Ich habe Schreiben in A5-Heften mit Lineatur für die 1. und 2. Klasse geübt, da werden die Buchstaben aber sehr groß. Heute wäre ich schlauer und würde vier Blatt A5 mit Grundschullineatur auf ein Blatt A4 kopieren und mit Fineliner schreiben. Das kommt mit den üblichen Handschriftgrößen zum Vergleichen wahrscheinlich auch besser hin.
Vielen Dank für die guten Vorschläge, wahrscheinlich ist der von mir bereits geschilderte Ansatz für mich der Beste. Er vereinigt ja alles, was ihr geschrieben habt. Es wird nichts anderes übrig bleiben, als die Schrift zu lernen und das Lesen zu üben. Dazu werde ich mir jetzt Päckchen schnüren und erstmal 10 Briefe scannen und bearbeiten. Irgendwann wird es dann hoffentlich flüssiger 😅
@luciernago auch dir Danke für das Angebot. Aber einzelne Briefe zu transkribieren wird nicht viel helfen, da könnte meine Mutter sicher auch helfen. Es hilft nichts, ich muss da richtig tief eintauchen, da ich die Briefe dann auch gerne abschreiben würde , damit meine Kinder und Geschwister diese auch erhalten. Ich habe vor vielen Jahren bereits ein Tagebuch meiner Großmutter mit Hilfe meiner Mutter übersetzt, es war schwierig und hat viel Zeit gekostet. Die Schrift kann ich eben auch nicht lesen
Vier große Mappen sind auch viel, doch wie schön, dass die Briefe sich erhalten haben. Ob das nun Kurrent oder Sütterlin ist, unterm Strich kommt es nur darauf an, dass du es entziffern kannst. Ich habe aus Interesse mal ein wenig gestöbert und möglicherweise kann der, der (die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den Schulen vermittelte Version von) Kurrentschrift lesen kann, auch Sütterlin lesen und umgekehrt. Was für ein Geburtsjahrgang war denn dein Großvater? Du schreibst, er war Offizier. Je älter er war, desto wahrscheinlicher ist es, dass das vielleicht doch Kurrent ist. Falls du tatsächlich mal einen der Briefe einem Verein vorlegen solltest, würde ich mich rein aus Interesse freuen, wenn du hier nochmal etwas dazu schreibst, ob das Sütterlin oder Kurrent ist. Es war mir nicht bewusst, dass es sich so ähnlich ist, ich hatte Kurrent viel geschwungener und schörkeliger in Erinnerung, das ist aber wohl eine ältere Variante der Kurrentschrift.
Wenn ich mich recht entsinne, wurde Sütterlin Anfang der 20er Jahre eingeführt und 1935 als Deutsche Volksschrift ein Teil des offiziellen Lehrplans. Gedacht war sie als Verbesserung für die Kinder, die die Schrift lernen mussten. Sütterlin wird eigentlich ganz aufrecht geschrieben.
Hundefreundin hat ganz recht, wenn sie sagt, je früher er geboren ist, desto eher ist es Kurrent, wobei das natürlich auch nicht viel zur Sache tut, du wirst beides schnell lernen.
Wenn ich so richtig Lust auf Schokolade habe, esse ich anstatt der Schokolade eine Banane. Dann eine Paprika, einen Apfel, Reiswaffeln, Naturjoghurt, eine Gurke und dann die Schokolade.
Zitat von BBlueVelvet im Beitrag #33Wenn ich mich recht entsinne, wurde Sütterlin Anfang der 20er Jahre eingeführt und 1935 als Deutsche Volksschrift ein Teil des offiziellen Lehrplans. Gedacht war sie als Verbesserung für die Kinder, die die Schrift lernen mussten. Sütterlin wird eigentlich ganz aufrecht geschrieben.
Das habe ich heute auch gelesen, es ist auch runder als Kurrent, allerdings wurde dann nochmal eine vereinfachte Form eingeführt, die etwas schräger und etwas weniger rund war. Meine Eltern sprachen immer von Sütterlin, wenn man mal ein solches Dokument sah. Ich habe nur zwei Traueranzeigen in Briefform aus den 1920er Jahren, halb vorgedruckt und halb handschriftlich ausgefüllt, die müsste ich mal suchen gehen.
Nachtrag: Wenn der Großvater vor 1909/1910 geboren wurde, hast du wahrscheinlich recht, @BBlueVelvet, und das ist eher Kurrent.
Sütterlin und Kurrent ähnlich sich für mich sehr, zumal ja die Alltagsschrift von Erwachsenen ja nie wie im Lehrbuch geschrieben wird. Ich wüsste jedenfalls nicht, dass es je so gewesen wäre, dass ich das eine lesen konnte und das andere nicht.
Zitat von BBlueVelvet im Beitrag #33Wenn ich mich recht entsinne, wurde Sütterlin Anfang der 20er Jahre eingeführt und 1935 als Deutsche Volksschrift ein Teil des offiziellen Lehrplans. Gedacht war sie als Verbesserung für die Kinder, die die Schrift lernen mussten. Sütterlin wird eigentlich ganz aufrecht geschrieben.
Wikipedia weiß das dazu: Die deutsche Sütterlinschrift wurde ab 1915 in Preußen eingeführt. Sie begann in den 1920er Jahren die bis dahin übliche Form der deutschen Kurrentschrift abzulösen und wurde 1935 in einer abgewandelten Form (leichte Schräglage, weniger Rundformen) als Deutsche Volksschrift ein Teil des offiziellen Lehrplans.
Zitat von Agathe13 im Beitrag #36Sütterlin und Kurrent ähnlich sich für mich sehr
Ja, sie sind sich, scheint mir auch, sehr ähnlich - Sütterlin verzichtet auf ein paar Kringel. 😉 Die Alphabete beider Schriften findet man in den entsprechenden Wikipedia-Einträgen.
Ich habe den Strang interessiert mitgelesen und möchte allen danken, die Tipps zu Erlernen der Schrift gegeben haben. Ich glaube, ich versuche es auch mit Schreibübungen. Die Tagebücher meines Vaters aus der Kriegszeit sind sehr kleinformatig, enthalten dafür aber sehr viele Seiten - da wäre das Einscannen unglaublich mühsam. Die Schrift ist sehr aufrecht und da mein Vater 1931 eingeschult wurde, ist davon auszugehen, dass es sich um Sütterlin handelt.
Virginia, Gisèle, Collien, danke für euren Mut! 🌹
************************************ Moderatorin in der Pandemie und Politik, bei der Nachhaltigkeit, beim Sozialen Engagement und den Festen, bei Klatsch & Tratsch, im Persönlichkeits-, Erziehungs-, Baby-, Familien- und Trauerforum, im Glücklicher leben, bei den Angehörigen, in der allg. Gesundheit, der Kindergesundheit und bei den Krebserkrankungen, in den Krisenbeziehungen, bei den Hobbies, der Photographie und bei den besonderen Ernährungsformen.
Ist aber alles richtig, einschließlich des Schluss-s. Gratulation.
Wenn ich so richtig Lust auf Schokolade habe, esse ich anstatt der Schokolade eine Banane. Dann eine Paprika, einen Apfel, Reiswaffeln, Naturjoghurt, eine Gurke und dann die Schokolade.
Das grenzt ja schon an Schönschrift 😊 - so gut zu lesen sind Originaltexte wohl selten.
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Zitat von Analuisa im Beitrag #44Das grenzt ja schon an Schönschrift 😊 - so gut zu lesen sind Originaltexte wohl selten.
Genau dies wird wahrscheinlich das Problem werden, teilweise ist die Schrift sehr klein, verblasst und oft auf ganz dünnem Papier geschrieben. Dazu kommt natürlich noch die individuelle Schrift, keiner schreibt ja genau so wie mal gelernt.
Deswegen wäre wahrscheinlich meine Herangehensweise, diese kurrentschrift selbst einigermaßen zu beherrschen, weil man dann, wenn man an Wörtern Rätsel, selbst ausprobieren kann, wie man ein Wort selber schreiben würde und aber möchte diesen Vergleich bereits eine ganz gute Abschätzung bekommt, ob das erratene Wort so stimmt oder nicht.
Zitat von Zuversicht2021 im Beitrag #45 teilweise ist die Schrift sehr klein, verblasst und oft auf ganz dünnem Papier geschrieben.
Ja, bei mir auch 🤷♀️
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Zitat von Zuversicht2021 im Beitrag #45 teilweise ist die Schrift sehr klein, verblasst und oft auf ganz dünnem Papier geschrieben.
Ja, bei mir auch 🤷♀️
ich hoffe, hier ist niemand auf einen screenReader angewiesen. Wenn doch, mein Text in Fraktur: je mehr ich mich in diese wikibook Seite vertiefe, je begeisterter bin ich. Wenn ich mich z.B. an diesem Brief versuche, erkenne ich die Probleme, die beim Entziffern auftreten. Habt ihr inzwischen Fortschritte machen können?