Zitat von Tigerente im Beitrag #9221In meinem persönlichen Umfeld sind es eher nur so 10 - 20%, die asymptomatisch oder mit leichten Erkältungssymtomen, die auch was anderes sein könnten, positiv getestet wurden.
Daraus kann man aber natürlich nichts über die Dunkelziffer ableiten. Wenn ich mir das Infektionsgeschehen in meinem direkten Umfeld ansehe, hätte es schon längst ein Familienmitglied erwischen müssen. Keiner von uns hat Symptome, wir testen wegen Schule, aus beruflichen oder freizeittechnischen Gründen relativ viel und hatten nie einen positiven Test. Daraus können wir nur ableiten - entweder wir hatten es noch nicht, oder bei uns wirkt die Impfung so gut, dass wir eben nicht nur asymptomatisch sind, sondern auch eine so niedrige Virenlast haben, dass die Tests nicht anschlagen.
Eigentlich ging es bei der Diskussion nicht um die mögliche Dunkelziffer, sondern darum, wieviele der nachweislich Infizierten auch voll arbeitsfähig wären.
Ok, das kommt jetzt bei mir so an, als würden Manche Symptome also noch als symptomlos klassifizieren. Das mache ich nicht. Amelanchier hatte hier ja tatsächlich zum Anteil symptomloser gepostet, daher war ich auch genau davon ausgegangen. Wenn man Befragungen als Grundlage nimmt und wenige leichte Symptome als symptomlos verstanden werden, wundert mich die hohe Zahl weniger. Die Frage kam bei mir nicht zum Anteil stark Erkrankter bzw. von Personen mit milden Symptomen auf, sondern zwischen Symptomen oder symptomlos.
- "Wenn du einen Menschen glücklich machen willst, dann füge nichts zu seinem Reichtum hinzu, sondern nimm ihm einige von seinen Wünschen." - Epikur von Samos
Zitat von FakeFur im Beitrag #9226 Eigentlich ging es bei der Diskussion nicht um die mögliche Dunkelziffer, sondern darum, wieviele der nachweislich Infizierten auch voll arbeitsfähig wären.
Es kam ja die Frage nach "symptomlos". "Voll arbeitfähig" ist für mich was anderes. Mit leichtem Schnupfen und Halskratzen, teilweise auch Müdigkeit von den zugehörigen Medikamten, gehen Millionen von Pollenallergikern zur Arbeit. Ich hatte die Frage halt so verstanden, wen wir kennen, der nachweislich infiziert aber komplett symptomlos war. Da war meine Antwort 10 - 20% der Infizierten, die ich privat kenne. Wäre die Frage "wie viele von den Infizierten, die Du so kännst, hätten abgesehen von der Ansteckungsgefahr zur Arbeit gehen können", bin ich auch eher bei 30 - 40%.
Zitat von Horus im Beitrag #9216Xarin, gute Besserung! Das hätte es bei dir jetzt nicht auch nochmals gebraucht…
Danke, da schreibst du was ... Ich hatte da auch ehrlich gesagt nicht mit gerechnet ( ohne Verstand jetzt, habe einfach so viel anderes um die Ohren, Sorgen..) und häng jetzt gut durch. Schon mit Fieber, Heftige Halsweh, Husten, Kopfweh ohne Ende, Muskelschmerz, MagenDarm. Ich war auch recht "sorgenfrei" eine Zeit viel in Ö unterwegs, wo es ja auch keine Maskenpflicht etc mehr gab- da hab ich mir nichts geholt. Ich muss es aus der Klinik haben. Ändert natürlich auch nix. Und ich hab nen ordentlichen Schub meiner nach der ersten Covidinfektion bekommenen Autoimmunerkrankung :-( Ich weiß nicht- ich war nie in meinem Leben anfällig für virale Infekte oder sonstige Infekte.Schon blöd.
Was ja auch auf den Job ankommt und auf die Lebensumstände. Ich kann mit Erkältung problemlos arbeiten, andere können es nicht (zB schwere körperliche Arbeit).
Ich hab es im Zweifel sogar im Büro ruhiger und mehr Gelegenheit zum Tee trinken als mit Kindern zu Hause eingesperrt und für alle Mahlzeiten und Probleme zuständig ;-)
Für andere sieht auch das anders aus.
Die symptomlose Nachbarin hat sich nach Exposition testen lassen, weil sie Patientenkontakt hat. Sonst wäre sie sicher arbeiten gegangen.
Und im Normalbetrieb gehen meine Kinder auch mal mit Schnupfen in die Schule. Mit „Resthusten“ (der bei uns gern mehrere Wochen dauert) sowieso.
Im Moment behalte ich sie noch zu Hause, wenn sie eine Erkältung haben.
Zitat von Horus im Beitrag #9216Xarin, gute Besserung! Das hätte es bei dir jetzt nicht auch nochmals gebraucht…
Danke, da schreibst du was ... Ich hatte da auch ehrlich gesagt nicht mit gerechnet ( ohne Verstand jetzt, habe einfach so viel anderes um die Ohren, Sorgen..) und häng jetzt gut durch. Schon mit Fieber, Heftige Halsweh, Husten, Kopfweh ohne Ende, Muskelschmerz, MagenDarm. Ich war auch recht "sorgenfrei" eine Zeit viel in Ö unterwegs, wo es ja auch keine Maskenpflicht etc mehr gab- da hab ich mir nichts geholt. Ich muss es aus der Klinik haben. Ändert natürlich auch nix. Und ich hab nen ordentlichen Schub meiner nach der ersten Covidinfektion bekommenen Autoimmunerkrankung :-( Ich weiß nicht- ich war nie in meinem Leben anfällig für virale Infekte oder sonstige Infekte.Schon blöd.
ich wünsche Dir auch gute Besserung ... und , dass Du vor weiteren Schüben verschont bleibst.
Und weil die Spekulation aufkam - doch, die Impfung wirkt auch bei den beiden Omikron- Varianten insofern, dass sie schwere Verläufe ( = muss in die Klinik) nach wie vor gut verhindert bzw abmildert. Die Tatsache, dass Omikron überwiegend „mild“ wirkt, hat tatsächlich mit der jetzt wegen Impfung oder früherer Infektion breit vorhandenen TEILimmunität zu tun.
Ohne die, also in einer immunnaiven Population, ist Omikron nicht oder kaum milder als der Wildtyp. Allerdings sind die Symptome offenbar verlagert.
Wo die Impfung bei der Omikronvariante wirklich deutlich schlechter wirkt als gegen die Wildvariante (gegen die die Impfstoffe entwickelt wurden), ist bezüglich Ansteckung und bezüglich milde Verläufe. Und nochmals, als „mild“ gilt alles, was keine Hospitalisation erfordert. Da fallen auch Verläufe darunter, die man subjektiv überhaupt nicht als mild einstuft, weil man eben doch richtig krank ist.
Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas wichtiger ist als die eigene Angst.
Zitat von Horus im Beitrag #9235Und weil die Spekulation aufkam - doch, die Impfung wirkt auch bei den beiden Omikron- Varianten insofern, dass sie schwere Verläufe ( = muss in die Klinik) nach wie vor gut verhindert bzw abmildert. Die Tatsache, dass Omikron überwiegend „mild“ wirkt, hat tatsächlich mit der jetzt wegen Impfung oder früherer Infektion breit vorhandenen TEILimmunität zu tun.
Ohne die, also in einer immunnaiven Population, ist Omikron nicht oder kaum milder als der Wildtyp. Allerdings sind die Symptome offenbar verlagert. .
Und nicht zu vergessen Long Covid. Studien nach scheint das durch die Impfung auch abgemildert. ( Aktuell habe ich keinen Kopf zum verlinken, hole ich ggf noch mal nach)
Ja, bitte ... .. und bitte mit Superimmunität nach 3mal geimpft und dann genesen... ich bin für alles und lasse mich dann brav auch weiterhin boostern... denn man weiß ja nicht was wäre, wenn man es nicht täte.
So kann man sich wenigstens immer sagen, dass man es versucht hat ... nicht zu sterben ... es ohne Klinik zuschaffen ... das maximal mögliche an Schutzvorkehrungen getroffen zu haben ... vorbildlich dabei gewesen zu sein
und sonst ... die Queen ist halt wirklich belastbar ... rule Britannia!
Seltsamer Zufall: User, die dem Virus eher respektvoll gegenüberzustehen scheinen und (evtl.) selbst vorsichtiger sind, scheinen weniger symptomlos Infizierte zu kennen als User die sich häufiger pro Öffnung geäußert haben und viel Maßnahmen eher übertrieben fanden.... Wenn das nicht klar Hinweise aus selektive Wahrnehmung und Verfügbarkeitsheuristiken (bei beiden Seiten) sind...
- "Wenn du einen Menschen glücklich machen willst, dann füge nichts zu seinem Reichtum hinzu, sondern nimm ihm einige von seinen Wünschen." - Epikur von Samos
Zitat von ZeroZero im Beitrag #9242Bzw auch die Definition der Symptomlosigkeit (normale Erkältungssymptome teilweise).
Da magst du Recht haben. Auch diverse Ärzte in meiner Umgebung sagen, dass die meisten dann doch schniefen oder Halskratzen hatten, wenn man nachbohrt. Also ich hatte tatsächlich gar nix und habe auch die ganze Quarantäne durch gearbeitet.
-------------------------- Zwischen Reiz und Reaktion liegt die Freiheit.
Ich habe schon die "Gar nix" Kandidaten aufgeführt. Mein Mann macht aus der Not eine Tugend und hat den Garten frisch frühlingsfit onduliert. Aufgrund Booster und nur positiver Schnelltest muss der Herr auch nur verkürzt in Quarantäne und darf sich übermorgen frei testen.
Ich hab den Eindruck Omikron marschiert jetzt durch's Gesundheitswesen, egal ob geimpft oder nicht. Sohnemann, der im Testzentrum Dienst schiebt, den hat's jetzt auch erwischt mit Hals-Und Kopfschmerzen, meine Bekannte (Intensivschwester und die ganze Zeit nix) gesundet langsam, die hatte heftige Erkältungssymptome. Na ganz so easy ist der Corona-Typ eben doch nicht.
-------------------------------------- „Die Toleranz wird ein solches Niveau erreichen, dass intelligenten Menschen das denken verboten wird, um Idioten nicht zu beleidigen." Fjodor M. Dostojewski
Zitat von Klemenzia im Beitrag #9241Seltsamer Zufall: User, die dem Virus eher respektvoll gegenüberzustehen scheinen und (evtl.) selbst vorsichtiger sind, scheinen weniger symptomlos Infizierte zu kennen als User die sich häufiger pro Öffnung geäußert haben und viel Maßnahmen eher übertrieben fanden.... Wenn das nicht klar Hinweise aus selektive Wahrnehmung und Verfügbarkeitsheuristiken (bei beiden Seiten) sind...
Das ist wohl eher deine Wahrnehmung. Ich für meinen Teil bin pro Öffnung. Ich selbst war bislang überhaupt nicht infiziert (zumindest nicht wissentlich) und kenne sehr viele symptomlose Verläufe. Und es waren bislang aus meinem Dunstkreis nichtmal die Hälfte überhaupt infiziert. Respektvoll und vorsichtig war ich vor den Impfungen durchaus und ja, auch jetzt halte ich mich an alle Regeln, ich torpediere nichts. Ich hätte aber null Angst ohne Maske einkaufen zu gehen, wenn ich dürfte.
Wieso, du bestätigst doch die These - derjenige, der pro Öffnung, gegen Masken usw ist, kennt, oh Wunder, lauter "symptomlose" (was auch immer es sein soll) Verläufe.
Andere kennen mehrheitlich die Leute, die flach lagen.
Stimmt, Zero, da hatte ich einen Knoten im Gehirn. Sorry. Und nee, oh Wunder würd ich nicht sagen, ich freu mich halt für diese Leute. :-) Das klingt irgendwie, als wenn das ungalubwürdig wäre, ist ein bissi unschön.
Es ist doch auch so : "Ich hab nix" und "Ich war noch nie so krank" sind zwei Enden einer Skala, die wirklich sehr subjektiv sind. Wie die Schmerzskala im Krankenhaus - da wird ja auch der Patient gefragt, wo er die Schmerzen einordnet.
Und selbst den in meinem Umfeld üblichen Standartverlauf - 2 Tage sind ziemlich mies, dann geht's, nach 5 Tagen ist es vorbei - schildern einige als "Das war ja nix" oder "Wie Erkältung".
Mehr zu kämpfen haben hier diejenigen, die auch in anderen Fällen heftiger zu leiden haben und der Arzt lieber einmal mehr nachguckt-sehr alte Menschen, Personen, die gerade eine Krebsbehandlung hinter sich haben usw. Eine ungeimpfte Person haben wir im Bekanntenkreis, die es auch heftig erwischt hat - hohes Fieber über mehrere Tage, entsprechende "Wackeligkeit" und einfach "ich kann gar nix..." Nicht gefährlich, aber halt sehr unangenehm.
Wenn man sich auf wissenschaftliche Studien zum Thema "symptomlos" positiv getestet bezieht ( zumindest für die Ära vor Omikron) dann kamen dabei Daten von um die 40-45 % raus. zBsp hier https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/1...-asymptomatisch Entsprechend höher lag auch der Anteil asymptomatischer Infektionen bei denjenigen, die positiv getestet worden waren: Während in der gesamten Bevölkerung bei 40,5 % keine Symptome auftraten... Deutliche Unterschiede ergaben sich auch im Vergleich der Kontinente bei den bestätigten COVID-19-Fällen: Der gepoolte Prozentsatz der asymptomatischen Infektionen betrug in Nordamerika 46,32 % (95 % CI, 33,47 %-59,16 %) und in Europa 44,18 % (95 % CI, 32,87 %-55,50 %). In Asien waren es hingegen nur 27,58 % (95 % CI, 13,60 %-41,57 %). Und: Das Autorenteam um Min Liu und Qiuyue Ma hatte 95 Studien mit fast 30.000 getesteten Personen in ihre Auswertung einbezogen.Patienten, die zum Testzeitpunkt keine Symptome aufwiesen, wurden als asymptomatische Infektionen definiert. Als asymptomatisch zählten demnach auch jene, die erst später Symptome entwickelten (präsymptomatische Infektionen).
Verschiedene Faktoren beeinflussen, wie zBsp Altersklassen etc. Inwieweit die ca 40-45 % verringert würden , wenn man noch jene erfasst welche nach dem positiven Test noch Symptome entwickeln bleibt dabei jetzt spekulativ.