Ein Arzt, der einem die Hand geben will, ist für mich unten durch. Was der alles anfassen muss ... und ich versteh auch nicht, was das Handgeben bringen soll. Ganz krass: Nach einer OP im Krankenhaus ist morgens der Arzt mit seiner Truppe ins Zimmer gekommen, ohne sich die Hände kurz zu desinfizieren, und hat mir die Hand hingereicht. Ich habe sie zwar genommen, aber beim nächsten mal werde ich meine Kritik sofort anbringen, auch wenn seine Leute dahinter stehen. Wer weiß wem er schon alles die Hand gegeben hat: Patienten, die sich in der Nacht an den Verband oder sonst am Körper angefasst hatten, und dann kommt er damit zu mir. Im Grunde bin ich heute noch stinksauer, dass ich ihm nicht sofort gesagt habe, wie unmöglich das ist.
Mein Hausarzt hat das früher auch gemacht, seit Corona natürlich nicht mehr und ich hoffe, er lässt es - allerdings weniger, weil ich das so schrecklich unhygienisch finde (ein Arzt wäscht und desinfiziert ja auch dauernd Hände, da müsste er meine ekliger finden als umgekehrt), sondern eher, weil mir das fast zu nah ist und ich so viel Vertrautheit an der Stelle nicht brauche.
Auch sonst mag ich Hände schütteln nicht so, aber meistens nicht aus hygienischen Gründen. Aber wer mir wirklich nah ist, den umarme ich dann lieber und bei allen anderen brauche ich den Körperkontakt nicht. Aber wenn - wie am Wochenende mehrfach passiert - jemand spontan meine Hand nimmt, dann graust mir nicht und ich renne dann auch nicht direkt zum desinfizieren.
Zitat von DieUnsichtbare im Beitrag #10376Ein Arzt, der einem die Hand geben will, ist für mich unten durch.
Während der Pandemiezeit sicherlich. Davor hat man es sich in manchen Gegenden aber auch nicht zwingend aussuchen können (die Arztdichte ist nicht überall rosig - ich fahre beispielsweise zu meinem Hausarzt 50 Minuten mit dem Auto, zu meinem Schilddrüsenarzt 2 Stunden) und für die meisten von uns war Händeschütteln etwas Normales. Kein Grund jetzt so zu tun als wollten sie einem mit dem Arsch ins Gesicht springen. Ich bin aber auch froh, dass sich das nun hoffentlich dauerhaft erledigt hat mit der Händeschüttelei.
naja, immerhin sind wir so weit, dass es nach Jahren des Nichtkontakts auffällt, wenn man mal wieder eine Hand drückt... und immerhin trauen sich jetzt Patienten wieder. So ein Minimum an normaler Menschlichkeit kehrt also doch zurück ... so völlig steril waren wir im normalen Alltag ja nun auch in der Klinik nicht.
Ich pers. mag es nicht, wenn die Leute einen ungefragt umarmen, drücken und Küsschen geben ... fand ich früher besonders schlimm in Frankreich ... 3 Küsschen pro Begrüßung ... ob man sich kannte oder nicht ... sowas von unerträglich herzlich .... mit Corona hat sich das hoffentlich für immer erledigt ...
Zitat von Blondine im Beitrag #10370Ja, schwimmen ist lebensrettend... aber ganz ehrlich, die Hauptproblematik sehe ich dieses Jahr in den hohen Gaspreisen durch den Ukrainekrieg, was man so hört reduzieren die Schwimmbäder ihren Service und senken die Wassertemperaturen und Schwimmstundenzahl zur Kostenersparnis. Die Leute werden nicht schwimmen wollen, wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen... und Kinder schon gar nicht. Kalt und unbequem darf es nicht sein ....
Hier wurde die Temperatur um ein Grad gesenkt, die lag vorher bei 28 oder 29 Grad, also das ist noch vertretbar. Ähnlich in den Umkleiden. Kursbecken sind sowieso wärmer. Wird für die meisten machbar sein und besser, als wenn geschlossen ist - was hoffentlich nicht passiert. Ich bin jedenfalls froh, seit Ende Januar wieder zum Training gehen zu können - Schwimmen tut einfach gut.
Ja.. schwimmen tut gut. Ich bin dabei, trainiere aber nicht .... aber ich nutze auch alle Gelegenheiten und ich bin gerne auch in der Natur im Wasser. Deswegen hoffe ich auch, wri können den Sommer alle reisen und wieder ans Meer oder in die Berge ... ich bade mich so gerne überall durch die Welt.
da hat Corona was Gutes bewirkt und ich habe auch öfter gelesen, dass die übliche Wintererkältung oder landläufig Wintergrippe weggeblieben ist. Durch das Masketragen - nehme ich an. Meinetwegen kann man das Masketragen ruhig im Winter beibehalten.
Das Händeschütteln haben wir auch und beim Hausarzt kann ich es ertragen. Bloß im Krankenhaus habe ich ein bisschen Angst. Der Krankenhauskeim ist ja keine Kleinigkeit. Deshalb wunderte mich dass ein Arzt so darüber hinweg geht.
@ Blondine
und auf das Bussi-Bussi im Alltag kann ich auch gut verzichten
Zitat von Stina im Beitrag #10377Mein Hausarzt hat das früher auch gemacht, seit Corona natürlich nicht mehr und ich hoffe, er lässt es - allerdings weniger, weil ich das so schrecklich unhygienisch finde (ein Arzt wäscht und desinfiziert ja auch dauernd Hände, da müsste er meine ekliger finden als umgekehrt), sondern eher, weil mir das fast zu nah ist und ich so viel Vertrautheit an der Stelle nicht brauche.
Auch sonst mag ich Hände schütteln nicht so, aber meistens nicht aus hygienischen Gründen. Aber wer mir wirklich nah ist, den umarme ich dann lieber und bei allen anderen brauche ich den Körperkontakt nicht. Aber wenn - wie am Wochenende mehrfach passiert - jemand spontan meine Hand nimmt, dann graust mir nicht und ich renne dann auch nicht direkt zum desinfizieren.
Ich war noch nie der Hände-Schüttel-Typ. Ich bin direkt froh, dass einem während Corona keine Hände entgegengestreckt werden.
Umarmen ja, aber halt auch nur Leute, die mir nahe sind.
Mein Hausarzt hat das Händeschütteln schon vor Corona aufgehört. Da hing dann auch ein Schild an der Tür, dass keine Hände mehr gegeben werden. (Ich weiß gar nicht mehr, warum genau, irgendeine Krankheit war das auch schon.)
Die Influenza wird vermutlich ein Comeback erleben. Aber wie das ausfallen wird, kann momentan niemand wirklich prognostizieren. Nur dass es erheblch ANDERS werden wird, mit anderen Protagonisten als vor Covid-19, das steht wohl fest.
Ich las neulich, dass man dadurch, dass in den letzten 2 Jahren kaum Grippeviren unterwegs waren, man vor einer Herausforderung steht, den richtigen Impfstoff zu basteln. Sonst baute der immer auf den Viren der letzten Saison auf. Meine HÄ empfahl mir auch eine Grippeimpfung, weil man diesen Winter eine groessere Welle erwartet. Aber so kurz nach der Covidinfektion fuehlt sich das noch nicht so gut an, mein Immunsystem ist eh hyper. Bislang hatte ich noch nie eine GI. Muss mal in mich gehen.
"We can, in fact we must, continue to fight to make everything about society better, without destroying what's already great." Carrick Ryan, Australian political commentator
"We are all just walking each other home." Ram Dass, writer
Die Tatsache, dass es schwierig sein wird, den Grippeimpfstoff für nächste Saison zu bauen, könnte aber auch endlich den längst nötigen Inovationsschub geben, das anachronistische Hühnereierverfahren aufzugeben und den Grippeimpfstoff mit neuen Technologien herzustellen - mit mRNA etwa. Und dabei auf solche Virenproteine zu fokussieren, die viel länger stabil bleiben. Die haben nämlich auch Influenzaviren.
Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas wichtiger ist als die eigene Angst.
Zitat von DieUnsichtbare im Beitrag #10383 Bloß im Krankenhaus habe ich ein bisschen Angst. Der Krankenhauskeim ist ja keine Kleinigkeit. Deshalb wunderte mich dass ein Arzt so darüber hinweg geht.
Du weißt doch gar nicht, ob der Arzt sich nicht vor Betreten deines Zimmers die Hände desinfiziert hat. Oft öffnen Ärzte die Türen von Patientenzimmern mit dem Ellenbogen, um Keimübertragungen über die Türklinke zu vermeiden.
Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann, ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken.
************************************ Moderatorin in der Pandemie, bei der Nachhaltigkeit und den Festen, im Persönlichkeits-, Erziehungs-, Baby-, Familien- und Trauerforum, im Glücklicher leben, bei den Angehörigen, in der allg. Gesundheit, der Kindergesundheit und bei den Krebserkrankungen, in den Krisenbeziehungen, bei den Hobbies, der Photographie und bei den besonderen Ernährungsformen.
Zitat von Horus im Beitrag #10387Die Tatsache, dass es schwierig sein wird, den Grippeimpfstoff für nächste Saison zu bauen, könnte aber auch endlich den längst nötigen Inovationsschub geben, das anachronistische Hühnereierverfahren aufzugeben und den Grippeimpfstoff mit neuen Technologien herzustellen - mit mRNA etwa. Und dabei auf solche Virenproteine zu fokussieren, die viel länger stabil bleiben. Die haben nämlich auch Influenzaviren.
Für mich persönlich käme eine Impfung dann aber nur in Frage, wenn sie das Nebenwirkungsprofil (Dosis) erheblich besser in den Griff benommen.
Und natürlich gibt es für einen Impfstoff mit einem geringeren medical need auch noch weitere Entwicklungsprobleme zu lösen, die es langwieriger und teurer machen. Ein Produkt, bei dem man multiple Dosen aus einem Vial entnehmen kann und das gefroren zu lagern ist, kommt für eine Indikation, in der es bereits Alternativen gibt, nicht in Frage.
Also, ich nehme mal an, das gehört nicht hierhin, weiß aber nicht, wo posten. Kann mir mal jemand erklären, woher zurzeit die Zahlen für Inzidenzen kommen? Ich denke, es wird nicht mehr systematisch getestet und vielerorts gibt es auch kein offizielles Quarantänevorgehen mehr?
Dem steht gegenüber: wenn es gelänge, mit der mRNA-Technologie Influenzaimpfstoffe zu bauen, die auf deutlich stabilere Virenproteine zielen, dann müsste nach der Grundimmunisierung wohl nicht mehr jedes Jahr nachgeimpft werden, was ja für viele, die eigentlich durchaus gerne grippegeimpft wären, ein hemmendes Ärgernis ist. Zudem gibt es nicht wenige Leute mit Allergie auf Hühnereiweiss, die den herkömmlichen Influenzaimpfstoff nicht nutzen dürfen.
Das Nebenwirkungsprofil der mRNA-Covid-Impfstoffe ist ausserdem nicht signifikant dramatischer als bei anderen Impfstoffen. Im Gegenteil - dafür, dass unterdessen Milliarden Dosen verimpft wurden, unter wesentlich intensiverer Beobachtung als bisher jeder andere Impfstoff, ist erstaunlich wenig Negatives passiert.
Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas wichtiger ist als die eigene Angst.
Zitat von Sondermodell im Beitrag #10390Also, ich nehme mal an, das gehört nicht hierhin, weiß aber nicht, wo posten. Kann mir mal jemand erklären, woher zurzeit die Zahlen für Inzidenzen kommen? Ich denke, es wird nicht mehr systematisch getestet und vielerorts gibt es auch kein offizielles Quarantänevorgehen mehr?
Es wird ja wohl immer noch genug Leute geben, die Symptome haben und sich dann beim Hausarzt testen lassen.
Es wird sicher so sein, dass viele asymptomatische oder nur ganz leicht symptomatische Infektionen nicht mehr erfasst werden, aber es scheint ja auch nicht mehr das Ziel zu sein, jede Infektion nachzuverfolgen.
Ja, das läuft dann darauf hinaus, dass man sich die aktuellen Zahlen auch sparen kann, weil sie eh nicht seriös sind. Ein bisschen veräppelt fühle ich mich da schon.
Na ehrlich: "Wir sagen Ihnen jetzt die total überraschenden Zahlen, die Inzidenzen steigen, Alarm, Alarm ... aber Achtung, die Zahlen sind nicht seriös und nicht aussagekräftiger als ausgewürfelt" ...
Ist bei uns auch so, ich guck mir die Inzidenzen nicht mehr an. Die KH und Intensivstationen schon. Bei uns heisst es z.B. es werden nur noch vulnerable Personen getestet, das stimmt aber nicht. Je nachdem wie gerade was los ist. Mein Mann wurde getestet, sein Bruder nicht. Andere Stadt....Wie die Presse dann auf: Sorge um unseren Kreis, die Fälle steigen kommen, ist mir ein Rätsel. Ich denke, an Ostern waren nicht viele zum Testen gegangen, erst wieder danach. Aber das kann ich ganz gut ignorieren. Ich gehe davon aus, dass die Politiker die KH Zahlen lesen können *hoff*
Zitat von LilyBlueming im Beitrag #10394Naja, was für Daten willst du haben?
Es wird sicher so sein, dass viele asymptomatische oder nur ganz leicht symptomatische Infektionen nicht mehr erfasst werden, aber es scheint ja auch nicht mehr das Ziel zu sein, jede Infektion nachzuverfolgen.
Es besteht ja, außer bei den Medizinern/Pflegern keine Testpflicht mehr, die Teststellen schließen reihenweise. Wer nichts merkt, geht nicht testen. Bei uns war am WE Party, alle maskenlos, gefeiert zum Teil im Freien. Geimpft, Ungeimpft, Genesen. Gestern haben 2 Gäste Bescheid gegeben, dass sie Corona positiv sind, waren mit Symptomen Montagmorgen beim Arzt. Na da warten wir mal ab, wieviele noch. Meine corona - warn-app hat seit anderthalb Jahren nicht einmal angeschlagen, kann man also in die Tonne kloppen. Rausgeschmissenes Geld.
-------------------------------------- „Die Toleranz wird ein solches Niveau erreichen, dass intelligenten Menschen das denken verboten wird, um Idioten nicht zu beleidigen." Fjodor M. Dostojewski
Ja. Das Vorgehen in Sachen Corona war bzw. ist ... unfassbar ... wie überfordert eine Regierung sein kann. Ich hoffe nur, dass uns nicht mal eine Seuche wie Ebola ereilt, aber ansteckend wie Corona.