Zitat von Xarin im Beitrag #1000Ich möchte nicht über Medikamente diskutieren, nur etwas zu Lauterbach richtigstellen. Deshalb nur noch kurz diese Anmerkung
Mir geht es auch nicht um Diskussionen zu Medikamenten, sondern darum, dass @Unsichtbare solche Medikamente offenbar als Argument für die Unnötigkeit einer Impfung und "Lösung" ansieht:
Zitat von DieUnsichtbare im Beitrag #994 Was bei Omikron bisher praktisch keiner auf dem Schirm hat, ist die antivirale Wirkung von Pfizers Paxlovid, was ja in den nächsten Tagen in den USA zugelassen wird und für 2022 mit 17 Mrd. budgetiert ist. Der Pfizer-Chef war von der super Wirkung überrascht und gleichzeitig begeistert: In den ersten 3-5 Tagen zu Hause eingenommen, senkt es Klinikeinweisungen und Tod um 89%. In den Studien gab es keinen einzigen Todesfall, in der Placebo-Gruppe 17.
Sollte diese Nachricht bis zu Herrn Lauterbach vordringen und einer Überprüfung standhalten, dann können wir davon ausgehen, dass ein normales Leben wieder möglich ist. Mir scheinen solche Medikamente (Artikel dazu gibt es seit Anfang November im SPIEGEL und in der FAZ) ein Ausweg aus der Pandemie zu werden. Vor allem Menschen, die Nebenwirkungen durch die Impfung bekommen hatten, werden froh sein über die Zulassung.
Ich frage mich, wie realistisch es ist, anzunehmen, dass HÄ regelmäßig hunderte PCR-Abstriche täglich machen, um im Anschluss die entsprechenden Medikamente zu verschreiben. Ein Meilenstein ist das sicher, aber auch was fürs tägliche Leben?
- "Wenn du einen Menschen glücklich machen willst, dann füge nichts zu seinem Reichtum hinzu, sondern nimm ihm einige von seinen Wünschen." - Epikur von Samos
Zitat von Klemenzia im Beitrag #999Im Zuge der Diskussion um Antikörperentwicklung, welche bei sehr milden Verläufen oft nicht ausreichend sei, weil das Virus über die Schleimhäute kaum hinaus komme, frage ich mich auch, ob denn bei Gabe eines solchen Medikaments eine ausreichende Antikörperbildung zu erwarten ist, sonst stecken wir in einer Schleife von sich wiederholenden Reinfektionen, die immer wieder mit MEdikamenten aufgefangen werden müsste. Letztlich ist bei mir angekommen, dass diese Medikamente eben auch auf der Hemmung der Vervielfältigung bzw. noch davor des Eintritts des Virenmaterials in die Zellen beruhen. Eine "Lösung" wären solche Medikamente und diesen Umständen nämlich auch nicht....
Antikörpermedikamente regen nicht die körpereigene Bildung von Antikörpern an - das kann nur die Impfung bzw. die Infektion -, sondern führen die Antikörper von aussen zu. Sie dienen quasi als Überbrückung der Zeitspanne zwischen der Infektion und dem Moment, wenn die körpereigene Antikörperproduktion anläuft. Bei Leuten, die noch nie Kontakt mit dem Erreger hatten (entweder dem echten oder dem durch die Impfung simulierten), dauert es einige Tage, bis der Körper eigene Antikörper produziert. In dieser Zwischenzeitspanne kann krankheitsmässig einiges schief gehen. Die künstlichen, von aussen zugeführten Antikörper überbrücken diese kritische Zeitspanne.
Und nein, Medikamente sind nicht die Lösung. Sondern bei viralen Infektionen immer nur Sekundäroption. Die Primäroption ist bei viralen Infektionen die Prävention, also die Impfung. Wesentlich wirkungsvoller, sicherer, nebenwirkungsärmer und effektiver als jedes Medikament.
Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas wichtiger ist als die eigene Angst.
Medikamente werden vermutlich keine Alternative, sondern ein Baustein sein, zusätzlich v.a. zur Impfung. Und hoffentlich künftige Lockdowns unnötig machen.
Im zweiten Artikel kann man lesen, dass die Studien bis zu dem Zeitpunkt (!) gute Wirksamkeit auch nach 6 Monaten anzeigten - und damit bezog man sich auf die bis dahin durchgeführten Untersuchungen. Gleichzeitig wird dort erwähnt: "Aber ob und wie weit sich daraus eine lang andauernde Immunität ableiten lässt, ist offen"".
Also, was ist jetzt dein Punkt? Wo steht was von lebenslang?
Zitat von DieUnsichtbare im Beitrag #993 Nachdem die "Zögerer" die Beiträge der Userin Brischa gelesen haben, werden sie sich bestimmt sofort impfen lassen. Hat die userin eigentlich auch mal den letzten Wochenbericht des RKI angeschaut ?
... doch, das ist schon bei mir angekommen. DieUnsichtbare, warum sprichst du mich so polemisch an? Ich mutmaße (ohne es zu wissen), dass es an deiner persönlichen Situation liegt, die momentan schwierig zu sein scheint.
Zitat von Klemenzia im Beitrag #1001 Ich frage mich, wie realistisch es ist, anzunehmen, dass HÄ regelmäßig hunderte PCR-Abstriche täglich machen, um im Anschluss die entsprechenden Medikamente zu verschreiben. Ein Meilenstein ist das sicher, aber auch was fürs tägliche Leben?
Eben, das ist kein bisschen realistisch.
Ich hatte das Erlebnis mal mit Gürtelrose. Ich hatte den starken Verdacht, dass ich eine Gürtelrose bekomme, aufgrund einer Pustel, die originellerweise genau dort entstand, wo damals mit 8 meine erste Windpocken-Pustel sich zeigte (die Narbe war immer noch da). Als ich am Samstagabend dann von einer mit Freundinnenbesuch um einen Tag verlängerten Dienstreise zurückkam, bin ich abends in die Notaufnahme gefahren, weil Tante Google mir gesagt hatte, dass entsprechende antivirale Medikamente nur Sinn machen, wenn man die innerhalb der ersten 72 h nach Auftreten der Symptome nimmt oder so. Ich wurde dort erstmal belächelt, bis ein Arzt genau hingesehen hat und mich dann mit entsprechendem Rezept direkt zu einer Nachtapotheke geschickt hat. Gut, dass ich die EC-Karte dabei hatte - kostete lockere 100 Euro, das Medikament. Hat geholfen, im Sinne von "war nur 2 Wochen krank geschrieben und war danach auch wieder fit".
So ähnlich stelle ich mir das mit diesen Corona-Medikamenten vor - sauteuer, man kommt evtl. gar nicht so schnell dran, man braucht erstmal einen PCR-Test oder so - Impfen ist einfacher, vermutlich preiswerter und dürfte ungefähr den gleichen Effekt haben.
Zitat von MiniMouse im Beitrag #965 Das hat aber nichts mehr mit Pandemiebekämpfung zu tun. Der 25-jährige kann sich ja impfen lassen, wenn er Sorge vor Long Covid hat. Es geht doch um die akute Belastung des Gesundheitssystems, insbesondere der Intensivstationen.
Es geht um alles. LongCovid belastet unser Gesundheitssystem auch , nur eben auf lange Sicht. Und unsere Volkswirtschaft, wenn entsprechend viele Menschen für längere Zeit ausfallen - und dies betrifft auch junge Menschen, die im Arbeitsleben wichtig sind. Nur die Kliniken bezüglich Akuterkrankungen im Auge zu haben , ist zu kurz gedacht.
bezüglich rumreisen: Verwandte besuchen ist eine Sache, aber ich bekomme schon wieder bzw. genau jetzt wieder von vielen Seiten mit, dass schnell noch ein Skiurlaub gebucht und angetreten wird, "bevor man das nicht mehr darf". Absolut hirnrissig, außer man fährt irgendwo auf eine Almhütte als Selbstversorger und benutzt nicht den Sessellift mit Haube ! sondern trabt zu Fuß den Berg hoch... ich könnte so manchem mit großem Gummihammer aufs Hirn hauen !!!
Ich kanns ja noch zähneknirschend nachvollziehen bei älteren Menschen, die eben keine 5 Jahre mal warten können, weil sie bis dahin gesundheitlich nicht mehr in der Lage sind, den Sport auszuüben, aber bei jungen Menschen und Familien mit kleinen Kindern kann ich das eben nicht.
Zitat von Brischa im Beitrag #976 [...] Ich bin ja mal gespannt, ob die "Zögerer" sich jetzt impfen lassen, oder ob sie andere Ausreden finden...
gekürzt von mir
Ha! Danke für den Lacher ! Ja, jetzt wird es eng für die Abwarter - wird man ja schnell sehen, ob der bestellte Impfstoff verimpft wird oder auf Halde bleibt.... ich prophezeihe letzteres , weil es ja noch keine Langzeitstudien zu Nebenwirkungen gibt.....
Zitat von GinX im Beitrag #1007 LongCovid belastet unser Gesundheitssystem auch , nur eben auf lange Sicht. Und unsere Volkswirtschaft, wenn entsprechend viele Menschen für längere Zeit ausfallen - und dies betrifft auch junge Menschen, die im Arbeitsleben wichtig sind. Nur die Kliniken im Auge zu haben , ist zu kurz gedacht.
Die im Fachblatt „The Lancet Infectious Diseases“ erschienene „Zoe COVID Study“ legt nahe, dass vollständig Geimpfte nicht nur vor schweren Krankheitsverläufen, sondern im Fall eines Impfdurchbruches auch vor Langzeitfolgen einer COVID-19-Infektion geschützt sind. Den Forscherinnen und Forschern zufolge haben zweifach (mit einem mRNA-Impfstoff oder dem Impfstoff von AstraZeneca) geimpfte Erwachsene im Falle einer SARS-CoV-2-Infektion ein um 47 Prozent geringeres Risiko, an Long-COVID zu erkranken.
Dh die 53% Restrisiko bleiben. Und Impfdurchbrüche sind in meinem direkten Umfeld mittlerweile gefühlt mittlerweile recht häufig, ich kenne etliche Fälle.
Inzwischen befürchte sogar ich einen Lockdown nach Weihnachten, spätestens im Januar.. habe gerade gelesen, dass der Grünen Politiker so etwas bei Twitter schreibt (https://twitter.com/janoschdahmen) ....wenn es wirklich so kommen sollte verspielt die Politik damit wirklich das letzte Fünkchen Glaubwürdigkeit. Wozu haben wir uns dann impfen und boostern lassen?
Ach Mensch.....Ich muss wohl besser aufpassen und darf wirklich nur ganz konkret auf einen Beitrag antworten und darf nicht noch was "anhängen", was mich gerade bewegt. Brischa hat mich auch grad kritisiert. ------> Ganz schön anstrengend!
Ja, die " Beitrag zitieren " Option hier fordert Aufmerksamkeit, da immer alle Zitate nochmal mitgenommen werden. Man gewöhnt sich aber dran, von quote zu quote zu löschen vor dem posten- ist wie so oft nur eine Gewohnheit....
Zitat von Saraya! im Beitrag #1011Inzwischen befürchte sogar ich einen Lockdown nach Weihnachten, spätestens im Januar.. habe gerade gelesen, dass der Grünen Politiker so etwas bei Twitter schreibt (https://twitter.com/janoschdahmen) ....wenn es wirklich so kommen sollte verspielt die Politik damit wirklich das letzte Fünkchen Glaubwürdigkeit. Wozu haben wir uns dann impfen und boostern lassen?
Wer ist wir? Ich habe mich impfen lassen, um mich vor einer schweren Erkrankung zu schützen.
Wie glaubwürdig wäre es denn von "der Politik", angesichts einer sich verändernden Situation (Neue Virusvariante) die Maßnahmen nicht an die Entwicklung anzupassen?
Ich versteh gar nicht warum man jeden Ausdruck hier auf die Goldwaage legt (z.B. "hoffen"), und glaubt die Pandemie gehe davon zu Ende weil uns das jemand "versprochen" hat.
Wer ist wir? Ich habe mich impfen lassen, um mich vor einer schweren Erkrankung zu schützen.
Also ich habe mich impfen lassen damit ich mein " altes Leben" so gut wie möglich zurück bekomme. Und so wirklich zu helfen scheint es ja nicht wenn wir wieder weggesperrt werden sollen.
So ähnlich stelle ich mir das mit diesen Corona-Medikamenten vor - sauteuer, man kommt evtl. gar nicht so schnell dran, man braucht erstmal einen PCR-Test oder so - Impfen ist einfacher, vermutlich preiswerter und dürfte ungefähr den gleichen Effekt haben.
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Genau darauf wollte ich hinaus und am Ende kann man sich jederzeit wieder anstecken, weil keine Immunität erworben wurde und Spiel geht von vorn los..... inklusive der weiteren Kostenexplosion im Gesundheitssystem.
- "Wenn du einen Menschen glücklich machen willst, dann füge nichts zu seinem Reichtum hinzu, sondern nimm ihm einige von seinen Wünschen." - Epikur von Samos
Welche "Ausreden" sollen das noch sein ? Nachdem die "Zögerer" die Beiträge der Userin Brischa gelesen haben, werden sie sich bestimmt sofort impfen lassen.
Hat die userin eigentlich auch mal den letzten Wochenbericht des RKI angeschaut ? Die Anzahl der Covid-19-Patienten im Alter von 18 bis 59 ist von 640 auf 622 gesunken. Und das obwohl der Herr Lauterbach andere Maßnahmen als das Impfen noch nicht mal am Rande erwähnt hat . In anderen Staaten werden inzwischen erfolgreich Medikamente angewendet sobald Symptome auftreten.
Bezüglich Ausrede : Neuer Impstoff, nicht genügend bewiesener Wirkungsgrad gegen Delta/Omikron, wie sind die Langzeitnebenwirkungen ( " Was , das weiß man noch nicht? Ja, dann warte ich lieber noch ab."), die Inzidenz und Krankenhauszahlen gehen ja runter, da brauche ich Impfung nicht so dringend.....soll ich weiter machen?
Übrigens beruht Totimpfstoff auch auf Gentechnik.......
Und bezüglich deines 2.Teils - ja die Zahlen sind gesunken - unter Delta Mutation. Was noch nicht reicht als Vorsorge vor O - und Medikamente. Vorsorgen ( Impfung) ist immer besser als Behandlung ( Medikamente) - dann sind die Menschen nämlich schon erkrankt und damit hoch ansteckend ungeimpft.
Nun, es läuft dermassen viel in Bezug auf Medikamentenentwicklung* - und dermassen schnell - da verlieren sogar Mediziner, die nicht gerade an der Forschungsfront arbeiten, den Überblick, Politiker erst recht.
* Link dazu findet sich im Wissenschaftsstrang, Post #59
Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas wichtiger ist als die eigene Angst.
Zitat von Tigerente im Beitrag #1006So ähnlich stelle ich mir das mit diesen Corona-Medikamenten vor - sauteuer, man kommt evtl. gar nicht so schnell dran, man braucht erstmal einen PCR-Test oder so - Impfen ist einfacher, vermutlich preiswerter und dürfte ungefähr den gleichen Effekt haben.
Ich verstehe es generell so, dass dieses Medikament für den Fall einer Erkrankung gedacht ist und keinesfalls vorbeugend. Also kein Ersatz für eine Impfung.
Deutsche so: "Lieber perfekt zögern als unperfekt starten."
Diese Helga Ruebsamen -Schaef oder wie die heisst, die dauernd bei Lanz,, Illner und Will zu Gast ist, hat seit 2 Jahren gesagt, dass sie sehr bedauert, dass so viel Geld in die Impfstofferforschung/Entwicklung gesteckt wird und viel zu wenig in die Entwicklung eines Medikamentes.
Zitat von print im Beitrag #1015Wie glaubwürdig wäre es denn von "der Politik", angesichts einer sich verändernden Situation (Neue Virusvariante) die Maßnahmen nicht an die Entwicklung anzupassen?
Du sagst es. Immer dieses ewige: "das ist doch nicht glaubwürdig". Gott sei Dank zeigt man sich lernend flexibel. Und es ist mir immer noch nicht flexibel genug. Aber mir wäre es ohnehin lieber, wenn man jetzt mal hinne machen würde, um die fünfte Welle wenigstens noch etwas hinauszuzögern.
- Sobriety is not a sad consequence. It's a proud choice. -
Also, ich habe mich aus beiden Gründen impfen lassen - um mich vor schwerer Erkrankung zu schützen und um "mein Leben" halbwegs wieder zurückzubekommen.
Was das Impfen betrifft - nachdem ich bisher nur wenige Leute kannte, die Covid erwischt hat, häufen sich in meinem Bekanntenkreis Fälle, wo das jüngste (und noch ungeimpfte) Kind sich irgendwo angesteckt hat und wo der geimpfte (und noch nicht geboosterte) Rest der Familie entweder gar nichts hatte oder ein bisschen erkältet war. Macht die Impfung doch, was sie soll, oder?
Was "mein Leben" betrifft - im Job sind die Restriktionen immer noch groß, aber immerhin konnte ich jetzt seit Pfingsten zunächst unter 3G, dann unter 2G, jetzt unter 2G+-Bedingungen wieder meiner Kontaktsportart nachgehen, ich kann wieder an bestimmten Veranstaltungen im kulturellen Leben teilnehmen, essen gehen etc. - das ist viel mehr, als in den Dauer-Lockdown-Zeiten vorher ging. Und ich habe immer noch Hoffnung, dass meine Kinder auch nach den Weihnachtsferien noch in die Schule gehen können, ganz normal - geimpft sind sie schließlich.
Ich frage mich, wie realistisch es ist, anzunehmen, dass HÄ regelmäßig hunderte PCR-Abstriche täglich machen, um im Anschluss die entsprechenden Medikamente zu verschreiben. Ein Meilenstein ist das sicher, aber auch was fürs tägliche Leben?
Ja, und das auch noch in einem Zeitrahmen von 3 bis 5 Tagen - gelten die übrigens nach Infektion oder nach Auftreten von Symptomen? Mein persönlicher Zeitplan im Fall eines Infektes ist Arztbesuch frühestens nach 3 Tagen, sollten sich die Symptome bis dahin nicht gebessert haben... ist ja auch ein Problem bei dem Grippemittel.