Ich halte den Besuch des Kindergartens für unglaublich wichtig.
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Zitat von GuteLaune im Beitrag #117Das genannte Beispiel war nur - völlig wertfrei - ein Beispiel dafür, dass Eltern manchmal ihren Kindern was gutes tun und das Ankommen in der Gemeinschaft erleichtern, wenn sie ein bisschen von ihren eigentlich unumstößlichen Grundsätzen abrücken.
Ich hatte es auch so verstanden.
Zitat von schafwolle im Beitrag #118Klingt ein bisschen anstrengend, aber da Ihr das schon in Eure Überlegungen als machbar mit einbezogen habt, wird es bestimmt auch umsetzbar sein.
Wir praktizieren es schon jetzt manchmal so - also beides. Dass ich mit Kind und Kegel zum Supermarkt laufe um Einzukaufen. Oder auch, dass, wenn mein Mann nachmittags zu Hause ist und theoretisch Unterrichtsvorbereitung macht, ich die Kinder bei ihm lasse und er dann abends nachholt, was er in der Zeit nicht geschafft hat. Von meiner Arbeit her ist es auch gut machbar, dass ich in der Zeit eine Pause einlege, dafür bin ich flexibel genug.
Zitat von Stina im Beitrag #121Rashil, geht es eigentlich nur um die Älteste? Wenn es drei jüngere Geschwister gibt, müsste doch zumindest ein weiteres Geschwister schon im Kindergartenalter (also Ü3) sein, oder?
Genau, es geht nur um die älteste. Der nächst jüngere ist 2 und soll nächstes Jahr in den Kindergarten kommen. Und nur um das noch mal klarzustellen: Aktuell haben wir drei lebende Kinder und das vierte ist unterwegs (theoretisch ist das fünfte unterwegs, aber einer unserer Söhne ist gestorben, also wuselt eins weniger herum).
Hallo rahsil, da schon einige Zeit vergangen ist, seit Du die Frage ins Forum gestellt hast, wollte ich mal fragen, wie habt ihr Euch als Eltern denn nun entschieden?
Ich denke mir, alles hat seine Vor- und Nachteile und ob mit oder ohne Kindergarten, so wichtig ist das alles im Grunde auch gar nicht. Wenn man es sich als Familie einrichten kann und es weiter Kinder und eben Babys gibt, ist es auch schön, wenn alle gemeinsam zu Hause sind!
Ich wünsche Euch jedenfalls eine schöne Zeit. Genießt das einfach, es geht soooo schnell vorbei! Die Schulpflicht kommt noch früh genug!
Unser kleines S geht seit letzter Woche in den Kindergarten. Ihre Begeisterung dafür hat seitdem merklich nachgelassen, also so wirklich überzeugt scheint sie nicht zu sein. Aber solange sie sich nicht ernsthaft beschwert, machen wir da kein Fass auf. Wie sie dort so ist, wissen wir nicht wirklich. Die Antworten vom Personal, wenn wir beim Abholen/Bringen fragen, fallen eher knapp aus. Aber wohl neutral bis positiv.
Die Kinder brauchen eine Weile um sich auf die neue Alltagssituation einzuspielen. Und jedes Kind ist auch sehr anders dabei - die Kleine von Freunden war schon in der Krippe, ging dann in die KITA und die Eingewöhnungsphase (mit Eltern) wurde nach dem zweiten Tag quasi beendet, weil das Kind da ab dem Betreten jede Interesse an dem anwesenden Elternteil verloren hat und sofort voll und ganz ein begeistertes Kindergartenkind war. Andere brauchen Wochen.
Das genannte Kind von Freunden geht auch heute noch gerne in ihre Einrichtung - inzwischen ist sie im Hort - in den Ferien hat der geöffnet (zumindest bis auf wenige Schließzeiten). Sie könnte da auch zu Hause bleiben - aber sie geht lieber in den Hort - mehr geboten, nette Erzieher, Freunde.
Ein bisschen liegt es aber schon auch daran, wie die Eltern mit dem Thema Krippe oder Kindergarten umgehen. Wenn die Eltern selbst an der Situation der "Fremdbetreuung" leiden und das auch so kommunizieren und wenn sie alles, was im Kindergarten geschieht, in Frage stellen oder kritisch kommentieren, wird das Kind das fühlen und verinnerlichen - und dann steigt das Risiko, dass das Kind eben nicht gern hingeht.
Da sollte man sich als Eltern einfach etwas zurücknehmen, solange es nicht gegen grundsätzliche eigene Überzeugungen geht. Wenn also im Kindergarten aus Büchern vorgelesen wird, wo die dargestellte Familie prinzipiell immer noch aus Vater, Mutter, Kind besteht, sollte man das nicht vor dem Kind kritisieren. Man kann das beim Elternabend ansprechen. Und man kann gegensteuern, indem man zuhause halt Bücher vorliest, in denen ein anderes Familienmodell dargestellt wird. Aber immer wieder zu sagen: Ihr habt aber komische Bücher. Da stehen seltsame Sachen drin.... da wird das Kind irgendwann die Bücher und die Vorlesestunden auch nicht mehr mögen.
Natürlich müssen Eltern sensibel sein und merken, wenn es ihrem Kind wirklich nicht gut geht im Kindergarten. Aber dass es anderswo manchmal anders läuft als zuhause, und dass man bisweilen Zugeständnisse machen muss, müssen Kinder auch lernen. Oder sollen die Eltern dann 20 Jahre später am ersten Arbeitsplatz beim Chef auftauchen und Klage führen, weil ihnen und dem Kind das eine oder andere nicht passt?