Zitat von Genny im Beitrag #50Gib dem Arzt vielleicht erst mal die Chance, die Wahrheit deiner Erzählungen, Beobachtungen einschätzen zu können?
Wie gesagt, ich bin nur sehr selten beim Hausarzt. Meine letzte AU liegt länger zurück. Ich komme, wenn keine OP oder selten mal eine richtige Grippe anliegt, mit den Karenztagen des Arbeitgebers aus.
Hauptansprechpartner ist mein Schmerztherapeut. Und in Akutfällen der Urologe.
Von daher habe ich keine hohen Ansprüche an einen Hausarzt.
Es ging eher darum, dass ich mich nicht mit einem Hausarztprogramm an den Hausarzt binden möchte und es mir zu lästig ist, im Akutfall eine Überweisung für den Urologen holen zu müssen.
Eine kürzlich durchgeführte Studie vom Hamburg Center for Health Economics (HCHE) kommt zu dem Schluss, dass die hausarztzentrierte Versorgung (HzV) die Ziele einer besseren Versorgungssteuerung der Teilnehmenden nicht erreicht. So führt die HzV weder zu der angestrebten Vermeidung von Facharztkontakten noch zu weniger Krankenhausaufenthalten. Die Ärztinnen und Ärzte erhalten in der HzV rund 30 Prozent höhere Honorare als ihre Kolleginnen und Kollegen, die nicht am Programm teilnehmen.
Das ist etwas mißverständlich bis falsch formuliert. Nur Leistungen, die für PatientInnen im „Hausarztprogramm“ von jeweiliger HausärztIn durchgeführt werden, werden mit bis zu 30% höherem Honorar vergütet.
Bei „nicht-Programm“-PatientInnen verdient ÄrztIn nicht mehr.
Es ist also keine „generelle Honorarerhöhung“!
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Zitat von Nora im Beitrag #54Nur Leistungen, die für PatientInnen im „Hausarztprogramm“ von jeweiliger HausärztIn durchgeführt werden, werden mit bis zu 30% höherem Honorar vergütet.
Ich hatte das auch so verstanden (vielleicht auch, weil ich es wusste).
Die Studie ist auf jeden Fall interessant, danke @perlengazelle
Mittlerweile habe ich mir überlegt, dem Hausarztprogramm zuzustimmen...wenn die Praxis so viel darauf Wert legt.
Und bald wird ja ohnehin für alle Kassenpatienten das verpflichtende Primärarztsystem eingeführt. Dann brauche alle eine Überweisung (außer für den Augenarzt und Gyn).
Und wenn die AU ab Tag 1 kommt (und der Arbeitgeber das auch will oder soll...man wird sehen)... bin ich entgegen meiner sonstigen Gewohnheit ohnehin öfter beim Hausarzt.
Zitat von Hydra im Beitrag #56Und wenn die AU ab Tag 1 kommt
...werden die Krankheitstage hochgehen.
fettundlila ...irgendwann ist irgenwie ein andres Wort für nie... energy flows, where attention goes. .ʇɐq pǝʞooɔɹǝpun uɐ ǝʇɐ ɹǝʌǝu ʽpๅɹoʍ ǝɥʇ ǝᵷuɐɥɔ ʇ,uɐɔ uosɹǝd ǝuo pᴉɐs ɹǝʌǝoɥM
Zitat von perlengazelle im Beitrag #53Pressemitteilung der TK vom 29. Juni 2026:
Eine kürzlich durchgeführte Studie vom Hamburg Center for Health Economics (HCHE) kommt zu dem Schluss, dass die hausarztzentrierte Versorgung (HzV) die Ziele einer besseren Versorgungssteuerung der Teilnehmenden nicht erreicht. So führt die HzV weder zu der angestrebten Vermeidung von Facharztkontakten noch zu weniger Krankenhausaufenthalten. Die Ärztinnen und Ärzte erhalten in der HzV rund 30 Prozent höhere Honorare als ihre Kolleginnen und Kollegen, die nicht am Programm teilnehmen.
Weiter ergänzt sie: „Dieser Schritt ist Teil der seit Monaten andauernden Kampagne der TK gegen die Hausärzteschaft und die HZV. Die Behauptung der TK, dass die HZV mehr kostet und keine bessere Qualität bringt, stützt sich dabei auf eine einzige, von der TK selbst in Auftrag gegebenen Studie, deren Studiendesign offensichtliche Mängel aufweist. Andere Studien sowie die internationale Evidenz kommen zu komplett anderen Ergebnissen. Dieses Vorgehen ist weder seriös noch im Sinne der Versorgung der TK-Versicherten.“ ... sagt: „Die TK versucht, die hausärztlichen Praxen zu verunsichern und die hausärztliche Versorgung zu schwächen. Ihr immer wieder öffentlich kommuniziertes Ziel ist es, dass zukünftig die Patientinnen und Patienten möglichst immer zuerst ihre Krankenkassen-App konsultieren, welche nach einer digitalen Ersteischätzung dann entscheidet, ob die Patientinnen und Patienten einen Arzt aufsuchen dürfen oder nicht. Die HZV steht diesem Ziel im Weg. Man muss den TK-Versicherten ganz klar sagen: Sie zahlen Beiträge an eine Krankenkasse, die offen dafür lobbyiert, den Zugang zur hausärztlichen Versorgung in der bisherigen Form abzuschaffen. Dem werden wir uns auch in Zukunft entschieden entgegenstellen. Auch die TK-Versicherten werden sich überlegen, wie sie diese Pläne ihrer Krankenkasse, die sie mit ihren Beiträgen finanzieren, bewerten.“
In Zeiten des Sparzwangs- und das wird noch viel heftiger- gilt es auch hier wie an allen anderen Stellen: doppelt wachsam sein und sich hinterfragen, welche Maßnahmen zumindest mal überwiegend Selbstzweck bedienen und drüber nachdenken...das Spiel ist meist das Gleiche und der Druck wird möglichst immer nach unten durchgegeben.
Das wusste ich nicht. Ich dachte, die TK profitiert vom Hausarztprogramm. Warum haben sie es denn eingeführt? Nicht alle Kassen hatten die HZV angeboten.
Das wusste ich nicht. Ich dachte, die TK profitiert vom Hausarztprogramm. Warum haben sie es denn eingeführt? Nicht alle Kassen hatten die HZV angeboten.
Die Techniker Krankenkasse ist nicht die erste Krankenkasse, die einen Vertrag zur Hausarzt zentrierten Versorgung kündigt. Dies geschieht sehr selten, auch, weil Krankenkassen vom Gesetzgeber verpflichtet sind, ihren Versicherten diese spezifische Versorgungsform anzubieten. Dennoch kam es in der Vergangenheit bereits bei einzelnen der über 100 HZV-Verträge zu einer Kündigung durch eine Kasse, die in Verhandlungen und schließlich im Abschluss eines neuen Vertrages mündeten. ... Ist die Versorgung über den HZV-Vertrag auch langfristig sicher? Die Versorgung über den HZV-Vertrag ist auch langfristig sicher. Die Pflicht, dass Kranken kassen ihren Versicherten eine besondere Versorgung im Rahmen der Hausarztzentrierten Versorgung anbieten müssen, bleibt bestehen. Zudem hat der Gesetzgeber, um diese besondere Versorgungsform für die Patientinnen und Patienten in ganz Deutschland zu sichern, bereits vor Jahren eine Fortgeltungsklausel festgelegt. Nach § 73b Absatz 5a SGB V gelten demnach, wenn eine Krankenkasse einen Vertrag nach Absatz 4 kündigt und bis zum Ablauf dieses Vertrages kein neuer Vertrag zustande kommt, die Bestimmungen des bisherigen Vertrages vorläufig bis zum Zustandekommen eines neuen Vertrages weiter. Die Bundesregierung hat sich in der Vergangenheit immer wieder öffentlich zu den HZV Verträgen in ihrer jetzigen Form bekannt.
Zitat von Puls im Beitrag #37 Grundsätzlich nichts, wenn es für kurze Zeit ist. Nur die TE extra dafür in die Praxis zu bitten, die nicht fußläufig entfernt ist, finde ich etwas drüber. Könnte ja auch erledigt werden, während sie das nächste Mal in der Praxis ist und vermutlich ohnehin Wartezeiten anfallen.
Was spricht dagegen, den Impfausweis zu kopieren und Kopien in der Praxis zu lassen? Es gibt übrigens auch ein digitales Impfbuch - App. Installieren und dann nehmt euch mal für die nächste Zeit nichts vor und füllt das aus.... genauso muß es die Praxis in euere Krankenakte machen. Zeitraubend - mit Impfstoff, Datum und Chargennummer.
Es ist völlig überflüssig daß eine Praxis meine sämtlichen Impfdaten hat. Wozu soll das gut sein?
Es ist wichtig, daß diese Information im Bedarfsfall von Dir geliefert werden kann - und dazu gibt es so ein hübsches Gelbes Heft namens „Impfausweis“.
Eine medizinische Entität, die diese Information benötigt (z.B. das Krankenhaus von Koh Samui nach Deinem Sturz mit dem Motorroller) ruft im Normalfall nicht bei Deiner HausärztIn an. Die vermutlich genau dann sowieso in Urlaub ist.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.