Zero Zero, die 10 Prozent beziehen sich bei EBV auf erwachsene Patienten, die mit entsprechenden Beschwerden in Behandlung landen und bei denen EBV Antikörper nachgewiesen werden.
Zitat von SASAPI im Beitrag #8703Zero Zero, die 10 Prozent beziehen sich bei EBV auf erwachsene Patienten, die mit entsprechenden Beschwerden in Behandlung landen und bei denen EBV Antikörper nachgewiesen werden.
Eben, die meisten infizieren sich in der Kindheit, ohne Probleme.
2019 war die aktuellste Zahl, die ich auf die Schnelle finden konnte.
Es geht mir auch nicht um "was ist die schlimmste Erkrankung" wie beim Quartett mit dem Supertrumpf. Es kann aber sinnvoll sein sich vor Augen zu führen, dass wir schon sehr lange als Gesellschaft mit einer ähnlich schwierigen Erkrankung leben und daher Covid 19 zwar ein neues Coronavirus, aber nicht das "absolute Übel" ist.
Wenn die Forschung durch die Pandemie mehr über solche Folgen wie CFS erfährt und den Patienten dann besser geholfen werden kann, umso besser. Vor Corona waren es nämlich zu wenig Betroffene, um da viel Geld zu investieren.
Corona ist halt seit langem die Erste, die sich so leicht ausbreitet. Mit Erkältung oder Grippe steckt man sich bei weitem nicht so leicht an. Ich habe mich noch nie bei Kindern angesteckt und umgekehrt hat sich nie jemand bei mir angesteckt. Ohne jeglichen Schutz.
Hier geht es wie ein Lauffeuer und wenn sich zu viele gleichzeitig anstecken, sind es nunmal viel zu viele - das hatten wir alles schon.
Deswegen werden wir im Herbst um Maßnahmen nicht drumherum kommen. Auch wenn jetzt alles gelockert wird.
Zero Zero, wir kommen da in diesem Leben nicht mehr zusammen :) Wenn eine Erkrankung sehr viel "Ausfälle" und erhöhte Belastungen für die Sozialkassen verursacht ist es völlig unerheblich, ob diese ansteckend ist oder nicht. Die Betroffenen sind nicht oder nur eingeschränkt arbeitsfähig, fallen also aus dem Arbeitsprozess heraus und verursachen hohe Kosten im Sozialversicherungssystem.
Wenn ich mich darauf konzentrieren will genau das zi vermeiden - dann wäre es sinnvoller, für die psychische Gesundheit der Bevölkerung zu sorgen, auch, wenn es keine ansteckenden Erkrankungen sind. Denn damit fällt der größte Teil der Bevölkerung aus. Nicht aufgrund einer Corona Infektion.
Doch, natürlich ist es nicht völlig unerheblich, es geht nämlich um die Prävention. Prävention von Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist nicht wirklich möglich, EBV ebenfalls. HIV und Corona aber schon (Kondom bzw sauberes Besteck und Maske), das ist der Unterschied.
Wenn etwas mit so einfachen Mitteln verhindert werden kann, dann wird es auch ergriffen. Keiner redet über Schließungen, ich glaube nicht, dass es nochmal kommt. Aber die Basisschutzmaßnahmen schon, das sagen eigentlich so gut wie alle, dass man damit ab Oktober wieder rechnen muss.
Wir werden sehen, was im Herbst ist, ob Maßnahmen eingesetzt werden oder nicht. Alles andere ist derzeit doch Kaffeesatzleserei.
Im Übrigen ist das persönliche "Infektionsgeschehen" wohl sehr unterschiedlich - ich habe mich in der Kindheit meiner Töchter jedesmal bei ihnen angesteckt, ausgenommen waren nur Windpocken, die hatte ich als Kind selbst. An Corona allerdings nicht.
Vielleicht hab ich ja Glück und es kommt jeweils Homeoffice vom November bis April 😁 Ich hasse Großraumbüros. Zu Hause ist es für mich die perfekte Stelle - inhaltlich sehr spannend und ich sehe den Chef nicht bzw hab meine Ruhe von dauerredenden Kollegen, mit denen ich eh nichts gemeinsam mache. Meine wirklichen Kollegen sitzen nämlich 200 km weiter weg.
Zitat von ZeroZero im Beitrag #8709 Prävention von Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist nicht wirklich möglich,.
Einspruch. Übergewicht verursacht beispielsweise beides, und Prävention von Übergewicht würde daher viele vorzeitige Todesfälle verhindern. Ist aber eben nicht von oben zu „verordnen“. Anders als Masken.
Zitat von ZeroZero im Beitrag #8713Ja, das meinte ich, nicht durch eine einfache Verordnung möglich.
Das ist aber doch keine Legitimation dafür, sich ausschließlich auf „Verordnungsfähiges“ zu konzentrieren. Schließlich liegen auch die durch Übergewicht verursachten Herzinfarkte auf der Intensivstation, da hat sich aber vor der Pandemie keiner dran gestört, sondern das war mit eingepreist.
Zitat von ZeroZero im Beitrag #8704Der große Unterschied zu Corona - es ist nicht so ansteckend. Deswegen hinken die Vergleiche, sowie mit Krebs, Herz-Kreislauf-Krankheiten usw.
Ich dachte, das haben wir in den letzten zwei Jahren genug durchhechelt?
Ich finde überhaupt nicht, dass der Vergleich mit EBV hinkt. Nur weil es das Virus schon so lange gibt, ist eben ein großer Teil der Bevölkerung damit durchseucht - und nur ein kleiner Teil hat schwerwiegende Nachwirkungen. Wenn erstmal die Bevölkerung ähnlich mit Corona durchseucht ist, dann bekommen es irgendwann vermutlich größtenteils nur noch die Kinder, die neu dazukommen, und der Effekt ist ein ähnlicher.
Und wenn EBV nicht so ansteckend wäre, wie es ist, würde man nicht bei einem so großen Prozentsatz der Bevölkerung Antikörper finden. Nur bekommt man die mild und / oder asymptomatisch verlaufenden Fälle gar nicht mit. Nur die, wo sich wirklich Pfeiffersches Drüsenfieber manifestiert.
Naja, gerade bei EBV gibt es ja immer neue Erkenntnisse, bei welchen Krankheiten das Virus zumindest mitbeteiligt ist, zuletzt ging es um MS, und auch in Bezug auf Long Covid gibt es wohl erste Verdachtsmomente. Daher kann man hier auch nicht sagen, dass man entweder gar nichts merkt oder maximal Pfeiffersches Drüsenfieber bekommt.
Das habe ich nicht gemeint. Sondern genau das - es kann eine Menge unschöne Langzeitwirkungen haben, ohne dass man von der Infektion was mitbekommen hat. Bei einem Virus, das es schon lange gibt. Nur macht niemand so viel medienwirksam Bohei drum wie um Long Covid.
Zitat von Tigerente im Beitrag #8718Das habe ich nicht gemeint. Sondern genau das - es kann eine Menge unschöne Langzeitwirkungen haben, ohne dass man von der Infektion was mitbekommen hat. Bei einem Virus, das es schon lange gibt. Nur macht niemand so viel medienwirksam Bohei drum wie um Long Covid.
Wie ich schon sagte, es ist nicht so ansteckend, dass in kurzer Zeit die ganze Bevölkerung sich ansteckt. Sondern die meisten stecken sich in der Kindheit an, was zu keinen Problemen führt. Daher sind auch bei den meisten die AK vorhanden.
Zitat von Tigerente im Beitrag #8718Das habe ich nicht gemeint. Sondern genau das - es kann eine Menge unschöne Langzeitwirkungen haben, ohne dass man von der Infektion was mitbekommen hat. Bei einem Virus, das es schon lange gibt. Nur macht niemand so viel medienwirksam Bohei drum wie um Long Covid.
Wie ich schon sagte, es ist nicht so ansteckend, dass in kurzer Zeit die ganze Bevölkerung sich ansteckt. Sondern die meisten stecken sich in der Kindheit an, was zu keinen Problemen führt. Daher sind auch bei den meisten die AK vorhanden.
Die Situation ist nicht vergleichbar. Du kannst nicht die Ansteckungsrate, die ein neues Virus, das es erst seit 2 Jahren gibt, vergleichen mit der eines Virus, das schon Jahrzehnte "sein Unwesen treibt".
Wie es ist, wenn neue Infekte auf eine kein bisschen immunisierte Bevölkerung treffen, hat man doch in Amerika gesehen, wie viele da von vergleichbar banalen Infekten dahingerafft wurden, als die Kolonialherren diese mitbrachten.
Eure Argumente ziehen halt nicht. Dauernd Vergleiche von Äpfeln und Birnen, wenn Gegenargumente kommen, kommt ein Totschlagargument mit "Killervirus". Was soll man da noch sagen? Natürlich versucht ihr es schon seit zwei Jahren, wozu auch immer. Aber die Realität sieht halt anders aus.