über die Jahre an.
Bei - ich glaube - Finantipp kann man auch nach ETF filtern. Hatte ich schon mal gemacht vor längerer Zeit. Keine USA, nachhaltig (oder wie auch immer sich das schimpfte). So etwas hilft schon sehr weiter.
Ein Amateur hat die Arche gebaut, Profis die Titanic.
Man weiß nie, wo es hingeht im Leben, aber man weiß immer, wo man herkommt.
⚖️ Es ist was abzunehmen. Die Zahlen liegen auf dem Tisch und sind bekannt. Auch das what to do. Nur das mit dem do…
Zitat von Antje im Beitrag #475Was die Einlagensicherung angeht [...]
Dein Hinweis ist völlig korrekt, Antje, vielen Dank! An der Stelle war mein Beitrag zu kurz gegriffen. Das spielt im Zusammenhang mit ETFs wirklich nur dann eine Rolle, wenn man alles andere (Girokonto, Depot, Tages-/Festgeld) beim selben Institut haben will wie die Spar-Pläne und ohne Aktien/ETFs überhaupt in die Nähe der Einlagensicherung kommt. Bei meiner Bank braucht man z.B. ein Verrechnungskonto (Depot), um Sparpläne anlegen zu können, das kann bei anderen Instituten anders sein, aber da liegen natürlich keine Riesensummen. Mein unterschwelliger Gedanke, daß ein Institut mit deutscher Einlagensicherung generell vertrauenswürdiger ist, ist bei genauerem Nachdenken nur Wunschdenken.
Marieken: "Keine USA" ist auch nur meine sehr konservative (risikoscheue) Einschätzung der aktuellen Situation. Momentan laufen die Märkte dort für mich überraschend gut, ich traue dem Braten nur nicht. Wie Ihr das einschätzt, müßt Ihr leider selbst entscheiden.
Es wäre schon viel geholfen, wenn jeder einfach "nur" seine Arbeit machen würde, aber die wirklich großartigen Dinge auf dieser Welt geschehen nur, weil jemand mehr tut, als er muss.
Bei jungen Menschen mit einem Anlagehorizont von 40 Jahren würde ich mir keine Gedanken machen über weniger USA, mehr USA oder nur Europa, sondern einfach zum All World greifen, den Antje auch schon als Beispiel gebracht hat. Während dieser Zeit wird die Börse mindestens 5x crashen, mal wird die USA mehr Rendite bringen, eventuell auch mal Europa und die Schwellenländer könnten endlich die Performance hinlegen, auf die alle schon über ein Jahrzehnt warten. Mit einem All-World hat man die besten Chancen, dass man überall dabei ist.
Junge Sparer haben meist noch ihren kompletten Sparerpauschbetrag zur Verfügung. Deswegen würde ich einen Ausschütter wählen, damit der Freibetrag nicht ungenutzt verfällt. Bei derzeitiger Ausschüttungsrendite kann man ca 50.000 Euro ansparen, bis ein Wechsel auf Thesaurier Sinn macht. Wichtig ist natürlich, dass die Ausschüttungen unbedingt wieder reinvestiert werden, sonst geht das auf Kosten der Rendite. Wenn man vermutet, dass der junge Sparer das Geld lieber für den Konsum abzweigt, macht ein Thesaurier aber deutlich mehr Sinn.
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)
Der Ausschütter schüttet aber nicht die gesamten Kursgewinne aus . Man kann auch einfach Ende des Jahres den ETF verkaufen und neu kaufen. Das mache ich beim Depot meiner minderjährigen Kinder die eine Nichtveranlagungsbescheinigung haben. Da sind dann auch Neobroker wie Traderepublic oder Scalable vorteilhaft weil die sehr geringe Kauf- und Verkaufsgebühren haben
Zitat von Wolkenschaf im Beitrag #481Der Ausschütter schüttet aber nicht die gesamten Kursgewinne aus .
Das ist natürlich richtig. Es werden nur die Auschüttungen steuerfrei vereinnahmt, an die Kursgewinne habe ich dabei gar nicht gedacht. Die dürften in den ersten Jahren wahrscheinlich so gering sein, dass man genau rechnen muss ob die sich Kosten für Verkauf/Kauf rentieren. Es ist dennoch sinnvoll das bei steigenden Depotwert im Auge zu behalten.
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)
Wie ist denn der Anlagehorizont? Langfristig heißt ja für den einen 10, für den anderen 60 Jahre.
Bei monatlich eher kleinen Summen muss man darauf achten, wie die Gebührenstruktur des Anbieters ist. Gerade Pauschalen hauen rein.
Für Brokertipps bin ich zu alt. Scalable und Consorten sind beim Jungvolk en vogue, mich nerven schlechte Erreichbarkeit oder ähnliches aber so, dass ich etwas Althergebrachtes brauche. Unsere Kinderdepots sind daher bei der Comdirect, da funktioniert alles zu unserer Zufriedenheit. Monatliche etf Käufe sind dort aber vergleichsweise teuer, da dürfte man, wenn man ne Bank und keinen Neobroker will, bei der ING oder auch der DKB besser fahren.
Zur etf Auswahl hat Antje schon viel Kluges gesagt.
Steuerlich handhaben wir es wie Wolkenschaf und verkaufen regelmäßig den Bestand, um Gewinne zu realisieren so lange die Kinder eine NV Bescheinigung haben (bei größeren Summen muss man übrigens aufpassen, ab einem bestimmten Betrag, ich habe grob 6.000€ im Jahr in Erinnerung, fliegen sie aus der Familienversicherung).
Um das machen zu können, muss man wie Nocturna schon erwähnt hat, auch auf die Verkaufskosten achten. Wir schichten kostenfrei um, da wir den Arero besparen (mittelfristiges Anlageziel), aber wenn das nicht geht, nagt eine Umschichtung natürlich an der Rendite. Da dürften die Neobroker auch deutlich günstiger sein als die althergebrachten.
Edit Tippfehler korrogiert
"Wenn man mit einer Regenbogenflagge rumläuft, wo ‚Peace’ draufsteht und fünf Meter weiter Leute die Reichsflagge schwenken, muss man sich schon fragen: Mit wem machen wir uns gemein?“ - Wolfgang Niedecken
Nächstes Jahr ändert sich vermutlich die Gebührenstruktur eh nochmal, da EU Recht umgesetzt wird. "Die Gebührenstruktur von Neobrokern wird sich aufgrund des EU-weiten Verbots von Payment for Order Flow (PFOF) ab dem 30. Juni 2026 ändern. Neobroker, die bisher hauptsächlich durch PFOF Einnahmen generierten, müssen neue Geschäftsmodelle entwickeln, um ihre Kosten zu decken. Dies könnte zu höheren Gebühren für einzelne Trades oder zur Einführung von Flatrates führen, um die wegfallenden Einnahmen zu kompensieren."
Die Neobroker arbeiten intern mit Sicherheit mit Hochdruck daran, trotz der Auflagen auch zukünftig den etablierten Instituten kostenmäßig den Rang abzulaufen, wie die Kostenstruktur genau sein wird, werden wir in 1 Jahr sehen.
Ich habe Ing DiBa und Trade Republic und habe inzwischen immer mehr zu Traderepublic umgeschichtet. Kauf und Verkaufgebühren jeweils ein Euro und ich finds komfortabel. Allerdings hatte ich auch noch nie den Wunsch dort jemanden zu erreichen
Ich habe bei Trade Republic das, wo ggf auch was verkauft wird.
Auf einem max blue Depot habe ich liegen, was nicht bewegt wird und wo die deutsche Bank für Depotinhaber ausländische Quellensteuer automatisch erstatten lässt. Als Kleinanleger lohnt sich das nicht und Kanada kassiert zb happig. Bei max blue machen die das gesammelt, ohne das ich was anleiern muss. Da gibt es dann etwas mehr von den Dividenden ausbezahlt.
Okay, ich würde gerne noch einmal abschliessend um Eure Meinung bitten, zu meiner Frage weniger USA.
Ich habe 3000 Euro monatlich zur Verfügung (+300 Euro in 8 von 12 Monaten bisher)
Ich schichte nun wegen der USA-Gewichtung wie folgt -- alles bei DIBA Ing wie folgt:
1. Schwellenländer IS C.MSCI EMIMI U.ETF DLA --->300 Euro / Monat A111X9 IE00BKM4GZ66
2. EX USA - XTR M.W.E. UE 2CDLA ----> 2000 Euro / Monat Xtrackers MSCI World ex USA UCITS ETF 1c DBXOVH IE0006WW1TQ4
3. All World Vanguard FTS All-World Ucits ETF -> 1000 Euro monatlich A1JX52 IE00B3RBWM25
4. ISHAREC Core MSCI World UCITS ETF USD Acc -> hier liegen rund 90k -> Sparplan ruht aktuell AORPWH IE00B4L5Y083
----------------------------- Da fehlt nun aber der Hinweis auf Europa aus Nocturnas Beitrag weiter oben vom 08.06.2025 „Auf Europa setzen: Stoxx Europe 600 (600 Aktien aus 17 Länder), MSCI Europe (400 Aktien aus 15 Länder), FTSE Developed Europe ( 400 Aktien aus 15 Länder)“ Zitat Nocturna
Irgendwie finde ich bei DIBA Ing keinen geeigneten, bin ich blöd ? Suche allerdings auch am Handy über die App (Urlaub) – habe meine Login-Daten nicht dabei
Meine Recherche ergab -> DIBA Ing wären das
a.) Ishares Stoxx Europe 50 UCITS ETF, ausschüttend 593394 – DE0005933949
b.) Dann Dividenden Aktienfonds Ishars Euro XtoXX select Dividend 30 UCITS ETF
Welchen Vorteil gibt es für mich ? Ich würde die Dividende sowieso wieder investieren wollen… c.) MSCI Europe finde ich gar nicht ? d.) Alle Vorschläge mit „Aumundi“ lass ich links liegen (Aumundi hatte doch vor kurzem irgendwelche Fusionen …..)
Wie würdet ihr die 3300 Euro verteilen auf
1. Schwellenländer 2. Ex USA 3. Vanguard all World 4. Europe -------------------------------------------
Mein Vorschlag wäre (300 Euro habe ich nicht immer zur Verfügung) Macht diese Aufteilung Sinn ? 1. Schwellenländer – 500 Euro (+ 150) 2. Ex USA - 1000 3. Vanguard all World - 1000 4. Europe ->500 (+150) -------------------------------------------
Nachtrag zu den Einzelaktien @Antje: ja vielen Dank, hantiere gerade mit Pennystocks, habe in meinem Aktiensparplan auch eine kleine Summe Spielgeld 4k gespart. Diese würde ich nun in Krypto-Sparplan bei Bison mit einem kleinen Betrag monatlich weiter besparen.
Nur kurz, da ich auch im Urlaub bin. Ich würde es mit der Verringerung des USA-Anteils nicht übertreiben. Deine vorgesehene Mischung aus 1. Schwellenländer (500) 2. Ex USA (1000) 3. Vanguard all World (1000) 4. Europe (wobei ich hier einfach mal den IE00BK5BQX27 genommen habe) (500) reduziert bei deinem Sparplan den US-Anteil im Depot auf nur noch 40 Prozent nach meinem Auswertungstool (leider kostenpflichtig, Jahresabo)
Das ist schon eine sehr defensive Mischung. Sicherlich, das Trump-Risiko ist vorhanden, Zölle, Inflation, Arbeitsmarkt USA, usw. Viele der US-Firmen agieren aber auch global mit gutem Gewinn. Die hältst du mit deiner Mischung ebenfalls klein.
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)
Zitat von Nocturna im Beitrag #489Nur kurz, da ich auch im Urlaub bin. Ich würde es mit der Verringerung des USA-Anteils nicht übertreiben. Deine vorgesehene Mischung aus 1. Schwellenländer (500) 2. Ex USA (1000) 3. Vanguard all World (1000) 4. Europe (wobei ich hier einfach mal den IE00BK5BQX27 genommen habe) (500) reduziert bei deinem Sparplan den US-Anteil im Depot auf nur noch 40 Prozent nach meinem Auswertungstool (leider kostenpflichtig, Jahresabo)
Das ist schon eine sehr defensive Mischung. Sicherlich, das Trump-Risiko ist vorhanden, Zölle, Inflation, Arbeitsmarkt USA, usw. Viele der US-Firmen agieren aber auch global mit gutem Gewinn. Die hältst du mit deiner Mischung ebenfalls klein.
Ganz herzlichen Dank, dasss Du aus dem Urlaub schreibst:-) auf die Schnelle : das hilft mir sehr und danke, dass Du mit Deinem Tool auch noch einmal ausgewertet hast. Ich wünsche Dir schöne Urlaubstage und ich werde USA mehr einbeziehen & das entsprechend berücksichtigen :-)
Bin so dankbar für diese Gruppe, Deine Beiträge und den so konstruktiven Austausch hier (unglaublich :-)
Hihih :-) das stimmt :-) Zwischenzeitlich ist das sich um-sein-Geld-kümmern kein lästiges Pflichtritual mehr, sondern sogar etwas, was Freude machen kann.
Hab immer wieder mal hier still mitgelesen und melde mich jetzt auch mal.
Ich werde demnächst 60 und es wird eine Lebensversicherung fällig, 60 TSD EUR Grund zur Freude, aber mich bedrückt es schon fast. Weil: was mach ich damit, bzw. wie lege ich das jetzt an. Ich brauch das Geld jetzt nicht. Ausreichend Tagesgeld angelegt für kurzfristig notwendige Investitionen, daneben mache ich noch ein Aktienprogramm mit Firmenaktien mit. (Der Charme liegt im Rabatt). Dann noch eine kleine Direktversicherung über den AG, auch mit Aktien. Läuft und läuft.
Mir graut davor. Eigentlich sollte ich jetzt auch in ETF einsteigen, allerdings muss ich den Horizont beachten. Für mich 10 Jahre +, je nachdem wie es dann aussieht. Idealerweise dann regelmäßige Entnahme/Auszahlplan.
Die Hausbank ist teuer (Depotführung) und allein schon die Website eine Zumutung.
*seufz*
Mein eigenes Profil: ich bin faul (möchte kein Hobby daraus machen, es ist wirklich nur Geldanlage), Sicherheit geht streng vor Toprenditen. Mir graut schon davor, mich einzufuchsen (Steuerkram!?)
Am 26.9. erscheint von Finanztipp ein Buch "Pantoffelportfolio", das ist wohl das was ich mir vorschwebe. Aber jetzt habe ich gerade Urlaub und keine Ausreden, mich endlich darum zu kümmern.
Vage Idee: Depot eröffnen (ich vergleiche noch, ING Diba und DKB in der engeren Auswahl) Dann das Geld in 1000 EUR Tranchen/Sparplan einzahlen, als Start. Kurse im Auge behalten und wenn sie fallen, größeren Batzen nachlegen. Mir würde ein Allrounder Fond reichen, All World. Aber welchen.... Finanztest empfiehlt MSCI Fonds. Nachhaltig wäre auch schön, gibt es aber wohl nicht in Kombination mit "ganze Welt"? Ich bin noch ziemlich am Anfang, wie man sehen kann. Was haltet ihr von der Idee? Alles als Einmalanlage ist glaube ich nicht so sinnvoll.
Jetzt hab ich das alles geschrieben und ich bin schon wieder müde davon.
Wenn ich ehrlich bin: ich wäre mit einer Rendite mit sicheren 4 Prozent zufrieden, wenn ich mich dafür so gut wie nicht selbst kümmern müsste um meine Geldanlage. Aber sowas gibt es ja derzeit wohl nicht. Falls doch: ich bin interessiert, auch wenn es hier OT wäre.
Zitat von print im Beitrag #493 [...]Sicherheit geht streng vor Toprenditen. [...]
Wenn ich ehrlich bin: ich wäre mit einer Rendite mit sicheren 4 Prozent zufrieden, [...]
"Sicher" ist Dein Geld auch in einem ETF nicht! Letztlich besteht ein Verlustrisiko - auch wenn es über längere Zeit als gering eingeschätzt wird, aber de facto besteht das Risiko - das solltest Du auf jeden Fall wissen, bevor Du weiter in Richtung ETF denkst.
Das Geld in 1000er Tranchen anzulegen ... hmm. Wenn Du dann auf einen "günstigen Kurs" wartest, wiederspricht das an sich Deiner Renditeerwartung. Und wenn Du - im Falle gesunkener Kurse - dann den Buchverlust aus den ersten Tranchen siehst: Bist Du dann mutig genug, in Anbetracht der Verluste "den Batzen" zu investieren?
Ja, gute Frage. Allerdings, bei Höchstständen das ganze Geld anzulegen widerstrebt mir, da bin ich dann doch wieder Pessimistin. Weil ich eher glauben kann dass die Kurse sich wieder erholen, als dass sie (verlässlich) von einem aktuellen Höchststand immer noch höher steigt. Mit Sicherheit meine ich, dass ich was solides machen möchte. Da steckt dann zwar Risiko drin, aber eben nicht so hohes. Oder hab ich nen Denkfehler? Das Gegenteil wären für mich Optionsscheine oder Bitcoins oder son Zeug.
Ich weiß, Verlustrisiko ist auch bei ETF da und mein Anlagehorizont eng, aber ich hab keinen fixen Zeitpunkt x. Schlechte Lage könnte ich noch etwas aussitzen, aber halt auch nicht ewig. Wären die Kurse z.B. in 8 Jahren sehr gut würde ich auch schon früher aussteigen. Nützt mir ja nix, wenn ich mir die tollen Kurse dann von der Urne aus ansehe. Erben gibt es keine, ich will meine Rente aufbessern und der Rest geht dann eine humanitäre Einrichtung.
Trotzdem muss ich ja was machen. Es sollte halt nicht schlimmer werden als +/- Null. Notfalls Festgeld, besser als nix.
Zitat von print im Beitrag #493Am 26.9. erscheint von Finanztipp ein Buch "Pantoffelportfolio", das ist wohl das was ich mir vorschwebe. Aber jetzt habe ich gerade Urlaub und keine Ausreden, mich endlich darum zu kümmern.
Dann lies dich doch schon mal auf der Finanztip-Seite in das Thema ein. Die dampfen die möglichen ETFs so ein basierend auf klaren Kriterien, dass am Ende wirklich nur noch 2 oder 3 rauskommen. https://www.finanztip.de/indexfonds-etf/
ZitatVage Idee: Depot eröffnen (ich vergleiche noch, ING Diba und DKB in der engeren Auswahl)
Finanztipp vergleich auch Depots und wertet aus: was kostet es an Gebühren, wenn man diesen oder jenen ETF kaufen will, bei dem jeweiligen Depot-Anbieter, als Einmalanlage wie auch als Sparplan. https://www.finanztip.de/indexfonds-etf/was-sind-etfs/
MSCI World, ja. Das ist das Mittel der Wahl, wer der am breitesten streut, zusammen noch mit dem ACWI (All Countries World).
Zitat Nachhaltig wäre auch schön, gibt es aber wohl nicht in Kombination mit "ganze Welt"?
Doch, gibt es. Ich habe mal bei dem oben verlinkten ETF-Finder die comdirect als Broker angegeben und gesagt, dass ich monatlich 1000 Euro anlegen will und zwar in nachhaltige ETFs. Empfohlen werden:
UBS MSCI World SRI ISIN: LU0629459743 UBS MSCI World SRI ISIN: LU0950674332 iShares DJ Best-in-Class World Enlarged ISIN: IE00B57X3V84
ZitatWenn ich ehrlich bin: ich wäre mit einer Rendite mit sicheren 4 Prozent zufrieden, wenn ich mich dafür so gut wie nicht selbst kümmern müsste um meine Geldanlage. Aber sowas gibt es ja derzeit wohl nicht. Falls doch: ich bin interessiert, auch wenn es hier OT wäre.
Hast du einen Überblick, wie dein Geld angelegt ist?
Also in Prozent - x in Tagesgeld, x am Aktienmarkt, y an Festgeld und so weiter? Falls du noch kein Festgeld hast, würde ich das auf jeden Fall überlegen und eine "Festgeldtreppe" bauen, also das Geld auf verschiedene Zeiträume aufteilen, sodass regelmäßig was fällig wird. Beim Anbieter Raisin (früher Weltsparen) kann man z.B. Festgelder in Deutschland und anderen europäischen Ländern abschließen, auch bei bester Bonität des Landes kann man da durchaus Zinsen von bis zu 3% erreichen, je nach Laufzeit. https://www.raisin(.)com/de-de/ Beispiel 3,00 % p. a. - 5 Jahre - Keine Quellensteuer* - Finanztest Bestenliste - HoistSpar - Schweden (AAA)
In Deutschland bietet z.B. die Aareal-Bank für Festgeld auf 7 Jahre 3,05% und für 5 Jahre 2,80%.
(Klammern entfernen)
Wenn du jemanden kennst, der dort ist, lass dich von ihm/ihr werben, es gibt da einen zwei- bis dreistelligen Betrag.
* Da müsstest du die Zinserträge in der Steuererklärung angeben, weil sie nicht automatisch von der Bank direkt versteuert werden. Ein kleiner Extraufwand, aber man gewöhnt sich dran. Sonst nur Angebote nehmen, wo "vereinfachtes Steuerhandlung" dransteht, z.B. bei Deutschland und Luxemburg.
Danke Agathe, ich sehe schon, du bist das Gegenteil von mir....
Das mit dem Festgeld ist auch interessant. Ich möchte nur nicht auf zig verschiedenen Plattformen unterwegs sein. Ich bin ehrlich, das überfordert mich. Kommt auf die Liste, was Depotbankanbieter noch so anbieten könnten.
Im Moment ist der größte Batzen in der LV. Wenn ich alles zusammen rechne, komme ich anteilig auf ca:
50% LV 25% Tagesgeld 15% Aktien (MA Programme der Firma) 10% Girokonto
Ich hatte in den letzten Jahren noch in die Rentenkasse freiwillig eingezahlt, um Abschläge auszugleichen wenn ich früher in Rente gehe. Dieses Ziel (Ausgleich) habe ich erreicht.
Zitat von print im Beitrag #497Das mit dem Festgeld ist auch interessant. Ich möchte nur nicht auf zig verschiedenen Plattformen unterwegs sein. Ich bin ehrlich, das überfordert mich. Kommt auf die Liste, was Depotbankanbieter noch so anbieten könnten.
Die Festgelder wären dann ja ggf. bei Raisin. Dort meldest du dich einmal an und verwaltest dann alle Festgelder dort, auch wenn sie bei verschiedenen Banken angelegt sind. Die Zinsen sind höher als bei den von dir angedachten Depotbanken.
Zitat:
Ein Konto für alle Produkte: Bei Raisin bedarf es lediglich einer einmaligen Registrierung und Kontoeröffnung, um auf alle Angebote zugreifen zu können Kostenloser Service: Alle allgemeinen Leistungen wie die Eröffnung und Führung des Raisin-Kontos, Auslandsüberweisungen, Saldenbestätigungen, Kontoauszüge und der Kundenservice sind kostenlos – entstehende Kosten übernehmen wir für Sie (..) Sicherheit: Sparangebote bei Raisin unterliegen je Anleger der europäischen Einlagensicherung von bis zu 100.000 €. Zudem bieten wir garantierte Rentenkonditionen für Ihre Altersvorsorge an Transparent: Mit dem Raisin-Onlinebanking behalten Sie jederzeit die volle Kontrolle über Ihre Geldanlagen https://www.raisin(.)com/de-de/so-funktionierts/
So, jetzt höre ich aber auf, sonst krieg ich noch Ärger ;-)
Ich habe überlegt, ob ich noch was dazu schreiben, denn die Möglichkeiten sind begrenzt und du kannst dein Geld entweder sicher anlegen oder eben am Markt, mit allen bekannten Risiken. Und das meiste wurde schon gesagt.
Zitat von print im Beitrag #493Wenn ich ehrlich bin: ich wäre mit einer Rendite mit sicheren 4 Prozent zufrieden, wenn ich mich dafür so gut wie nicht selbst kümmern müsste um meine Geldanlage.
Vier Prozent sicher ist derzeit nicht zu sehen. Mit den besten Festgeldern und derzeitiger Inflation schaffst du es gerade so, dein Kapital zu erhalten, wahrscheinlich wirst du aber langfristig Kaufkraft verlieren.
Apropos langfristig, wie lange glaubst du denn zu leben und möchtest du auch noch etwas Kapital für den Zeitraum 85+ übrighaben? Dann hätte dein Kapital von jetzt an gerechnet noch 25 Jahre Zeit zu wachsen. Das ist auch für Börsenzeiten eine sehr lange Zeitspanne, selbst ich bin derzeit erst 29 Jahre investiert und mein Kapital hat während dieser Zeit erstaunliche Dinge gemacht.
Ich habe mal mit einem Tool gespielt, eine 10 Jahres Monte Carlo Simulation, das zigtausend Szenarien berechnet. Selbst die ungünstigsten Szenarien beim 10. Perzentil ergeben noch eine Chance auf 5,06%. Das 50. Perzentil, also der Median (wie beim Einkommen, alle reden davon, kaum keiner verdient genau den Durchschnitt ) hat schon 15,5%. Die Simulation bezieht sich auf den US Stockmarkt, ist also nicht identisch mit dem Worldindex, aber ein Anhaltspunkt. Was natürlich berücksichtigt werden soll, sind die Verlustszenarien. Es kann auch richtig heftig werden, tiefer noch als zum Corona-Crash. So sind die nackten Zahlen, entscheiden muss du.
Je nachdem, an welchem Zeitpunkt deines Lebens du welches Kapital noch haben möchtest und im Hinblick auf den Kaufkraftverlust, würde ich die Anlagesumme zumindest splitten. Beispielsweise 30.000 Euro Festgeld und 30.000 Euro in einen All World stecken. In deinem Fall würde ich einen ausschüttenden ETF wählen, das ist im Alter steuerlich besser, damit du nicht Geld für die Vorabpauschale vorhalten musst, während du eigentlich verkonsumieren willst.
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)