Hallo 😊 ich suche derzeit Bäckereien, wo man leckeres Brot und Gebäck kaufen kann. Idealerweise möchte ich, dass das Brot auch gesund ist, da meine Familie und ich zweimal am Tag Brot essen, nämlich in der Früh und zu Mittag. Wir kaufen meistens frisches Brot in den Supermärkten und sind uns nicht sicher, wie gesund das Gepäck von dort ist, deswegen würde ich mich interessieren für gesundere Optionen. Welche Empfehlungen habt ihr? Außerdem bin ich langsam am überlegen, ob ich selbst Brot backen sollte. Was ist eure Meinung? Ich habe gehört es sollte relativ leicht und schnell gehen, habs aber bis jetzt nie probiert. Danke im Voraus für alle ihre Ideen und LG 😊
Zitat von jforjordan im Beitrag #1 Wir kaufen meistens frisches Brot in den Supermärkten und sind uns nicht sicher, wie gesund das Gepäck von dort ist ...
Hm, gesunde Koffer/Rucksäcke/Taschen sind ein spannendes Thema.
Kauf halt nicht im Supermarkt, sondern in einer guten Bäckerei.
Zuerst mal ganz liebevoll, es ist Gebäck. Gepäck hast du auf Reisen dabei. Ich backe schon ewig ein ganz einfaches Dinkelbrot selbst. Schmeckt super, geht schnell 500 gramm Dinkelmehl 1 Würfel Hefe 1 Esslöffel Salz 2 Esslöffel Essig 500 ml Wasser 75 gramm Sonnenblumenkerne 75 gramm Kürbiskerne
Hefe in wasser auflösen, alles zusammen mischen und bei 200 grad ober und unterhitze 65 Minuten backen. Für die Kruste kann man ein bisschen Wasser in eine Schüssel geben und dazu stellen. Manchmal mach ich es mit Umluft 180 grad weil ich gleichzeitig einen Kuchen backe. Das geht auch
Zitat von jforjordan im Beitrag #1 Wir kaufen meistens frisches Brot in den Supermärkten und sind uns nicht sicher, wie gesund das Gebäck von dort ist
Brot in Supermärkten … nur zur Not. Wie wäre es mit Bioläden oder echten Bäckereien, die ihre Teige noch selber kneten? Habt ihr sowas nicht bei euch?
Interessant zu lesen, falls dir der Unterschied nicht so bewusst ist:
“Der größte Unterschied zwischen Handwerks- und Supermarktbrot liegt nicht in der Optik, sondern in der Reifezeit. Im Handwerksbetrieb ruht der Sauerteig mindestens zwölf Stunden. Er ist dann die Basis für den eigentlichen Brotteig, der erneut ruhen muss. Diese Zeit nimmst sich die Industrie nicht - dort zählen Durchlauf, Stückzahl, Preis, Aussehen und lange Haltbarkeit. Was beim industriell hergestellten Brot an Reifezeit fehlt, wird durch Enzyme, Emulgatoren und Säuerungsmitteln ausgeglichen.”
Zitat von jforjordan im Beitrag #1 Welche Empfehlungen habt ihr?
Entweder handwerklich gemachtes Vollkornbrot beim lokalen Bäcker kaufen oder selbst einen Sauerteig herstellen und Vollkornbrot backen.
Das erstmalige Herstellen eines Sauerteiges dauert etwas, aber später nimmst du immer wieder eine kleine Menge als Starter ("Anstellgut") beiseite und fütterst ihn bis zum nächsten Mal (oder wenn du nicht wöchentlich backst, dann zwischendurch die kleine Menge füttern). Dazu findest du inzwischen reichlich Anleitungen im Internet, vermutlich auch hier im Forum. Wenn der Sauerteig noch jung ist, ist er noch nicht so triebstark und dann sollte man noch eine kleine (!) Menge Hefe zugeben.
Letztlich braucht ein gutes Brot nur (Vollkorn-)Mehl, Wasser und Salz.
Ich backe nur mit Bio-Vollkornmehl, da das viele Ballaststoffe und Mineralstoffe hat. Zudem verwende ich komplett oder überwiegend Roggen, da das mehrere Tage sehr schmackhaft bleibt und nicht schnell trocken wird.
ZitatIch habe gehört es sollte relativ leicht und schnell gehen, [...]
"leicht": Ja, aber etwas mit dem Thema befassen muss man sich schon - es ist kein Plätzchenteig.
"schnell": Nein, wenn du die Zeit zwischen der Idee, ein Brot backen zu wollen, bis zum Abschnitt des fertigen Brotes meinst
Ja, wenn du die "aktive Arbeitszeit" für das Herstellen des Brotes meinst.
Erstmal - "ungesund" ist das Brot aus dem Supermarkt auch nicht generell - viele Supermärkte werden von regionalen Bäckern beliefert, nur eben nicht von der kleinen individuellen Backstube.
Wenn man als Beispiel Aldi nimmt - ein Teil des Sortiments in der SB-Backtheke sind vor Ort aus Tiefkühlware ("Teiglinge") gebackenes Gebäck. Ein Teil (vor allem Brote) kommen von Bäckereien vor Ort. Daher variiert auch das Sortiment je nach Region etwas. Und da gibt es auch Bio-Ware - die Du in dieser Form auch im Laden des entsprechenden Bäckers finden würdest.
Bei Kaufland, Norma und Lidl ist das nicht anders.
Bei Rewe steht auch dran, welcher regionale Bäcker das Geschäft beliefert.
Nochmal - das ist nicht per Definition UNGESUND.
Und da macht es (meiner Meinung nach) auch wenig Unterschied, ob Du im Supermarkt kaufst oder in der entsprechenden Filiale dieses Bäckers. Vermutlich bietet er in seinen eigenen Filialen aber noch mehr Auswahl an.
Was dann wirklich den Unterschied macht ist, wenn Du zu einem kleinen, handwerklich arbeitenden Bäcker gehst, der eben nicht enorm viele Filialen hat, sondern vielleicht eine einsehbare Backstube, ein kleineres Sortiment, ausschließlich Bio-Ware anbietet oder andere Besonderheiten (hier gibt es einen Bäcker, der z.B. auf Weizenmehl verzichtet und nur Bio anbietet).
Diese Betriebe sind oft auch sehr stolz auf ihren Herstellungsprozeß und schreiben das auch (nur Sauerteigbackwaren, lange Teigführung, vegane Gebäckteile.......).
Es muß Dir aber klar sein, daß da ein Brot mit 500 gr auch um die 5 € aufwärts kostet - weil im Kürbiskernbrot dann auch nicht nur ein paar Kürbiskerne oben drauf sind, sondern das Brot prall voller Kürbiskerne ist, oder im Walnußbrot reichlich Bio-Walnüsse stecken. Die Zutaten sind teurer und die teuren Zutaten werden nicht nur aus optischen Gründen eingesetzt, sondern sind wirklich geschmacksgebend.
In meiner Tsadt gibt es mehrere unterschiedliche Bäcker und auch in den Supermärkten kann es je nach Filiale ein anderes Brotangebot geben (je nachdem welche Backkette oder Backstube dort liefert). Nutzt nur dir nichts, wo es mein Brot gibt, wenn du dann 600km entfernt wohnst 🤷♀️
Einfach mal genau hinschauen, was du für Brot kaufst und welche Einkaufsmöglichkeiten für Brot/Gebäck es auf deinen Alltagswegen noch gibt.
In all meinen bisherigen Wohnorten gab es auch immer die Möglichkeit von einem Bäcker auf dem Wochenmarkt zu kaufen.
Die Aufbackstationen in Supermärkten und Discountern meide ich. Was da (auf)gebacken wird, hat meist einen sehr weiten Weg hinter sich. Die Zutaten werden aus ganz Europa (oder weltweit) herangekarrt. Die Backwaren werden von der Großbäckerei oft über viele Kilometer in die Tiefkühllager transportiert und von dort aus wieder kilometerweit in die Zentrallager. Vor Ort im Laden muss dann viel Energie für die Kühlung eingesetzt werden. Eher würde ich dann in den angegliederten Verkaufsstellen einer örtlichen oder regionalen Bäckereikette kaufen. Allerdings verwenden die meisten fertige Backmischungen oder Zutatenmischungen, die industriell hergestellt werden mit ebenfalls langen Transportwegen für Rohstoffe und fertige Produkte. Das ist per se, wie schon zu lesen, nicht ungesund. Es ist halt die Frage, ob man das mit Blick auf den eigenen ökologischen Fußabdruck kaufen möchte.
Wenn du Glück hast, hast du in deinem Wohnort noch einen traditionellen Handwerksbäcker - so wie meinen: Mehl, Hefe, Mohn, Eier, Quark kommen aus der unmittelbaren Region, die Haselnüsse immerhin aus dem gleichen Bundesland. Die Teige werden selbst angesetzt ohne Hilfsmittel. Und - und da wären wir bei der Frage nach dem gesundheitlichen Wert - die Mitarbeiter können dir genau sagen, was wo drin ist.
Alternativ: Bioladen, Hofladen, Stand auf dem Wochenmarkt. Natürlich ist das Brot, das man am Samstag auf dem Markt kauft, am Dienstag nicht mehr frisch. Aber ein richtiges gutes Brot wird nicht trocken und steinhart, sondern schmeckt auf nach ein paar Tagen noch gut.
Brot backen, die Seite broot de beschreibt.... Und hat Rezepte... Und das 'Brot schmeckt...
Und Gebäck sind für mich Kekse und so. Das Internet ist doch eigentlich voll damit. Tante Gugel und YouTube schmeißen da doch Millionen Rezepte mit Filmchen raus.
Auf die Deklarationsliste schauen. Sie sollte kurz sein, z. B.: WEIZENMEHL (43 %), ROGGENMEHL (19 %), Wasser, Kürbiskerne (9 %), Meersalz, Gewürze (Basilikum, Koriander, Ysop).
Also, meiner Meinung nach ist auch das Superbioökobrot nur eingeschränkt gesund, wenn es den Hauptbestandteil der Mahlzeit bildet. Vollkornbrot ist natürlich besser, aber "gesund oder nicht" hängt eher davon ab, was sonst noch auf den Teller kommt.
Zitat von Vanessab im Beitrag #3Zuerst mal ganz liebevoll, es ist Gebäck. Gepäck hast du auf Reisen dabei. Ich backe schon ewig ein ganz einfaches Dinkelbrot selbst. Schmeckt super, geht schnell 500 gramm Dinkelmehl 1 Würfel Hefe 1 Esslöffel Salz 2 Esslöffel Essig 500 ml Wasser 75 gramm Sonnenblumenkerne 75 gramm Kürbiskerne
Hefe in wasser auflösen, alles zusammen mischen und bei 200 grad ober und unterhitze 65 Minuten backen. Für die Kruste kann man ein bisschen Wasser in eine Schüssel geben und dazu stellen. Manchmal mach ich es mit Umluft 180 grad weil ich gleichzeitig einen Kuchen backe. Das geht auch
@Vanessab : Muss der Teig nicht gehen? Nimmst du Vollkornmehl, bzw. geht das auch mit Vollkornmehl?
Ein Amateur hat die Arche gebaut, Profis die Titanic.
Man weiß nie, wo es hingeht im Leben, aber man weiß immer, wo man herkommt.
⚖️ Es ist was abzunehmen. Wieviel wird ca. in KW 24/2026 geklärt.
Marieken, ich bin zwar nicht Vanessab, doch sollte es auch mit Vollkornmehl funktionieren. Eventuell musst du etwas mehr Wasser zugeben, so dass ein elastischer Teig entsteht. Abgedeckt, ich nehme dafür eine Duschhaube, an einem warmen Ort gehen lassen bis sich die Teigmenge etwa verdoppelt, grobe Richtung eine Stunde. Backform fetten und mehlen oder Backpapier in die Kastenform, Ofen vorheizen, feuerfeste Schale mit Wasser auf den Boden stellen und backen. Ich backe nur mit Ober-/Unterhitze, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass Umluft eher "austrocknet".
Es gibt jedoch auch Rezepte bei denen du den Teig in der Form in den kalten Backofen stellst und er mit dem Aufheizen geht. Vielleicht antwortet dir Vanessab noch, ob sie den Teig gehen lässt.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)
Ähnlich wie Sariana es beschrieben hat. Geht mit Vollkorn auch. Gehen muss es nicht, anscheinend reichen die Hefe Menge und der Essig. Das ist gerade das praktische, dass es eben nicht gehen muss. Schmeckt leider so gut, dass ich jetzt immer backen muss
Zitat von Vanessab im Beitrag #18Ähnlich wie Sariana es beschrieben hat. Geht mit Vollkorn auch. Gehen muss es nicht, anscheinend reichen die Hefe Menge und der Essig. Das ist gerade das praktische, dass es eben nicht gehen muss. Schmeckt leider so gut, dass ich jetzt immer backen muss
Das ist ja dann mal ein flottes Brot.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)
Gerade eben habe ich diese Frage auch im RL diskutiert... "Gesund" ist natürlich ein sehr interpretationsfähiger Begriff. Vermutlich ist das Vollkornbrot*, frei von Zusatzstoffen, abgepackt von einem namhaften Hersteller, "gesünder", als ein Weißmehl-Baguette vom Handwerksbäcker. Andererseits lässt der (also mein Bäcker) seinen Teig viel, viel länger gehen, als es sich die Industrie leisten kann. Folglich sind die Weizenbrötchen dort für mich gut bekömmlich, während ich Industriebrötchen nicht gut vertrage - für mich also "gesünder".
Für mich ganz persönlich (!) ist "gesund" ein Gesamtpaket: Hochwertige Rohstoffe, gute Verarbeitung, kurze Wege vom Bauern zur Mühle zum Bäcker zu mir... und ja, auch das: Faire Preise für die Lieferanten der Rohstoffe. So gesehen, ist "gesund" für mich auch ein Gefühl... das sich mit objektiven Kriterien wohl nicht messen lässt. Und auch für die TE gilt da: Ausprobieren.
*Vollkornbrot. Aus dem vollen Korn. Nicht zu verwechseln mit "Körnerbrot" oder anderen Fantasie-Bezeichnungen. Da ist die Gefahr groß, dass man ein mit Zuckercouleur dunkel gefärbtes Backwerk erwischt, in das der Optik wegen ein paar Körner reingerührt wurden.
Zitat von GuteLaune im Beitrag #20 "Gesund" ist natürlich ein sehr interpretationsfähiger Begriff.
Das sehe ich auch so, das ist teilweise individuell. Manche müssen sich erst nach und nach an Vollkorn herantasten, wenn sie bisher nur Weißmehlprodukte verzehrt haben, um ihre Verdauung nicht gleich zu überfordern. Manche werden mit der großen Hefemenge und der fehlenden Reifezeiten beim Brot nach Vanessas Rezept ggf. Probleme haben.
Zitat von Puls im Beitrag #22 Manche werden mit der großen Hefemenge und der fehlenden Reifezeiten beim Brot nach Vanessas Rezept ggf. Probleme haben.
Das ist ja das, was ich vorhin schrieb: Es soll - ob im Haushalt oder beim industriellen Backbetrieb - schnell gehen. Also werden große Mengen Triebmittel eingesetzt. Der Teig hat keine Zeit, zu reifen - mir bekommt so was gar nicht. Ohne Vanessa zu nahe treten zu wollen: Aber 1 Würfel, also 42 Gramm Hefe auf 500 Gramm Mehl, keine Reifezeit... das schreit nach gesundheitlichen Problemen bei vielen Menschen. Ich backe selten, nur hin und wieder mal ein Weißbrot, wenn Gäste kommen. Da kommt auf ca. 500g Mehl eine Messerspitze Hefe. Das ganze ruht dann im Kühlschrank über Nacht und darf sich danach in aller Ruhe bei Zimmertemperatur aufwärmen... Ein Lebensmittelchemiker könnte jetzt erklären, wie sich das Mehl dabei verändert. Ich kann nur sagen: Kein Vergleich!!