Zehn Prompts für die Finanzplanung ab 50 lautet der Titel des FAZ (leider bezahl) Artikels, den ich gerade gelesen habe.
Und ich muss ehrlich sagen, der ist ziemlich gut. Ich habe letztes Jahr versucht, mir ein Bild über unsere zukünftigen Nettorenten zu verschaffen.
Mühsame Angelegenheit, da zwei Renten, Pension, Riester, KLV, VBL, Mieteinnahmen, Kapitaleinnahmen, GKV, PKV, aufeinandertreffen. Hat mich ein paar Abende gekostet, herauszufinden, worauf nun welche Abgaben fällig werden, welche Steuer wann worauf in welcher Höhe fällig wird, und 100% sicher bin ich mir noch nicht.
Dann habe ich in Excel die verschiedenen Anlagen hochgerechnet (bei uns sind es ja noch ein paar Jahre zur Rente), Szenarien durchgespielt, Kapitalentnahmen simuliert, usw. Auch das durchaus etwas Arbeit, bis alles stimmt.
So richtig aus einem Guss habe ich das vorgefertigt nirgends gefunden. Und durchaus mit dem Gedanken gespielt, ob man so etwas nicht als Dienstleistung anbieten sollte. Die ganzen Online Rechner vernachlässigen immer irgendwelche für mich wichtigen Punkte und bekommen die Fülle schon gar nicht abgebildet.
Aber eigentlich muss dieser Markt tot sein. Mit den Prompts, die im Artikel beschrieben wurden, kann das jeder an einem Abend (es kostet Zeit, die Eingangswerte herauszusuchen) selber machen. Und bekommt es schick ausgewertet.
Stirbt die Beratung aus? Oder ist das nur eine kleine Zahl von Nerds, die so etwas benutzt, aber der Rest weiß nicht, was man fragen soll? Natürlich muss man die richtigen Fragen stellen, aber die Prompts aus dem Artikel passen auf zwei Seiten und decken das meiste ab, im Prinzip reicht so etwas als Blaupause. Wird es sicher auch auf Finanztip, Test, usw geben.
Ich habe heute leider keine Zeit mehr, aber hat jemand von Euch die KI schon so detailliert zur Renten- oder Finanzplanung genutzt?
"Wenn man mit einer Regenbogenflagge rumläuft, wo ‚Peace’ draufsteht und fünf Meter weiter Leute die Reichsflagge schwenken, muss man sich schon fragen: Mit wem machen wir uns gemein?“ - Wolfgang Niedecken
Wobei man ja selbst bei "nur" GRV schauen muss, wie hoch der zu versteuernde Anteil ist, welche Freibeträge gelten, welche Abzüge für die Krankenversicherung fällig werden.
Allerdings schaffen das wirklich auch die Simplerechner aus dem Netz, da brauchte es keine KI, das stimmt.
"Wenn man mit einer Regenbogenflagge rumläuft, wo ‚Peace’ draufsteht und fünf Meter weiter Leute die Reichsflagge schwenken, muss man sich schon fragen: Mit wem machen wir uns gemein?“ - Wolfgang Niedecken
Zitat von Pia im Beitrag #1Stirbt die Beratung aus? Oder ist das nur eine kleine Zahl von Nerds, die so etwas benutzt, aber der Rest weiß nicht, was man fragen soll?
Die Überschrift habe ich gelesen, aber es ist ein Premium-Artikel, da komme ich mit meinem FAZ+ Abo nicht rein, grummel.
Ansonsten ja, im Moment ist das nur für Nerds. Es heißt zwar, dass die meisten Deutschen KI (oder neuamerikanisch Superintelligenz) verwenden, aber ich vermute, da geht es größtenteils um Alltäglichkeiten. Die KI ist allerdings gekommen um zu bleiben und vermutlich werden sich über die nächsten Jahre immer mehr damit beschäftigen, speziell für die jüngeren Jahrgänge ist das unvermeidlich.
Ich habe die KI schon recherchieren lassen, welche finanziellen Auswirkungen ein früherer oder späterer Ruhestand hat und wir haben uns nach längerem Dialog auf einen Ausstieg Mitte nächstes Jahr geeinigt. Das Schreiben für den Chef hat mir die KI auch gleich aufgesetzt. Ich muss es ihm nur noch zu passender Zeit überreichen. Mein Depot habe ich auch analysieren lassen hinsichtlich ob die enthaltenen Wertpapiere mein angepeiltes Szenario theoretisch erfüllen können.
In den Finanzforen sind sind einige User unterwegs, die per KI Entnahmestrategien vergleichen (Link) , einfach nur mit Claude zusammengestrickt. Da wird in den nächsten Jahren noch viel passieren. Früher wären Programmierkenntnisse dafür notwendig gewesen, heute übernimmt das komplett die KI.
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)
Ich hab mich auch mit ai darüber unterhalten. Und ein paar Versuche in Claude von Instaleuten ausprobiert, die aber noch Fehler hatten. Ich denke, ein Deutscher würde mir nix nutzen, aber bisher vertut sich die ai noch sehr, ich bin gespannt. 😉