Gestern las ich im Stiftung-Warentest-Heftchen vom September 2024 einen Artikel über den Gebrauch von Ohrstöpseln. "Wer jede Nacht mit Ohrstöpseln schläft oder sie auch tagsüber häufig nutzt, kann auf Dauer geräuschempfindlicher werden.Schlimmstenfalls geht es gar nicht mehr ohne." Bei mir scheint das der Fall zu sein. Ich bin extrem geräuschempfindlich geworden in den letzten 10 Jahren. Kann man das Ohr denn sozusagen wieder desensibilisieren? Im Artikel stand dazu nichts. Hoffe auf Input!
Falls das stimmt - desensibilisieren wohl nicht. Meiner Meinung nach hat Geräuschempfindlichkeit etwas mit dem Nervensystem zu tun. Da würde ich ansetzen, Entspannungsübungen, Vagus-Nerv Aktivierung, Stress vermeiden, runter fahren oder ähnliches.
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich völlig ungeniert.
Kann sein. Ich würd die Stöpsel langsam also erst nur für eine halbe Nacht ausschleichen. ist’s mal richtig heftig lohnt es sich mal beim HNO wegen Hyperakusis abzuklären?
Blöde Frage, aber was ist daran jetzt so schlimm? "Wer dauerhaft eine Brille trägt, weil er schlecht sieht, kann möglicherweise irgendwann nicht mehr ohne"? Ja. Ist so. Ich mach doch das, was für mich gut ist. Lärm macht krank, erwiesenermaßen. Sich anpassen, damit die Welt weiter laut sein kann, wäre für mich der falsche Weg.
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"Mein PC schreibt nur noch Großbuchstaben..." "Haben Sie die Feststelltaste gedrückt?""Nein, das hab ich ganz allein gemerkt.... !"
Zitat von Mambi im Beitrag #10Blöde Frage, aber was ist daran jetzt so schlimm? "Wer dauerhaft eine Brille trägt, weil er schlecht sieht, kann möglicherweise irgendwann nicht mehr ohne"? Ja. Ist so.
Die Brille verursacht aber nicht die Fehlsichtigkeit. Die These ist aber, dass die Ohrstöpsel das in Bezug auf die Lärmempfindlichkeit das schon tun - hab ich jedenfalls so verstanden.
ZitatIch mach doch das, was für mich gut ist.
Ist halt die Frage, ob eine Abhängigkeit gut ist.
ZitatLärm macht krank, erwiesenermaßen. Sich anpassen, damit die Welt weiter laut sein kann, wäre für mich der falsche Weg.
Könntest du deine Ohrstöpsel durch andere ersetzen, die etwas weniger dämpfen? Ich habe welche vom Hörgeräteakustiker mit Filter. Diesen gibt es in drei Durchlässigkeitsstufen und ich glaube, der Filter lässt sich austauschen. Meine Stöpsel mit mittlerem Filter sind für den Lärmanteil in meinem Beruf gedacht, ich höre dadurch noch genügend. Wenn es noch leiser sein soll (nachts im Zelt), nehme ich Ohropax, aber da habe ich auch den Eindruck, dass das meinen Ohren bzw. dem Anteil des Hirns, das für die Geräuschverarbeitung zuständig ist, auf Dauer nicht gut bekommt.
Onion, ich weiß nicht, ob das hilft, wenn ich dann doch Dinge höre? Aber ich merke, ich bin noch zu sehr auf dem Trip "nichts hören wollen" und muss da erst umdenken. Heute Nacht habe ich keine benutzt und es hat erstaunlich gut geklappt. Mich stören aber auch die Geräusche von den Nachbarn tagsüber. Die Wohnung ist hier so hellhörig.
Zitat von Timeless im Beitrag #3FMeiner Meinung nach hat Geräuschempfindlichkeit etwas mit dem Nervensystem zu tun. Da würde ich ansetzen, Entspannungsübungen, Vagus-Nerv Aktivierung, Stress vermeiden, runter fahren oder ähnliches.
Das denke ich auch. Ich schlafe seit ich 12 bin, also seit mehr als 40 Jahren, jede Nacht mit Ohrstöpseln. Den klassischen weichen Ohropax. Eine erhöhte Geräuschempfindlichkeit bemerke ich nur dann, wenn ich müde und/oder gestresst bin. Oder wenn es tatsächlich irgendwo unangenehm hintergrundlaut ist.
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"Paradise has never been about places. It exists in moments. In connection. In flashes across time."
Ich denke, das hat auch viel mit Gelassenheit zu tun. Wenn ich erstmal ein Geräusch gehört habe, achte ich verstärkt drauf und dann nervts. Man kann vielleicht nicht das Ohr desensibilisieren, aber sich - Leute, die an der Autobahn oder am Flughafen wohnen, „hören“ die ja oft auch nicht mehr. Aber wie man das anstellt - das würde ich auch gerne wissen.
Aber Frage an die Mit-Oropax-Schläfer: wie macht ihr das mit dem Wecker?? Mein Schlaf ist teilweise so tief, das ich auch ohne Oropax den Wecker nicht höre 🙁
Zitat von Lucciola im Beitrag #18 Aber Frage an die Mit-Oropax-Schläfer: wie macht ihr das mit dem Wecker?? Mein Schlaf ist teilweise so tief, das ich auch ohne Oropax den Wecker nicht höre 🙁
Das ist wirklich ein Problem. Die wenigen Male, die ich noch mit Wecker aufstehen muss, habe ich 3–4 im Einsatz. In 98% der Fälle höre ich dann, manchmal erst nach einigen Minuten, zumindest einen davon 🙂
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Zitat von Mambi im Beitrag #10Blöde Frage, aber was ist daran jetzt so schlimm? "Wer dauerhaft eine Brille trägt, weil er schlecht sieht, kann möglicherweise irgendwann nicht mehr ohne"? Ja. Ist so.
Die Brille verursacht aber nicht die Fehlsichtigkeit.
Das ist nicht ganz richtig. Ich war kurzsichtig. Dafür eine Brille. Es hat mich genervt, dass ich bei der Arbeit die Brille immer abnehmen musste um das Kleingedruckte zu lesen. Also Gleitsicht. Problem ist, mittlerweile den Goetheblick (eins kurz-, eins weitsichtig) und ich kann ohne Brille das nahe nicht mehr so gut sehen wie früher. Fielmann sagt, das liegt an der Gewöhnung der Brille. Also Ja, Brille verursacht auch Fehlsichtigkeit.
Zitat von Lucciola im Beitrag #18Leute, die an der Autobahn oder am Flughafen wohnen, hören die ja oft auch nicht mehr. Aber wie man das anstellt - das würde ich auch gerne wissen.
Aber Frage an die Mit-Oropax-Schläfer: wie macht ihr das mit dem Wecker?? Mein Schlaf ist teilweise so tief, das ich auch ohne Oropax den Wecker nicht höre 🙁
Ich habe früher mal in Bremen gewohnt. Nähe Flughafen, aber nicht Haupteinflugschneise, aber doch oft genug. Flugzeug zum greifen nah. Man kriegt es irgendwann nicht mehr so mit. Jetzt in einer anderen Stadt, auch mit großem Flughafen, höre ich die kleinen Flugzeuge sogar eher, obwohl viel seltener. Und die Hubschrauber vom Krankenhaus nebenan, mal Ja, mal Nein.
Und zum Wecker....... Alexa ist ziemlich laut gestellt.
Zitat von Lucciola im Beitrag #18 Man kann vielleicht nicht das Ohr desensibilisieren, aber sich - Leute, die an der Autobahn oder am Flughafen wohnen, „hören“ die ja oft auch nicht mehr. Aber wie man das anstellt - das würde ich auch gerne wissen.
Man kann vielleicht Lärmquellen dieser Art mit der Zeit ausblenden aber der Lärm wirkt sich trotzdem gesundheitlich aus. Speziell auf das Herz-Kreislaufsystem, Blutdruck etc.
Ich bin selbst ziemlich lärmempfindlich. Weiß aber auch keinen Rat. Wenn die Umgebung laut ist, ist sie laut. Ob man sich da sensibilisieren kann oder wie in @Pasdedeux 's Fall durch Absetzen von Stöpseln quasi zurück entwickeln - keine Ahnung.
Ohrenstöpsel kann ich gar nicht tragen, ganz gleich was für welche. Mit irgendwas in den Ohren hab ich entweder das Gefühl mir platzt gleich der Kopf oder ich höre meinen eigenen Puls oder das Blut rauschen.
Ich bin auch sehr geräuschempfindlich, das wurde irgendwann ab Mitte 40 deutlich. Zusätzlich habe ich einen Tinnitus, da nützen auch Stöpsel nichts.
Interessant fand ich eine Aussage eines Ohrenarzttes: Er meinte, dass im Alter, wenn einige Frequenzen nicht mehr so gut gehört werden, viele Menschen den Eindruck haben, besonders gut zu hören. Das steigert die wohl die Geräuscheempfindlichkeit.
Zitat von silla im Beitrag #23 Interessant fand ich eine Aussage eines Ohrenarzttes: Er meinte, dass im Alter, wenn einige Frequenzen nicht mehr so gut gehört werden, viele Menschen den Eindruck haben, besonders gut zu hören. Das steigert die wohl die Geräuscheempfindlichkeit.
Das deckt sich in gewisser Weise mit der Aussage eines der Chefs von Geers, mit dem ich mal beruflich zu tun hatte. Er meinte – das ist aber auch bereits 15 Jahre her und vor der „Ich habe ein Kind im Ohr“Werbung – das ältere Menschen, die wirklich schlecht hören und teils von frustrierten Verwandten geschickt würden, hartnäckigst darauf bestehen, sie hörten einwandfrei und tadellos.
Ich durfte mir damals in einem der Läden individuellen Gehörschutz herstellen lassen. Ich fand und finde die Teile furchtbar. Bis man die ins Ohr gefriemelt hat… und mir tun die weh, wenn ich auf der Seite liege. Ich bin sofort zurück zu den rosa Ohropax.
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