Eigentlich finde ich Hera Lind auch eher seicht, aber eine überragende Ausnahme ist das Buch "Vergib uns unsere Schuld", die Geschichte einer Witwe und eines katholischen Priesters in der DDR. Das ist mir derart unter die Haut gegangen, dass ich es nach Jahren noch fühle.
Zitat von H.Hugutsche im Beitrag #126Eigentlich finde ich Hera Lind auch eher seicht, aber eine überragende Ausnahme ist das Buch "Vergib uns unsere Schuld", die Geschichte einer Witwe und eines katholischen Priesters in der DDR. Das ist mir derart unter die Haut gegangen, dass ich es nach Jahren noch fühle.
Sie soll viel später noch andere Bücher geschrieben haben - mit mehr Substanz - vielleicht ist das eines davon? Ich reagiere leider allergisch auf die Dame. Ildyko und Fröhlich gehören auch zu den ach so witzig heißa hopsa trallala Autorinnen. Und grade fällt mir noch eine ein: Tine Wittler, auch unsäglich flach.
Mit den Jahren erhärtet sich mein Verdacht, dass der Homo Sapiens eine Schnapsidee der Schöpfung war.
Ich sehe jetzt schon Augenrollen ringsum😉: ich habe auch Rosamunde Pilcher gelesen und zwar gern. Die Muschelsucher, das ist aber schon sehr lange her, und kürzlich „Heimkehr“. Hat mir gut gefallen. Dass das ZDF diese unsäglichen Sonntagsabend-Schmonzetten aus Pilchers Werk gemacht hat, ist ihr nur indirekt zuzurechnen. Schreiben konnte sie!
Ildiko von Kürthy hat mit ihrem letzten Buch bzw. dessen Beurteilung von Dennis Scheck eine hm- interessante Diskussion hervorgerufen.
Die Ausdrucksweise von Scheck fand ich auch daneben, aber der Verteidigungssturm für Kürthy bis ins Feuilleton von SZ und Faz hat mich dann doch sehr überrascht. Sie muss gute Verbindungen haben und ja - sie verkauft sich gut.
Kürthy, Hera Lind, Pilcher, Gabi Hauptmann, Susanne Fröhlich, etc. - nein, für mich bitte nicht. Gelesen habe ich 2x Fröhlich und einmal Hera Lind. (Wurde mir von Kolleginnen empfohlen "du bist doch so emanzipiert, dann gefällt dir das sicher". 🙀 Schon der Stil - so etwas hätten wir uns in den Aufsätzen der Oberstufe nicht erlauben dürfen.
Zitat von H.Hugutsche im Beitrag #126Eigentlich finde ich Hera Lind auch eher seicht, aber eine überragende Ausnahme ist das Buch "Vergib uns unsere Schuld", die Geschichte einer Witwe und eines katholischen Priesters in der DDR. Das ist mir derart unter die Haut gegangen, dass ich es nach Jahren noch fühle.
Sie soll viel später noch andere Bücher geschrieben haben - mit mehr Substanz - vielleicht ist das eines davon? Ich reagiere leider allergisch auf die Dame. Ildyko und Fröhlich gehören auch zu den ach so witzig heißa hopsa trallala Autorinnen. Und grade fällt mir noch eine ein: Tine Wittler, auch unsäglich flach.
Hera Lind schreibt schon eine ganze Weile Romane nach Tatsachen. Leser können ihr quasi das Material liefern und sie macht dann ein Buch daraus, wenn ihr der Stoff zusagt. Ich habe Einiges von ihr gelesen und finde es ganz gut.
Humor ist der Knopf, der verhindert ,dass uns der Kragen platzt.
Zitat von Wendy im Beitrag #116Wenn ich mich recht erinnere, gab es in den 80-ern eine Zeit, in der (für mich) total alberne, aber angeblich witzige sogenannte "Frauenromane" geschrieben wurden. Gaby Hauptmann, Hera Lindt und noch ein paar Autorinnen, die alle auf derselben Welle mitschwammen, mit denen ich nichts anfangen konnte.
Gute Güte! Weiche von mir...
Ich erinnere mich, dass ich mal zur Jahrtausendwende von einem Callcenter im Auftrag des Weltbild Verlages (wo ich sehr aktive Kundin war) angerufen wurde: "Frau Phantom, lesen Sie gerne?" "Ja!!!" "Dann interessieren Sie sich bestimmt für lustige/freche/ichweißnichtwas Frauenromane. Die sind wie für Sie gemacht!" "NEIN!!! Sind die NICHT..."
Geht mir wech mit so einem Shice!!!
Mit voller Hose ist leicht stinken...
Halte Dir jeden Tag 30 Minuten für Deine Sorgen frei, und in dieser Zeit mache ein Nickerchen. (A. Lincoln)
In einer Diktatur haben alle Angst vor einem. Und einer hat Angst vor allen...
Zitat von Kürbiskern im Beitrag #129Ich sehe jetzt schon Augenrollen ringsum😉: ich habe auch Rosamunde Pilcher gelesen und zwar gern. Die Muschelsucher, das ist aber schon sehr lange her, und kürzlich „Heimkehr“. Hat mir gut gefallen. Dass das ZDF diese unsäglichen Sonntagsabend-Schmonzetten aus Pilchers Werk gemacht hat, ist ihr nur indirekt zuzurechnen. Schreiben konnte sie!
Ich stimme Dir zu! Ich habe vor vielen Jahren "Die Muschelsucher" als Hörbuch gehört und fand es erstaunlich gut - ich war halt auch voreingenommen durch ihren Namen, der quasi als Synonym für Kitsch steht.
Ich habe allerdings auch den Eindruck, dass "Die Muschelsucher", das ja wohl auch ihr großer Durchbruch-Roman war, ihr ganz besonderes Werk war, dessen "Wucht" sie danach nicht mehr wiederholen konnte - ich habe noch ein paar Hörbücher danach gehört, die ich enttäuschend flach fand: "Wintersonne", "September"...
Von Hera Lind fand ich die ersten paar Romane richtig amüsant: "Ein Mann für jede Tonart", "Frau zu sein bedarf es wenig", "Das Superweib" und noch 2-3 andere. Da habe ich beim Lesen oft richtig laut gelacht! Aber bei den "Tatsachen-Romanen" flachte es dann sehr stark ab und wurde für meinen Geschmack hoch-kitschig. Ich kann ihre Bücher heute nicht mehr lesen.
@Balena, ich habe auch einen Band mit Kurzgeschichten von R. Pilcher. Auch gut! Und kein bisschen kitschig, im Gegenteil, da fehlt mir z. T. ein versöhnliches Ende.
Das Problem mit ihrem Namen ist, dass sie irgendwann die Verfilmungsrechte für ihr gesamtes Werk ans ZDF verkauft hat. Und das produziert diese Schmalzfilme, die fast immer in der lieblichen Landschaft von Cornwall spielen und immer ein schmalziges Happyend haben. Und diese Filme lehnen sich zwar an ihre Geschichten an, verbraten aber nur Schnipsel davon. So hat ihr Name einen schlechten Ruf bekommen.
Ich mag Rosamunde Pilcher auch ganze gerne. Die Bücher haben teilweise eine beruhigende Wirkung auf mich. Während des ersten Lockdowns 2020 habe ich "Heimkehr" gelesen, weil mir das immer so ein Gefühl des "Alles wird gut" vermittelt. Obwohl darin gar nicht immer alles gut wird. Vieles schon, aber eben nicht alles. Manche ihrer Bücher haben auf mich befremdlich gewirkt, grade die kürzeren. Diese ganzen jungen Frauen, die ohne gescheite Ausbildung nur so rumjobben und ansonsten Partys besuchen, bis ein reicher Mann vorbeikommt - das wollte ich in den Neunzigern nicht glauben, dass es das gibt. Allerdings spielen diese Bücher fast alle in den Siebzigern, und wenn man sich eine gewissen Camilla Shand oder Lady Diana Spencer anschaut, scheint es das ja schon gegeben zu haben (oder möglicherweise in der Upper Class immer noch zu geben?).
Von Gaby Hauptmann kenne ich quasi nichts, glaube ich. Susanne Frühlich finde ich ganz furchtbar. Ihre Romane haben eigentlich gar keine Handlung, die Hauptdarstellerin tut ein bisschen was und dann kommen Rückblenden auf Situationen in ihrem Leben und Gedanken dazu und blabla, und dann tut sich wieder ein klitzekleines bisschen was in der Haupthandlung, und das war es im Großen und Ganzen. Ähnlich aufgebaut sind die Bücher von Ildikó von Kürthy, wobei bei ihr noch hinzukommt, dass sie wirklich unglaublich selbstverliebt schreibt. Man merkt jedem Satz an, wie sorgfältig sie ihn sich zurechtgelegt hat und wie geil sie ihn findet. Ganz schlimm sind ihre Bücher, wenn sie sie selbst als Hörbuch eingesprochen hat. Da kann ich echt nicht lange zuhören, bevor mir übel wird. Leider sind manchmal auch witzige Momente dabei, deshalb lese ich ihre Bücher meistens doch, wenn sie mir in der Bücherei in die Finger fallen. Kaufen tue ich sie aber nicht.
Von Hera Lind mag man halten, was man will, man muss ihr aber zugute halten, dass sie eine Schneise geschlagen hat für diese witzigen Frauenbücher. Sowas gab es vorher nicht, und ich glaube, das ist ihr hoch anzurechnen.
Wollte ich nur so differenzierend mal sagen, auch wenn das natürlich auch alles nicht in den 60er oder 70er Jahren passiert ist.
Seit Jahrzehnten beobachten alle, wie die Gesellschaft immer mehr Risse bekommt, und keiner kittet sie. Da darf man sich nicht wundern, wenn sie schließlich zerbricht. (Views, Marc-Uwe Kling)
Zitat von Ranunkel im Beitrag #132Die Ausdrucksweise von Scheck fand ich auch daneben, aber der Verteidigungssturm für Kürthy bis ins Feuilleton von SZ und Faz hat mich dann doch sehr überrascht.
was er verreißt, verreißt er sehr deutlich. Aber Fans der Autoren lesen eben trotzdem den größten Scheiß.
Ich habe ein Reel von ihr zu diesem Thema entsprechend kommentiert, weil ich diese Aufregungsblase unmöglich fand Worauf sie erklärte, diese Kritik richte sich gegen ihre Leserinnen (ja,und?), und dagegen müsse sie sich wehren.
Jetzt sehe ich von ihr nichts mehr. Mich nervt diese Frau, ich habe sie blockiert.
Zitat von ViolaFaber im Beitrag #137...Bücher von Ildikó von Kürthy, wobei bei ihr noch hinzukommt, dass sie wirklich unglaublich selbstverliebt schreibt. Man merkt jedem Satz an, wie sorgfältig sie ihn sich zurechtgelegt hat und wie geil sie ihn findet. [quote]
genauso sind ihre Reels. Schrecklich selbstverliebt.
Sie hat halt leider manchmal interessante Gästinnen in ihrem Podcast. Aber ja, nervig ist sie allemal.
Seit Jahrzehnten beobachten alle, wie die Gesellschaft immer mehr Risse bekommt, und keiner kittet sie. Da darf man sich nicht wundern, wenn sie schließlich zerbricht. (Views, Marc-Uwe Kling)
Von Hera Lind fand ich die ersten paar Romane richtig amüsant: "Ein Mann für jede Tonart", "Frau zu sein bedarf es wenig", "Das Superweib" und noch 2-3 andere. Da habe ich beim Lesen oft richtig laut gelacht! Aber bei den "Tatsachen-Romanen" flachte es dann sehr stark ab und wurde für meinen Geschmack hoch-kitschig. Ich kann ihre Bücher heute nicht mehr lesen.
"Das Superweib" hab ich auch gelesen, das fand ich damals noch ganz lustig.
Von den Tatsachen-Romanen kenne ich nur den einen, wo es nebenbei um die Lebensgeschichte meiner Tante geht und das Buch finde ich grottenschlecht, die Geschichte meiner Tante ist besonders und interessant, sie hätte mehr Raum verdient, aber in diesem Buch spielte die Geschichte nur eine Nebenrolle, im Grunde genommen hätte die Geschichte meiner Tante ein eigenes Buch verdient, aber darum geht es ja nicht.
Gestern ist übrigens eine meiner Bestellungen angekommen, "Mohn in den Bergen" im festen Einband, sogar noch, so scheint es, original eingeschweißt und ungelesen.
Susanne Fröhlich: Früher ihre Datingshow im Radio fand ich ganz witzig und innovativ, aber ihre Bücher thematisch dann doch etwas redundant. Ich finde auch ihre Hörbuchstimme auf Dauer etwas anstrengend. Eine "Babbelschnut", wie man auf gut Hessisch sagt. Ildiko von Kürthy höre ich dagegen gerne. Und ich stimme zu, dass Hera Lind damals eine wichtige Pionierin war.
Zitat von Kürbiskern im Beitrag #129Ich sehe jetzt schon Augenrollen ringsum😉: ich habe auch Rosamunde Pilcher gelesen und zwar gern. Die Muschelsucher, das ist aber schon sehr lange her, und kürzlich „Heimkehr“. Hat mir gut gefallen. Dass das ZDF diese unsäglichen Sonntagsabend-Schmonzetten aus Pilchers Werk gemacht hat, ist ihr nur indirekt zuzurechnen. Schreiben konnte sie!
Tatsächlich mochte ich genau diese beiden Romane auch sehr gerne. Ich habe sie irgendwann in den 90ern gelesen und jetzt nach dem Tod meiner Mutter aus ihrem Bücherschrank zu mir genommen. Aktuell schaffe ich es emotional noch nicht, sie wieder zu lesen, aber irgendwann möchte ich das unbedingt!
Wer im Regen nicht mit mir tanzt, wird im Sturm nie bei mir sein und wer im Sturm nicht bei mir ist, den brauche ich auch nicht bei Sonnenschein.
Zitat von Iceman im Beitrag #142 Und ich stimme zu, dass Hera Lind damals eine wichtige Pionierin war.
Pionierin für alberne Bücher? Sorry, das kann ich mir nicht verkneifen.
Mir fällt noch eine Autorin ein, die ich gefressen habe: Tine Witler "Die Prinzessin und der Horst" etc. ...
edit: "September" und die "Shell Seekers" habe ich auch gern gelesen. Wie sie auf Deutsch rüberkommen, weiß ich nicht. Übersetzungen fehlt schon mal die Atmosphäre, diese spezielle britische quaint- und queerness.
Mit den Jahren erhärtet sich mein Verdacht, dass der Homo Sapiens eine Schnapsidee der Schöpfung war.
Alte Schinken, hmm ....Die Kinder von Torremolinos habe ich auch gelesen. Angesagt waren waren damals Hermann Hesse, Hemingway, Sagan. Das waren eher dünne Bücher. Im Bücherregal meiner Eltern standen " Vom Winde verweht" und Moby Dick. Und " Heller als tausend Sonnen", der Titel hat mich immer fasziniert.
Meine Mutter hatte damals das Buch "Die Blumen von Hiroshima" im Schrank, aufgrund des Titels hab ich mich da nie ran getraut. Hat das zufällig einer von euch gelesen?