Zitat von Sondermodell im Beitrag #6061Da können sich "Menschen" gerne mal selbst an die Nase packen. Jahrzehntelang wurde im ÖD Personal gespart, weil man der Meinung war, von "unserem Geld" Wichtigeres bezahlen zu wollen als "faule" Mitarbeiter des ÖD - und jetzt wird geschrien, dass nichts mehr läuft. Tja ...
Ich wüsste nicht, dass ich als Bürgerin jemals diesbezüglich konkret ein Mitgestaltungsrecht bekommen hätte. Interessanterweise betreffen diese Probleme darüber hinaus die Finanzämter kaum. Da kann man überaus zeitnah reagieren (wenn man etwas zu "bekommen" hat jedenfalls) und auch auf der Matte stehen, wenn notwendig. Soweit ich weiss, ist das auch ÖD. Tja...
Zitat von ja-aber im Beitrag #6063Man sollte vielleicht mal das unschöne Wort "Eigenverantwortung" bemühen.
Wenn ich der Meinung wäre, ich könnte mich selbst angesteckt haben, muss ich mich halt isolieren, egal, was ein Amt sagt oder nicht. Bräuchte ich eine Bescheinigung für die Lohnfortzahlung, würde ich das Amt stressen, sonst nicht. Wer sich in so einem Fall nur dann isoliert, wenn ein Amt ihm das sagt... ja nun.
Mich wundern die hohen Zahlen nicht. Die Leute nehmen Omikron nicht ernst, seit es immer hieß, das Ding ist harmlos. Obendrauf das "ich bin eh geboostert" oder "ich bin sowieso unverwundbar"... irgendwie ist hier YOLO Stimmung.
Aber ich finde, wenn man nachlässig ist und sich ansteckt, dann ist nicht das Gesundheitsamt verantwortlich. Die verwalten die Seuche, und ja, das nicht besonders gut. Aber mehr auch nicht.
Ich schrieb auch nicht, dass das Amt verantwortlich wäre. Ich schrieb nur, dass man die Menschen jetzt komplett allein lässt und das viele frustrierend finden. Du hast nicht viel Kontakt zu Patienten, oder? Ich schon. Man muss ihnen alles sehr genau erklären, oft auch mehrfach. Ja, das ist frustrierend und ermüdend.
Hatte gerade kurz das Bedürfnis die Situation aus "Behördensicht" zu erklären. Aber das wäre vergebene Liebesmüh.
Grundsätzlich steht es ja jedem frei sich auf Stellen zur Kontaktverfolgung zu bewerben und dort zu unterstützen. Machen möchte es faktisch aber so gut wie keiner. Wird ja auch seinen Grund haben, weshalb Behörden bei der Bundeswehr Amtshilfeersuchen stellen mussten, um weiterhin einigermaßen die Kontaktverfolgung sicherstellen zu können.
Wo sind sie denn, die in den letzten zwei Jahren nachgerüsteten Stellen, die Modernisierungen des Systems, die Vereinfachung der Abläufe? Das betrifft im übrigen nicht den einzelnen MA im Amt, sondern diejenigen, die für diese Abläufe Verantwortung tragen und damit im übrigen auch die andere Seite des Gesundheitssystems, die Menschen nämlich, die wie ich mit den Patienten direkt arbeiten, belasten und frustrieren.
Zitat von KlaraKante im Beitrag #6079[quote=Avada|p103947] Wo sind sie denn, die in den letzten zwei Jahren nachgerüsteten Stellen, die Modernisierungen des Systems, die Vereinfachung der Abläufe? Das betrifft im übrigen nicht den einzelnen MA im Amt, sondern diejenigen, die für diese Abläufe Verantwortung tragen und damit im übrigen auch die andere Seite des Gesundheitssystems, die Menschen nämlich, die wie ich mit den Patienten direkt arbeiten, belasten und frustrieren.
In meiner Gegend lautete letzte(!) Woche die Quote: 70 Mitarbeiter für 1000 Neumeldungen am Tag.
Ist doch völlig klar, dass unter diesen Umständen keine individuelle Betreuung möglich ist. Und ich denke, die meisten Leute brauchen das auch gar nicht. Überdies wäre es mir das Geld tatsächlich zu schade, die Ämter für solche Extremsituationen auszurüsten, die ja schnell wieder vorbeigehen.
Wer Probleme hat, kann schließlich zum Arzt gehen.
Zitat von KlaraKante im Beitrag #6076Ich wüsste nicht, dass ich als Bürgerin jemals diesbezüglich konkret ein Mitgestaltungsrecht bekommen hätte.
Okay, wenn du hier kein Wahlrecht hast, dann natürlich nicht.
Die Antwort ist nichts als eine Worthülse und Totschlagsargument. Natürlich hat der Einzelne ein Wahlrecht und übt dieses hoffentlich aus. An den Strukturen im Gesundheitssystem hat sich deshalb trotz wechselnder Machtverhältnisse in den letzten beiden Jahrzehnten so gut wie nichts verbesssert.
******************************** Sagt es allen weiter - besonders den jungen Menschen: Werdet StammzellenspenderIn - rettet Leben! Spende geht oft über das Blut. * DKMS
Wo sind sie denn, die in den letzten zwei Jahren nachgerüsteten Stellen, die Modernisierungen des Systems, die Vereinfachung der Abläufe? ...
Ich glaube, da sind schon Stellen aufgestockt und Abläufe verbessert worden. Ich kann mich bei meiner Stadt an Artikel in der Tageszeitung erinnern, dass soundsoviele neue Leute im Gesundheitsamt eingestellt worden wären. Vermutlich hat man das aber alles nicht für eine so hohe Inzidenz vorbereitet. Ich denke, wenn in den letzten 2 Jahren nicht etwas verbessert worden wäre, wären die Zustände jetzt noch viel schlimmer. Wenn es damals schon so hohe Fallzahlen gegeben hätte, wäre damals vermutlich alles zusammengebrochen.
Zitat von Tigerente im Beitrag #6075[quote=FakeFur|p103986]Ist jetzt völlig OT, aber kann ich (ÖD) die Bundeswehr dann bitte, bitte mal zur Hilfe rufen, damit die unsere Personalabteilung umstrukturieren? (Träum...)
Wenn das ne Katastrophe ist und Dein MP den Katastrophenfall ausruft diesbezüglich, geht das bestimmt :-) Aber ich fürchte, die helfen dann nur und befehlen nix. Ob Dir das was nützt?
Außerdem ist mit den Stellen im ÖD wie überall, auch in der freien Wirtschaft. Es herrscht Personalmangel aller Orten. Die Boomer verabschieden sich so langsam in Rente und viele Stellen können nicht nachbesetzt werden. Warum soll es beim Gesundheitsamt anders sein?
Die aufgestockten Stellen waren sicherlich auch teilweise befristet und nicht auf Dauer. Und wenn da jetzt Verträge ausgelaufen sind, finde mal adhoc neue Mitarbeiter, wo Omikron steppt.
Aufgestockt wurde in den hiesigen Verwaltungen gar nichts, nur zeitweise abgeordnet, dadurch blieb in anderen Abteilungen einiges liegen, was auch für Ärger sorgte. Geld hat der ÖD nämlich auch nicht, er muß sparen. Die Kommunen haben starke Einbrüche bei der Gewerbesteuer zu verzeichnen ( Kurzarbeit), aber erhöhte Kosten für Wohngeld etc ( auch Kurzarbeit).
Zitat von Hillary im Beitrag #6069Dat liegt nicht am Personal im Amt, sondern an der Organisation rundrum.
Aber diese Organisation wird doch auch von Angestellten des ÖD gemacht, also vom Personal "im Amt" - und wenn es nicht genug Leute gibt, dann gibt es nicht genug Leute, das ist so banal wie wahr.
Naja, bei uns in der Tagespresse wurde dieser Tage auch wieder über die Situation beim Gesundheitsamt berichtet. Ein Mitarbeiter hat sich anerkennend über die Hilfe durch die Bundeswehr im vergangenen Jahr geäußert - die hätten erstmal die Teamstruktur umorganisiert, so dass nicht mehr jeder alles macht, sondern es Expertenteams für Kontaktverfolgung, Beantwortung von Anfragen usw. gibt.
Ja bitte, da muss erst die Bundeswehr kommen und erklären, wie man im 21. Jahrhundert einen Betrieb organisiert, der aus mehr als drei Personen besteht?
Ist jetzt total OT, aber mich juckt es in den Fingern dazu was zu schreiben:
Bei meinem Arbeitgeber (ÖD) wird im Gegensatz zur Bundeswehr gerade die Schiene gefahren "jede und jeder macht alles". Experten und Spezialisten sind für die Katz und unerwünscht. Was dazu führt, dass jetzt viele da sitzen und eeeewig für Tätigkeiten brauchen, die Fachleute in nullkommanix runterreißen. Traurig, aber wahr und so modern heutzutage. Es muss ja auch bei Krankheit oder sonstigem Ausfall jeder jeden Job machen können, so schwärmt sich die Verwaltung das vor.
Ja. Und es sind - u. a. - deswegen nicht genug Experten und Fachleute da, weil man im ÖD nicht vernünftig zahlt (deswegen sieht es dort in Sachen IT auch so mau aus). Und bei Fachkräftemangel geht erst recht keiner in den ÖD, der nicht muss. Aber wie gesagt, der ÖD wird seit Jahrzehnten kaputtgespart, auch (aber natürlich nicht nur), weil der "gemeine Bürger" findet, dort würde man eh fürs Langweilen bezahlt, daher brauchte man nicht so viele Leute), und das ist eben die Folge.
ich bin immer noch fassungslos, dass im Jahr 3 nach Coronabeginn jemand die Funktion und die Wirksamkeit von Masken nicht verstanden hat. Da wundert mich tatsächlich gar nichts mehr.
I learned to hate the Russians all through my whole life If another war comes, it's them we must fight To hate them and fear them, to run and to hide And accept it all bravely with God on my side (Bob Dylan)
Im Zweiten Weltkrieg starben durch die Deutschen in der Sowjetunion etwa 28 Millionen Menschen, darunter 14,25 Millionen Zivilisten und 9,75 Millionen Soldaten. Danke für die Erinnerung, Herr Außenminister
The reason for fighting I never got straight But I learned to accept it Accept it with pride For you don’t count the dead When God’s on your side
Zitat von vultura im Beitrag #6091ich bin immer noch fassungslos, dass im Jahr 3 nach Coronabeginn jemand die Funktion und die Wirksamkeit von Masken nicht verstanden hat. Da wundert mich tatsächlich gar nichts mehr.
Mir fiel auch das Kinn runter.... deshalb auch meine Frage ob sie das ernst meint....
Zitat von vultura im Beitrag #6091ich bin immer noch fassungslos, dass im Jahr 3 nach Coronabeginn jemand die Funktion und die Wirksamkeit von Masken nicht verstanden hat. Da wundert mich tatsächlich gar nichts mehr.
Ich war heute auf einer Trauerfeier, ein sehr lieber Nachbar ist ganz plötzlich gestorben. Er stand trotz seiner 80 Jahre, wie man so schön sagt, mitten im Leben. Plötzlich umgefallen, Herzstillstand, sofort tot. Kein Covid-19! Auf der Feier natürlich alle naselang Männer seiner Altersgruppe, Maske = Mundschutz. Die habens nie gelernt und werden das auch nicht mehr lernen. Geimpft waren aber alle und ich gehe davon aus, dass sie die Wirksamkeit der Impfung viel weniger bezweifeln, als die der Masken. Trauerfeier 2 G, bis 30 Personen Innenraum, Kontaktnachverfolgung, Anzeigepflicht
-------------------------------------- „Die Toleranz wird ein solches Niveau erreichen, dass intelligenten Menschen das denken verboten wird, um Idioten nicht zu beleidigen." Fjodor M. Dostojewski
Wenn die Atmung eingeschränkt ist, fällt es verdammt schwer die Maske für längere Zeit korrekt zu tragen. Und bei älteren Menschen ist das oft der Fall. Das Zwerchfell ist nicht mehr so beweglich und auch ein dicker Bauch schränkt die Atmung ein. Nur mal so, zur Erklärung. Die tragen halt die Maske, weil sie es müssen. Aber nur so wie sie es können. Die meisten.
Zitat von Cerulean im Beitrag #6094Wenn die Atmung eingeschränkt ist, fällt es verdammt schwer die Maske für längere Zeit korrekt zu tragen. Und bei älteren Menschen ist das oft der Fall. Das Zwerchfell ist nicht mehr so beweglich und auch ein dicker Bauch schränkt die Atmung ein. Nur mal so, zur Erklärung. Die tragen halt die Maske, weil sie es müssen.
Aha.
Was für eine billige Rechtfertigung. Als ob der Rest die Maske freiwillig trägt und keine Einschränkungen damit hat..
Zitat von Hillary im Beitrag #6093[quote=vultura|p104203] Maske = Mundschutz. Die habens nie gelernt und werden das auch nicht mehr lernen. Geimpft waren aber alle und ich gehe davon aus, dass sie die Wirksamkeit der Impfung viel weniger bezweifeln, als die der Masken. Trauerfeier 2 G, bis 30 Personen Innenraum, Kontaktnachverfolgung, Anzeigepflicht
Heißt klar: sie haben s nicht kapiert. Es scheint sie auch nicht zu interessieren. Impfung: Komplettschutz (was eben nicht so ist, auch wenn das Risiko deutlich niedriger wird), Maske (die nachweislich eine hohe Schutzwirkung hat): eine Art dress code, ein Bekleidungszwang, den man halt "irgendwie" einhalten muss, weil Vorschrift ist Vorschrift. Wie ein Parkverbot auf Rollstuhlplätzen. Lästig halt und bußgeldbewehrt. Wobei sich die Allermeisten tatsächlichen Kleidungsrichtlinien (beruflich oder auch nur für den Club) ziemlich bereitwillig unterwerfen.
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Im Zweiten Weltkrieg starben durch die Deutschen in der Sowjetunion etwa 28 Millionen Menschen, darunter 14,25 Millionen Zivilisten und 9,75 Millionen Soldaten. Danke für die Erinnerung, Herr Außenminister
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Zitat von Cerulean im Beitrag #6094Wenn die Atmung eingeschränkt ist, fällt es verdammt schwer die Maske für längere Zeit korrekt zu tragen. Und bei älteren Menschen ist das oft der Fall. Das Zwerchfell ist nicht mehr so beweglich und auch ein dicker Bauch schränkt die Atmung ein. Nur mal so, zur Erklärung. Die tragen halt die Maske, weil sie es müssen.
Aha.
Was für eine billige Rechtfertigung. Als ob der Rest die Maske freiwillig trägt und keine Einschränkungen damit hat..
Das war nur eine Erklärung und keine Rechtfertigung.
Zitat von Cerulean im Beitrag #6094Wenn die Atmung eingeschränkt ist, fällt es verdammt schwer die Maske für längere Zeit korrekt zu tragen. Und bei älteren Menschen ist das oft der Fall. Das Zwerchfell ist nicht mehr so beweglich und auch ein dicker Bauch schränkt die Atmung ein. Nur mal so, zur Erklärung. Die tragen halt die Maske, weil sie es müssen.
Aha.
Was für eine billige Rechtfertigung. Als ob der Rest die Maske freiwillig trägt und keine Einschränkungen damit hat..
Ähnliche Argumente gab es auch gegen die Gurtpflicht. Ja, ich atme auch leichter und freier ohne Maske. Im Fall einer Infektion aber auch noch? Glückssache, ich weiß es vorher nicht. und auch nicht, wie das in der Langzeitwirkung sein wird. Komisch, erwiesene Spätfolgen der Krankheit interessieren Manche nicht
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Im Zweiten Weltkrieg starben durch die Deutschen in der Sowjetunion etwa 28 Millionen Menschen, darunter 14,25 Millionen Zivilisten und 9,75 Millionen Soldaten. Danke für die Erinnerung, Herr Außenminister
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Zitat von Cerulean im Beitrag #6094Wenn die Atmung eingeschränkt ist, fällt es verdammt schwer die Maske für längere Zeit korrekt zu tragen. Und bei älteren Menschen ist das oft der Fall. Das Zwerchfell ist nicht mehr so beweglich und auch ein dicker Bauch schränkt die Atmung ein. Nur mal so, zur Erklärung. Die tragen halt die Maske, weil sie es müssen.
Aha.
Was für eine billige Rechtfertigung. Als ob der Rest die Maske freiwillig trägt und keine Einschränkungen damit hat..
ja. Da muss ich sagen, wer es nicht korrekt kann, warum auch immer, muss halt daheim bleiben. Bis die Covid-Krise vorbei ist. Kinder werden auch nicht gefragt.