Da hast du aus der Amundi Umwandlung noch das Beste gemacht. Ein bisschen Steuern zurückholen tut der Seele gut. Die 2 Euro Transaktionsgebühren sind extrem günstig. So einen Preis bekomme ich bei maxblue nicht mal, wenn die eine Sonderaktionen ausrufen und diese gilt dann nur für eine spezielle Fondsgesellschaft.
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)
Himmel, sind die Anleger in Deutschland wirklich so verängstigt? Der Spiegel bringt online jeden Tag einen neuen sedierenden Text à la "So kommen Sie unbeschadet durch die Börsenkrise".
Tiefenentspannt vielleicht nicht. Das wäre gelogen. Weil ich die USA in einer echten Abwärtsspirale sehe. Mit realistischem Blick auf die USA sieht es halt so aus: Es ist selten der Fall, daß so viele Bereiche sich im Niedergang befinden und einige davon sich vermutlich sehr schlecht wieder auf ein Vorniveau erholen werden.
Manche "Geldströme" werden in Zukunft in andere Richtungen wandern - und wie bei einer Bar: Wenn die Gäste sich erstmal umorientiert haben ist es schwer, wieder auf das Vorniveau zu kommen. Die Wirtschaft wird sich von den unsicheren Handelsströmen mit einem unzuverlässigen Partner umsehen nach anderen Lieferanten und Kunden. Die Touristen werden andere Ziele entdecken. Und Trump hat auch nicht erkannt, daß Entwicklungshilfe nicht "selbstlose Wohltätigkeit" ist, sondern Sicherung von Allianzen in unsicherem Gebiet.
Nichts mag Wirtschaft und "Umgebung" weniger als Unsicherheit. Es sind nichtmal die Zölle selbst, die für Unsicherheit sorgen. Die EU hat auch schon gegen China "Strafzölle" verhängt - um die Autoindustrie der EU zu schützen. Das wurde kommuniziert, das trat in Kraft. Mit ziemlicher Sicherheit (ich müßte nachgucken) hat China als Antwort darauf ebenfalls Zölle in vergleichbarer Höhe etabliert. Das hat im Grunde außer Geplänkel nicht für weitergehende Unstimmigkeiten gesorgt.
Das ganze war angekündigt, trat zu einem Stichtag 30.10.24 in Kraft, alle hatten sich darauf eingestellt.
Was diesmal anders ist: Trump beruft sich auf Zahlenwerke, die nachweislich falsch sind und Äpfel mit Birnen vergleichen, bei der Rechnung noch etwas Dummheit und Unwissenheit einbringen und am Ende auf völlig absurde Prozentzahlen kommt. Er läßt geflissentlich andere Dinge weg (die den Spieß umkehren würden - wie "immaterielle Exporte" wie Software). Und er bezeichnet zudem alle Länder als Schmarotzer.
Von seinen Annektionsplänen für Kanada und Grönland mal ganz zu schweigen und seinen diplomatischen Trampeleien im Porzellanladen. Dazu noch die öffentlichkeitswirksamen Deportationen bzw. längeren Inhaftierungen westlicher Touristen (die teilweise wirklich gegen die Einreisebestimmungen verstoßen haben - nichtsdestotrotz wurde man früher als Tourist in so einem Fall einfach postwendend in ein Flugzeug ins Heimatland gesetzt und hatte einen Stempel im Paß, der die Widereinreise verhindert - und landete nicht in einem Massengefängnis).
Die Kanadier stellten bis dato eine der größten Touristengruppen in den USA und sind ein großer Importeur von Waren. Und sie haben Nationalstolz und sehen sich nicht als 51 Bundesstaat der USA. Der Boykott amerikanischer Waren trifft die USA durchaus. Und die ausbleibenden Touristen ebenfalls.
Zumal auch die Touristen aus Übersee in signifikanter Zahl ausbleiben.
Es arbeiten mehr Menschen im Tourismus in den USA als in der produzierenden Industrie. 17 % Rückgang treffen da durchaus. Und das dürfte erst der Anfang sein, denn im Moment reisen noch Menschen, die ihren Urlaub schon vor langer Zeit geplant haben und auf Stornogebühren sitzen bleiben würden. Neubuchungen werden noch mehr einbrechen.
Wenn jemand keine Nachrichten lesen oder sehen will - die Angebote der Fluggesellschaften sprechen eine deutliche Sprache.
Lufthansa hat Angebote für Flüge an in die USA - da sind langfristige Angebote (bis Oktober!) dabei für unter 400 € inkl. Steuern an die Westküste. Und im Juli sind Flüge (hin und zurück) für unter 500 € zu kriegen. Solche Preise habe ich für Lufthansa zuletzt glaube ich in den 90er Jahren des letzten Jahrtausends gesehen.
Sprich: Trump und Konsorten sorgen für Einbrüche in vielen Bereichen. Und das ist selten in dieser "Vielfalt".
Ich werds aussitzen - eventuell meine Rente ein Jahr verschieben. Ganz sicher werd ich nicht in Panik verfallen. Und für eine Reise in die Richtung bietet sich ja Kanada auf jeden Fall an ;-)
So geht es mir auch - ich hab meine Anlagen auf mehreren Säulen - und man darf nach wie vor (auch wenn sie gerne schlecht geredet wird) die Säule "gesetzliche Altersversorgung" nicht unterschätzen. Sie gibt uns einen soliden Sockel, wenn man auf eine lange Berufstätigkeit zurückblickt.
Meine darüber hinausgehenden Anlagen sind ja "für die Extras".
Oh - und ich bin nicht das Orakel von Delphi - ob meine Einschätzung richtig ist - ich weiß nicht. Aber ich denke, Diplomaten und Diplomatie wurde vor tausenden Jahren eingeführt - und aus gutem Grund. Alle Regeln der Diplomatie zu brechen und die "Gegenüber" vor den Kopf zu stoßen und sie das Gesicht verlieren lassen ist meiner Meinung nach keine taktisch kluge Entscheidung. Wenn Trump ein Elefant im Porzellanladen ist, hätte er sich zumindest mit Leuten umgeben sollen, die über politische Finesse verfügen. Hat er aber nicht.
"Gesicht wahren" ist gerade im diplomatischen Umgang ganz wichtig - und bei manchen Ländern noch wichtiger.
Ich glaub z.B. nicht, daß China besonders beeindruckt ist von den Drohungen aus den USA. Zum einen ist China eine Diktatur - und dann wird die Bevölkerung halt auf schwere Zeiten "eingeschworen" zum Wohle des chinesischen Staates und dann ist das so. Die haben auch während Corona Maßnahmen durchgezogen, die in anderen Ländern nie funktioniert hätten. Dann ist Herrn Trump glaube ich nicht klar, wieviel chinesisches Geld in den USA steckt. Wieviele Staatsanleihen China an den USA hält. Die brauchen nur morgen beginnen, die abzustoßen und die USA landen in einem Taumel, den sie nicht bremsen können.
China hat per Entwicklungshilfe und Investitionen in vielen Schwellenländern groß investiert und walzt sich gegebenenfalls in neue Absatzmärkte. Ein Gebiet, aus dem die USA sich ja gerade zurückgezogen haben.
Und wie gesagt - Handelsströme können sich auch verlagern. Und die USA aussparen. Länder, die bis dato bei den USA "kauften" wollen entsprechende Waren ja weiterhin. Und wenn die USA zu teuer oder zu kompliziert sind, werden andere in die Bresche springen und liefern.
Mexiko produziert jetzt Elektrobusse - erstmal nur für den eigenen Markt, in Zusammenarbeit mit Volvo. Ich brauch keine Kristallkugel um zu sehen: Wenn die Dinger laufen und gut sind, kaufen auch andere Länder die. Und wenn sie für manchen "hochklassigen Markt" nicht "gut genug" sind - es gibt auch einen "Mittleren Abnehmermarkt".
ETFs, die einem Index folgen, passen sich an. Es gibt auch ETFs, die aktiv gemanagt werden und die folgen ihren ganz eigenen Regeln. MSCI überprüft seinen Index vierteljährlich in Hinsicht auf verändernde Marktkapitalisierung und die daraus resultierende Zusammensetzung. Da werden dann auch Unternehmen rausgeworfen und neue hereingenommen. Allerdings geschieht das alles innerhalb des Rahmen, den sich der Index gesetzt hat.
Wem der MSCI World, aus welchen Gründen auch immer, zu US-lastig wird, kann das das nur mittels Beimischung von anderen ETFs herunterregeln, MSCI World ex USA beispielsweise. Das ist aber keine Empfehlung, sondern nur ein mögliches Beispiel.
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Was muss ich beachten bzgl. der Einlagensicherung =100.000 Euro Was haltet ihr von meinem Plan: A.) 5 Jahre 3300 Euro monatlich zu besparen, solange ich mit 52-57 J. noch gesund und fit genug bin (im Rahmen meiner Selbständigkeit). Beides auf beide obige ETF verteilen.
Dann a.) sich an rund 330.000 Euro erfreuen bei ca. 5 % Rendite und dann in Ruhe weiter planen und liegen lassen und mit niedriger Rate weiter besparen.
b.) und abhängig je nach Situation, und wo wir leben werden, zur Miete in einem anderen Land (3 Monate über Winter) einen Teil entnehmen können. Aktuelle Miete in Grosststadt sehr niedrig, so dass viel gespart werden kann.
@Salome, was ist in 5 Jahren dass du deine Sparrate nicht halten kannst? Wenn du dann in Rente bist, wird diese so gering sein dass du regelmäßig Entnahmen tätigen mußt? Welche weitere Vorsorge hast du getroffen?
harder, better, faster, stronger
beating the competition ist easy, beating yourself is a never ending commitment
Ich würde zum Ausgleich zu den Weltaktien mit dem "Klumpenrisiko USA" ab jetzt einen internationalen oder europäischen Anleihen-ETF besparen.
So irgendwas in der Mitte zwischen AAA-Rating-Ländern (sicher, aber geringe Rendite) und Wackelkandidaten mit größerem Kreditausfallrisiko und dafür höherer Rendite.
@Zinn: darüber Europa mit einzubeziehen mehr - hatte ich auch schon nachgedacht. Leider vergesse ich vieles in letzter Zeit wieder, statt mir Notizen zu machen.
Und auf Nocturna´s Rückmeldung freue ich mich auch.
@Letti: ich zahle noch in die gesetzliche RV ein. Diese ist aufgrund von Teilzeit nicht üppig, würde aber dafür sorgen, sollte ich jetzt heute aufhören, ca. 1000 Euro - 1200 (je nach Rentenentwicklung, Inflation, Steuerbelastung) netto nach Abzug von Steuern etc. als Basis zu erhalten. Das ist aber nicht geplant. Die hohen Sparraten kommen durch meine Selbständigkeit zustande. Solange ich gesund bleibe, kann ich diese generieren.
Es ging mir weniger um den Vorsorge-Gedanken, obwohl der wichtig ist - danke Dir für die Nachfrage - , ich habe nicht vor, die 350.000 Euro komplett aufzubrauchen, sollte ich in 5 Jahren 350.000 Euro über eine 5% Verzinsung (was auch fraglich ist natürlich in einem solchen kurzen Zeitraum - keiner kann mir sagen, wie sich ein World-ETF in 5 Jahren entwickeln wird) angespart haben, würden diese ja mit 5 % weiter dort im ETF angelegt liegen bleiben, sie dienen mehr der Psychologie - ein gutes sicheres Pölsterchen, für den Fall der Fälle, so dass ich dann - sollte ich ausfallen aus gesundheitlichen Gründen mit 57 - you never know- wenigstens ein für mich beruhigendes Sparziel erreicht haben. Meine Devise lautet daher aktuell in 5 Jahren möglichst viel Geld im Rahmen meiner Selbstständigkeit zu verdienen und diese Summen beiseite zu legen. Gelebt im Alltag wird vom Angestelltenverhältnis, welches nicht üppig ist, aber ausreichend für Miete, Lebensmittel, Kleidung und Urlaube.
Meine Gedanken gehen ausserdem in die Richtung, ob es sinniger ist in beiden ETFS so weiter zu investieren. -sollte ich in 5 Jahren 330.000 Euro angespart haben, würden diese ja mit 5 % weiter dort im ETF angelegt liegen bleiben. 2. Überlegung: mein Mann hat ebenfalls 350.000 Euro angelegt (leider aktiv gemanaged - damit fühte er sich sicherer - durch einen Vermögensberater) - eventuell ist es in 5 Jahren sinnvoller, zusammenanzulegen in 5 Jahren?
Zitat von Zinn im Beitrag #437Wie denkt @Nocturna darüber?
@Zinn Sag mir was Trump noch so alles anstellt und dann sage ich dir, was sinnvoll wäre.
Zitat von Zinn im Beitrag #437Ich würde zum Ausgleich zu den Weltaktien mit dem "Klumpenrisiko USA" ab jetzt einen internationalen oder europäischen Anleihen-ETF besparen.
Anleihen? Das ist ein ganz anderes Spielfeld als Aktien, dessen Mechaniken ich nicht mal im Ansatz durchdringe. Anleihen sind mitnichten sicherer oder weniger volatil und haben dieselben Ausfallrisiken wie Aktien. Wenn Trump mit dem Dollar spielt und das Rating seines Landes durcheinanderbringt, hat das auch Auswirkungen auf die weltweilten Anleihemärkte, das würde ich nicht unterschätzen.
Das Klumpenrisiko im Weltindex MSCI World kommt von der Gewichtung der USA im Index und hier insbesondere vom Anstieg der Magnificent Seven (Apple, Microsoft, Nvidia…). Jeder hat gerne die Kursexplosionen mitgenommen wie 2024 die 25 Prozent Kurssteigerung oder 2023 die 20 Prozent. Allerdings die Luft wird oben dünner und mit dem erratischen Verhalten des US-Präsidenten kann man darüber nachdenken, sein Risiko zu verringern.
Wem das Risiko auf Aktienseite zu hoch wird, muss das Risiko auch auf dieser Seite verringern. Das bedeutet den US-Anteil zu verwässern, in dem man Europa, Deutschland oder andere Weltregionen mit ins Boot holt. Es gibt viele Varianten, aber die zielführendsten dürften folgende sein:
- Einen anderen Index besparen wie MSCI ACWI IMI oder FTSE Global All Cap. Der bequemste Weg, wenn auch hier die Verringerung des Klumpens wenig ausgeprägt ist.
- Schwellenländer dazunehmen, Index FTSE Emerging Markets oder MSCI Emerging Markets Index oder MSCI Emerging Markets IMI Index. Verringert das Risiko, lief die letzten Jahre aber deutlich schlechter als der World, dessen sollte man sich bewusst sein.
- Auf Europa setzen: Stoxx Europe 600 (600 Aktien aus 17 Länder), MSCI Europe (400 Aktien aus 15 Länder), FTSE Developed Europe ( 400 Aktien aus 15 Länder)
- Ein ganz anderer Ansatz ist der MSCI World ex USA. Hier sind keine US-Unternehmen enthalten, damit sind automatisch alles anderen Unternehmen und Länder höher bewertet (ca 800 Unternehmen). Durch eine Hinzunahme dieses Index wird das vorhandene Depot effektiv ent-USA-isiert. Wer also beim MSCI World kalte Füße bekommt, könnte ab sofort in diesen Index weitersparen und nimmt so peu a peu Risiko heraus. Ob der Index an die Performance des World hinkommt, kann nur die Zukunft zeigen. Es gibt von Xtracker, Amundi und iShares bereits ETFs auf diesen Index. Ohne weitere Empfehlung nenne ich mal die ISIN. IE0006WW1TQ4, IE000Z0FC0G5, IE00085PWS28, IE000R4ZNTN3
Wer es gerne vom Prof lesen will, empfehle ich seinen Blog, keine Verlinkung hartmutwalz.de/msci-world-ex-usa/
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)
Meinen Anleihen-Anteil habe ich aufgrund meiner vage am "Pantoffelportfolio" der Stiftung Warentest orientierten Anlagestrategie.
Dito den Anteil an Euroaktien in meinem Depot.
Mit der Gesamtentwicklung meiner Assets (das Wort wollte ich immer schon mal mit dem besitzanzeigenden Fürwort meine anbringen ;) bin ich hochzufrieden.
Der MSCI World ex USA klingt super. Würde ich sofort mit einbeziehen, wäre ich nicht schon in den (diversifi)zierenden Pantoffeln unterwegs.
Zitat von Salome im Beitrag #438 Meine Gedanken gehen ausserdem in die Richtung, ob es sinniger ist in beiden ETFS so weiter zu investieren. -sollte ich in 5 Jahren 330.000 Euro angespart haben, würden diese ja mit 5 % weiter dort im ETF angelegt liegen bleiben. 2. Überlegung: mein Mann hat ebenfalls 350.000 Euro angelegt (leider aktiv gemanaged - damit fühte er sich sicherer - durch einen Vermögensberater) - eventuell ist es in 5 Jahren sinnvoller, zusammenanzulegen in 5 Jahren?
@Salome Ich kenne viele, die an ihrem ursprünglichen Sparplänen festhalten, unabhängig was Trump so treibt. Das muss jeder selbst entscheiden, ob er die Trumpschen Verwirrungen aussitzen will, dazu wage ich keine Empfehlung. Wenn eine Änderung gewünscht wäre, habe ich ja vorher was dazu geschrieben, wie man ein Depot weniger US-lastig aufstellt.
Aber warum willst du in 5 Jahren gemeinsam mit deinem Mann anlegen? Womöglich noch auf ein Gemeinschaftdepot mit unterschiedlichen Einzahlungen und Startkapital, was dann noch eine verdeckte Schenkung darstellen könnnte? Also davon rate ich ab. Jeder macht sein Ding und fertig.
In diesem Zusammenhang möchte ich auch nochmal darauf hinweisen, die die von dir zitierten 5 Prozent Rendite zwar durchaus wahrscheinlich sind. Es gibt aber keine Garantie, bzw ist es sogar extrem unwahrscheinlich, dass die jedes Jahr pünktlich eintreffen. Du kannst genauso gut eine Durststrecke von 7 Jahren durchlaufen mit jährlichem Minus im Depot und erst ab Jahr 8 dann so hohe Kurszuwächse einsammeln, dass es letztendlich wieder auf die 5 Prozent herausläuft, aber eben erst nachträglich.
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)
PS: danke auch allen anderen, irgendwie bin ich aktuell sehr erschöpft und verzettle mich gerade- es hilft meinem Nervensystem gerade sehr, dass es hier so unkompliziert und schnell wertvollen Input gibt.
Kommen für dich ausschließlich ETFs in Betracht? Ich habe vor einiger Zeit gezielt in direkte Aktien investiert ( Rüstungsindustrie, Bestattungen, Baumärkte) zusätzlich zu ETFs und Gold und fühle mich sehr gut aufgestellt. Trumps Schwankungen sehe ich nicht groß im Depot.
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Ich traue mich (noch) nicht richtig an Aktien ran. Also ich spare ein bisschen mit Spielgeld, kleine Beiträgen und das läuft auch gut, aber im Hinblick auf die Vorsorge, weiss ich nicht, ob ich dafür geeignet bin. Auch wenn ich mich für gut informiert halte und auch visionär denke und meine mir einzubilden, welche Unternehmen in der Zukunft z.B. interessant sein könnten. Das kann sich gefühlt in der immer volatileren Zeit alles wieder sehr schnell verändern.
Zitat von Salome im Beitrag #444Auch wenn ich mich für gut informiert halte und auch visionär denke und meine mir einzubilden, welche Unternehmen in der Zukunft z.B. interessant sein könnten. Das kann sich gefühlt in der immer volatileren Zeit alles wieder sehr schnell verändern.
Deshalb ist frau zur Altersvorsorge in weltweit und über alle Branchen gestreute ETFs investiert.
Ich hake mal beim Thema Aktien ein. Vertraut ihr eigentlich den Tipps von Madame Moneypenny mit ihren Aktienhinweisen? Die Seminare sind kostenpflichtig, bevor ich da bezahle, möchte ich wissen, ob es was taugt. Die Facebookgruppe gibt mir zu wenig Infos her.
Zitat von Pasdedeux im Beitrag #446Ich hake mal beim Thema Aktien ein. Vertraut ihr eigentlich den Tipps von Madame Moneypenny mit ihren Aktienhinweisen? Die Seminare sind kostenpflichtig, bevor ich da bezahle, möchte ich wissen, ob es was taugt. Die Facebookgruppe gibt mir zu wenig Infos her.
Da werden im Moment ganz viele kostenpflichtige Fake-Gruppen beworben. Gerade wo einzelne Aktien propagiert werden, wäre ich sehr vorsichtig, ob das wirklich sie ist oder nur ein Trittbrettfahrer.
Mit KI lassen sich da schnell kleine sehr real wirkende Videos produzieren. Es gibt auf haufenweise angebliche Geheimtips von Trade Republik und jedem renommierten Finanzexperten....
Davon abgesehen - wenn Du mal die grundsätzliche Schwellenangst vor Geldanlage und Aktien überwunden hast - sorry - dann ist Geld "neutral" und aus gutem Grund bezeichnet sie ihre Seminare als "Mentoring" und nicht als Finanzberatung - denn dafür verfügt sie nicht über die erforderlichen Qualifikationen.
Es gibt auch durchaus Kritik - siehe entsprechender Artikel und wenn Du googlest, wirst Du lesen, daß sich die Seminare auch wohl vor allem an Anfänger richten, die - drücken wir es mal sehr profan aus - von Null anfangen, aber zu faul sind, sich das Grundwissen selbst zu erarbeiten und lieber alles vorgekaut bekommen und bereit sind für nen halbwegs prominenten Blogger Geld zu bezahlen. Leute die schon Grundwissen haben, haben den Eindruck, daß da nichts substantielles im Kurs drin ist.
https://www.klamm.de/news/madame-moneype...00013b2146.html "Verbraucherschützer bemängeln, dass die Programme eher als Motivationskurse denn als fundierte Finanzberatung wahrgenommen werden, obwohl sie mehrere tausend Euro kosten können".
Ich denke, der ursprüngliche Ansatz von ihr war gut - Frauen Mut zu machen, ihre Finanzen selbst in die Hand zu nehmen. Das haben andere auch schon gemacht - sie hat mit ihrem populären Bestseller und dem Internet da aber eine neue Interessentenschar gefunden, richtige Frau zur richtigen Zeit.
Inzwischen ist das aber einfach ein Business, mit dem die Kuh gemolken wird. Wir der Bausparvertreter früher.... nur daß Du jetzt den "Mentor" bezahlst....
Und 5.500 € ist mir ihre Prominenz nicht wert - da steckt keine geprüfte Sachkunde dahinter - weswegen sie ja auch so darauf bedacht ist, es als Mentoring und nicht als Beratung zu verkaufen - sonst hätte sie die FInanzaufsicht an der Backe. Jeder darf Mentor werden.
Oh - und ich glaube nicht an angebliche Geheimtipps hinter verschlossenen (Gebühren) Türen - wo Geheimtipps verkauft werden, sucht man nur noch "Dummes Füllgeld", das den Kurs beflügelt, damit die, die vorher billig eingestiegen sind, bei passenden Kursgewinnen aussteigen können und die späteren Käufer bezahlen das indirekt.
Nicht ohne Grund ist Insiderhandel verboten.
So gut wie alle entsprechenden Gruppen leben von den Zugangsgebühren dafür - nicht von den Kursgewinnen.
Du hast keine Ahnung, aber einen langen Anlagehorizont: World-ETF mit niedrigem TER (Kosten, über 0,20 sollte das nicht sein und muß es auch nicht sein). Bei einem günstigen Depotanleger (Beispiel: Scalable, Trade Republic, sonstwer, der kostenlose Depotführung und kostenlose Sparpläne erlaubt). (und ja - mit Trump an der Macht und der sehr angegriffenen US-Wirtschaft macht das derzeit manchmal keinen Spaß, den Kursverlauf anzugucken - deswegen: LANGFRISTIG).
Du traust den USA nicht? Oder willst die jetzt aus Prinzip nicht? Sowas gibt es auch für "nur Europa" oder "Welt ohne USA".
Du willst ethisch etwas Einfluß nehmen - geht auch und läuft nicht erwähnenswert schlechter (aber keine Garantie - niemand kann hier in der Kristallkugel lesen).
So - jetzt einfach starten. Damit hast Du nichtmehr das Gefühl was zu verpassen.
Und dann mal genauer nachlesen.
Ich kann nur von mir sagen: Ich hab neben ETF World auch ein bißchen mit Aktien gespielt und stelle jetzt fest - ich hab ein paar "Gewinner" dabei (haha - mein tolles Bauchgefühl) und ein paar "Looser" (öh - doch kein treffsicheres Bauchgefühl - sondern Deppenglück bei den einen und Griff ins Klo bei den anderen). Genausogut wäre ich finanziell gefahren, wenn ich das mit den Einzelaktien gelassen hätte und sturdoof nur die ETF bedient hätte.