Zitat von Sondermodell im Beitrag #1673Ich finde es wichtig, wenn unterschiedliche Stimmen im Expertenrat sitzen. Wenn alle auf der gleichen Linie sind, besteht zu leicht die Gefahr, dass einzelne Aspekte übersehen werden. Das "Prinzip des zehnten Mannes" sollte man immer berücksichtigen.
Kekule versucht das ja auf " mundtot machen weil er sich kritisch gegenüber den Regierenden" geäussert hat...andere sagen, er war zuviel in Talk Shows und hat schlicht seinen Job nicht gemacht...
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #1679Das sind einfach Verteilungskämpfe. Nicht unüblich in der Wissenschaft, aber durch Corona und die Medien sicht- und hörbarer.
Gockelgetue. Und irgendwie ist er halt bissl zu kurz gekommen, neben dem großen Drosten.
Ja, auf einmal sind Virologen so gefragt und überall präsent..auch das müssen sie alle erst lernen...
Zitat von Nicolo im Beitrag #1672Ich finde es gut, das Streeck jetzt Teil der Expertenkommission ist, schon weil es den Blitzmerker*innen das "Argument" nimmt, es würden ja "nur genehme Wissenschaftler*innen" befragt
Ja, das stimmt, politisch ist das gar nicht so dumm. Solange er in einer wissenschaftlichen Runde ist, wird man gleich merken, wenn er wieder Unsinn redet.
Zitat von Nicolo im Beitrag #1672Ich finde es gut, das Streeck jetzt Teil der Expertenkommission ist, schon weil es den Blitzmerker*innen das "Argument" nimmt, es würden ja "nur genehme Wissenschaftler*innen" befragt
Ja, das stimmt, politisch ist das gar nicht so dumm. Solange er in einer wissenschaftlichen Runde ist, wird man gleich merken, wenn er wieder Unsinn redet.
Haha ... das wäre schön, wenn Wissenschaftler immer gleich merken würden, wenn jemand Unsinn redet.
Nachdem sich jetzt alle mal gegenseitig gemeldet haben, während offensichtlich niemand von der Moderation greifbar war (soll ja vorkommen) scheint es wieder etwas ruhiger geworden zu sein. Danke, @Rokeby für deine freundliche Erinnerung und @all, dass ihr euch daraufhin selbst wieder zurück genommen habt. Ich werde das jetzt auch nicht nachträglich editieren und hoffe, dass wir bis heute Abend zur regulären Strangschließung auch keine Arbeit mehr reinkriegen für die Moderation. Dafür schonmal vielen Dank! sprachlos, Moderation
Deutsche so: "Lieber perfekt zögern als unperfekt starten."
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #1679Das sind einfach Verteilungskämpfe. Nicht unüblich in der Wissenschaft, aber durch Corona und die Medien sicht- und hörbarer.
Gockelgetue. Und irgendwie ist er halt bissl zu kurz gekommen, neben dem großen Drosten.
Streeck ist unglaublich ehrgeizig, was ja nicht unbedingt etwas Schlechtes ist. Aber ein Experte, der sich für unfehlbar hält, ist für mich uninteressant. Es steht so oft geschrieben, dass er der Ansicht ist, dass 'die Anderen' die Fehler machen. Er kann zu seinen eigenen einfach nicht stehen. Und der 'große Drosten'? Er ist authentisch, hat sich anfangs der Pandemie jeden Tag im Radio geäußert, später dreimal die Woche, dann einmal. Und konnte ganz unaufgeregt erklären, Spekulationen benennen und Unwissenheit und Fehler zugeben, in seinem ureigenen Wissensgebiet.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #1675Mir fehlen im Expertenrat die, die die Folgen tragen auch in ganz harter wirtschaftlicher Hinsicht.
Denn die sind in dieser Pandemie Experten wofür?
für die volkswirtschaftlichen Auswirkungen, die wir alle (er)tragen werden müssen? Für die pädagogischen-psychologischen Auswirkungen auf die Kinder und Jugendlichen? Für die systematische Zerstörung von Künsten, die nicht "Staatskünste" sind?
Die haben alle keinerlei Gehör. Nicht nur Ärzte oder Pflegende können jammern. Freie Künstler, Alleinerziehende, Teenager und Gastronomen auch.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #1685[quote=Nicolo|p50228]
für die volkswirtschaftlichen Auswirkungen, die wir alle (er)tragen werden müssen? Für die pädagogischen-psychologischen Auswirkungen auf die Kinder und Jugendlichen? Für die systematische Zerstörung von Künsten, die nicht "Staatskünste" sind?
Die haben alle keinerlei Gehör. Nicht nur Ärzte oder Pflegende können jammern. Freie Künstler, Alleinerziehende, Teenager und Gastronomen auch.
***fett von mir**
100x Danke dafür. Ich bin jetzt 55 Jahre alt. Und in all diesen Jahren haben Ärzte/Pfleger IMMER gejammert.
Mir hat von Anfang an dieses "systemrelevant" missfallen. Klar, es gibt Berufe, die es sind. Nur nach 3 Kalenderjahren Ausnahme und Katastrophenzustand muss man auch mal auf die schauen, die nicht im Fokus stehen oder keine lauten Ständevertreter haben.
und manche werden dabei übersehen und ich finde, die muss man auch ins Licht rücken und das sind oft Kinder, Alleinerziehende (dies stat. mehrheitlich Frauen) und dann die Branchen, die leider oft in einem Atemzug mit "Bordellbetrieb und Fitness" genannt werden....
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #1687alle jammern. ich auch.
aber manche werden dabei übersehen und ich finde, die muss man auch ins Licht rücken und das sind oft Kinder, Alleinerziehende (dies stat. mehrheitlich Frauen) und dann die Branchen, die leider oft in einem Atemzug mit "Bordellbetrieb und Fitness" genannt werden....
Vor allen Dingen geht es bei denen ums existenzielle Überleben, viele verlieren alles, wofür sie ihr Leben lang geschuftet haben.
Es geht - sollte jedenfalls - aber um ein großes Ganzes gehen und nicht um einzelne Betroffene, wenn es darum geht, Maßnahmen zu beschließen. Allenfalls sollten sie Mitsprache haben, wenn es um Entschädigungen geht, aber nicht um Maßnahmen als solche. Da findet nämlich jede Betroffenengruppe Gründe, warum das ja nun gar nicht geht.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #1687 Mir hat von Anfang an dieses "systemrelevant" missfallen. Klar, es gibt Berufe, die es sind. Nur nach 3 Kalenderjahren Ausnahme und Katastrophenzustand muss man auch mal auf die schauen, die nicht im Fokus stehen oder keine lauten Ständevertreter haben.
und manche werden dabei übersehen und ich finde, die muss man auch ins Licht rücken und das sind oft Kinder, Alleinerziehende (dies stat. mehrheitlich Frauen) und dann die Branchen, die leider oft in einem Atemzug mit "Bordellbetrieb und Fitness" genannt werden....
Zum einen sind es jetzt ziemlich genau 18 Monate und nicht 3 Kalenderjahre, dass wir uns mit der Seuche rumschlagen, und zum anderen ist es eben das: eine Seuche. Und die erfordert nun mal unpopuläre Maßnahmen, da kann nicht alles so geordnet verlaufen, wie wir das sonst gewohnt sind.
Ist die Ampel in der Corona-Bekämpfung zu lasch? Sah sich das RKI zu einer Protestnote genötigt? Olaf Scholz und Karl Lauterbach versuchen eine Antwort auf die Kritik.
[...] Nun, das kommunikative Chaos in den Tagen davor bleibt groß und echt. [...] Widersprüchlicher kann Krisenkommunikation kaum sein. Was die Opposition natürlich genüsslich aufgriff: "Extrem unglücklich" sei es, wenn es "quasi im Stundenrhythmus" neue Botschaften gebe, sagte mit gewissem Recht der CSU-Chef Markus Söder. Der allerdings in der Vergangenheit selbst kein Musterbeispiel für Corona-Maßnahmenstringenz war. [...] Was genau das Robert Koch-Institut veranlasst haben mag, sich so direkt gegen die zuvor geäußerte Losung des Gesundheitsministers zu stellen, bleibt auch nach der Pressekonferenz vom Mittwoch etwas unklar. [... ]
Merkwürdig auch, dass Wissing z.B. heute zurecht motzte, dann Ministerpräsidenten einen Beschluss mittragen um dann Minuten später vor den Medien zu zetern ( Kretschmer/Kretschmann)
Ich denke, wenn nicht nur Experten aus dem med. Bereich gehör fänden, wäre über Schulschließungen etc. ganz anders diskutiert worden. Schulen schließt man bald mal. Firmen, wo zig AN in einem Raum zusammen sind - kein dran denken.... Das liegt nicht an Fakten, sondern an Lobbying und Wertschätzung.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #1692Doch ich finde auch über Maßnahmen als solche.
Ich denke, wenn nicht nur Experten aus dem med. Bereich gehör fänden, wäre über Schulschließungen etc. ganz anders diskutiert worden. Schulen schließt man bald mal. Firmen, wo zig AN in einem Raum zusammen sind - kein dran denken.... Das liegt nicht an Fakten, sondern an Lobbying und Wertschätzung.
Deswegen sollten eben überhaupt keine "Betroffenenvertreter" dabei sein, sondern nur Leute, die sich mit "Seuche" und "Katastrophenfall" auskennen.
Jo, war noch im Januar 2020 bei Andrea Berg in einer grossen Arena in Hamburg, an meinem Geburtstag dann im März das letzte Mal essen mit Mama...dann war alles dicht..wir gehen ins 3. Jahr..
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #1697Sehe ich komplett anders.
Die Interessen von Kindern wurden sträflich vernachlässigt. Das unter "Betroffenenvertretung" ab zu tun ist schon auch beredt...
Kinder kosten..Betriebe/Industrie bringt Steuern...
Yesss.
Und Kinder und so "Gedöns" wie Gerhard Schröder mal so schön formulierte, sind in Deutschland und auch Österreich oft noch als reine Privatangelegenheit angesehen und zwar von: FRAUEN.
Wieviele Frauen sind eigentlich im Expertenrat? Ich frage, weil ich grad nicht googeln will - und durch die langjährige Besetzung des sog. Ethikrates gewisse Befürchtungen hege.