Zitat von Anna123 im Beitrag #12Den Arbeitsmarkt beobachte ich schon etwas länger. Mein aktueller AG ist leider nicht in D vertreten, aber es gibt Firmen/Jobs, die nahezu 1:1 vergleichbar sind.
Und die haben Bedarf an Arbeitskräften?
Ich lese hier interessiert mit. Du bist über 55, richtig (ich auch)? Glaubst Du, du hast Chancen, "in dem Alter" einen Job zu bekommen? Ich frage ganz naiv, lebe seit 20 Jahren in den USA und meine Eltern werden auch nicht jünger ...
Zitat von Anna123 im Beitrag #12Denn dass ich irgendwann zurückgehe, ist für mich klar - nur der Zeitpunkt ist die grosse Unbekante.
Den Arbeitsmarkt beobachte ich schon etwas länger. Mein aktueller AG ist leider nicht in D vertreten, aber es gibt Firmen/Jobs, die nahezu 1:1 vergleichbar sind.
Warum bist Du Dir so sicher, daß Du wieder zurück willst? (Jetzt mal abgesehen von Deinen Eltern!) Weil das Leben in D in vielen Regionen günstiger ist als in der Schweiz? (Wie Du schon am Thema Krankenversicherung merkst, muss das nicht unbedingt der Fall sein! Da gehen als RePat in Deinem Alter dann als Rentnerin monatlich ~20% auf ALLEs Einkommen für Betrag, Zusatzbeitrag und Pflegeversicherung weg!)
Du schreibst, Du lebst und arbeitest schon seit vielen Jahren in der Schweiz. Im Normalfall bedeutet das, nicht nur Dein Wohnsitz, sondern auch Dein soziales Umfeld von früher ist „abgemeldet“. Du könntest verdammt einsam dastehen. Die Menschen im „alten Zuhause“ haben sich verändert (oder sind garnicht mehr dort) - aber Du Dich auch.
Was war in den letzten 5 Jahren die längste Zeit, die Du am Stück in Deiner Wunschgegend verbracht hast? Kannst Du vielleicht (Homeoffice?) mal 1-2 Monate am Stück ausprobieren, wie sich „wieder zuhause sein“ tatsächlich anfühlen würde? Nur dann weißt Du, on „zurückgehen“ tatsächlich das ist, was Dir gut tut - oder ob es nur die Sehnsucht nach „der guten heilen alten Zeit“ ist.
Und noch etwas: Das Leben in der Schweiz IST anders - Insbesondere auch das berufliche. Nämlich wesentlich „ruhiger“. Ich weiß nicht, in welchem Sektor Du arbeitest - aber für Hotellerie, IT und Medizin ist das definitiv der Fall (weshalb ja auch die Deutschen dieser Branchen so gerne in die Schweiz gehen!) Es könnte Dich auch da ein brutaler Kulturschock der fiesen Art erwarten!
(Ich fantasiere hier nicht rum. Ich habe selbst schon eine Weile in der Schweiz gelebt und gearbeitet - bin beruflich auch jetzt gerade wieder öfter da - Überlege Dir wirklich gut, was Du da vorhast. Gerade beruflicherseits. Insbesondere, falls Du „Medizin“ bist!)
Edit: Zeitpunkt der 20%_Zahlung zur Krankenkasse. Als Angestellte übernimmt natürlich Dein Arbeitgeber fast 50%.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Zitat von Anna123 im Beitrag #12Den Arbeitsmarkt beobachte ich schon etwas länger. Mein aktueller AG ist leider nicht in D vertreten, aber es gibt Firmen/Jobs, die nahezu 1:1 vergleichbar sind.
Und die haben Bedarf an Arbeitskräften?
Ich lese hier interessiert mit. Du bist über 55, richtig (ich auch)? Glaubst Du, du hast Chancen, "in dem Alter" einen Job zu bekommen? Ich frage ganz naiv, lebe seit 20 Jahren in den USA und meine Eltern werden auch nicht jünger ...
Hallo @BlauesAuto Grundsätzlich sehe ich dem optimistisch entgegen, ja. Ich könnte mir allerdings auch vorstellen, die letzten Jahre im Arbeitsleben etwas anderes mit weniger Verantwortung als jetzt zu machen. Darum bin ich da vielleicht (jetzt noch) entspannt. Aber ich suche auch noch nicht aktiv, sondern beobachte nur den Markt.
Wäre es nicht sinnvoller deine Eltern zu dir zu holen, gerade wenn im Alter der Radius immer kleiner wird, ist es doch wurscht wo die Wohnung ist, vielleicht vom Umfeld bekommen sie dann nicht mehr mit.
Die Erde hat Musik für diejenigen, die zuhören. WS
Zitat von Anna123 im Beitrag #28 Überlegst du denn auch manchmal, zurückzukommen?
Nicht wirklich, aber ich gehe verschiedene Szenarien/Szenarios? durch. Für mich wäre es ein temporäres Zurückkommen, eben so lange meine Eltern noch leben (sie gehen jetzt beide auf die 90 zu). Mein Lebensmittelpunkt liegt eindeutig in den USA. Ich stelle mir das "Ich geh' dann mal mit über 55 nach Deutschland und such mir'n gutbezahlten Job" eher schwierig vor. Ich bin in meinem Unternehmen hier bei Vorstellungsgesprächen meiner Abteilung dabei, und sehe, dass ältere externe Bewerber keine Chance haben. Natürlich werden sie eingeladen .... schon rein damit man sich nicht des "Ageism" verantwortlich macht, den Job kriegen sie eher nicht. Vielleicht ist es in D anders?
Zitat von Lemon im Beitrag #30Wäre es nicht sinnvoller deine Eltern zu dir zu holen, gerade wenn im Alter der Radius immer kleiner wird, ist es doch wurscht wo die Wohnung ist, vielleicht vom Umfeld bekommen sie dann nicht mehr mit.
@Lemon @Lemon nicht boese sein, aber du hast offenbar null ahnung, was das leben in der schweiz kostet 🙈 mit einer deutschen durchschnittsrente reicht das nicht mal fuer die krankenversicherung, von den mieten und den lebenshaltungskosten mal ganz abgesehen…
ich kenne eine menge leute die fuer schweizer verhaeltnisse wirklich sehr gute alterseinkuenfte haben, trotzdem kehren sie der schweiz den ruecken und ziehen ins aussereuropaeische ausland, wo sie sich jeglichen luxus leisten koennen, vom pflege-ueber das reinigungspersonal bis hin zu luxurioesen anwesen, die ebenfalls vom personal gepflegt und instand gehalten werden etwas was sie sich in der schweiz niemals nicht leisten koennten
alone we can do soo little together we can do so much
Zitat von Anna123 im Beitrag #28 Überlegst du denn auch manchmal, zurückzukommen?
Nicht wirklich, aber ich gehe verschiedene Szenarien/Szenarios? durch. Für mich wäre es ein temporäres Zurückkommen, eben so lange meine Eltern noch leben (sie gehen jetzt beide auf die 90 zu). Mein Lebensmittelpunkt liegt eindeutig in den USA. Ich stelle mir das "Ich geh' dann mal mit über 55 nach Deutschland und such mir'n gutbezahlten Job" eher schwierig vor. Ich bin in meinem Unternehmen hier bei Vorstellungsgesprächen meiner Abteilung dabei, und sehe, dass ältere externe Bewerber keine Chance haben. Natürlich werden sie eingeladen .... schon rein damit man sich nicht des "Ageism" verantwortlich macht, den Job kriegen sie eher nicht. Vielleicht ist es in D anders?
Die Chancen stehen hier unabhängig vom Alter gut, sofern diejenigen aktuelle und gesuchte Qualifikationen mitbringen und realistische Gehaltsvorstellungen haben. Nicht umsonst wurde die Aktivrente mit einem Steuervorteil eingeführt, damit diejenigen, die eigentlich jetzt in Rente gehen könnten, einen Anreiz haben, weiterzumachen.
Ich habe neue Laufschuhe. Ich bin schon ganz außer Atem. Jetzt noch den zweiten anziehen!
Zitat von Anna123 im Beitrag #29Hallo @Nora Auch dir vielen Dank für deine Inputs. Solche Denkanstösse habe ich mir mit diesem Strang neben den Anlaufstellen auch erhofft.
Ich muss da mal drüber nachdenken.
Gruezi Anna,
Ich lese hier sehr interessiert mit. Bei mir geht es gerade darum, ob ich (65, wohnhaft seit 46 Jahren im Großraum Stuttgart) in meinem Umfeld (Kündigung wegen Eigenbedarf) eine Mietwohnung nehme oder 165 km weit weg an den Bodensee ziehe in die Wohnung der Familie, die ich eh mal erben werde. Meine 93-jährige Muti wohnt 2 Häuser weiter, ich bin momentan halb hier, halb da. Ich bin - schon was die geringe Entfernung angeht - hin- und hergerissen. Das dürfte Dir ähnlich gehen respektive noch unendlich viel schwieriger sein, es ist einfach verflixt schwierig.
Meine alte Heimat ist mir zum einen vertraut, zum anderen ist natürlich inzwischen alles anders. Ich habe mir, da ich schon jahrelang pendle, dort unten schon ein soziales Umfeld aufgebaut und alte Kontakte reaktiviert. Das müsstest Du vermutlich von Grund auf tun. Willst Du das? Die Eltern werden irgendwann nicht mehr da sein.
Sorry falls ich es überlesen habe: Hast Du Geschwister? Was gibst Du an sozialen Kontakten auf? Diese Frage stellt sich mir gerade auch . .
Zitat von BlauesAuto im Beitrag #32Ich stelle mir das "Ich geh' dann mal mit über 55 nach Deutschland und such mir'n gutbezahlten Job" eher schwierig vor.
Das ist realistisch.
Zitat von BlauesAuto im Beitrag #32Ich bin in meinem Unternehmen hier bei Vorstellungsgesprächen meiner Abteilung dabei, und sehe, dass ältere externe Bewerber keine Chance haben. Natürlich werden sie eingeladen .... schon rein damit man sich nicht des "Ageism" verantwortlich macht, den Job kriegen sie eher nicht. Vielleicht ist es in D anders?
Tendenziell würde ich sagen, hier wird man nicht einmal eingeladen, aber das hängt von mehreren Faktoren ab.
In meiner Branche ist man in Großkonzernen spätestens zu alt, wenn vorne eine 5 steht (O-Ton schon vor Jahren von unserem Geschäftsführer, der selber in dem Alter war). Und ab Ende 50 gibt es dann Abbauprogramme, um "sich personell neu aufzustellen". Neu eingestellt wird nur, wenn es gar nicht zu vermeiden ist und dann jung und billig. In kleine(re)n Firmen sieht es etwas besser aus, aber meist mit deutlich schlechteren Konditionen. Oder, sozusagen der Lottogewinn, man ist Spezialist in einem sehr konkreten Gebiet, ist dort gut vernetzt, nimmt die Abfindung aus dem Konzern und wird dann "Berater" in einer kleinen Firma, z.B. einem Zulieferer. Das ging in meinem Umfeld eine Zeitlang sehr gut, aber der Zeitschlitz ist inzwischen wohl zu.
In anderen Branchen, insbesondere natürlich den Mangelbranchen (ich sage nur: Pflege), hat man dagegen auch mit Mitte/Ende 50 noch durchaus gute bis sogar sehr gute Chancen. Da kann man sich den Job dann aussuchen.
Und es gibt natürlich auch große regionale Unterschiede. Daher ist es gut, daß Anna den Markt in ihrer Wunschregion schon länger beobachtet. Das würde ich Dir auch empfehlen.
Zitat von BBlueVelvet im Beitrag #34Die Chancen stehen hier unabhängig vom Alter gut, sofern diejenigen aktuelle und gesuchte Qualifikationen mitbringen und realistische Gehaltsvorstellungen haben.
Im Prinzip ja, aber ich übersetze mal: wenn Du in einer Mangelbranche bist und/oder bereit, deutliche Gehaltseinbußen hinzunehmen...
Es wäre schon viel geholfen, wenn jeder einfach "nur" seine Arbeit machen würde, aber die wirklich großartigen Dinge auf dieser Welt geschehen nur, weil jemand mehr tut, als er muss.
Ich lese hier sehr interessiert mit. Bei mir geht es gerade darum, ob ich (65, wohnhaft seit 46 Jahren im Großraum Stuttgart) in meinem Umfeld (Kündigung wegen Eigenbedarf) eine Mietwohnung nehme oder 165 km weit weg an den Bodensee ziehe in die Wohnung der Familie, die ich eh mal erben werde. Meine 93-jährige Muti wohnt 2 Häuser weiter, ich bin momentan halb hier, halb da. Ich bin - schon was die geringe Entfernung angeht - hin- und hergerissen. Das dürfte Dir ähnlich gehen respektive noch unendlich viel schwieriger sein, es ist einfach verflixt schwierig.
Meine alte Heimat ist mir zum einen vertraut, zum anderen ist natürlich inzwischen alles anders. Ich habe mir, da ich schon jahrelang pendle, dort unten schon ein soziales Umfeld aufgebaut und alte Kontakte reaktiviert. Das müsstest Du vermutlich von Grund auf tun. Willst Du das? Die Eltern werden irgendwann nicht mehr da sein.
Sorry falls ich es überlesen habe: Hast Du Geschwister? Was gibst Du an sozialen Kontakten auf? Diese Frage stellt sich mir gerade auch . .
Dies nur als erste Gedanken . .
Lg Luci
Hallo @luciernago Das klingt bei dir ja so, als müsstest du dich recht schnell entscheiden (oder wann musst du raus aus der Wohnung?). Ich erinnere mich, dass du schon manchmal vom Bodensee geschrieben hast.
Geschwister habe ich, die spielen bei meinem Überlegungen aber keine Rolle.
ich gebe ungern Ratschläge, wenn es um gravierende Veränderungen im Leben anderer Leute geht, aber in deinem Fall: Bleib wo du bist! (Du fühlst dich doch sehr wohl in der Schweiz, schreibst du?)
"Wer einmal seine Wurzeln gekappt hat, wächst auf dem alten Boden nicht mehr richtig an", heißt es doch so schön, und ich befürchte ganz stark, dass du am Ende sogar deinen Eltern einen (innerlichen) Vorwurf daraus machen könntest, dass du dich wegen ihnen zu diesem Wechsel entschieden hast.
Damit wäre dann aber keinem wirklich geholfen.
Meine Mutter hat auch eine Zeitlang mit sich gehadert, ob es nicht besser wäre zu ihren alten Eltern, die in Italien leben, zurückzuziehen. Das haben ihr dann aber meine Großeltern regelrecht verboten, weil sie nicht die Verantwortung für ihr Wohlergehen, bei solch einem "Rückschritt", übernehmen wollten.
In dieser Hinsicht habe ich meine Großeltern immer voll und ganz verstanden ❤️
Seit Strangeröffnung komme ich mehr und mehr ins grübeln. Aber das war ja auch die Idee, ich will nicht unüberlegt die Zelte abbrechen und irgendwann sagen "Ach, hätte ich das gewusst, dann..."
Ein Beispiel, was mir gerade oft durch den Kopf geht: Ich warte 3 Tage auf einen MRT-Termin (und finde das völlig normal), meine Mutter ist glücklich, wenn sie nach 3 Monaten einen Termin bekommt, weil sie mit viel längerer Wartezeit gerechnet hat. Das Leben hier ist schon sehr komfortabel....
Eigentlich kann das Gesundheitssystem in der Schweiz nur besser sein als hier, zumindest, wenn man nicht privat versichert ist. Drei Monate für ein MRT oder einen Facharzttermin können hier (je nach Region und Problem) schon ein Sechser im Lotto sein...
Vielleicht sind ja auch folgende Punkte noch hilfreich für Dich?
Wie lange brauchst Du von Dir zu Deinen Eltern bzw. wie umständlich ist der Weg im Notfall (dabei geht es ja nicht nur um die Entfernung, sondern auch um die Anbindung (Autobahn, Zug, Flugzeug)? Manchmal kommt man ja schneller an weiter entfernter Punkte als wenn es gar nicht so weit, aber schlecht angebunden ist.
In Deutschland gibt es das Pflegezeitgesetz. Damit hat man u.A. Anspruch auf 10 freie Tage, wenn man organisatorische Dinge bei der Pflege von Angehörigen regeln muß. Google sagt, daß bei Euch Art. 329h im Obligationenrecht etwas ähnliches für die Kurzzeitbetreuung bietet (max. 3 Tage pro Ereignis, max. 10 Tage pro Jahr).
In Deutschland gibt es bei großen Firmen sogar Regelungen in den Tarifverträgen oder (Gesamt-)Betriebsvereinbarungen, die noch darüber hinausgehen. Bei Euch wären das die Gesamtarbeitsverträge, aber ich weiß nicht, ob da auch solche Themen geregelt sind.
Vielleicht hilft es Dir, wenn Du weißt, daß Du im Notfall kurzfristig zu Deinen Eltern fahren kannst.
Es wäre schon viel geholfen, wenn jeder einfach "nur" seine Arbeit machen würde, aber die wirklich großartigen Dinge auf dieser Welt geschehen nur, weil jemand mehr tut, als er muss.
Zitat von Anna123 im Beitrag #40Ein Beispiel, was mir gerade oft durch den Kopf geht: Ich warte 3 Tage auf einen MRT-Termin (und finde das völlig normal), meine Mutter ist glücklich, wenn sie nach 3 Monaten einen Termin bekommt, weil sie mit viel längerer Wartezeit gerechnet hat. Das Leben hier ist schon sehr komfortabel....
In der Schweiz werden auf 1000 Personen gerechnet auch nur gut halb so viele MRT gemacht wie in Deutschland. Also gäbe es weniger sinnbefreite MRT, wäre die Wartezeit auch geringer. In wirklich dringenden Fällen hat man zumindest in den Ballungsräumen unter einer Woche einen Termin.
fettundlila ...irgendwann ist irgenwie ein andres Wort für nie... energy flows, where attention goes. .ʇɐq pǝʞooɔɹǝpun uɐ ǝʇɐ ɹǝʌǝu ʽpๅɹoʍ ǝɥʇ ǝᵷuɐɥɔ ʇ,uɐɔ uosɹǝd ǝuo pᴉɐs ɹǝʌǝoɥM
Zitat von Anna123 im Beitrag #40Vielen Dank, @Larifari (schöner Name!)
Seit Strangeröffnung komme ich mehr und mehr ins grübeln. Aber das war ja auch die Idee, ich will nicht unüberlegt die Zelte abbrechen und irgendwann sagen "Ach, hätte ich das gewusst, dann..."
Ein Beispiel, was mir gerade oft durch den Kopf geht: Ich warte 3 Tage auf einen MRT-Termin (und finde das völlig normal), meine Mutter ist glücklich, wenn sie nach 3 Monaten einen Termin bekommt, weil sie mit viel längerer Wartezeit gerechnet hat. Das Leben hier ist schon sehr komfortabel....
Ich habe für meinen Mann in den letzten 12 Monaten drei MRT Termine vereinbart. Auf einen haben wir vier Wochen gewartet, die beiden anderen fanden innerhalb von 3 Wochen statt. Ja, gesetzlich versichert. Aber wir haben auch nicht auf bestimmte Praxen bestanden.
Ich habe neue Laufschuhe. Ich bin schon ganz außer Atem. Jetzt noch den zweiten anziehen!
Meine Mutter hat auch eine Zeitlang mit sich gehadert, ob es nicht besser wäre zu ihren alten Eltern, die in Italien leben, zurückzuziehen. Das haben ihr dann aber meine Großeltern regelrecht verboten, weil sie nicht die Verantwortung für ihr Wohlergehen, bei solch einem "Rückschritt", übernehmen wollten.
Ich hab zwar nicht gehadert (nur manchmal die Entfernung bei akuten Situation verflucht), aber den Satz hab ich von meiner Mutter auch immer wieder gehört. Sicher hätte sie sich zwischendurch mal gewünscht, ich wäre näher und keine 16,000 km entfernt, aber sie hätte es nie gewollt, dass ich wegen ihr zurückgekommen wäre.
@Anna, die Schweiz ist ja fast nebenan, da bist du ja relativ fix in D, wenn es sein muss. Ich würde es mir auch gut überlegen und Listen machen. Was ist machbar, wo kannst du Abstriche machen, was kannst du finanziell stemmen, wie abenteuerlustig und resilient bist du, was sagt im Endeffekt dein Bauch und dein Herz?
NAchtrag: das ist hauptsächlich drauf bezogen, wenn du als Arbeitnehmerin zurück willst. Als Rentnerin würden die Karten wahrscheinlich nochmal anders gemischt.
"We can, in fact we must, continue to fight to make everything about society better, without destroying what's already great." Carrick Ryan, Australian political commentator
"We are all just walking each other home." Ram Dass, writer